@ sclankwitzer
Danke, hab's hinzugefügt...
Gruß
@ sclankwitzer
Danke, hab's hinzugefügt...
Gruß
ZitatOriginal von Rob_Gak
Jetzt habe ich mich eigens angemeldet, um Ruppi zu korrigieren...
Wofür Fehler doch alles gut sein können
8O ![]()
***edit***
NOFB
gern geschehen :cool: ![]()
ZitatOriginal von Koepenicker
ähm...die babelsberger scheinen den away-sektor ihres eigenen stadions wohl ganz gut zu kennen.macht ihr das immer so, wenn keine gästefans da sind?
Ich könnte jetzt sagen - ja
:)), weil das erste Mal keine Gästefans da waren und diese Aktion demzufolge auch die erste dieser Art war...
ZitatOriginal von Jens
:smile: Hast ja Recht. Nehme das total zurück und ersetze es durch teilweise. :smile:
Hatte mich vor allem gewundert, weil ihr ja nun auch sehr klar gewonnen hattet.
Für die türkischen Teams war's schon 'n mieser Sonntag, die haben durchaus mein fußballerisches "Mitgefühl", aber die beiden 3:1 Herthie-Niederlagen machen mich irgendwie sehr froh - ich mag die alte Tante Hertha einfach nicht...
ZitatOriginal von stephan
... besser kann das WE ja nicht sein
Aus Potsdamer Sicht hätte es wirklich kaum besser sein können. Wenn nur die Rostocker Amas verloren hätten... seufz
:))
ZitatOriginal von Jens
Alles in allem ein total bekloppter Spieltag.
Hmmm, ich kann dir(euch) da nicht ganz folgen
:biggrin: :))...
4 Tore durch Kostas Pantios
Abnehmende Zuschauerzahlen(darunter KEIN Füchse-Fan) spiegeln die Jahreszeit wieder, es ist Herbst und der Winter steht vor der Tür. Mieses, nicht gerade einladendes, Wetter begleitet uns an diesem 20. und ersten Rückrundenspieltag. Einige Leute haben nicht nur wegen des Wetters vor dem Spiel ein flaues Gefühl im Magen. Jedoch es sollte anders, also eher wie gewohnt in dieser Spielzeit, kommen.
Der Anpfiff bringt die Erkenntnis, dass die rote Karte für Bendict Löhr ein Bruderpaar auf dem Platz zusammenführt. Sven Moritz kam heute von Beginn an zum Einsatz, sonst gab es keine Änderungen in der Anfangsformation.
Babelsberg übernahm sogleich das Ruder auf dem Platz und machte klar, wer die Herren im Karl-Liebknecht-Ground seien. Aber wirklich viel geschah in den ersten Minuten nicht. Eine gelbe Karte für grün, ein Tor, was keines war, für blau-weiß, das Spiel, nicht zwingend und doch in Babelsberger Hand plätscherte dahin. Die zweite Chance für Nulldrei war dann schon was fürs Auge. Kindt zieht halblinks etwa an der Strafraumgrenze ab, der Füchsekeeper kann nur abprallen lassen und Henne ist zur Stelle. Tor würde man nun vermuten, nein, ein Füchslein konnte gerade noch seine Hinterpfote in den Schuss Hennes werfen. Schade, aber man merkte der Mannschaft nun an, dass sie erwacht war. Kurz darauf ist es ein heute sehr auffällig spielender Kraljevic, der vorm Gästetor 3 Gegner brasilianisch umrundet und das lange Eck des Tores beim Abschluss nur knapp verfehlt. Wirklich schön anzusehen. Zählen tun bekanntlich leider nur Tore, ängstlich wurde man angesichts des Spielstandes auf Babelsberger Seite jedoch nicht. War es bisher schließlich immer nur ein Frage der Zeit und des wer’s. Kostas Pantios, auf rechts an den Ball gekommen, geht an zwei Füchsen vorbei, überlupft noch den mit den Handschuhen und in der 24. Minute heißt es „Babelsberg 1- Füchse 0“! Nulldrei drückte in dieser Phase und wollte mehr. So war es gleich nach dem Tor Nippon(Yozuru Okuyama), der sich auch in die Torschützenliste eintragen wollte, jedoch hinterm Torfuchs nur zweiter Sieger wurde. In der 28. Minute machte mich mein polnischer Co-Kommentator auf das erste frauenfeindliche Lied(„there’s only one team in Potsdam“) in diesem Spiel aufmerksam, waren es doch die Torbienen(Turbine Potsdam) tags darauf, die uns zeigen sollten, wie man selbst im deutschen Oberhaus derart standesgemäße Siege(8:0), wie am Laufband produziert, einfährt. Zurück in die OL. Ein Fuchs hatte gerade auf der Trage das schöne Grün verlassen, dachten sie nun zeigen zu müssen, dass man zwar ohne Fans gekommen, nicht aber ohne Punkte das Karli verabschieden wollte. Es war die erste richtige Prüfung für unseren Keeper in diesem Spiel – ein 40 Meter Doppelpass der Füchse, die mit einer Glanzparade Rauchs endete. Nun war 03 wieder am Zug und wer, wenn nicht Pantios selbst sollte die Szene einleiten. Wieder umspielt er zwei Gegner im Strafraum, legt sich den Ball von links auf rechts, kann leider nicht abschließen und passt den Ball auf den mitgelaufenen Heiko Bengs. Der sieht Henne(Lau) im Strafraum und flankt, welcher ausgerechnet heute, sich in die Flanke werfend, ein ca. 20 cm zu kurzes linkes Bein zu haben schien. Traurig, traurig. Eine Chance gab’s in Hälfte eins noch. Heiko erkämpft sich in der eigenen Hälfte den Ball, überlistet darauf ein Füchslein und spielt das Rund zu Nippon. Dieser flankt zu „Konntichnichterkennen“, dessen Kopfball gerade so zur Ecke, die nichts einbrachte, gelenkt werden konnte. Pause – 1:0.
Zu Beginn des 2. Durchgangs, genährt vom Geruch des Glühweins und von Wunderkerzen, erklomm mich ein Gefühl der Weihnachtlichkeit – schrecklich – hatte ich doch gehofft, wenigstens beim Fußball von derartigen Ergüssen verschont zu bleiben. Na, ja, die Halbzeit in der fast nur über Tore zu berichten sein sollte, konnte beginnen. Kaum die Pausengedanken verarbeitet, war es El Capitano de Moritz(Patrick) in der 49., als er ein Freistoss aus ca. 22 m direkt verwandelte. Ich sah das Tor im Gegensatz zum Torfuchs kommen – über die Mauer ins rechte obere Eck – wie immer(oder Scholl, oder Hässler) möchte man fast sagen. Dann war, wie in den letzten Jahren die Zeit von Publikumsliebling Challa(Slawomir Chalaskiewic) gekommen. Wir feierten seinen 40. Geburtstag, doch irgendetwas war heute anders. Stimmt. Er spielt jetzt für Hessen-Kassel und ist dort der Liebling – immer noch der schnellste,…. Gerade am feiern geschah der erste Tordifferenzdämpfer. Die Füchse hatten unsere Feieraktivitäten genutzt und zugeschlagen. Heiko schien gedanklich auch mit uns zu feiern und ließ den Linksfuchs unbedrängt gewähren, wurde mir zugetragen. Habe die Tore der Füchse - ja, eins kommt noch, beide nicht selbst gesehen. Wozu auch… Interessant war in Hälfte zwei ein Fuchs, er hatte vermutlich einem 03er ins Bein gebissen, der von diesem Zeitpunkt an bei jeder Ballberührung von Pfiffen begleitet wurde. Interessant oder vielmehr hilfreich deshalb, weil gewisse Teile des Spiels