Beiträge von DKF
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Ab Donnerstag läuft ein Film über die meist kritisiertesten Sportler auf dem Feld in den deutschen Kinos. Schade, dass der Streifen nur in relativ wenigen Kinos zu sehen ist.
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Magdeburg ist mit den finanziellen Möglichkeiten nachdem Kiel weg ist sonnenklar der größte Favorit auf den Aufstieg. Ich sehe auch WOB II und Chemnitz mit in der Spitzengruppe. Vielleicht mischen die Reserve noch mehr oben mit (HSV hinterließ nen guten Eindruck). Halle und Babelsberg könnten - wenn alles klappt - auch wieder dabei sein. Am HFC hat man ja gesehen, dass es nicht besonders schwer ist um den Aufstieg mitzuspielen, das werden sich einige andere Teams nun auch denken.
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Ganz schlechter Stil!
Wenn man selber nichts erreicht, Hauptsache man kann sich am Nichtaufstieg von andern aufgeilen. Ein armes Würstchen bist du.
Zwei Jahre hintereinander gabs in Halle Nicht-Aufstiegsfeiern, nun ist der FCM mit "feiern" dran. Schadenfreude ist ganz normal, die Gratulation zur guten Saison nehm ich gerne an und erinnere an eine zwei Jahre alte SMS, in der etwa steht: "Wir sind da, wo ihr nie hinkommt" - damals war der FCM dritter der RL Nord, der HFC belegt nun Rang 2 in der Regionalliga.
Glückwunsch nach Kiel an den verdienten Aufsteiger und nach Plauen an den verdienten Klassenerhalt.
Kiel war die beste Mannschaft und ist verdient und nicht gerade überraschend aufgestiegen. Den Klassenerhalt hätte ich aber Türkiyemspor gegönnt, die ihn in meinen Augen auch eher verdient hätten. Haben in jedem Fall den besseren und attraktiveren Fußball gegen den HFC gespielt. -
Zumal der gute Jens auch schon in Plauen der große Schwachpunkt in der Abwehr war und auch den ( allerdings von Darko gehaltenen
) Elfer verursacht hat . Pro Robert Stark 
Und an wen hat er den verursacht? Robert Böhme, das kann ihm morgen definitiv nicht passieren.
Kanitz hat er im Landespokalviertelfinale im Sack gehabt, ich bin gespannt wem Köhler das Vertrauen schenkt.Bei Steve Finke ein starkes und ein schwaches Bein auszumachen, finde ich unheimlig schwierig.
Von der Sechserposition ist er aber vielleicht torgefährlicher (siehe Hinspiel). 
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Labert nicht rum, kommt heute in die große Stadt, gibt Geburtstagsbier heute !!!

Du feierst außerhalb von Meck-Pomm Geburtstag??
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Hebestreit war wirklich da, wenns wichtig war und gehört inzwischen sicherlich nicht zu den Mitläufern im Team. So leid es mir für Jan tut, aber ich glaube fast, dass die Sperre ganz günstig kommt, da er extrem ausgebrannt war. Dann lieber mit nem frischen Werner/Stark 90 Minuten Vollgas.
Das mit den zwei Spielen Sperre ist für mich die größte Frechheit von allen. Alles andere hat man mit Müh und Not rechtfertigen können, Finale in MD ist ok, Spielzeit... wenns gar nicht anders geht von mir aus (da war der HFC auch zu passiv). Das Melms so ein Kackspiel abliefert passiert, aber dass man jetzt eine Woche nach dem Trubel immer noch nachtritt, ist das allerletzte. Umso schöner wäre es an diesem beschissenen Landespokal nicht mehr mitwirken zu müssen und direkt in den DFB-Pokal einzuziehen - dann ist endlich Ruhe.
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Bin eigentlich zu faul für Vorberichte, aber heute ist nicht aller Tage und Sonntag schon gar nicht. In dem Sinne... Vorbericht Plauen - Nachbericht Saison 08/09
2.847 Tickets sind etwa weg.
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Und weiter gehts mit dem einzig wahren Nolle. (Man bist du alt!
)Alles Gute zum Geburtstag

Wir sehen uns an der Küste, lass dich hochleben - damit du auch mal Höhenluft abbekommst.

