"Gab es eigentlich bereits Untersuchungen, wie viele Steuergelder in den Fußball fließen und wie viele Arbeitsplätze dadurch geschaffen werden? Mich würde dies wirklich interessieren, da ich glaube, dass die geschaffenen Arbeitsplätze zu denen mit den höchsten Subventionszulagen in unserem Land gehören. Viele Stadtväter glauben, mit einem höherklassisch spielenden Fußballverein über die eigentlichen Probleme in der jeweiligen Region hinwegtäuschen zu können."
Zur allgemeinen Situation:
"...andere Transferleistungen des Fußballs wie Steuern in Höhe von 100 Millionen bei der WM 2006, etwa 500000 Euro, die jede Stadt bei der Ausrichtung eines Länderspiels vom DFB erhält, oder das aktuelle Steueraufkommen der 36 Lizenzvereine mit zuletzt 460 Millionen Euro im Jahr. "Alle Weltmeisterschaften in Deutschland werden mit Steuergeldern subventioniert, mit Ausnahme des Fußballs. Die Fußball-WM hat Geld in die Staatskasse gespült."
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460 Millionen Steuereinnahmen der öffentlichen Hand bei Gesamteinnahmen von 1,75 Mrd. Euro der DFL-Vereine letzte Saison
Die DFL-Vereine sind Arbeitgeber von 34.805 Menschen in Deutschland.
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"Oder in Rostock. Ohne die Stadt und das Land würde auch der FC Hansa noch immer in seinem alten Ostseestadion spielen, was dann höchstwahrscheinlich auch den alterwürdigen Namen tragen würde."
Die Gewährung von Fördergeldern ist bei anderen Infrastrukturmassnahmen auch üblich. Fördergelder für Bundesligastadien sind nachgewiesenermaßen Fördergelder in die touristische Infrastruktur. Durch erhöhte Steuereinnahmen amortisieren sich die zweckgebunden für Baumassnahmen verwendeten Steuergelder schnell wieder.
Was Rostock betrifft, hat der Verein selbst ein Grossteil der Gelder für den Komplettumbau aufbringen müssen, weil die finanziell klamme Stadt das Stadion nicht auf eigene Kosten umbauen wollte. Die Stadt hätte in letzteren Fall Mieteinnahmen vom Verein bekommen, hätte aber statt Hansa auch das wirtschaftliche Risiko für diese Investition tragen müssen.
"Um den Etat des FCH abzusichern, Bedarf es regelmäßigen Abständen Bürgschaften und Finanzspritzen von Seiten des Steuerzahlers. Ohne diese wäre auch dieser Verein wohl längst von einer Insolvenz betroffen gewesen und würde wie viele ehemalige Gegner aus DDR-Oberligazeiten in den unteren Ligen herumdümpeln."
Das ist Quatsch!
Finanzspritzen des Steuerzahlers hat der Verein noch niemals bekommen.
Fussball-Lizenzvereine generieren vor Ort mit die grössten Steuereinnahmen, gerade im Osten.
Vereine im Profifussball finanzieren sich durch Sponsoring einschliessslich Trikotsponsoring (dieses Jahr allein 137 Mio Euro bei den 36 Lizenzvereinen & -kapitalgesellschaften), Einnahmen aus Medienvermarktung (ab Saison 2009/2010 alleine mindestens 500 Mio für die 1. und 2. Bundesligapro Saison, Fanartikelverkauf und Eintrittsgeldern.