Beiträge von Iwan

    Wieso? solche Tribünendächer stehen doch auf mehreren Plätzen, nur das sie immer nur nach einer Seite ein Dach haben, aber weil die Plätze so nah bei einander liegen hat sich das mit der Doppeltribüne angeboten. Ist jedenfalls nicht aus gebrachten Teilen gebaut worden.

    Bei Sachsen-Anhalt gibt es ein Kerngebiet um Magdeburg und Dessau, das historisch nicht zu den anderen Bundesländern gehört und durchaus eigene Identität hat. Das gab damals wohl auch den Ausschlag zu gunsten des Landes. Aber Bindestrich Länder stehen eigentlich immer irgendwie zur Diskussion.


    Aber bei der Einführung der DDR Bezirke gings ja auch schon nicht ohne Gegenvorschläge ab (natürlich ohne öffentliche Diskussion).
    Da sollten die alten (1945) Ländergrenzen ganz bewusst völlig ignoriert werden -um ihre Rückkehr zu verhindern. Dann hat man aber die Bezirke am Ende doch weitgehend an den Ländergrenzen orientiert (bis auf die o.g. "Beuteprovinzen").


    Als Beispiel war in Thüringen ein Bezirk Jena (der östlich weit nach Sachsen rein ragte und westlich in den halben Th.Wald einnahm) im ersten Vorschlag vorgesehen, während Suhl und Gera nur Kreisstädte sein sollten. Dann hielt man die intelektuelle Universitätsstadt aber doch für potenziell nicht linientreu genug und schnitze auf die schnelle die beiden (eigentlich zu kleinen) Bezirke Suhl und Gera.


    Nur weil sich das alles vor dem www-Zeitalter abgespielt hat kommt man kaum an Quellen über sowas, vielleicht weis da noch einer was. Ich find das interessant.

    1990 war ja viel in Bewegung (jeder konnte mal denken was ihm passt ;) ). Ein eigenes Bundesland Vorpommern vielleicht und es geisterte ja auch noch ein "Bundesland Preussen" herrum (Brandenburg + Berlin + Sachsen-Anhalt + Vorpommern).
    Leider sind die meisten damaligen Vorstellungen ziemlich undokumentiert untergegangen nachdem die jetzigen Länder festgeklopft waren.
    Mich würde nur mal interessieren ob noch jemand aus der Zeit was weis, am besten direkt von vor Ort.

    Auf der historischen Schiene ist das "Amt Neuhaus" wegen seiner Lage östlich der Elbe 1945 zum Kreis Hagenow geschlagen worden, obwohl es vorher Reg.Bz. Hannover war und kam 1995 zu Niedersachsen zurück.
    Genauso einige Dörfer im Eichsfeld (Bez.Erfurt) die zu Hessen zurückkamen.


    In Prenzlau gab es eine Abstimmung pro Brandenburg. Templin ging ohne nach Brandenburg. Straßburg (UM) wollte gerne abstimmen (pro Brandenburg ?) durfte aber nicht und musste so bei Mecklenburg-Vorpommern bleiben. Warum mal so mal so ?


    Die ehem. schlesischen Kreise Weißwasser und Görlitz waren zwischen Brandenburg und Sachsen umstritten (Schlesien war preuss.Provinz und daher näher bei Brandenburg, wirtschaftl. lag man Sachsen näher).
    Es soll sogar bestrebungen gegeben haben, das erst 1945 von den Russen eingerichtete Sachsen-Anhalt erst garnicht wieder erstehen zu lassen und es zwischen Brandenburg (Altmark), Niedersachsen (Harz), Thüringen (Zeitz, Querfurt, Naumburg) und Sachsen (Halle, Bitterfeld) aufzuteilen. Ähnliche Bestrebungen soll es in Vorpommern gegeben haben, die nicht zu Mecklenburg wollten ...

    1990 wurden kurz vor der Einheit die 6 Bundesländer im Gebiet gebildet. Da sich die vorher existierenden Bezirke nicht nicht mit den Ländergrenzen deckten, wechselten einige "Beuteprovinzen" kurz vorher noch in andere Bundesländer über, als es ihr Bezirk gegangen ist. Wie ist das vor Ort abgelaufen. Gab es Volksabstimmungen , wurde es "von Oben" bestimmt ? Gab es Widerstände ?


    Es müssten die Kreise
    Perleberg (Schwerin -> Brandenburg) ,
    Prenzlau (Neubrandenburg -> Brandenburg)
    Templin (Neubrandenburg -> Brandenburg)
    Weißwasser (Cottbus -> Sachsen)
    Hoyerswerda (Cottbus -> Sachsen)
    Altenburg (Leipzig -> Thüringen)
    Bad Liebenwerda (Halle -> Brandenburg)
    gewesen sein (noch weitere?).


