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Original von Benutzername
1. wir wollen nichts von aussen oktroyieren....das müss(t)en die bfc-ler schon von alleine machen
2. sie werden es nicht machen...und warum: sie hatten in den letzten jahren immer wieder die gelegenheit, ihre fanszene anders zu gestalten-> und es hat nie geklappt! heute auf morgen? natürlich nicht, aber 16 jahre sind genug zeit! es langt einfach!
3. glaube nicht, dass es dreistellig wird, selbst wenn, die die da sind, werden keinen schlechteren stand in der szene haben, jeder darf frei entscheiden.
4. warum ziehen vereine wie der bfc,dresden,lok,chemnitz usw. immer wieder rechte vollspacken und hools an? weil sie es leicht haben in diesen szenen anzudocken, bzw. bekannte,freunde....dort fester bestandteil sind( bei den chemikern und uns klappt das nicht!). jeder der behauptet, nur bei eventspielen könnten sich beim bfc rechte tendenzen durchsetzen, der lügt sich einfach selbst in die tasche!
5. ich ziehe vor jedem bfc-fan den hut, der seit jahren versucht, diesen tendenzen einhalt zu gebieten, wahrlich er muss einsehen: es ist umsonst.
6.einnahmeverluste: das ist mir ehrlich gesagt ziemlich schnuppe- sollen sie doch pleite gehen :neutral:
7. immer noch keine antwort auf: @alle: dort wurde auch drauf hingewiesen, dass es diese diskussion in sehr ähnlicher weise schon mal gab-> letztes derby.....was passierte?
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zu 1) Wäre schön, aber der - ich sage einfach mal - Protest klingt so: Entweder, Ihr ändert Euch, wie WIR es wollen, oder wir bleiben zu Hause. Es klingt Alles ein wenig wie Erpressung.
Es gibt auch Vereine, die ich aufgrund verschiedener Handlungen in der Vergangenheit oder aufgrund bestimmter Leute im Vorstand nicht mag, dennoch würde ich deshalb nicht die Spiele dieses Vereins boykottieren. Ganz abgesehen davon, sollten Interna Interna bleiben.
Natürlich ist es letztlich Jedem selbst überlassen, ob er diesem Boykott Folge leistet, ihn gut findet oder nicht.
zu 2) Oh ja in der BFC-Szene hat sich viel getan. Es gab immer wieder gravierende Einschnitte, die die Normalisierung erschwerten, so zum Beispiel die Insolvenz, bei der eben jene Kräfte, die doch verdrängt werden sollen, die Retter waren.
zu 3) ist letztlich fast egal, wie viele kommen werden. War nur so ein Schuss ins Blaue.
zu 4) Sehr gute und berechtigte Frage nach dem Warum? Alleine dazu könnte ich Dir seitenweise Aufsätze schreiben. Aber in Kurzform:
Es wirkt sich noch heute nachteilig aus, dass in den 80ern im DDR-Fussball das sogenannte Rowdytum weit verbreitet war. So haben Traditionsvereine natürlich große Probleme auch heute noch. Denn da müssen sich dann die Nachwuchsfans von den "Althauern" anhören (bzw. können es auch überall nachlesen), wie geil doch früher alles war, wo man noch zu Hunderten oder gar Tausenden über die Gegner hergefallen ist usw.usf. Klar, dass die dem in Nichts nachstehen wollen...
Weitere Probleme war die Umstellung der Vereine auf die Marktwirtschaft, da gabs Probleme, so dass man keine Muße hatte, sich noch um die Fans zu kümmern, hauptsache sie zahlen. Das rächt sich einfach brutal. Problematisch ist aber eben auch die viel zu schwache Präventionsarbeit.
Und dann kommt da immer noch der Ruf mit ins Spiel. Ein ganz wichtiges Thema bei Auseinandersetzungen im Fußball. Die Fanszenen - nenn es meinetwegen auch Hoolszenen - haben sich einen gewissen "Ruf" erarbeitet, den man so verteigen will. Da ist es vorprogrammiert, dass immer wieder Leute irgendwann austicken werden.
Die angesprochenen rechten Tendenzen haben weniger mit dem BFC oder anderen Ostvereinen zu tun. Sie sind ein gesamtgesellschaftliches Problem in Ost UND West. Bei uns in Bayern ist das nicht anders, nur äußert sich das dort (noch) nicht in gleichen Formen wie in den neuen Bundesländern.
zu 5) Es ist nie umsonst, für seine Überzeugungen einzustehen und für eine Fanszene zu kämpfen!
zu 6) Mir als Fußballfan ist es nie Wurst, wenn ein Verein pleite geht. Klar liegen die Verfehlungen dafür fast immer im (Miss-)Management, doch können weder die Fans etwas dafür noch Spieler und vor Allem die vielen Jugendlichen, denen ihre Aufgabe geraubt wird.
zu 7) Kann ich nix zu sagen, weiß ich nicht.
Grundsätzlich müssen wir sehr vorsichtig sein, mit solchen Aufrufen, letztlich sieht Jeder darin ausschließlich die Rechts/Linksthematik, egal, ob das vielleicht auch andere Hintergründe hat. Dadurch verfestigt sich ein Argumentationsbild, das automatisch wieder Stoff für neue noch schärfe Konflikte birgt.
Und beim neutralen Lesen kam mir ehrlich gesagt nur ein Gedanke: Da versucht sich die politische Linke gegen den vermeintlichen Nazi-Verein BFC zu profilieren.