Beiträge von Esginga

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    Original von Silli
    Ich finde die 2. Liga als sehr ausgeglichen und somit für mich persönlich attraktiver als die 1. Bundesliga. Vergleicht mal die heutige 2. Liga in Daten und Zahlen mit der aus den 80-ern. Mainz spielte vor teilweise 1500 Zuschauern, von Wattenscheid und Homburg ganz zu schweigen. Da waren 5000 Zuschauer in einem Spitzenspiel viel.


    Das ist richtig. Liegt aber nicht daran daß die Veereine heute allesamt attraktiver waren, sondern mit der ganzen Medienpräsenz auch in der zweiten Liga. Huete haste nen Haussender mit dem DSF, ich behauptet in den 80ern wurde in den Öfis in etwa so viel über die 2. Liga berichtet wie heute über die RL. Etwa sportreportage am Sonntag, das wars.
    Heute gibts nen Fußballhype (ins Stadion gehen war ja in den 80ern bis Mitte 90er verpöhnt) und auch durch die Wende mehr große-mittlere Vereine, die sich um nachwievor 36 Plätze im Profifußball streiten. All das spielt ne Rolle.


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    So ne 2. Liga hat kein anderes Land vorzuweisen. Wenn das nicht ansprechend ist, dann weiß ich ja nicht !


    Die in England ist wohl noch ne idee attraktiver und hat auch bessere Zuschauerzahlen (und das bei deutlich höheren Preisen und einer 24er Liga).



    06/07: Deutschland 16.697 | England 18.221
    05/06: Deutschland 13.153 | England 17.616
    04/05: Deutschland 13.509 | England 17.410

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    Original von mabuvok


    Da hast du dir aber gerade eine Rosinensaison ausgesucht


    Ääääh, ja logisch hab ich mir ne Rosinensaison ausgesucht, nämlich diejenige die mMn vielleicht die attraktivste (von den Namen her war). Wenn hier schon davon gesprochen wird, daß es nie eine "qualitativ bessere Zweitligasaison" als die kommende gegeben hat.


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    Original von Casa
    DANKE für die informative Auskunft!


    Ich hab genau in diesem Thread schon was zu 60 geschrieben.
    In Stichworten:


    - eine konturlose und runtergewirtschaftete Vereinshülse
    - vom Erzrivalen (Stadionanteile sind das Stichwort) künstlich am Leben erhalten - wie wiederlich! Lex Luther hält den Tropf an Supermans Krankenbett...
    - vom Giesinger Arbeiter-/Kultverein in 10 Jahren zu einem blassen FC Bayern Abziehblid ohne Ecken und Kanten und vor allem ohne Erfolg
    - eine zerstrittende Fanszene (Wildmoserhöhrige vs Wildmoser-Hsser)
    - miserable Auswärtsfahrerzahlen
    - ein Champagner-Stadion* weit ausserhalb der Stadt das nicht zu einem Zweitligisten passt


    * welches übrigens auch nicht weiss was es will.
    Auf der einen Seite futuristische Aussenhülle; VIP-Logen und wirklich massenhaft Business-Seats für die Schönen und Reichen; stylische Klappsitze auch für den gemeinen Pöbel
    Auf der anderen eine Müllverbrennungsanlage in direkter Nachbarschaft; Schotterpisten auf denen man die letzten Meter zum Stadion laufen muss, die so trostlos gestaltet sind als wären sie einem Mad Max Film entliehen; Stadionkatakomben aus grauem Waschbeton, man könnte meinen das Stadion wurde in den 70er erbaut worden. kein Putz, keine Fließen, keine Vereinswappen durch die man sich ein bisschen heimisch fühlen könnte, das Stadiumumfeld böte genügend Platz für Fress- und Bierbuden, vielleicht einen schönen Biergarten mit ein paar Bäumen usw., einen Fan-Flohmarkt oder was cuh immer - aber das ist nix ausser erwähnter Schotterpiste...

