Beiträge von DKF

    Zitat

    Die Auslosung fürs Halbfinale findet zum Neujahrsempfang des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt am 18. Januar 2013 in der Motorsportarena Oschersleben statt.


    Das meint der HFC.

    Der KSC ist für mich gegen Duisburg fast schon favorisiert. Karlsruhe ist zur Zeit ganz gut drauf. Bielefeld schätze ich aktuell auch recht stark ein. Vielleicht schafft ja Union nach dem überraschenden Essen-Coup gegen die Kickers die nächste Sensation. :versteck:


    Hatte ich doch ne brauchbare, wenn auch wahrscheinliche Prognose abgegeben: Favoriten gewinnen alle, auch Offenbach und der KSC. :D Und mit Arminia lag ich auch nicht so verkehrt.

    Der KSC ist für mich gegen Duisburg fast schon favorisiert. Karlsruhe ist zur Zeit ganz gut drauf. Bielefeld schätze ich aktuell auch recht stark ein. Vielleicht schafft ja Union nach dem überraschenden Essen-Coup gegen die Kickers die nächste Sensation. :versteck:


    Ansonsten Run BAK! ;)

    Die Auslosung für den ACN 2013 ist raus:


    Group A: South Africa, Cape Verde, Morocco, Angola.


    Group B: Ghana, DR Congo, Niger, Mali.


    Group C: Zambia, Burkina Faso, Ethiopia, Nigeria.


    Group D: Ivory Coast, Algeria, Tunisia, Togo.



    Man darf sich sicherlich auf Gruppe D freuen und auf die Kapverdischen Inseln (Kamerun-Bezwinger) gespannt sein.

    Spiele mit dem Gedanken hinzufahren. Muss mal sehen, wie ich da etwas sinnvolles an dem Wochenende kombiniert kriege. Vielleicht könnte mir die schwarze Sau sogar wieder Asyl bieten. :whistling:

    Der Fußball ist auch bei den Frauen angekommen!!! Die Verletzungen der beiden Potsdamerinnen war unglücklich.Frankfurt inkl.Bajramaj haben ihre Chance gesehen und genutzt. Ob moralisch richtig oder nicht,ist doch am Ende egal.


    Ich raff nicht, warum sich die Potsdamer aufregen? Zwei Spielerinnen des eigenen Teams verletzen sich, teils aus Pech teils aus Unvermögen, gegenseitig und die Schiedsrichterin lässt die Behandlungszeit nachspielen. Wieso sollte denn ein Spiel jedes mal abgebrochen werden, wenn sich die eigenen Spieler(innen) sich gegenseitig umrauchen?


    Das Bajramaj diese Situation zum eigenen Sieg nutzt, ist konsequent und folgerichtig.


    Die Foulsituation war definitiv ein Lacher. Wenn Bajramaj nicht gezielt auf das Foul bzw. den Kontakt wartet, wäre sie auch nie umgestoßen worden. Das man sich beim Fallen verletzen kann, ist Pech.

    Nur weil diese Situation mittlerweile zu 90% geahndet wird (erinner mich gut an das Erstrundenpartie zwischen Halle & Duisburg, welche zu den 10% gehörten), heißt das nicht, dass der Pfiff sinnvoll ist. Natürlich Handbewegung, aus einem knappen Meter abgeschossen. Solche Pfiffe führen dazu, dass die Abwehrspieler schon völlig unnatürlich mit den Armen auf den Rücken ihren Gegenspielern entgegenlaufen, um solche Elfmeter zu vermeiden.

    Ein Gegentor mit Ansage für den BVB heute. Hatte schon die letzten 20 Minuten den Eindruck, dass es kurz vor Schluss schief gehen wird. Ein klassischer Europa-Cup-BVB.


    06.10.2012, 13.30 Uhr, VfL Halle 96 - FC Erzgebirge Aue II


    Und da wartet schon das nächste Bier auf dich. Mal schauen, ob ich dich irgendwo finde.