im toten Winkel stattfinden, in dem auch Fuchs Nr. 12(Selanci) agierte. So wusste man fast immer, wer oder wer nicht im besagtem Winkel am Ball war. Egal. Zurück zu den Toren. In der 59. Minute ist es erneut Kostas, der den Jubelschrei über die unendlichen Weiten Babelsbergs erklingen lässt. Diesmal ist es ein Volleykracher, der in der rechten Ecke einschlägt und am Frohsinn des Füchsekeepers nagt. 3:1, alter Abstand wieder hergestellt. Einen Zusammenprall der härteren Art gab’s auch noch. Listig, wie die Füchse nun mal sind, nahmen sie nicht selbst teil und so ging dieser Zusammenstoß als japanisch-griechische Kampfkunstvariante in die Vereinsgeschichte ein. Beide blieben am Boden liegen und mein Co, auch Kommentator und Arzt in Personalunion, analysierte die Szene wie folgt: „Offener Beinbruch bei Pantios – er kann aber weiterspielen“. Ganz so schlimm war es wohl nicht, letzteres stimmte aber. Übrigens für beide. 3 Tore fehlen ja noch. Pantios die Dritte. Captain Moritz passt auf Pantios, 20 m vorm Tor, der nimmt den Ball einige Meter mit und zieht wieder ab. Kurz und schmerzlos. Der Torfuchs kennt die Prozedur mittlerweile und braucht den Ball nur noch aus dem Netz zu holen. Wieder 4 Minütchen später tat es ihm Sebastian Rauch gleich. 4:2. Die Entstehung entnehmen sie bitte ihrer regionalen Presse, falls erwünscht. Lupfer Nummero 2, erneut durch die Nummer 11 und gleichzeitig Schlusspunkt des Torreigens setzte es in der 78. Minute. Lücke hatte den Ball erobert, gibt ihn an Röfte(Enrico Röver)[für Lau ins Spiel gekommen], der passt auf Kostas Pantios, welcher mit seinem 2. Lupfer des Tages zeigt, dass ersterer kein Ausrutscher sondern absolut gekonnt war. Brasilianisch im Karli…
Besonders geschmackvoll wurden die Punkte dann am Sonntag, als man erfuhr, dass Hertie gegen den Berliner A(bstiegs)K(andidaten) Federn gelassen hatte.
SV Babelsberg 03: Rauch; Bengs, Benthin, Kraljevic; Okuyama(85. Novacic), S. Moritz, P. Moritz, Lücke, Kindt; Lau(75. Röver), Pantios(79. Lanca-Cariccio) Trainer: Ränke.
Reinickendorfer Füchse: Lenze; Palmer, Andrae, Mattera-Iacono, Allenberg; Okatan, Ilic(77. Breitfeld), Selanci, Nitsche; Benyamina, Pahlow; eingewechselt: 34. Jacobsen für ?, 75. Zazai für ?; Trainer: Stresow
Tore: 1:0, 3:1, 4:1, 5:2 Pantios(24., 59., 65., 78.), 2:0 P. Moritz(49.), 2:1 Benyamina(53.), 4:2 Okatan(70.)
Gelbe Karten: Pantios, Benthin - Allenberg, Zazai
Gelb/Rot: -
Rote Karte: -
Zuschauer: 1324
[Blockierte Grafik: http://www.filmstadtinferno.de…3-04/20svb-fuechse/10.jpg]
Quelle: Filmstadtinferno
Kann mich den Vorgratulanten nur anschliessen. Was du hier auf die Beine gestellt hast und immer wieder stellst, verdient allergrößten [Blockierte Grafik: http://www.justforfunboard.de/smileys/img/smileys/grinser043.gif] und ich [Blockierte Grafik: http://www.handykult.de/plaudersmilies.de/person/pfiade.gif].
Mach(t) weiter so!
Gruß, ruppi
ZitatOriginal von Koepenicker
Bei den Zwergen wollt ich auch mal wieder vorbeischauen, aber 13:30 ist wirklich eine beschis*ene Zeit. :naja: Vielleicht klappt es nächste Woche, da spielen sie doch wieder zu Hause, oder?
Ja und zwar gegen die Füchse - dann aber schon um 13:00 Uhr.