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    Original von Lokist
    @ Esginga


    1999 waren Fürth,Aachen und Mainz alles andere als attraktiv.Das sieht man heute vielleicht so,aber damals waren das graue Mäuse. =)


    Zu den 3 Vereinen hab ich ja gar nix gesagt, nur daß diese u.a. damals in der gleichen Liga spielten. Und bei Fürth hat sich eigentlich überhaupt nix geändert. :wink:

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    Original von spritze
    Es gab mit Sicherheit nie eine qualitativ bessere zweite Liga,wie die jetzt kommende.Wie deus schon schrieb,Gladbach,Lautern,Kölle,1860 usw.,das verspricht Spannung pur!Kommt jetzt schon Vorfreude auf... :smile:


    Na, ich denke da gabs auch in der Vergangenheit schon recht attraktive Konstellationen.


    1999/2000 zum Beispiel:


    1. FC Köln
    VfL Bochum
    FC Energie Cottbus
    1. FC Nürnberg
    Borussia M'gladbach
    Rot-Weiß Oberhausen
    SpVgg Greuther Fürth
    Alemannia Aachen
    FSV Mainz 05
    Hannover 96
    Chemnitzer FC
    SV Waldhof Mannheim
    Tennis Borussia Berlin
    FC St. Pauli
    Stuttgarter Kickers
    Fortuna Köln
    Kickers Offenbach
    Karlsruher SC


    Die fettmarkierten spielen kommende Saison auch in der 2. Liga.
    Stellt sich also die Frage, ob


    VfL Bochum
    FC Energie Cottbus
    1. FC Nürnberg
    Rot-Weiß Oberhausen
    Hannover 96
    Chemnitzer FC
    SV Waldhof Mannheim
    Tennis Borussia Berlin
    Stuttgarter Kickers
    Fortuna Köln
    Karlsruher SC


    im Gesamtpaket attraktiver sind als


    SV Wehen
    TSG Hoffenheim
    1. FC Magdeburg/VfL Osnabrück
    FC Carl-Zeiss Jena
    Erzgebirge Aue
    FC Augsburg
    SC Freiburg
    SC Paderborn
    TUS Koblenz
    1. FC Kaiserslautern
    1860 München


    ?


    = Ansichtssache, aber ich finde schon... :wink:


    Legende:
    grün = attraktiv
    rot = unattraktiv
    schwarz = relativ neutral

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    Original von Stephan R.T.
    Aber nur weil jemand mehr Geld hat, heißt es nicht, dass er sich seine Ziele nicht erarbeiten muss.


    Also bitte. Gerade in einem Bundesland wie Ba-Wü ist es tierisch einfach mit etwas Kohle durch die Ligen zu marschieren. Das hätten Du und ich genauso hinbekommen. Ab der RL wird es etwas schwieriger, hat man ja auch an Hoffenheim gesehn.


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    Ich glaube eher, hier ist sehr viel Neid im Spiel.


    Ich wär auch gerne Milliardär, so ist es nicht...
    Wenn Du damit allerdings den Neid auf den grandiosen sportlichen Erfolg der TSG Hoffenheim meinst, muss ich Dich leider enttäuschen. Ich bin Erfolgsfan einer westdeutschen Fußballkapitalgesellschaft...


    Zitat

    Schaut man in die Geschichtsbücher ging es mit den Transfers in Deutschland erst Ende der 60er richtig los. Davor war ein Spielerwechsel schon eine Besonderheit. Heute wechseln viele Spieler alle ein, zwei Jahre den Verein, da die Spielerberater an jedem Wechsel verdienen.


    Ja, ich meinte schon die Fußballneuzeit. In 30er Jahren hätte so ein Wechsel von Rostock nach München schon aus geographischen Gründen ein weitaus höhrerer Aufwand dargestellt als heute.



    Aber schade daß Du nicht auf einen anderen Punkt eingegangen bist.

    Zitat

    Original von BRB-Jörg
    @ Esginga: Grundsätzlich gebe ich Dir in Vielem Recht, auch wenn ich zum Thema Hoffenheim eine weitaus weniger emotionale Beziehung habe als Du.


    Hä? Ich habe überhaupt keine emotionale Bindung zu Hoffenheim oder dem dort ansässigen Verein.


