SV Vogelsang - FV Blau Weiß 90 Briesen 4:3 (1:2)
Aufstellung: Galisch, Pilczuk, Robel (ab 28. min Berg), Anke, Gernetzke, Zickerow, Garling, Mikulin (ab. 70. min Biemüller), Rockmann, Ducklauß, Klimaschewski Kader: Brunsch, Drömert
Trainer: Orlowski Co-Trainer: Steinmetzer
gelbe Karten: Anders, Bartz J., Bartz F., Grätz / Zickerow, Garling
Zuschauer: 173
Schiedsrichter: Heinrich, Pfiste, Pohlhaus (alle Guben)
Wieder keine Punkte in Vogelsang
Zum wiederholten Mal blieb der FV Blau Weiß 90 Briesen in Vogelsang beim SVV ohne Punkte auf der Habenseite. Die Gäste traten bis auf Schier und Bukowski in Bestbesetzung an. Briesen ließ auch von Minute eins an keine Zweifel aufkommen wer hier heute als Sieger vom Platz gehen sollte. Man begann druckvoll, engagiert und zweikampfstark. Entgegen den anderen Jahren, wo man sich immer wieder einigelte, war man von Beginn an präsent. In der 4. min bereits die erste Großchance für die Gäste. Gernetzke startet aus dem Mittelfeld und bedient den einlaufenden Klimaschewski. Der kommt vor Torwart Held an den Ball und hebt ihn über diesen. Leider fehlten nur Millimeter sonst wäre der Torjubel da gewesen, aber der Ball tanzte auf der Lattenoberkante. Briesen ließ sich nicht beirren und spielte weiter druckvoll. Spielmacher Wulff war bei Gernetzke in besten Händen. Durch frühes Stören und enge Manndeckung zwang man die Gastgeber immer wieder zu Ballverlusten oder zu langen Bällen. Einen solchen Ballverlust fing Briesen in der Hälfte von Vogelsang ab und brachte das Spielgerät aus halbrechter Position vor das Tor. Den durch die Vogelsang-Abwehr zu kurz abgewehrten Ball konnte Gernetzke aus 18 m wuchtig und unhaltbar in die Maschen dreschen. Briesen führte 1:0 und wer schon eine Weile die Spiele gegen Vogelsang beobachtet weiß, dass dies eine Premiere war. Das Heimteam wollte seinerseits mehr für das Spiel machen und tat dies durch höhere Lauf- und Kampfbereitschaft. Leider nutzte Grätz einen Abwehrschnitzer von Anke und vollendete aus Nahdistanz zum 1:1 Ausgleich. Es entstand ein offenes Spiel mit Spielanteilen auf beiden Seiten. Briesen verbuchte für sich jedoch die klarere und bessere Spielanlage. Über das Mittelfeld Garling/Gernetzke wurden die Bälle immer wieder gekonnt verteilt und in die Nahtstellen gespielt. In der 24. min setzte man Frank Bartz unter Druck und zwang ihn zu einem Rückpass. Diesen erlief Klimaschewski und konnte nachdem er Torwart Held umspielt hatte konnte er ungehindert zur 2:1 Führung einschieben. Briesen blieb weiter am Drücker und ließ nicht nach, man hatte erstmals das Gefühl das ein weiteres Tor nur eine Frage der Zeit wäre. Dann aber die Hiobsbotschaft für Trainer Orlowski. Abwehrchef Robel signalisierte eine Verletzung im Kniebereich und kurze Zeit später das es nicht mehr weiter ginge. So war eine Auswechslung unumgänglich und damit verbunden das Trainer Orlowski sein Mittelfeld auseinander reißt und Gernetzke auf die Libero Position stellt. Dies tat dem Briesener Angriffsspiel weniger gut und auch Spielmacher Wulff auf Seiten von Vogelsang hatte jetzt mehr Freiraum. Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild nur das auch Vogelsang immer wieder gefährlich nach vorn spielte. Damit verbunden war auch eine enorme Erhöhung der Härte seitens der Gastgeber. Die erste Gelegenheit hatten aber die Blau Weißen. Garling schoss einen Freistoß, nach Foulspiel an Ducklauß, von der Strafraumgrenze knapp über das Tor. In der 53. min hätte sich Klimaschewski besser für den Pass auf Ducklauß entschieden als den gedeckten Rockmann zu bedienen. Ducklauß wäre 8 m vor dem Gehäuse völlig frei gewesen. Briesen geriet jetzt immer wieder durch individuelle Fehler ins Hintertreffen und es brannte ein ums andere Mal lichterloh vor dem Tor. Gernetzke versuchte einen Zweikampf an der Seitenlinie spielerisch zu lösen als das er die einfache Variante, langes Blech, gewählt hätte. Den schnell eingeworfenen Ball spielte Weiß-Motz mustergültig auf Wulff der Galisch im Briesener Tor aus 8 m keine Chance ließ. Viele Fouls und Abspielfehler unterbanden jetzt immer wieder den Spielfluss beider Teams. In der 75. min führte solch ein Freistoß abermals zur Briesener Führung. Frank Bartz, der mit seinem ewigen erzählen und Gezeter nicht nur die Zuschauer reizte, foulte Klimaschewski am Strafraumeck. Gernetzke legte sich die Kugel hin und zog ab. Der Ball hatte eine Flugbahn wie ein abgeschossener Vogel und landete zum Erstaunen aller genau mittig unter der Latte im Tor. Was danach allerdings geschah und vor allem wie diese Frage muss sich die Briesener Mannschaft gefallen lassen. Man verlor die Ordnung und machte einfachste Fehler. Zwar versuchte man weiterhin nach vorn zu spielen und mit einem weiteren Treffer alles klar zu machen aber das gelang nicht. So versäumte man in der 80. min die richtigen Leute zu decken und den bereits in den eigenen Reihen befindlichen Ball einfach weg zu hauen. Wulff gelangte erneut an den Ball spazierte in den Strafraum, jeder der ihn kenn der weiß wie schwer er dort zu verteidigen ist, und schloss aus 14 m zum 3:3 Ausgleich ab. Briesen jetzt perplex und mit dem Gedanken alles zu verspielen produzierte man noch mehr Fehler. Wieder wurde ein Ball nicht richtig geklärt und Wulff konnte durch den Strafraum quer auf Kußurok legen. Dessen Schuß wehrte Galisch mit einer Glanzparade ab. Die nachfolgende Ecke wurde durch die Briesener Abwehr geklärt und als man den Vorwärtsgang einlegte mähte Anders den Briesener Spieler von hinten regelrecht um. Immerhin war dieses Foul an der eigenen Strafraumgrenze. Anders sah hierfür vom nicht immer souveränen Schiedsrichter Heinrich nur gelb. Wäre alles nicht so schlimm wenn nicht gleicher Spieler für die Entscheidung in der Nachspielzeit gesorgt hätte. Briesen foult an der Mittellinie und der Schieri lässt Vorteil laufen um dann den Freistoß an der Strafraumgrenze zu pfeifen. Anders legt sich die Kugel zurecht und zirkelt ihn sehenswert und ohne Chance für Galisch zum 3:4 Endstand aus Briesener Sicht in die Maschen.