@ Motorfan:
Warum hast du euer falsches Symbol als Avatar?
Für den Spielbericht wird sich schon eienr finden...
Nur soviel:
03 hat mehr als verdient gewonnen, in einem Spiel, welches für jede Halbzeit nur eine Richtung kannte. EW hätte mindestens 5 Gegentreffer mehr verdient gehabt, die Abwehr EW's stand allerdings lange Zeit sehr gut. Das Spiel wurde letztendlich durch Tore von Henne Lau und Kostas Pantios entschieden, ging also 2:0 aus. Die Gäste hatten im ganzen Spiel sage und schreibe eine richtige Chance, die aber unser Keeper zunichte machte.
Erwähnenswert die Einstellung der 7-8 mitgereisten EW "Würstchen" :)), die ihre Mannschaft trotz der Aussichtslosigkeit lautstark unterstützten und weit mehr als 10 Fahnen, Transpis, etc. dabei hatten. Desweiteren gab's heute auf Babelsberger Seite die lang ersehnte "Jahrhundertchoreo", die sicher zu einem späteren Zeitpunkt auf Filmstadtinferno zu sehen sein wird.
edit: durch Telefonat vorherige letzte Beiträge nicht gelesen
ZitatOriginal von chemo0815
toleranz ist: wenn alle gegen Nazis sind aber keiner einen kennt.
Mit deinen Äußerungen stellst du dich ganz klar als einer hin! Bist aber nicht der erste...
ZitatOriginal von Marc 04
Da halte ich doch mal dagegen: :biggrin:
Die Leistung des Schiris war absolut in Ordnung:
Teilweise hätte er einige Fouls auf BEIDEN Seiten mit Gelb ahnden können.
Zu den beiden roten Karten:
1. Der Berliner Torwart wurde von einem Babelsberger unabsichtlich unterlaufen, der Pfiff kam zurecht. Die rote Karte für den Berliner war bei ganz harter Regelauslegung in Ordnung, schließlich hat er geschuppst. Aber wie der 03er gefallen ist, war schon extrem peinlich.
Bei der Sache mit der ersten roten Karte gehe ich mit - war ne "muß nicht - kann" - Karte
ZitatOriginal von Marc 04
2. Foul war sicher nicht rotwürdig. Wenn er allerdings der letzte Mann war (konnte ich allerdings aus meiner Position nicht sehen), war auch diese absolut korrekt.
Diese Foul geschah ja nun genau vor unserem Block. War sicher ein hart geführter Zweikampf, den man in nem schwachen Moment auch mal pfeiffen kann, aber Gelb oder gar Rot(letzter Mann war er definitiv nicht) ist ein absoluter Witz!
ZitatOriginal von Marc 04
Ansonsten konnte ich keine groben Fehlentscheidungen erkennen.
???
Zwei klare Handspiele der TeBel-ler hat er übersehen und auch in manch anderem Zweikampf das Spiel ordentlich zerpfiffen. Sicher nicht nur gegen Babelsberg, aber durch meine blau-weiße Brille :)) schon.
ZitatOriginal von Marc 04
Ich unterstelle ihm vielmehr, daß er einfach das Spiel gut leiten wollte, was ihm auch gelungen ist.
??? - ich weiß ja man nicht... ... und bleibe bei meiner Babelsberger Sicht.
Gruß
ZitatOriginal von Marc 04
Fazit: Der Sieg war vielleicht ein weinig glücklich, aber keineswegs unverdient, weil der SV Babelsberg enttäuschte.
Einspruch! - Euer Ehren... Bis auf diesen Satz und die nicht berücksichtigte Rostocker Schirileistung ansonsten ein guter Bericht :)) 8).
***aus unserem Vorbericht**
Man folgt der A2 bis zur AS Brandenburg und anschließend der B102 (Vorsicht: zahlreiche Radarfallen !) . In Brandenburg fährt man zunächst immer geradeaus (Straße der Befreiung, Friedensstraße,Hauptstraße), um dann halbrechts in die Bäckerstraße einzubiegen. An deren Ende trifft man dann wiederum halbrechts auf die Brielower Straße.
ab hier wurde damals, glaub ich, was korrigiert, da man auf der Hauptstraße nicht bis zur Brielower kam... Also an nachfolgenden Abschnitt halten.