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    Der folgende Satz spricht halt nicht dafür, dass Du dem Treiben von Hopp zustimmst:


    Herr Hopp braucht meine Zustimmung auch nicht. Du scheinst es irgendwie nicht kapieren zu wollen: Es geht nicht darum was falsch oder richtig ist oder wozu ich meine Zustimmung gebe. Das interessiert keine Sau.
    Fakt ist nunmal, daß ein Multimilliardär ein Spielzeug hat und dieses mit aller Macht in die Bundesliga bringen will. Würde er das so klipp und klar sagen, würde ich das zwar immer noch nicht gut finden, aber es wäre wenigstens ehrlich. Nur (ich wiederhole mich) dieses "Für die Region"-Gefasel ist einfach nur unerträglich.


    Zitat

    Wurde also in Hoffenheim nicht gearbeitet? Ist der Club von einem Tag auf den anderen ganz oben angekommen, einfach so?


    Ja komm, stell Dich mal nicht blöder als Du bist. Mit ein paar Millionen ist es sehr einfach den Amateurfußball hinter sich zu lassen und bis in die RL vorzustoßen. Wenn Du den Unterschied nicht zwischen einer kontinuierlichen Aufbauarbeit - wie sie in Mainz oder Freiburg geleistet wurde, ohne Metropole und deren Umfeld, ohne riesige Sponsoren, ohne Konzern oder Superreichen in der Hinterhand, mit Stadien die nach und nach ausgebaut wurden - und dem rasanten Aufsteig aus der Kreisklasse (oder wo auch immer Hoffenheim gekickt hat bevor Hopp kam) in die 2. BL nicht erkennst, dann kann ich Dir auch nicht helfen.


    Das Beispiel Aue mag falsch gewählt gewesen sein. Ich gebe zu, daß ich die wirtschaftlichen Verhältnisse des dortigen Präsidenten nicht wirklich kenne.


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    wenn unsere Spieler gehen, dann holen wir uns von woanders neue. Müssen wir auch, da es weitergehen muss.


    Ich bitte dich. Ist das Dein wirklich Ernst? Union holt also nur Spieler von kleineren Vereinen als Ersatz, wenn wieder mal ein Guter von den bösen Kapitalgesellschaften weggekauft wurde. Damit es weitergehen kann, nicht etwa weil man davon überzeugt ist daß dieser Spieler union weiterbringt und es einem scheissegal ist, ob das der wichtigste mann beim abgebenden Verein war!?
    Wenn Du wirklich so denkst, kann ich Dich bei diesem Thema absolut nicht ernst nehmen....


    Und schonmal daran gedacht, daß Schalke, Bremen, HSV und auch die großen Bayern Spieler an noch finanzkräftigere Clubs verlieren. Am Ende der Nahrungskette stehen halt die superreichen Real, Chelsea und Co.


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    So ist die heutige Zeit.


    Nein, das war schon immer so daß Spieler dahin wechseln wo sie mehr Geld und/oder Perspektiven geboten bekommen. Die Kluft zwischen Groß und Klein immer größer wird, da gebe ich Dir recht. Daran sind aber nicht unbedingt die großen Profi-Vereine schuld.

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    Original von Stephan R.T.
    Ich würde Dir zustimmen, dass das was Hopp macht, falsch ist, wenn nicht der gesamte Profifußball ähnlich funktionieren würde.


    Zum dritten mal die Frage: Liest du meine Beiträge oder projedzierst Du da nur irgendeine Kontra-Meinung zu Deiner hinein? Wo habe ich geschrieben daß ich es für falsch halte was er macht???


    Zitat

    Mit Neuer hat es nun mal ein Spieler zufällig geschafft. Bis vor kurzem standen in der Startelf von Schalke oftmals nicht mehr als ein, zwei Deutsche (meist Rost und Asamoah).


    1. Schalke ist hier nicht das Thema.
    2. Sollte es mittlerweile egal sein welche Nationalität oder Hautfarbe ein Spieler hat.
    3. Kuranyi, Pander oder Ernst haben z.B. auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Was das mit dem Thema TSG Hoffenheim oder nachwuchsarbeit im Fußball zu tun hat, müsstest du mir aber auch noch erklären.


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    Basteln wir uns also eine Bundesliga nach der Anzahl der Fans zusammen?