    Weiterhin:
    05.10.2012 19.00 Uhr RB Leipzig - ZFC Meuselwitz (Regionalliga)
    06.10.2012 15.00 Uhr ESG Halle - Naumburger BC (Landesklasse / wenn die NBC-Crew mitmacht)
    06.10.2012 18.00 Uhr SV Halle LIONS - DJK Brose Bamberg (Damen-Basketballbundesliga)
    06.10.2012 19.30 Uhr HC Einheit Halle - LSV Ziegelheim (Mitteldeutsche Oberliga/Handball)

    Diese dritte Liga reicht schon aus, um den reisefreudigen Fan die Ausdehnung Deutschlands drastisch vor Augen zu führen: Sonntag gab es noch Fischbrötchen in Warnemünde und Freitagabend Oktoberfest am Bodensee. Aber der Reihe nach...


    Lange war die Tour zum Spiel Heidenheim gegen den HFC geplant und mit dem Freitagsspiel von Austria Lustenau auch das passende Rahmenprogramm für die Fahrt gefunden. Ein Kumpel, den es mittlerweile nach Schwaben verschlagen hat, hat bereits seit Jahren gute Kontakte nach Vorarlberg und wollte auch mich in den Genuss der österreichischen Gastfreundschaft kommen lassen. Freitag früh dreiviertel sieben sammelte mich eine kurzfristig organisierte Mitfahrgelegenheit im unterkühlten Thüringer Wald auf, um mich sicher in die Altstadt Ulms zu bringen. Dort hatte ich noch ein paar Stunden Zeit zum abbummeln und erkundete die kulturellen Highlights der Donaustadt. Natürlich war das Ulmer Münster auf dem Plan, mit 161,5m das höchste sakrale Gebäude der Welt - vor dem Kölner Dom! Wie es der Zufall so wollte kam ich in den Genuss meiner ersten Andacht auf schwäbisch, machte mich dann aber doch lieber auf den Weg auf die Spitze. Für 2,50€ kann man ermäßigt die 768 Stufen erklimmen, um mit einem überragenden Ausblick auf die durchaus ansehnliche Stadt Ulms und darüber hinaus belohnt zu werden. An guten Tagen sollen wohl die Alpen zu sehen sein, da hatte sich das schweißtreibende Wendeltreppen getrampel gelohnt.



    Vor der Weiterfahrt in Ulms Outskirts blieb noch ein Abstecher durch das Fischerviertel, was mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern, einem Nebenfluss der Donau und einladenden Biergärten optisch einiges zu bieten hatte. Abschließend wurde noch ein Blick auf die Donau geworfen und damit war der Sightseeing-Teil der Tour schon weitestgehend abgehakt. Bei Ulm gabelte mich der Exil-Hallenser auf und es ging mit Zwischenstopp in Bad Schussenried nach Österreich. In Bad Schussenried ist, wie in ganz Schwaben, München (Wiesn) und Stuttgart (Wasen) Volksfes tzeit. Vor Ort gab es in der lokalen Brauerei eine Kostprobe der heimischen Köstlichkeiten.


    In Lustenau fix im Hotel eingecheckt, um schnellen Schrittes die paar Meter zum Ground zurückzulegen. Das Reichshofstadion ist mit einer langgezogenen Haupttribüne, einer Stahlrohr-Hintertorfantribüne und ein paar zusätzlichen Stehplätzen sicherlich nicht das größte Highlight eines Groundhoppers. Doch der direkte Blick auf die dahinter gelegenen Alpen lassen einen doch ins Schwärmen kommen. Für uns wurden an der Kasse zwei VIP-Karten hinterlegt, heißt im Klartext Bewirtung for free und jede Menge österreichische Herzlichkeit. Vor dem Anpfiff folgte noch ein großes Hallo mit für mich noch weniger vertraute Gesichter, was sich am Abend noch ändern sollte. Das Spiel wurde mit einem eigenen Oktoberfest verbunden: Dirndl & Lederhose ausdrücklich erwünscht, Maßbierstemmen inklusive.