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Die persönlichen Einladungen an alle 150 Einwohner der Gemeinde Meuselwitz sollen schon raus sein.

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Adli ist ja noch nicht definitiv weg. Wenn wir aufsteigen, sind die Chancen nicht gering, dass er bleibt. Falls wir in der RL bleiben, ist er wohl zu 99% weg. Dementsprechend wird er auch nicht vorher verabschiedet, wir wollen ja schließlich aufsteigen.

Menschlich 7 schwerwiegende Abgänge, spielerisch hätte ich ein paar gern noch länger in Halle beobachtet (Kunze, Kittler, Gröger, Werner, Ro.Stark). Konnten sich aber alle nicht durchsetzen, Kunze auch schon über dem Zenit - Robert hätte ich nach der langen Verletzung und auch hinsichtlich seines Alters ne Chance gegeben. Personell haben die Entscheidungen aber in den letzten zwei Jahren dermaßen gut gepasst, dass ich bestimmt nicht nörgeln will.
Werner hat ner richtig starken Oberliga-Saison sehr unglückliche Auftritte in der RL folgen lassen. Einer der beiden abgeschobenen Außenverteidiger (Werner/Stark) muss aber eigentlich nochmal gegen Plauen ran.VFC gewinnt übrigens mit 1:0 in Bautzen, Soltau erzielte das 7. der letzten 8 Plauener Pflichtspieltreffer - ich hoffe den hat man Sonntag auf der Rechnung.

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Also ich hab nüscht dagegen. Ich will Fussball sehen. und manchmal eben auch besseren als ihn mir meine heißgeliebte LOKsche anbietet. Und da ich weder nach Dresden, noch Chemnitz oder Plauen fahren will, geh ich eben ab und zu zum HFC.
Ist ja nichts verwerfliches. Ich mache ja auch gerne Abstecher zu anderen Vereinen und Ligen, gehe aber nicht als HFC-Fan dorthin. Also kleidet man sich entweder als Heim-, Auswärtsfan oder Neutralo. -
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Keine Zeit zum Ausruhen heißt es für die HFC-Fans, drei Nächte nach dem Pokalfinale sollte es schon wieder gen Norden gehen, um beim deutschen Überraschungsmeister die Punkte zu holen, bzw. bei deren Reserve. Nach Norderstedt und Kiel stand endlich wieder eine kürzere Anreise auf dem Programm, die mir sehr entgegen kam. Gegen viertel Eins hatte man auch die Stadtgrenze Wolfsburgs erreicht, nach Lübeck und Kiel die dritte und letzte Stadt, die ich erstmals diese Saison betreten habe. Fazit der kurzen Stadtrundfahrt: Wolfsburg hat den Ruf als hässliche Stadt nicht von ungefähr. Das Stadion am Elsterweg gehörte noch zu den schöneren Dingen bei den Autobauern. Auch wenn die Bundesligatauglichkeit (die es mal besessen haben soll) mit einem großen Fragezeichen versehen werden muss. Als klassisches Fußballstadion mit fairer Verteilung von Sitz- und Stehplätzen war es als Gast ganz angenehm.
Vor dem Spiel wurde natürlich noch mal messerscharf das letzte Spiel unweit von Wolfsburg im Pokalfinale des zweitschlechtesten Bundeslandes analysiert. Neue Erkenntnisse gabs keine, ein neues Endergebnis auch nicht. Also der Blick nach vorne gerichtet: VfL Wolfsburg II. Im Restprogramm von allen am meisten gefürchtet, während ich die Wobbis nicht als Knackpunkt ausmachte.
Nach ner soliden Bratwurst und nem nettem Musik-Misch-Masch eine Stunde lang vor Spielbeginn gab es mit Thunderstruck einen Klassiker zum Einmarsch der Teams. Doch auf wen am Ende „You've been thunderstruck!“ zutreffen wollte, sollte in den folgenden 90 Minuten ausgefochten werden. Ronny Hebestreit bestätigte mir vor Anpfiff, dass er nicht mitwirken darf. Für ihn durfte Thorsten Görke wieder ran, Markus Müller ersetzte den zuletzt wirkungslosen Thomas Neubert.