    Aaaaahja, genau das habe ich gesagt bzw. damit ausdrücken wollen...


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    Es hat schon immer Veränderungen im Fußball gegeben.


    Damit habe ich überhaupt kein Problem. Im Gegensatz zu vielen anderen Leuten habe nichts gegen Vereine, die durch harte Arbeit und fähigen Menschen in der Verantwortung nach oben kommen, auch wenn die ganz große Tradition fehlt. Mainz, Freiburg (ich mag diesen Verein z.b. absolut nicht, aber vor dem was Finke und Stocker dort aufgebaut haben imuss man einfach den Hut ziehen) oder auch Aue sind da schöne Beispiele. Oder meinetwegen auch Plauen, wenn man es eine Nr. kleiner haben möchte.
    Keinerlei Achtung habe ich hingegen vor den LR Ahlens, Wacker Burghausens oder TSG Hoffenheims dieser Welt, die entweder Spielzeug einer Einzelperson oder reine Werbemaßnahme eines Konzerns sind.


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    Was meinen Lieblingsverein angeht, so habe ich mich damit abgefunden, dass wir nie wieder in der ersten Liga spielen werden. Der finanzielle Abstand nach oben ist zu groß und haben wir mal ein paar gute Spieler, so werden diese weggekauft. Ich kann damit leben und solang diese ab und an an einem freien Tag in der AF vorbeischauen, ist dies auch in Ordnung. Das ist eben die heutige Zeit.


    Tja, und der Berliner Verbandsligist XY möchte vielleicht auch einmal in der RL spielen. Aber er hat sich wohl damit abgefunden, daß der Abstand zu groß ist. Und hat man mal ein paar gute Spieler, so werden diese weggekauft. Das ist eben die heutige Zeit.


    Der SV Babelsberg hätte Karim Benyamina sicher gerne behalten, genauso wie der MSV Neuruppin Tobias Weber...


    Merkst du was?


    Klar werben die großen Erstligisten mit den dicken Geldbeuteln die besten Spielern von den kleineren Vereinen ab. Macht Union das etwa nicht (natürlich auf einem niedrigeren Level)?


    Außerdem steht gerade Union auch sinnbildlich für etliche Ostvereine, wo nach der Wende einfach zu viele Abzocker, Blender und Großmäuler am Werk waren. Wenn das vorhandene Potential dort sinnvoll genutzt worden wäre, könntet ihr vielleicht auch 1. BL spielen oder zumindest ein seit Jahren etablierter Zweitligist sein.
    Du bist da scheinbar ideologisch ziemlich vorbelastet, aber evtl. kannst Du trotzdem erkennen, daß nicht immer die bösen "Fußballkapitalgesellschaften" aus dem Westen an allem schuld sind...

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    Original von derjoernsdl


    Na da haste dir ja nun wirklich ein Beispiel rausgesucht wie es wahrscheinlich wirklich nur alle 100 Jahre vorkommt.
    Auch wenn dir noch zwei drei Spieler einfallen ist das nun wirklich nicht die Regel.


    Ist mir schon bewusst daß das eine absolute Ausnahme ist. Wollte Stefan ja nur zeigen daß er mit seinem schwarz-weiss Denken bei sonem komplexen Thema in ne Sackgasse landet.

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    Original von Stephan R.T.
    Esginga
    Ich würde Dir zustimmen


    Wobei würdest du mir zustimmen bzw. wo stimmst du mir nicht zu?


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    Denn wo würden die genannten Fußballkapitalgesellschaften stehen, wenn diese nur auf Spieler setzen würden, die die F- bis A-Jugend des eigenen Stammvereins durchlaufen haben?


    Hast du meine Beiträge eigentlich durchgelesen? Noch mal zur Erinnerung: das gute Jugendspieler zu Vereinen wechseln wo sie eine Perspektive haben ist schon immer so gewesen und dagegen habe ich nichts.
    Nur gegen die Verlogenheit so etwas als "tolle Nachwuchsarbeit" zu verkaufen.
    Mal davon abgesehen, daß Du dafür auch gar nicht die ganzen Bundesligisten aufzählen musst. Manuel Neuer z.b. ist in Gelsenkirchen geboren und spielt seit der F-Jugend für Schalke. Auf wieviele aktuelle Stammspieler von Union (wo die Chance aufgrund der Einwohnerzahlt 10mal größer wäre) trifft das zu...?