    Es gab auch noch Initiativen in der Wendezeit, z.B.
    Die Altmark nach Brandenburg zu übernehmen,
    Das Chemie-Dreieck (Halle/Merseburg) nach Sachsen,
    das südl. Sachsen-Anhalt (Naumburg, Zeitz) zu Thüringen.
    Senftenberg zu Sachsen ...


    was ist daraus geworden (eingeschlafen, bei Abstimmungen unterlegen) ?

    Zitat

    Neuruppin soll ja trotz der enormen Kosten für das Bayern-Spiel immer noch 150.000 - 200.000 Euro eingenommen haben


    soll hab ich hier mal unterstrichen


    Zitat

    Und es soll ja auch Vereine geben, die müssen bei jedem Heimspiel so viele Zuschauer bewältigen und es scheint zu funktionieren.


    Ja, das ist auch ein großer Unterschied, das es vermutlich ein Aufwand für einen Tag ist der nicht wieder kommt. In der Südstaffel sind z.B. in ähnlichen Stadien für die Gästeblocks einige stabile "Befestigungsanlagen" entstanden, aber da kann man auch mit 4-5 zumindest mittelgroßen Einritten pro Jahr rechnen und so alles auf Dauer bauen, wo es sich dann absehbar in einigen Jahren wieder lohnt. Ganz zu Schweigen von Anlagen die vor Jahrzehnten errichtet wurden und längst abbezahlt sind und dauerhaft ihren Dienst tun. Genauso ist das mit den Sicherheitskosten, wenn man Firmen einen Vertrag anbietet für alle 14 Tage die Sicherheit zu stellen (einige Jahre), dann werden die sich gegenseitig unterbieten (wie in der Branche üblich) so das es weit billiger wird.


    Wegen der geringen Finanzdecke der Vereine wird derzeit alles immer Worst-Case berechnet. Wenn sich die 2-3000 Unioner gut benehmen, viel trinken und nicht schmutzen, dann bleibt natürlich noch was übrig, vielleicht auch für 2 neue Spieler, wenn auch nicht welche von Union ;)

    Es geht nur um das Union Spiel, für alle anderen Oberligaspiele gibt es diese ganzen Auflagen nicht.
    Das mit dem Bierstand war deshalb, weil dieser Betreiber sich für den Tag bei Motor "eingemietet" hat und seine eigene Kalkulation gemacht hatte. An einer fest installierten Bude sind die Kosten natürlich niedriger als an einem Wagen (s.o.).

    Die Stadionsicherheit durfte nicht von ehrenamtlichen und 1€-Leuten wie sonst gemacht werden, es mussten 300 zertifizierte Sicherheitsleute (Firma) geholt werden - Auflage. Es musste eine sehr hohe Sicherheitsleistung bei der Stadt hinterlegt werden aus der alles bezahlt wird was die Stadt als "Schaden" durch das Spiel ansieht, nicht nur auf dem Platz sondern auch alle Kollateralschäden auf dem An- und Abmarsch.
    Eine Rechnung von der Stadt für die Reinigung des Geländes wird ebenfalls damit verrechnet, man geht nicht davon aus, von der Summe überhaupt was wieder zu bekommen.
    Ein temporärer Bierstand für 1 Tag (Miete, Entlohnung Personal, Überführung, Aufstellung, Abnahme, Versicherung) ist, nur rentabel, wenn mindestens 5 Stunden praktisch im Durchlauf Bier verkauft wird (Faustregel), das ist beim Fußball zeitlich kaum drin. Für die Dixi Toiletten ist nicht nur Miete zu zahlen (welche bei Ein-Tages-Ausleihe richtig böse ist) , sondern diese sind -da Fußballfans als besonderes Risiko gelten- auch noch zu versichern. Dasselbe gilt für die Zäune -Auflage: 2m hoch, mit Türen versehen, standsicher - Bauzäune sind eigentlich gar nicht erlaubt, aber da eird überall schon davon ausgegangen das der Verband hinterher drüber hinwegsieht - (kann man ja mal bei MVS,Boels,... gucken was die für 1 Tag kosten), außerdem müssen die auflagengemäß von einer Firma montiert und kostenpflichtig von der Stadt abgenommen werden.
    Ich habe die Summen gehört - aber die sollen Leute aus erster Hand, wenn überhaupt hier schreiben -.


    Bei uns stellen sich zwar einige Sachen anders da ( z.B. keine Miete da Stadion in Vereinsbesitz, dafür aber Sonderkosten wegen der Wegerechte und Parkplätze, mehr Vergitterung, wegen weniger Stauraum ...usw) aber es kommt von den Kosten her aufs gleiche raus, eher mehr. Wir suchen jetzt entweder einen Veranstalter, der sich das ganze Spiel kauft, dann an dem Tag alles organisiert und bezahlt (und für Folgen haftet) , dafür dann auch alle Preise -inkl. Eintritt- nach seiner Kalkulation festlegt und dem Verein dafür einen Festbetrag leistet. Oder wir müssen den Verband überzeugen, das die Auflagen geringer sein sollen, weil gar nicht so viele Leute kommen. Ein Argument wäre da ein hoher Eintrittspreis.