Wolfsburg stürmte meisterlich von Beginn an, Julian Klamt scheitert mit seiner akrobatischen Einlage an Darko Horvat. Der spielstarke Thomas Brechler konnte an der Torauslinie nach einem Solo der Marke Grafite gestoppt werden. Die 14.Minute: Görke flankt von rechts aus dem Halbfeld, der Ball findet dank eines „starken“ Kopfballs den Weg ins Tor... 1:0 Rene Stark, geil! Der MDR verrät: hilft nichts, Leipzig-Kiel 0:1.Mal wieder Brechler (hat der nächste Saison schon was vor?), Horvat mit den Fingerspitzen, Pfosten! Mein Lieblingselement wird Aluminium. Dennis Riemer wird nun übermütig, knallt das Leder aus 30 Metern aufs Tor, aber Darko ist da. Mike Könnecke reiht sich in den VfL-Chancenreigen ein, aber Darko will mal wieder „zu Null“ spielen. Über eine halbe Stunde gespielt, der HFC spielt auch mal am gegnerischen 16er Fußball. Pavel David auf Capitano Nico Kanitz – wohin mit dem Ball? Ablage zurück auf Pavel, der unter Bedrängnis schießen muss. Der Ball im Stile einer wunderschönen Bananenflanke nimmt Kurs auf das Tor und findet sich nach einem Bogen um den fliegenden Patrick Platins den Weg ins Tornetz, 2:0 – danke Pavel. Doch der MDR hat mal wieder nichts positives zu bieten, Kiel marschiert mit: Leipzig-Holstein 0:2. Pause.
Die Führung wird als Selbstverständlichkeit hingenommen, aber man hätte genauso gut 2:0 hinten liegen können. Aber es herrscht unter den 1.000 Hallenser Finalstimmung, da interessieren solche Belanglosigkeiten wie verdient oder glücklich keinen. Zum letzten Aufstiegsspiel in Eilenburg waren 300 Rot-Weiße angereist (ebenfalls drei Tage nach dem Pokalfinale), jetzt waren es locker das dreifache bei vielfacher Entfernung. Man spricht zu recht von Euphorie bei den ansonsten eher trägen und nörgelnden Saalestädtern. Etwas positives gibt es noch zu vermelden: HFC-Saisonfinalgegner Plauen biegt den Rückstand gegen Babelsberg (0:1) zur eigenen Führung um (2:1). Lübeck schießt sich gegen Hannover II (2:0) langsam warm. Die Marzipanstädter spielen kommenden Sonntag den zweiten Teil des Aufstiegsfinals im Horst der Störche.
Die zweite Halbzeit wurde mit einem Auge auf den Spielfeld und mit einem auf den Liveticker verfolgt. Die Wobbis wollen nicht mehr so richtig, nehmen im Gegensatz zu HSV II und Hertha II nicht den ganz großen Kampf an, endlich mal die drei „leichten“ Punkte? Rene Stark legt sich den Ball jenseits des 16ers hoch und drischt volley an die Kugel – drüber. Thorsten Görke fasst sich aus 30 Metern ein Herz, Platins kann sich auszeichnen. Eine letzte kritische Situation gibt es zu überstehen. Sefa Yilmaz flankt, Philip Schubert klärt und der vielgelobte Brechler haut noch mal dran und über das Tor (68.). Das restliche Spiel findet digital statt. Vogtlandia brennt ein Feuerwerk gegen die Potsdamer ab, siegt 4:1. Ist das der Klassenerhalt für den VFC? Halle-Schreck Robert Böhme bleibt den Chemikern jedenfalls erspart: Rot. Nach dem Babelsberg die HSV-Reserve 6:1 verhauen hatte, machten die Rothosen-Bubis das Spiel ihres Lebens gegen den HFC. Nun ist Abstiegskandidat Plauen zu siegessicher? Am Liveticker wird jede Rechnung aufgemacht für einen gemeinsamen Traum. Holstein macht noch das 3:0, der Torverhältnis-Zug (+7 für Famila) ist abgefahren – danke Sachsen!