    SC Austria Lustenau führt aktuell die Erste Liga (also die zweite österreichische Liga) souverän an und hatte mit dem TSV Hartberg zunächst keine große Mühe, 3:0 hieß es nach einer halben Stunde. Läuft. Stimmung in der Nordkurve mittelprächtig, hauptsächlich angetrieben von 15-18jährigen Nachwuchs, dessen Liedrepertoire hoffentlich noch etwas wächst. Das Spiel war allerdings auch kein großer Leckerbissen, dafür war der Gast einfach viel zu schwach. Das spielerische Niveau bestenfalls auf Regionalliganiveau, zu einem gutklassigen Spiel gehören eben zwei gute Teams.
    In der zweiten Hälfte wird Lustenau nachlässig, kassiert noch das 3:1 und glänzt nicht gerade mit Abgeklärtheit und Spielfreude. Der Heimsieg stand trotzdem nicht mehr in Frage, die Austria-Welt ist in Ordnung. Kommendes Wochenende spielt man beim Rivalen SC Altach - dort wäre dann auch mehr Stimmung verspricht man mir. Immerhin 3.800 Zuschauer werden schon in Halbzeit 1 durchgesagt. Dabei trudeln während des Spiels (Anpfiff 18:30 Uhr) erst noch einige Fans von der Arbeit ein.


    Spielstatistik Austria Lustenau - TSV Hartberg


    Doch was danach im sogenannten VIP-Raum los ist, verkörpert wohl das Wort "familiär" besser als es in jedem deutschen Verein möglich wäre. Dort sitzen nicht nur Geldgeber und die Reichen & Schönen. Es tummeln sich alteingesessene Fans, die Mannschaft, der Trainer und der Manager bunt gemischt beim Bier oder Wein. Und bei der Personalie Manager kommt Ex-Unioner und Ex-Dynamo Daniel Ernemann ins Spiel, der nach seiner aktiven Zeit die Geschicke des Vereins leitet. Es folgen Fußballfachsimpeleien über den österreichischen und deutschen Fußball. Mittlerweile weiß ich auch, dass Georgi Wassilew der beste Trainer war, auch wenn man sich nach einer Trainingseinheit nicht mehr bewegen konnte...


    Er entschied sich nach einem deutschen Intermezzo mit seiner Familie für Lustenau. Und wenn man den Umgang mit Spielern und Verantwortlichen vor Ort sieht, stellt sich nicht die Frage, was einen Spieler aus der deutschen Hauptstadt in die Provinz Österreichs zieht.
    Es wurde noch eine lange Nacht für alle Beteiligten, ein Testspiel gegen den HFC wird diskutiert und bleibt im Raum stehen. Es wird über alte Zeiten philosophiert. Da stehen zwei Austria-Bundesligajahre in den 90ern zu Buche und natürlich das Cup-Finale 2011 als Lustenau erst im Finale an Ried scheiterte und als erste Vorarlberger Mannschaft überhaupt in das ÖFB-Pokal-Finale einzieht. Aktuell ist das "Reichshofstadion" nicht für die Buli zugelassen, die Kosten für die Aufrüstung würden sich auf 3 Mio Euro belaufen. Eine Menge Holz für eine 21.000-Seelen Gemeinde.


    Nach einem Abstecher im lokalen Pub landete man trunkig und glücklich im Nest und konnte am nächsten Morgen das nächste Ziel anvisieren: Heidenheim an der Brenz. Die ca. 170km lange Fahrt nach Heidenheim verlief recht störungsfrei und so konnte über alle denkbaren und undenkbaren Spielverläufe philosophiert werden mit dem Ergebnis: ein Punkt würde genügen.


