Man stelle sich vor, es käme ein milliardenschwerer Manager zurück nach Rostock und investiere seinen Reichtum in den FCH, für den er in den 60ern und 70ern so gnadenvoll gespielt hat... hier würde sich bestimmt niemand beschweren, sofern nicht nur die momentane sondern auch die zukünftige Finanzierung des Klubs gesichert bliebe, denn das Geld fließe ja dann aus der Hand eines Eingesessenen, eines Sympathisanten, eines Unseren. Alle würden sich bestimmt eher freuen als dieses Gehabe zu verurteilen.
Etwas anderes tut der Hopp doch auch nicht. Er unterstützt seinen Heimatverein. Mir sind solche Finanzen weitaus lieber als die Gazprom, die mit Schalke nix zu tun hat oder Dong-Energy, die Greifswald nur solange finanziell als Sponsor unterstützen, wenn sie in Lubmin ihr Kohlekraftwerk bauen dürfen. Und ein Geschäft, in dem Traditionsvereine wie in England (ManU, Chelsea, Liverpool...) mal eben an Dubai Airlines oder sowas verkauft werden können, scheint Hopp ja auch nicht anzustreben.
So ungerne ich solche Machenschaften im Fußballsport sehe, so schön ist es doch, wenn ein Verein sich aufgrund eines ortsansässigen Fußballfreundes auch mal aus den Niederungen in die Bel Etage zu wagen bemüht. Das bringt zumindest frischen Wind.
Klar gehts dem Hopp nur um sein Prestige. Hatte er nicht auch erst versucht Hoffenheim mit Sandhausen und Heidelberg zu fusionieren und den Austragungsort der Spiele in Mannheim anzusiedeln? So ähnlich war das, glaub ich, mal. Aber die betroffenen Vereine haben sich gegen so eine Zwangsübernahme entschieden. Das verdeutlicht zumindest, dass es D. Hopp nur um sein eigenes Denkmal und Spielzeug geht, nicht unbedingt um die TSG Hoffenheim.
Man sieht, ich bin da zweigeteilter Meinung. 