Aber das ganze wäre ja noch zu einfach wenn sich an den zwei großen Nullen im Kellerduell nicht noch etwas getan hätte. Cottbus II, längst in die Oberliga-Niederrungen verabschiedet, kassiert gegen die sympathischen aber zur Zeit lästigen Kreuzberger das 0:1. Türkiyem und Plauen in letzter Minute wieder gleich auf im Kellerfernduell. Also folgt doch noch ein Kraftakt gegen den VFC. Lübeck hat dagegen mit einem 3:0 gegen Hannover sich für das Derby warmgeschossen. Da man traditionell irgendwas beklopptes/sinnloses zum Aufstieg macht, wurde bei mehreren Hallensern am Sonnabend der Beschluss gefasst: Wenn man aufsteigt, kleidet man sich im Sommer grün – die Farben des VfB.
Die Mannschaft macht sich in der Sekunde nach dem Abpfiff keine großen Gedanken, sie feiert mit den Fans. Mit viel Phantasie und der nötigen Respektlosigkeit ist der HFC der erste Besieger des frischgebackenen deutschen Meisters 2009. Mit Daniel Reiche stand immerhin ein Spieler auf dem Platz der in der Meistersaison mitwirkte (4.Spieltag, 20 Minuten gegen Hertha). Die Einheimischen wirken nicht geknickt, sie hatten ihre Party. Die Wobbis wünschen uns noch viel Glück, wie die meisten unserer letzten Gegner.
Die Stadionlautsprecher haben zum Abpfiff das passende Lied auf Lager. Markus Müller, zuletzt noch tränenüberströmt im Maggi-Stadion, pfeifft glückselig die Melodie vom größten Hit der Scorpions mit: „Wind of Change“. Wenn dieser Wind kommenden Sonntag quer durch die Bundesrepublik weht... von Kiel bis Halle, werden 15 Jahre Fußballtristesse auf einen Schlag vergessen sein. Holstein ist seit dem 12.Spieltag ununterbrochen Tabellenführer, groteskerweise wurden sie ausgerechnet durch einen nachgeholten 2:0-Auswärtssieg vom HFC in Babelsberg dorthin geschossen. Doch entscheidend ist es, am 34.Spieltag oben zu stehen. Da stand Halle in der Regionalliga noch nie. In dem Sinne...
Take me to the magic of the moment
On a glory night
Where the children of tomorrow dream away
In the wind of change.Spielbericht mit Bildern von den Toren
VfL Wolfsburg II - Hallescher FC 0:2 (0:2)
Tore: 0:1 Re.Stark (14.), 0:2 David (34.)
Zuschauer: 1.230
WOB: Platins - Schulze, Riemer, Klamt, Reiche - Yilmaz, Evljuskin, Neumann (60. Weiss), Wolze (75. Schlimpert) - Brechler, Könnecke (37. Polter)
HFC: Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla, Benes - Finke, Görke - Re. Stark, David (78. Kunze), Kanitz (75. Neubert) - Müller (89. Ro. Stark) -
Auch von mir alles gute an René zum Geburtstag!

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Gibts das Video auch ohne nervtötenden Dialekt?

Hatte eigentlich auf ein "Derby" gegen Wolfen gehofft, aber es wird ja auch noch ein Finale ausgespielt...

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Die Woche der Entscheidungen!
3.6. 18.00 Uhr: SV Germania Ilmenau - FC Rot-Weiß Erfurt (Entscheidungsspiel A-Junioren um die Teilnahme am DFB-Pokal)
6.6. 15.00 Uhr: VfL Halle 96 - VfB IMO Merseburg (Verbandsliga Sachsen-Anhalt)
7.6. 13.30 Uhr: Hallescher FC - VFC Plauen (Regionalliga Nord)Vielleicht noch bei der 12.Halleschen Wasserballfete (Robert-Koch-Straße am Samstag, 6.6.) vorbeischauen, wenn im Wasserbecken Athletinnen vom Handball, Basketball und Wasserball aufeinandertreffen.
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Glückwunsch nach Meuselwitz, aber ich will da nächste Saison eigentlich nicht hin

Dem schließ ich mich an. Gegen ein kleines Testspielchen im Sommer hätt ich nichts einzuwenden, dabei sollte man es aber auch belassen.
In jedem Fall wurde eine zweite Fahrt ins Vogtland abgewendet, wofür ich auch dankbar bin. Also viel Erfolg in der RL!