    Das Albstadion oder neudeutsch "Voith-Arena" liegt am Berg im Wald gelegen und wirkt als hätte jemand vergessen es fertigzustellen und anzumalen. Es erfüllt mit vier separaten Tribünen seinen Zweck. Doch die Gegentribüne erstreckt sich nur über die halbe Gegengerade, die Eckblöcke fehlen als Lückenschluss und überall strahlt grauer Beton. Die Infrastruktur um und in dem Stadion ist mit weiten, undurchsichtigen Wegen auch mehr als überdenkenswert. Im Stadion herrscht bei den 6.100 Zuschauern Volksfest-Schunkel-Stimmung, nur der Stadionsprecher scheint mit mehrminütigen Schrei-Einlagen die gemütliche Stimmung zerstören zu wollen. Ein irgendwie völlig deplatzierter Bär wackelt über den Platz und sucht vor dem Anpfiff noch seine Bestimmung.



    Die erste Halbzeit bot wenig bis keine Chancen. Heidenheim spielbestimmend, aber in den Strafräumen langweilen sich die Torhüter. Nach der Halbzeit wacht die Partie urplötzlich auf und der HFC erarbeitet sich sogar ein Chancenplus gekrönt durch die 1:0-Gästeführung per Kopf durch Marco Hartmann (67.). Die ca. 400 mitgereisten Hallenser trauen ihren Augen kaum und brüllen sich erst einmal die Glückseligkeit aus dem Leib. Denn am Ende blieben diese knapp 10 Minuten nach dem Tor die halleschen Glücksmomente für diese Partie. Bastian Heidenfelder (76.), Tim Göhlert (78.) und Michael Thurk (87.) bestrafen ganz Heidenheim-like die Fehler der Gäste konsequent und lassen die Weitgereisten im Regen stehen. Auf dem Heimweg läuft mal wieder "Summertime sadness" im Radio und hat irgendwie ein wenig etwas von der HFC-Spätsommermisere. Doch bereits am Abend ist das Kapitel Heidenheim beim gemeinschaftlichen Pilskonsum in vertrauter Runde abgehakt.


    In der Summe wurde mit diesem Wochenende ein weiteres Kapitel des Abenteuers 3.Liga geschrieben. Eine neue Ecke Deutschlands erkundet, neue Freunde gewonnen und vielleicht klappt es ja schon am kommenden Wochenende in Burghausen mit dem ersten Dreier nach schier endlosen sechs sieglosen Spielen. Und vielleicht klappt es mal wieder mit einer Tour nach Lustenau, mit Bier, Brezeln und Daniel Ernemann.


    Bilder aus Lustenau vom SCA-Fotographen (der ein oder andere wird dort auch besagten Ernemann ausmachen können)


    Spielbericht mit Bildern aus Heidenheim



    1.FC Heidenheim - Hallescher FC 3:1 (0:0)
    Tore: 0:1 Hartmann (67.), 1:1 Heidenfelder (76.), 2:1 Göhlert (78.), 3:1 Thurk (87.)
    Zuschauer: 6.100
    FCH: Sabanov - Malura, Göhlert, Tausendpfund, Feistle - Sauter (46.Titsch-Rivero), Wittek - Strauß (72.G. Müller), Schnatterer - Heidenfelder, Sailer (65. Thurk)
    HFC: Horvat - Benes, Mouaya, Ruprecht, Kanitz - Wagefeld, Hartmann (78.Zeiger) - Mast, Müller (68. Teixeira), Sautner (68.Hauk) - Shala

    Es hat ja auch über kurz oder lang funktioniert. Da wir uns aber vom Süden (von der Werft aus) an die pulsierende Metropole Warnemünde herangetastet haben (vom Norden zu kommen ist auch etwas schwieriger), war zunächst nichts zu sehen von irgendwelchen Fischbrötchen.


