Hettstedt/MZ. Der Fußballtest zwischen Verbandsligist FSV Hettstedt und dem MSV Eisleben aus der Landesliga Mitte endete mit einem 2:1 für die Lutherstädter. Alle
Tore im Sportpark fielen nach der Pause. Beide Treffer des MSV erzielte Maik Etzrodt. Der 32-Jährige erlebt seit der Winterpause wohl einen zweiten Frühling als Torjäger.
"Wir hatten besonders in der ersten Stunde viel Bewegung in unseren Reihen. So stelle ich mir das vor. Wichtig ist aber, dass wir zum Punktspielstart in Arnstedt gleich voll da sind", sagt Eislebens Trainer Jiri Andrusak. Sein Hettstedter Kollege Michael Walther wollte das Spiel nicht überbewerten. "Insgesamt bin ich mit der Vorbereitung zufrieden. Aber wir machen in der Abwehr noch manchen einfachen Fehler. Und der Abgang von Sedlacek im Sturm konnte noch nicht kompensiert werden", so Walther.
Andrusak indes verzichtete am Dienstagabend auf einen Einsatz Sedlaceks, weil dieser Knieprobleme hat. "Es ist aber nicht so schlimm", betont der Trainer. Auch ohne den tschechischen Angreifer sorgte die Eisleber Offensivabteilung ordentlich für Betrieb. Die erste dicke Chance hatte Vaclav Sedlak, der in der 18. Minuten nur den Pfosten traf. Allerdings stand er zuvor wohl knapp im Abseits. Alles in Ordnung war indes bei der Gelegenheit von Michal Durila. Doch nachdem er schon Keeper René Hartleib umkurvt hatte, war sein Schuss zu schwach, so dass Peter Freund klären konnte. Bei Hettstedt ging zwar optisch nach vorn einiges, aber wirkliche Gefahr beschwor nur Danny König mit seinen Schüssen aus der zweiten Reihe herauf. Eislebens junger Keeper
Sven Einicke (21) zeigte sich jedoch in der 34. und 39. Spielminute voll auf der Höhe seiner Aufgabe.
Nach dem Wechsel verzeichnete der FSV die erste Chance. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß wurde Vollmanns Direktschuss zur Ecke abgewehrt (46.). Dann die Eisleber Führung: Fehler im Hettstedter Mittelfeld, langer Pass auf Etzrodt - 0:1 (48.). Dann war wieder Thomas Vollmann an der Reihe. Doch nach Pass von Freund schob der Kapitän das Leder am langen Pfosten vorbei (53.). Neun Minuten später war Hettstedts Abwehr bei einem Eisleber Befreiungsschlag zu weit aufgerückt. Das nutzte erneut Etzrodt und ließ dem in Hälfte zwei das Tor hütenden Mario Bellstedt keine Chance. Der Anschluss des FSV resultierte aus einem Elfmeter. Nachdem Nicky Bohnstedt zu Fall gebracht wurde, verwandelte Freund gewohnt sicher (79.).
Die letzte Gelegenheit hatte ebenfalls Freund zwei Minuten später. Doch den Schuss aus gut 20 Metern fischte Einicke aus dem rechten unteren Eck. Während den Eislebern noch mehr als zwei Wochen bis zum Punktspielstart bleiben, wird es für den FSV am Sonntag beim SV Dessau 05 schon Ernst.
FSV Hettstedt: Hartleib (46. Bellstedt) - Ruzicka (85. Tomljanovic), Kosdal, Braune, Freund, Wiele (46. Schütze), König, Dannat (74. Bohnstedt), Vollmann (57. Ziegner), Helling (46. Müller), Koci
MSV Eisleben: Einicke - Risian, Durila, Semanco, Sedlak, Schuhmann, Gängel, Mehlig, Etzrodt, Mewes, Pautsch - Plaha, Genso, Schulz