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1.Corax ist ein etabliertes Medium.
2.Die Idee ist ja nicht verkehrt. Die Jungs von Kopfstoß versuchen sich immer was einfallen zu lassen, allzu lange gibts diese Sendung auch noch nicht und als freies, nicht kommerzielles Radio ist man auf die Nähe zum Hörer sowieso angewiesen. Radio lebt eben vom mitmachen und der Beteiligung. Das muss nicht immer Journalismus sein. -
Meine Geschichte vom Landespokalfinale beginnt bereits 10 Tage vor dem Spiel, denn eigentlich war ich am 27.Mai eingebunden. Doch ich konnte meine Verpflichtungen problemlos eine Woche vorverlegen, so dass der Neuauflage zwischen dem FCM und Titelverteidiger HFC nichts mehr im Wege stand. Am Tag des Derbys ging es bereits 13.16 Uhr los gen Norden. Erste Zwischenstation war die Heimat des frischgebackenen Thüringer Pokalssiegers. In Erfurt wurde am Kiosk kurz ein Blick durch den Thüringer Blätterwald geworfen, um schon mal rot-weiße Pokalsieger aus der Nähe zu sehen.
Gegen 17 Uhr war dann in Halle Abfahrt über die übliche Route (Schönebeck) ging es zur beschaulichen Maggi-Schüssel. Dank der Elbbrücke war man erst eine Dreiviertelstunde vor Spielbeginn am Stadion, um noch schnell ein Bier zu genießen und ein paar Prognosen auszutauschen. Im Stadion verriet die Aufstellung, dass mit Neubi und Hebe auf den alt(bewährt?)en Sturm gesetzt wird.
Der Einmarsch der Teams brachte die nächste Überraschung, Rot-Weiß lief in brandneuen Pokaltrikots auf („Seit wann gibt’s die?“ „Seit heute!“). Beide Choreos ganz nett, aber nicht die Art von Choreographie, über die man in 10 Jahren noch spricht. Warum die FCM-Fans ausgerechnet mit den Magdeburger Stadtfarben, die ja nicht die ihrigen sind, werben – bleibt ihr Geheimnis. Den Bogen von „FCM als Verein der Stadt“ konnte man damit nur schwer schlagen. Die Stimmung war auf jeden Fall würdig, auch wenn die Gäste vom vielen Feiern etwas müde wirkten. Im Vergleich zum Vorjahr war es auf jeden Fall ein Heimspiel für den FCM.
Zum Spiel: die zuletzt ausgelaugten Hallenser mit der ersten Chance, Ronny Hebestreit verlängert auf Pavel David, der ballert drüber. Dann das 1:0 für den FCM durch Vujanovic... denkste! Der erfolgreichste Torschütze Magdeburgs tanzt Christian Kamalla aus und während ich mich mit einem frühen Rückstand abfinde, schiebt er das Leder an den Außenpfosten. Darko Horvat muss seine Vorderleute vielfach zusammenfalten, Jan Benes vertendelt an der Auslinie das Leder und hat Glück, dass die Maggis den Fehler nicht bestrafen. Andere Seite: Freistoß Rene Stark, der gescholtene Benes leitet das Leder an Hebe weiter, der sich die Ecke aussuchen kann, aber sich für das Toraus entscheidet. Noch eine letzte Randnotiz bevor sich die Geschehnisse überschlagen: der starke Catalin Racanel trifft per Freistoß ans hallesche Außennetz.
Es läuft die 27.Spielminute, langer Ball aus der Magdeburger Hälfte gen Horvat. Adli Lachheb hat das Leder unter Kontrolle, ruft seinen Torwart herbei, der klären soll. Doch Darko ist zu weit weg, Adli schirmt das Leder nicht entschlossen genug ab, ein Blauer 25er stürmt heran. Darko springt von der Strafraumgrenze ab und steigt zum Kopfball hoch, kracht in der Luft mit Najeh zusammen, beide purzeln auf den Rasen hinab, Adli kann klären. Der Schiri pfeifft, alle orientieren sich zur Mittellinie, bloß ein einzelner Blauer peitscht seinen Fanblock an. Kann er gerne machen, gehört schließlich dazu. Sekundenbruchteile später verstehe ich die Geste, Schiri Gunnar Melms pfeifft Elfmeter. Okay, die Fernsehbilder werden sicherlich Aufschluss geben; die Analyse der TV-Mitschnitte spare ich mir jetzt. Magdeburgs Bester tritt an. 1:0 Racanel.
An der Seitenlinie wird es nun lauter als im gesamten Stadion. Der vierte Offizielle Reiner Thrun wird den eigenen Morgen bereuen als er vergaß Ohropax mitzunehmen. HFC-Manager Ralph Kühne redet erbost auf Herrn Thrun ein, es gesellen sich Markus Müller, Thorsten Görke und Torwarttrainer Jens Adler dazu. Und beim 50-jährigen Offiziellen zwischen den Trainerbänken wird es nicht ruhiger, keine 60 Sekunden nach der Führung liegt „Natsch“ Braham am Boden. Der Tunesier dürfte mit seinen ca. 5 „medizinischen“ Behandlungen am Spielfeldrand im Laufe des Abends einen neuen Rekord aufgestellt haben. Fußballerisch passiert nichts mehr, Braham und Racanel schmeißen sich abwechselnd schreiend zu Boden. HFC-Kapitän Nico Kanitz reißt der Geduldsfaden und versucht die Darbietung zu Wiederholen, bekommt aber keinen Freistoß. 42.Minute: Ronny Hebestreit im Zweikampf mit Martin Zander, der dabei zu Boden geht. Der Erfurter bleibt am kullernden Zander hängen und sieht Rot, für den Schiri äußerst kontraproduktiv. Hebe war neben Köhler noch der einzige HFCer mit ruhigem Gemüt, der Spießrutenlauf für Melms war perfekt. Gott sei Dank gibt’s erst mal eine Halbzeitpause.
In diesen 15 Minuten sammelten sich alle Akteure noch einmal. Es kursieren die wildesten Gerüchte. Vujanovic soll im Spielertunnel einen Hallenser geschlagen haben, nicht Hebestreit sondern Zander soll nachgetreten haben. Motto für die zweite Halbzeit konnte nur lauten: „Wir haben keine Chance, nutzen wir sie!“
Der 1.FCM, wesentlich frischer und mit einem Mann mehr, suchte die Entscheidung, fand sie aber nicht. Horvat stand dem 2:0 nach einem Zander-Kopfball im Weg. Maximillian Watzka konnte eine Vujanovic-Vorlage auch nicht am Keeper vorbeibringen. Der HFC ging mehr Risiko, erstmals in der Saison schlich sich Innenverteidiger Christian Kamalla bei Ecken in den gegnerischen 16er. 66.Minute: Thomas Neubert geht, Markus Müller kommt. Und eben jener Müller spielte sich nun mit jeder Aktion in die rot-weißen Herzen. Der Aue-Youngster bewies großen Kampf und riss sich den Allerwertesten auf und ging keinem Zweikampf und keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Binnen einer Viertelstunde hatten die 11 Blauen mehr Respekt vor ihm, als sich Neubert in den 4 Derbys insgesamt erarbeitet hat.
Braham tauchte mal wieder auf, dieses mal nicht bei der medizinischen Abteilung sondern vor dem HFC-Tor. Erst passt er frei vor Horvat ins nichts, dann köpft er drüber. Der HFC hatte kein echtes Konzept für den Ausgleich, die Magdeburger Konter waren meist zu pomadig. Markus Müller prüfte mit einem Freistoß (fieser Aufsetzer) Christian Beer, der mit dem Schuss alle Hände voll zu tun hatte. Vujanovic, der eher an einen Chancentod als einen Stürmer erinnerte, schoss am rechten Pfosten vorbei. 90.Spielminute, die berühmte letzte Chance vor dem Abpfiff vergibt David mit einem Schuss über das Tor. Ein letzter Konter für die Blauen, Benes ist fertig und bleibt liegen. Vier Magdeburger marschieren auf den einsamen Lachheb zu. Der tunesische Abwehrrecke kann den Pass auf Radovan nicht verhindern, der auf dem Weg zum sicheren 2:0 ist... wenn er das Tor treffen könnte. Wäre der Serbe ein ehrlicher Sportsmann hätte er die Strafe in Form von mindestens 30 Liegestützen freiwillig an Ort und Stelle ausgeführt. Abstoß Horvat, Abpfiff Melms, Jubel in Blau-Weiß.
Brahams Jubel vor der HFC-Kurve blieb eine Randnotiz. Neubi fand es peinlich, dass der Gegner es in Überzahl nicht geschafft hat, den HFC zu besiegen. Sicherlich die ersten frustrierten Worte nach dem Abpfiff, geprägt von vielen Emotionen. Die unterlegene Mannschaft wurde keineswegs schlechter gefeiert, als die siegreiche. Nachdem man im Vorjahr die Siegerehrung im Schnelldurchlauf durchführte, um den unliebsamen Gast schnell rauszuscheuchen, wurde dieses Jahr bewusst getrödelt. Denn die Gästefans wollten trotz Niederlage im Prestigeduell einfach nicht das Stadion verlassen. Während die Einheimischen nicht mit Bier geizten, feierten die Roten ihre eigenen Helden. Es kam dann im halbleeren Stadion doch noch zur Siegerehrung. Als die Hallenser entweder schon den Heimweg antraten oder auf dem Rasen ihre Lockerungsübungen machten, konnte die Party endlich steigen. Braham sorgte nachdem er seine medizinische Abteilung in Dauerstress versetzt hatte für einen neuen Rekord und legte die kürzeste HUMBA (man kennts im Osten auch als UFTA) hin, die ein deutsches Fußballstadion je gehört hat. Ich persönlich war etwas enttäuscht, dass Natsch auf ein „Scheiß Chemie Halle“ verzichtet hatte, aber wen will man provozieren, wenn keiner mehr da ist? Zumal er sich in Anwesenheit von Müller doch eher für die kürzere Feier entschied. Fazit: Mageburg hat den Pokal, Halle zieht den kürzeren – aber das schlimmste wurde verhindert: ein Triumphzug des FCM. Selten war es so schmerzlos im Landesderby zu verlieren.
Nach einer kurzen Begegnung mit FCM-Kapitän Daniel Rosin, der enttäuscht zur Kenntnis nehmen musste, dass sein Status als Magdeburger Spieler nicht allein dafür reichte, dass ich ihm die Tür aufgehalten habe, ging es zurück gen Süden. An der Elbe ließen es sich die Maggis nicht nehmen, Autos mit dem schönen Kürzel „HAL“ in ihre Feier einzubeziehen. Das wäre beim Kleinbus direkt vor uns fast schief gegangen, denn als Gastgeschenk zum Pokalsieg wurde aus dem Auto noch eine volle Bierflasche spendiert. Auf der A14 schienen noch mehr Bierflaschen auf dem Weg verloren gegangen zu sein. Die Polizei brachte kurzerhand die gesamte Autobahn zum Stehen und schaffte mit einer Schaufel Scherben und Silvester-Überbleibsel von der Fahrbahn. Halb 12 war man erstmal wieder daheim angekommen.
Donnerstag früh ging es mit einem Pokalfighter vom Vortag weiter gen Süden und man richtete den Blick voraus. Was wäre wenn... ganz heimlich durfte nachdem das Thema Pokal 09 zu den Akten kam wieder von Liga 3 geträumt werden. Als DFB-Pokalgegner für MD einigte man sich auf die TuS Koblenz, dürfte immerhin das erste Aufeinandertreffen dieser Art sein. Auch was schönes. Einen besonders warmen Empfang bekam ich Donnerstagvormittag von einigen Nicht-Magdeburgern, die mich mit etwas Schadenfreude und einem fröhlichen „1.FCM“ empfingen und sich erkundigten, wie der Elfmeter denn so aussah. Keine Ahnung. Nächstes Jahr gibt’s vielleicht wieder 10 Elfmeter.
Hallescher FC - 1.FC Magdeburg 0:1 (0:1)
Tor: 0:1 Racanel (27./FE)
Zuschauer: 12.988
HFC: Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla (77. Kittler), Benes - Re. Stark, David, Finke, Kanitz (82. Kunze) - Hebestreit, Neubert (64. Müller)
FCM: Beer - Bankert, Rosin, Prest, Dragusha - Watzka, Racanel - Zander, D. Bauer - Vujanovic, Braham