    Ne Bratwurst in Thüringen ist in meinen Augen einfacher zu finden. ;)

    25.09. 19 Uhr: Hallescher FC - SV Wehen Wiesbaden (3.Liga)
    28.09. 19 Uhr: SC Austria Lustenau - TSV Lopocasport Hartberg (Erste Liga, Österreich)
    29.09. 14 Uhr: 1.FC Heidenheim - Hallescher FC (3.Liga)
    Wenn sich noch ne Mitfahrgelegenheit ergibt: 30.09. 11 Uhr: DBBL-Season Opening in Marburg

    Natürlich war ich schon mal beim FC Hansa zum Fußball. Damals zu Bundesligazeiten wurden die Ostseeurlaube genutzt, um mal einen Abstecher ins Ostseestadion zu machen. Doch die Zeiten ändern sich und so hat es mein Heimatverein mittlerweile auf die Reihe bekommen zumindest in der selben Liga wie Hansa aufzutauchen, ein Abstecher nach Rostock war also Pflicht. Nach Erscheinen des Spielplans wurden die Reisepläne vielfach variiert, sowohl die Teilnehmer als auch die Dauer änderte sich regelmäßig, am Ende blieb ein Kurztripp von Samstag zu Sonntag übrig.


    Samstag viertel neun begrüßte unser Fahrer uns in Schkeuditz etwas verschlafen, um uns sicher in nur 3,5h nach Rostock zu bringen. Das geliehene Navi gab auf Höhe Berlin den Geist auf, aber man findet sich ja mittlerweile mit jedem Smartphone zurecht. Gegen 12 konnte am Hostel eingecheckt werden und ein paar Hansa-Fans als Nachbarn ausgemacht werden. Drei Zimmer weiter hatte sich eine Naumburger Reisegruppe niedergelassen, die aber an diesem Tag auf die falschen Farben setzte.


    Nach einem kurzen Mittagsnack im benachbarten Neptun Einkauf Center - eine Werft die zum Einkaufszentrum umfunktioniert wurde - ging es zu Fuß zur nahgelegenen DKB-Arena. Im Stadion angekommen, kam die Nachricht das 30min später angepfiffen wird eigentlich ungelegen. Die halleschen Zugfahrer steckten noch irgendwo in den Weiten Meck-Pomms fest. Zeit genug um einen kurzen Plausch mit Erpel zu suchen und das Stadion von innen zu erkunden.


    Das Spiel ist relativ schnell erzählt. Rostock dominiert die erste Hälfte spielt extrem starkes Pressing, verschiebt gut gegen den Ball und lässt der HFC-Offensive keine fünf Zentimeter Luft. Mit Stephan Gusche und Matthias Holst verdienten sich beide FCH-Innenverteidiger das Prädikat Abräumer vom Dienst und da Ondrej Smetana zwei mal zuschlug ging es folgerichtig mit einem 0:2 aus Gästesicht in die Pause. Nach ca. 25 Minuten tauchten auch die Zugfahrer im Gästeblock auf und hielten akustisch gegen die Einheimischen gut mit. Das die Heimfans sich nach der Vertreibung von der Südtribüne direkt neben dem Gästeblock auf der Osttribüne tummelten, machte es für die Polizei nicht unbedingt leichter. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es im Gästeblock eine kleine Pyroshow mit Rot-Weißen Fähnchen - nett anzusehen aber blöderweise verboten und dementsprechend kontraproduktiv für die Vereinskasse. Aber Grund genug für zig Hanseaten nervös das Fotohandy hervorzufummeln, um die "Atmosphäre" festzuhalten und dann anschließend mit sinnfreien Kommentaren bei Youtube zu verewigen. In der Summe kamen 12.200 Zuschauer und ich würde auf ca. 1200 Chemiker tippen.