Bis Hauptstraße bleibt alles so, direkt davor am Molkenmarkt sollte man rechts abbiegen und Mühlendamm und Domlindenstraße geradeaus folgen. Dann links in´s Grillend einbiegen, an Tennisplätzen und Kleingärten vorbei fahren und anschließend geradeaus auf der Mühlentorstraße fahren, bis rechts die Rathenower Straße abbiegt. Halbrechts zweigt dann die Brielower Straße ab.
ZitatOriginal von NOFB
@ALL
Sind die Popups nervig?
Nö, denn bei mir sind sie ausgeschaltet
...
Hab ich vielleicht was verpasst? ![]()
Aus meiner Babelsberger Sicht: Klar dagegen - warum?
Die Attraktivität der für uns wieder neu erlangten Oberliga liegt in den u.a. kurzen Fahrzeiten(S-Bahn) zu den Berliner Clubs. Ebenfalls haben aus den vergangenen Jahren viele Partien gegen Berliner Vereine Traditionsstatus erreicht, wenn man das überhaupt so sagen darf. Die neu gegründete VL Brandenburg enthielte zwar auch einige dieser Duelle, in der Gesamtheit wäre es jedoch ein großer Rückschritt. Mal abgesehen davon wird die Fusion Berlin-Brandenburg höchstwahrscheinlich in den nächsten Jahren irgendwann kommen - wen dann rausnehmen, etc.?
Sicher, für einigen Länder gäbs ne Menge Vorteile, andere wiederum blieben völlig auf der Strecke.
Weiterhin negativ in meinen Augen wäre die fehlende wirkliche Konkurrenz in den einzelnen Ligen, so dass der Sprung in die nächsthöhere vermutlich jeweils auf ein Jahr begrenzt wäre. Es würden lauter Fahrstuhlmannschaften entstehen, die dadurch auch in einen Strudel von Imageverlust, mögl. Insolvenz und Zuschauerschwund geraten könnten...
ZitatOriginal von Bersarin
Kann man ja nachholen - gegen TeBe? Ich bin dabei!
Ich auch - ohne Frage...
Is schon witzig - Babelsberg spielt in Kreuzberg und Türkiyemspor klettert vom 19. auf den 8. Platz...
NOFB: Wo warst du am Sonntag?
Individuelle Klasse Moritz’ machte den Unterschied
Auf nach Kreuzberg hieß es am Sonntag und diesem Ruf folgten etwa 6-700 Babelsberger Fans. Die offizielle Zuschauerzahl, die während des Spiels nach unten korrigiert wurde, betrug 1288, obwohl vermutlich bis zu 1600 Personen das Katzbachstadion aufsuchten. Nette Großfamilienatmosphäre in einem Stadion in dem Babelsberg bisher immer als Sieger vom Platz ging. Das Wetter spielte hervorragend mit, auch für den Gaumen war ausreichend gesorgt, nur die Preise sorgten hier und da für Diskussionen. Dem Anpfiff stand also fast nichts im Wege. Es konnte losgehen – 10 min. verspätet, Türkiyemspor hatte wohl nicht mit soviel Andrang gerechnet, war es dann auch soweit.
Mit dem Anpfiff zeigte sich gleich ein uns gewohntes Bild, die Gäste, hier die Heimmannschaft, machen Druck und bis die Zuordnung stimmt, würden noch einige Minuten vergehen. Ein erster Freistoß, geschossen wie immer vom Kapitän bringt nichts, ein solcher auf der anderen Seite durch Goalgetter Fuß, der für Türkiyemspor fast alle Standarts ausführt, ebenso. Ungewohnt viele Fehlpässe in der Anfangsphase prägen das Spiel, das noch nichts mit der Begegnung erster gegen fünfter zu tun hat. Richtige Torchancen bisher Fehlanzeige. Nach sage und schreibe 10 min kommt der wohl gefährlichste Stürmer der Oberliga das erste Mal zum Torschuss, den Rauch im Nachfassen sicher hält. Kurz darauf ist es Pantios, der nach Flanke Nippons nur knapp mit dem Kopf verfehlt. Babelsberg kam jetzt besser ins Spiel und als Folge dessen gab es das ersehnte 0:1 in der 14. Minute. Ein grober Patzer Özdogans lässt unseren Spielertrainer unbedrängt im gegnerischen Strafraum an den Ball kommen, der nur noch abzuziehen braucht und dies mit seinem starken linken Fuß aus ca. 10 m auch tut. Wir waren sichtlich erleichtert und mit diesem Tor kam endlich Stimmung in den Babelsberger Reihen auf. Türkiyemspor legte nun einen Gang zu und wer, wenn nicht Michael Fuß verlegte, mit einem sauber cross gespielten Ball, den Jubel von der einen auf die andere Fanseite.
Sechs Minuten hatte die Führung gedauert, bis nach einem schönen Spielzug mit Zuhilfenahme Babelsberger „Abwehrkünste“, der Ausgleich hergestellt war. Hieß es in den sechs Minuten „Döner, Falafel – wir kommen von der Havel“, waren jetzt die Leute am Jubeln, die sich mit der besungenen Materie wesentlich besser auskennen. So wurde mir, später am Abend auch erklärt, dass das, was wir zu essen bekamen kein falscher Döner, sondern ein Spezialität mit gebratener Knobiwurst war, die man für drei Euronen während des Spiels käuflich erwerben konnte. Für Essenmarken wie zu DDR-Schulzeiten gab’s diese Spezialität und für Marken auf denen Schnaps stand, konnte man wahlweise Kaffee, Tee oder andere „Hochprozenter“ ordern. Zurück zum Spiel.
Babelsbergs Fans fielen nach dem Tor des Torschützenkönigs in den Dornröschenschlaf. Der Capo kam sich zu Recht teilweise vera***ht vor und das Spiel gestaltete sich von nun an ausgeglichen. Chancen hier Chancen da, Pantios auf unserer Seite, der „beste Türke“ Adeck Mba auf der anderen, das Spiel war nicht schlecht aber auch nicht zwingend. Bis zu dem Zeitpunkt, ab dem sich Sebastian Rauch ein ums andere Mal als späterer Siegesgarant herausstellen sollte. Daniel Stingel nämlich, Türkiyemspor hat nicht nur einen Stürmer, hämmerte in dieser Partie mehrfach in aussichtsreicher Position aufs Tor und so war es nur den brillianten Reflexen unseres Keepers zu verdanken, dass Fuß der einzige Torschütze blieb. Pause.
Alle hofften, Babelsberg würde mit etwas mehr Siegeswille aus den Katakomben des Katzbachstadions kommen. Schließlich war (und ist) man Tabellenführer und wusste um die Stärken der Mannschaft in der 2. Hälfte. In fast allen Partien konnte Babelsberg im zweiten Durchgang wesentlich zulegen. Gestern schien dies ein wenig anders. Erst nachdem Patrick Moritz 10 Minuten nach Wiederanpfiff zeigte, was man mit einem ruhenden Ball alles anstellen kann. war der alte Eintoresabstand wieder hergestellt. Genial schlenzte er den Ball über die Mauer ins linke obere Eck – ein Tor mit Ansage und dennoch unhaltbar. Das Erwachen der SVB-Fans. Selbiger Freistossspezialist hat wenig später, er degradiert bei diesem Spielzug die gegnerische Abwehr zu Statisten, die Chance zum 1:3, spielt aber zum mitgelaufenen Pantios, der leider nicht mehr an den Ball kommt. Im Gegenzug, auf eine Ecke folgend, rutscht so manches Babelsberger Herz ne Etage tiefer, als erneut Daniel Stingel, die Ecke volley nehmend, abzog – Gott sei Dank – zu hoch. Das Spiel wurde jetzt kampfbetonter und gewann an Niveau. Sebastian Rauch, der heute sein bisher bestes Spiel machte, musste sich dabei mehrfach auszeichnen. Mit der Zunahme der Zweikämpfe kam allerdings auch etwas mehr Gift ins Spiel. Erstes Opfer wurde Publikumsliebling Nippon, den Güzer ohne Chance auf den Ball von hinten umsenste. Der Schiri zeigte daraufhin ohne zu zögern Rot was wiederum tumultartige Unmutsbekundungen des Heimpublikums, sowie der Türkiyemspormannen nach sich zog. Die rote Karte konnte man geben, musste man aber nicht. Was aber das totale Ausflippen des Keepers sollte, konnte auf Babelsberger Seite keiner verstehen. Dieser bekam dann Gelb und hätte sich über Rot nicht beschweren dürfen. In Überzahl hätte dieses Spiel nun in Ruhe nach Hause gespielt werden können, wenn sich Kraljevic nicht seinen zweiten gelben Karton abgeholt hätte. Egal zehn gegen zehn hat auch was für sich und ist zudem gleich etwas übersichtlicher. Gewechselt wurde auch auf beiden Seiten und zwar jeweils dreifach, so kamen für Kindt, Röver, und Pantios so nach und nach Novacic, Neumann und Henne. Türkiyemspor war in dieser Phase des Spiels überlegen, Babelsberg kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Rauch hier Rauch da, aber er „stand im Tor, im Tor und nicht dahinter….“. Es roch, nein vielmehr es stank nach Ausgleich, wäre da nicht unsere Nummer zwölf gewesen. Irgendwann kam es doch noch zu Entlastungsangriffen, zwei davon über Nippon, der nach dem Foul weitermachen konnte. Ein Tor war ihm allerdings nicht gegönnt. NIchtsdestotrotz führte in der 90. Minute solch ein Angriff zu einer Ecke und diese zum Tor. Ja, ihr habt richtig gelesen – einer Babelsberger Ecke mit Abschluss, drin sozusagen. Henne stand goldrichtig, der Ball ging zuvor an Mann und Maus vorbei, hielt seinen Fuß hin, Tor – 1:3, die Erlösung. Schluss war noch nicht, der Nachtisch, die Delikatesse von El Capitano, Bruder von Max dem Älteren folgte im Anschluss – aus extrem spitzen Winkel versenkte eben angesprochener das Rund bei einem Freistoss zum 1:4. Babelsberg gewann bisher immer mit 4:1 gegen Türkiyemspor, wäre der Ausflug nach Kreuzberg nicht so schön, könnte man sich diese Partien in Zukunft also sparen.
SV Babelsberg 03: Rauch; Bengs, Benthin, Kraljevic; Okuyama, Löhr. P. Moritz, Lücke, Kindt (50. Novacic); Pantios (89. Lau). Röver (75. Neumann) - Trainer: Ränke.
BFC Türkiyemspor: Skrobanek; E. Aslan(75. Yörük), Can, Katt, Özdogan; Gül, Mba, Güzer, F. Aslan(75. Binting); Fuß, Stingel(77. Saylik).
Tore: 0:1 Röver (14.), 1:1 Fuß (20.), 1:2 u. 1:4 Moritz (55., 93.), 1:3 Lau (90.)
Gelbe Karten: Kraljevic, Lücke, Löhr – E. Aslan, Skrobanek, Özdogan
Gelb/Rot: Kraljevic
Rote Karte: Güzer
Schiedsrichter: Prochnow (Kreien)
Zuschauer: ca. 1600
ZitatOriginal von KrassUnion
Wo waren eigentlich die Leute, die nach dem Spiel noch in die Kneipe "Alptraum" wollten? Die Türkiyemfraktion war da, ich auch...
Schei... - echt?
Wir waren zwar nur zu dritt, aber auch auf ne Bierlänge da. Habt ihr hinten links in der Ecke hinter der Wand gesessen? Wenn ja, trennte uns nur die Wand 8O
...