
Aufsteiger feiert die Herbstmeisterschaft
Strausberg (MOZ) Strausberg. Der Aufsteiger Golzower SV hat sich auf Anhieb den Herbstmeistertitel der 1. Fußball-Kreisklasse gesichert. Gefolgt wird das Team von den Tuchebandern und der Spielgemeinschaft Falkenhagen/Zeschdorf. Im hinteren Tabellenfeld verschafften sich SpG Sachsendorf/Dolgelin und Jahn Haselberg etwas Luft.
Kienitz - Golzow 1:5: Der Tabellenletzte wehrte sich bis zur Pause erfolgreich, ließ nur einen Gegentreffer zu. Nach dem Wechsel setzte sich der Favorit aber mehr und mehr durch, was sich auch in Toren niederschlug. Beim Stande von 0:3 aus Kienitzer Sicht gelang Daniel Conrad der Anschlusstreffer. Am deutlichen Sieg des Aufsteigers änderte das jedoch nichts.
Tuchebander - Seelow III 3:0: Tuchebands Trainer Stefan Clausnitzer stapelte wieder einmal tief und flachste in seiner ihm eigenen Art: „Mit einem ungefährdeten Sieg schaffte unsere Mannschaft am letzten Spieltag der Hinrunde das Saisonziel Klassenerhalt.“ Das hatte er tatsächlich vor der Saison einmal ausgegeben. Seit geraumer Zeit schickt sich jedoch die Elf an, zum zweiten Mal in die Kreisliga aufzusteigen. Den Grund für die gute Hinrunde sieht Clausnitzer in der „zurzeit besten Abwehr der Staffel mit lediglich 18 Gegentreffern“.
Falkenhagen/Zeschdorf - Rüdersdorf II 7:2: Mit dem höchsten Saisonheimsieg verabschiedete sich die Spielgemeinschaft auf dem dritten Rang in die Winterpause. Sportwart Ralf Kaiser war selbst überrascht, wie gut es im Spiel der Gastgeber lief: „Der MSV fand keine Mittel, den Spielfluss unserer Mannschaft zu stoppen. Die spielte wie aus einem Guss und mit dem 4:0 mit dem ersten Angriff nach der Pause lief alles auf einen klaren Sieg hinaus.“ Der MSV zeigte Moral und wurde mit zwei schönen Treffern belohnt. Das spornte jedoch mehr die Gastgeber an, die in den letzten fünf Spielminuten noch drei Treffer erzielten.
Wriezen II - Letschin 4:2: Die Partie wurde dem Charakter eines Spitzenspiels gerecht. Die spielerisch bessere Anlage lag deutlich auf Seiten des Absteigers. „Letschin haderte jedoch mit der Chancenverwertung“, urteilte Wriezens Betreuer Erhard Breitag. In der Tat besaßen die Gäste gute Einschussmöglichkeiten, scheiterten aber an der eigenen Schussschwäche. Der FSV zeigte sich in dieser Hinsicht clever. Allen voran der dreifache Torschütze Stefan Zimmer. Einziger Schatten im Spiel war die Rote Karte für den Letschiner Christian Hoffmann wegen Schiedsrichterbeleidigung.
Herzfelde II - Hennickendorf 0:5: Das überhaupt erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften wurde zu einer klaren Angelegenheit des Kreisligaabsteigers HSV. Herzfeldes Abteilungsleiter Matthias Engler nannte die Partie „mäßig“. Trainer Frank Holke blieb mit seiner Einschätzung noch darunter und sprach von einem „schlechten Spiel“. Aus Englers Sicht nutzte Hennickendorf „die sich bietenden Chancen resolut und gewann verdient, wenn auch um ein oder zwei Tore zu hoch. Vor dem Spiel hatten beide Teams mit einer Schweigeminute des verstorbenen langjährigen Hennickendorfer Sektionsleiters Karl-Heinz Bitter gedacht.
Gartenstadt - Bruchmühle II 7:1: Die Heimmannschaft bestimmte über 90 Minuten die Partie. Etwas anders empfand es Bruchmühles Trainer Sven Müller, der neben zahlreichen SVG-Chancen auch ebenso viele für die eigene Mannschaft sah. „Selten hat es für uns in Gartenstadt solche Möglichkeiten gegeben. Wir haben versäumt, die Tore zu machen. Nach dem Platzverweis für Torhüter Roland Hampel hatte der SVG die Vorteile auf seiner Seite.“ Der SGB-Keeper hatte außerhalb des Strafraums den Ball mit der Hand gespielt. Nach dem 3:1 durch Patrick August schoss sich der SVG zum höchsten Saisonsieg.
Haselberg - Beiersdorf 4:2: Eine in erster Linie kämpferische Auseinandersetzung zweier Mannschaften im Kampf gegen den Abstieg. Der SVB war zwar schon in der Anfangsphase erfolgreich, des Vorsprungs konnten sich die Gäste jedoch nur wenige Minuten erfreuen. Nach dem Ausgleich zum 1:1-Pausenstand zog der Aufsteiger mit einem Doppelschlag durch Hartmut Wettengel bis auf 3:1 davon. Von diesem Schlag erholten sich die Gäste nicht mehr. Benno Bork konnte zwar noch einmal auf 2:3 verkürzen. In der verbleibenden Zeit drängte der SVB vergeblich auf den Ausgleich und kassierte in der Nachspielzeit das 4:2 durch Elias Schluchter.
Sachsendorf/Dolgelin - Altglietzen 4:0: Mirko Buggisch, Trainer der Gastgeber, nannte fast die gesamte erste Halbzeit „eine Zumutung für die Zuschauer“. Einziger Lichtblick in der ersten Hälfte war der Führungstreffer durch Michel Fähnrich. „Nach dem Wechsel lief es in unseren Reihen nach einigen Umstellungen besser“, sagte der Coach. Damit dürfte die Spielgemeinschaft das vorübergehende Tief beendet haben. Die Generalprobe für den Pokalkampf gegen den FC Strausberg II am Sonnabend ging dagegen für Altglietzen völlig daneben.
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