    Und einen Punkt bedenkst Du auch nicht - hinter den genannten "Fußballkapitalgesellschaften" stehen Tausende Menschen für die diese Vereine nicht selten alles bedeuten. Ich denke nicht daß das in Hoffenheim jemals der Fall sein wird.


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    Aber mal ganz davon abgesehen, hätte ich zudem Thema noch eine Frage. Wenn ich durch Fleiß und gute Ideen zu einem größeren Vermögen kommen sollte, dürfte ich dann meinen Verein samt Stadion sanieren und vielleicht ein paar gute Spieler finanzieren oder wäre ich dazu verpflichtet, mein Geld in eine etablierte Fußballkapitalgesellschaft zu stecken?


    Auc hier wieder die Frage ob Du meine Beiträge durchgelesen hast...
    Du kannst mit deinem imaginären Geld machen was Du willst, genauso wie das Herr Hopp mit seinem wirklich vorhandenen auch kann.
    Soll er halt sagen daß er sich gegen seine Midlife-Crisis den/die/das TSG Hoffenheim als Spielzeug angeschafft hat. Hab ich kein Problem mit.
    Aber dieses Geheuchle von wegen "das bin ich der Region schuldig" und "mit einheimischen Spielern" kann ich nicht mehr ertragen. Und es macht mich wütend, wenn dann die Leute auch noch so blöd sind, ihm auf den Leim gehen und den Schwachsinn völlig unreflektiert nachplappern.

    Zitat

    Original von derjoernsdl
    Es ist doch immer so, das Talente von kleinen Vereinen zu den "Großen" gehen.
    Warum sollten sie auch bei einem kleinen Verein "versauern" wenn sie Talent für mehr haben.


    Dagegen hat ja auch niemand was. Jemand der vielleicht das Talent zum Profi hat wird wohl kaum aus Verbundenheit sein ganzes Fußballerleben bei seinem in der Kreisliga B kickenden Heimatverein bleiben. Das war vor 40 Jahren sicher nicht anders.


    Zitat

    Warum soll das nicht als Jugendarbeit anerkannt werden?


    Also bitte...
    Man kann vielleicht sagen daß die bei Hertha/Hoffenheim/wo auch immer in 1-2 Jahren A-Jugend den letzten Schliff bekommen haben. Aber was hat das mit Jugendarbeit zu tun?


    Eltern überzeugen daß ihr Sprössling bei dem Verein in guten händen ist, Zeltlage oder Ausflüge etc. organisieren, ehrenamtliche Fußballverrückte die Freizeit und Geld opfern, Turniere veranstalten mit Müttern die Kuchen spenden, dem nervig-überehrgeizigen Pappi erklären warum sein Sohn zunächst mal nur auf der Bank sitzt, etc pp. * - das ist Jugendarbeit!
    Aber sicher nicht ein Mensch mit Profilneurose dem es nicht ausreicht einen Dorfverein im Managerspiel am PC in die Bundesliga zu führen und das ganze mit pseudo-romantischen Phrasen rechtfertigt.



    * Ich habe selber mal ne zeitlang die C-Jugend meines Heimatvereins trainiert obwohl ich eigentlich kaum Kohle hatte und weiss ein bisschen wovon ich rede.

    Zitat

    Original von theo
    Esginga, deinem Posting stimme ich zu, nur verstehe ich nicht was Hertha dafür kann, dass es in Berlin + Umland nicht die gleiche Konkurrenzsituation gibt, wie im Ruhrgebiet oder im Rhein-Neckar-Gebiet?


    Ich habe nicht behauptet daß Hertha "dafür etwas kann"...

    Zitat

    Original von BRB-Jörg
    Und wegen der Kuckucks-Uhr: Die stammt aus dem Schwarzwald. Und der ist von Hoffenheim fast 150 Kilometer entfernt...


    Eher knappe 90 km. Und wenn damit Kohle zu machen wär, würde Herr Hopp sicher nicht davor zurückschrecken sowas in seinem Fanartikelsortiment aufzunehmen.


    Ich finds erschreckend wie auch hier versucht wird das alles schönzureden.
    Glaubt ihr eigentlich das Gesabbel mit den "Spielern aus der Region"? Wer von den aktuellen Stammspielern kommt denn da aus der Ecke?


    Und dann das mit der "tollen Jugendarbeit" - echt Leute, ihr plappert da eigentlich auch nur nach was Onkel Hopp das so vor sich hinphantasiert. Was hat das denn mit Jugendarbeit zu tun, wenn 16-17jährige Talente mit Geld und der Aussicht auf eine evtl. Profikarriere nach Hoffenheim gelockt werden??? Das ist nichts anderes als Scouting, nur daß das halt vor dem Seniorenalter passiert und die Jungs dort erst noch 2 Jahre A-Jugend spielen.
    Gleiches Prinzip bei Hertha wo man sich ohne wirkliche Konkurrenz am gesamten Jugendspielerpool einer 3,8 Millionen Stadt und einem riesigen Umland bedienen kann. Wenn man das mal einwohnertechnisch mit dem Ruhrgebiet vergleicht, wo dann aber x Profivereine um die Talente buhlen, muss man sich nicht wundern daß bei Hertha mehr "Eigengewächse" (haha) den Sprung in den Profikader schaffen als anderswo.
    Neulich habe ich einen Artikel gelesen (find ich jetzt grade leider nicht mehr), wo berichtet wird daß Hoffenheim in der kommenden Saison 8 (!!!) B-Jugendspieler vom Mannheimer Verein VfL Neckarau übernimmt. Die haben da wohl grade sowas wie einen Jahrhunderjahrgang mit einigen Leuten die in der nordbadischen Auswahl spielen und 2 haben sogar den Sprung zur Jugendnationalmannschaft gepackt.
    Nochmal: Was hat sowas mit Jugendarbeit zu tun?


    Hopp ist einfach ein geltungssüchtiger Superreicher der ein Spielzeug braucht. Er stellt das zugegebermaßen etwas geschickter an als Leute die sich einfach einen etablierten Profiverein kaufen. Und die Leute gehen ihm auf den Leim wie man hier sieht. Im Eishockey hat er ja schon sämtliche Mechanismen des Marktes ausgehebelt indem er den Lieblingsverein seines Sohnes, die damals überschuldeten Mannheimer Adler, saniert hat.


    Über den Hoffenheimer Zuschauerschnitt in der 1. Liga braucht man sich natürlich keine Sorgen machen wenn man sich mal ein bisschen vor Augen führt wie solche Zahlen zustandekommen. Der wird (ein 30.00er Stadion vorausgesetzt) locker über 20.000 liegen. Klar, Spiele gegen Cottbus, Wolfsburg oder Leverkusen werden nicht besonders gut besucht sein.
    Aber zunächstmal wird die gleiche Strategie wie in WOB angewandt werden - günstige Eintrittspreise. So schafft man eine gewisse Basis an Zuschauern, die sich zwar nicht besonders für Hoffenheim interessieren aber einfach halbwegs guten Bundesligafußball für kleines Geld gucken können.
    Dann sind Spiele gegen die Bayern eh immer ausverkauft. Dazu liegt Heidelberg im Vergleich mit WOB z.B. ja auch geographisch viel günstiger. Allein die großen Westvereine (Köln, Gladbach, Schalke, Dortmund) werden mehr Fans mitbringen als der Gästesektor fasst. Frankfurt, Kaiserslautern, Mainz, Karlsruhe (je nachdem wer halt in der gleichen Liga spielt) sind alle nur einen Katzensprung entfernt und würden denen die Bude einrennen.
    Damit daß dadurch jedes zweite Heim- zu einem Auswärtsspiel verkommt wird man leben können.

    Iss doch sowas von wumpe ob das erste Foul ne gelbe war oder nich. Wird immer zweifelhafte Karten geben. Nur wenn ich verwarnt bin, dann spiel ich halt etwas vorsichtiger und mach keine so saublöde Schwalbe. Von daher ist der Platzverweis schon aufgrund von Blödheit berechtigt.