    In der zweiten Hälfte passierte nicht mehr viel. Marc Fascher nannte es nach dem Spiel "kontrollierte Offensive". Der HFC hatte offensiv etwas mehr Platz, aber nicht genug um das Spiel zu kippen. Am Ende eine verdiente Niederlage gegen einen schlichtweg besseren Gegner. Eine Niederlage, die nicht sonderlich weh tut, denn sie war erwartungsgemäß und nicht zu verhindern. Und das man als Aufsteiger in Liga 3 nicht von Sieg zu Sieg eilt, sollte auch nicht sonderlich überraschen. Der große Jubel der Hanseaten über den Heimsieg beinhaltete für mich auch ein wenig Anerkennung für den Gegner, schließlich


    Nach dem Spiel wurde es für uns knifflig im Umfeld des Stadions sich frei zu bewegen, bzw. eine angenehme Kneipe zu finden. Durch die Straßen pilgerten einige schwarzgekleidete Gestalten, die das Viertel nach alles abscannten, was nach Halle aussah. Also fiel die Wahl auf ein American-Burger-Restaurant - es stellte sich raus das Rostock über Unmengen Hamburger-Restaurants verfügte. Nach Abendessen & -trinken einem kurzem Biereinkauf und einer Pause im Hostel ging es in die Altstadt. Da man die Vorschläge Erpels fahrlässig in den Wind schlug, suchte man vergeblich nach einer Kneipenmeile. Am Markt ließ man sich kurzerhand nieder. Nachdem man die Lokalität wieder wechseln wollte, wurde der Rostocker Markt zum Sachsen-Anhalt-Treff. Nicht nur das man im selben Restaurant noch eine befreundete Reisegruppe aus Brehna wiederfand, so waren nebenan die nächsten vertrauten halleschen Gesichter. Eine Straßenumfrage nach der nächstbesten Kneipe ging ebenfalls in die Hose. Von vier zufällig ausgewählten Grüppchen kam keines aus Rostock, ganz im Gegenteil: man traf auf die nächsten Hallenser. War denn Rostocks gesamte Nachtszene rot-weiß unterwandert?


    Nachdem noch ein kleiner unfreiwilliger Stadtbummel und zwischendurch noch eine Bierstation angesteuert wurde, fiel die Wahl auf den Studentenkeller, um den Rostocker Studenten zu zeigen wie man im Süden feiert. Das ganze zog sich bis tief in die Nacht, ob jetzt 0:2 verloren oder nicht spielte da längst keine Rolle mehr und so fiel man trunkig und doch irgendwie glücklich ins Bett. Genau dafür war man schließlich in die 3.Liga aufgestiegen: Deutschland bereisen und mitnehmen was geht. Für Sonntag stand eigentlich nur noch eines auf dem Plan: raus nach Warnemünde und nen Fischbrötchen abstauben, bisschen Ostseeluft tanken und ab nach Hause. Doch die Suche nach einem Fischbrötchen in Warnemünde wurde doch etwas schwieriger als im Vorfeld erahnt - ist natürlich viel logischer direkt an der Küste Thüringer Bratwürste zu verkaufen.


    Ich bin noch nicht sicher ob ich kommende Saison noch einmal nach Rostock will, schließlich könnte ich mit einem Aufsteiger FC Hansa gut leben. Ich weiß nur, dass schon am kommenden Wochenende das nächste Abenteuer Heidenheim auf mich wartet.


    FC Hansa Rostock - Hallescher FC 2:0 (2:0)
    Tore: 1:0/2:0 Smetana (10./32.)
    Zuschauer: 12.200 (ca. 1.200 Hallenser)
    FCH: K. Müller - Mendy, Holst, Gusche, Pelzer - Jordanov (86. Quaschner), Leemans, Haas, Blum - Weilandt (90. Humbert), Smetana (73. Plat)
    HFC: Horvat - Benes, Mouaya, Zeiger, Kanitz - Hartmann, Wagefeld (C) - Lindenhahn (78. Preuß), Teixeira-Rebelo (46. Shala), Mast - Pichinot (60. Sautner)



    Hier folgen noch ein paar Bilder

    Weiß gar nicht was du hast? Verlustpunktfrei in der Gruppe und beim letzten Spiel bei den Ösen hatten wir sogar noch mehr Dusel...


    ...sah doch endlich wieder nach deutschen Tugenden aus. Gammliges Spiel, trotzdem durchmogeln und am Ende für das Gegraupel nen Titel holen. :whistling: