Übernahme aus MZ .
Eisleben/MZ. Wer am Sonnabendnachmittag den bequemen Fernsehsessel den Weg zum städtischen Sportplatz in Eisleben vorzog, hat ein spannendes, faires, phasenweise hochklassiges Landesligaspiel zwischen dem bisherigen Tabellenzweiten 1. FC Zeitz und dem Dritten, MSV Eisleben, verpasst. Durch den 3:1-Sieg blieb der Gastgeber weiter ungeschlagen und verdrängte die Gäste von der silbernen Tabellenposition.
MSV-Trainer Schrödter musste wegen einiger kurzfristiger Ausfälle umstellen. Er beorderte Mehlig in das Team, ließ Pautsch von Anfang an spielen und hatte mit dem späteren Einsatz von Pechara einen guten Griff getan. Einen Leistungsabfall gegenüber den vorhergehenden Partien gab es nicht, im Gegenteil. Der Uhrzeiger hatte noch keine volle Umdrehung gemacht, da stand es bereits 1:0. Semanco leitete den Spielzug ein, Bloßfelds genaue Flanke erreichte Etzrodt, der den halbhohen Ball annahm und in die Tormitte schoss.
Das Geschehen wogte anschließend hin und her. Die Lutherstädter behielten stets die Übersicht. Und als die Gäste kämpferisch zulegten, schreckte man auch nicht vor härterem, aber nie die Fairness überschreitendem Vorgehen zurück. Auch Eislebens Torhüter Pfefferle wurde mehrmals geprüft. So in der 20. Minute, als er per Fußabwehr ein Gegentor verhinderte. Auch gegen Radau war er in der 33. Minute auf dem Posten. Dazwischen schafften es Etzrodt (30.) und Janke bzw. Mewes nach Eckball (32.) nicht, ins Netz zu treffen.
Die Zeitzer verwandelten in der 34. Minute einen von Semanco verursachten Foulelfmeter zum Ausgleich. Etzrodt hätte zwei Minuten später wieder den alten Abstand herstellen müssen. Aber er drückte einen Meter vor der Linie stehend das Leder über die Querlatte. Dann zeichnete sich noch einmal Pfefferle aus. Einen Schuss aus Nahdistanz parierte er gekonnt.
Nach der Pause versiebten Etzrodt (46., 50.) und Janke (52.) weitere Eisleber Gelegenheiten. Der MSV war in dieser Phase stark am Drücker, ohne echte Chancen zu erarbeiten. Zahlreiche Eckstöße (am Ende 11:3) brachten ebenfalls keine Treffer. Erst Semancos Nachschuss durch die dicht gestaffelte Abwehr belohnte in der 65. Minute den MSV für seine Angriffsbemühungen. Die Gäste wachten wieder auf, hatten Möglichkeiten durch Radau, Klee und Fiedler.
Erfolgreicher waren die Eisleber, die in der 87. Minute zum Endstand erhöhten. Mewes marschierte in die entblößte Abwehr, spielte auf den freien Pechara, der in seinem vierten Punktspiel ohne Mühe zu seinem dritten Treffer einschob.
MSV Eisleben: Pfefferle, Risian, Bloßfeld, Semanco (65. Pechara), Materna, Janke (85. Matuschek), Etzrodt, Mewes, Pautsch, Mehlig, Zimmermann