    Es geht ja auch nicht darum das man gut 3/4 der Auflagen mit einiger Stadionerfahrung als völlig übertrieben ansieht. Es geht eben darum das die für den einen Tag auch viele Firmen und einzelne Leute eine Gelegenheit sehen und an dem Tag ganz besonders die Hand aufhalten. Das Problem ist vor allem das es ein Pflichtspiel des Verbandes ist, bei Benefizspielen und Sommerevents werden die meisten Sachen einfach weggelassen oder auf billige Weise gelöst das geht hier nicht. Ich habe, bevor ich vorgestern diese Zahlen gehört habe, einiges in Bezug auf die Topzuschläge auch anders gesehen.

    Eine "Delegation" von Motor Eberswalde hat sich am Wochenende mal die Organisation des Spiels von Union bei Falkensee angesehen und dabei auch einen Einblick in die entstehenden Kosten und Auflagen erhalten. Wenn man von Außen denkt das viele Zuschauer ein Segen sind, stellt sich das bei den vorliegenden Auflagen ganz anders da. Das Spiel hat Falkensee (nach Abrechnung aller Sicherheitsleitungen und Rechnungen) unter dem Strich nicht mehr eingebracht, als ein normales Oberligaspiel mit 300 Zuschauern. Sollten von der Stadt noch Schäden und Folgekosten reklamiert werden und so ein Teil der geleisteten Sicherheitskautionen nicht zurückgezahlt werden, macht der Verein möglicherweise an dem Spiel sogar Minus.
    Dies hat mittlerweile zu Überlegungen geführt künftig gleich solch einen Horrorpreis zu verkünden, das nicht mehr mit vielen Gästezuschauern zu rechnen ist und der Verband dann auch die Auflagen deutlich herabsetzen wird.

    Theo Gries ist also "freigestellt" worden, vorerst übernimmt Marko Maschke die Mannschaft. Es wird auf dem "Trainermarkt" nach einem dauerhaften Nachfolger gesucht. Ob das im Sinne der TeBe Fans (deren einig lebendige interaktive Plattform scheinbar jetzt völlig zerhackt worden ist) weis ich nicht, denn gestern war sowohl ein pro-Gries-Transparent an der Tribüne zu sehen (Theo Nr.1) und es wurde vor der PK laut "Maschke raus!" gerufen - Während des Spiels war von diesen Rufern kein Ton zu hören.
    [Blockierte Grafik: http://www.mpirch.de/motor/fotos/tebe/311005-griespk.jpg]

    Habe dort einen Beitrag geschrieben, scheint zu funktionieren, hoffe die Seite kann bald wiederhergestellt werden.


    Einer Bewertung der Hackaktion oder gar von dem eingehackten Inhalt enthalte mich, denn die will der Hacker ja nur lesen und das sollte man solchen Leuten nicht gönnen.

    Ich sehe keine parallele zu Abramowitsch. Der hat sich einen Erstligisten gekauft und durch Spielerkäufe zum Meister gemacht.
    Wenn ich dem Hopp (und Sohn) seine Aktivitäten sehe, dann zielt der auf langfristige Entwicklung. So hat er die Adler Mannheim damals gekauft als sie praktisch bankrott waren und hat neben Geld für die erste Mannschaft auch ein vorbildliches Nachwuchskonzept aufgebaut. Außerdem eine sehr gute Kooperation mit kleineren Clubs in der Region (Kornwestheim, Heilbronner EC) von der alle was haben. Zuletzt hat er noch eine moderne neue Mehrzweckhalle privat finanziert und allen Vereinen durch seine geschäftlichen Kontakte ein sehr stabiles Spnsorenumfeld geschaffen, damit er heute kaum noch Geld selbst einsetzen muss. Das er in Berlin immer die Hassfigur war, war nur der Neid auf sein Geld und die dadurch vorhandenen Möglichkeiten der Adler gegenüber der sportlichen Konkurrenz.
    Wenn er das im Fußball auf die gleiche Art durchzieht, wär das für die Region Kurpfalz, Nordwürtemberg ein großer Gewinn.
    Also bei Kölmels Aufkauftour, die eigentlich keinerlei langfristige Entwicklung gefördert hat und wo nur das Geld mit der Gießkanne und in Kreditform verschüttet wurde hat auch keiner Pfui Kommerz geschrieen.

    Der Mann kommt aus der Region, hat sein Geld dort verdient (Walldorf) und gibt es für seine Hobbies (Eishockey -Adler Mannheim-, Golf -German Open- und Fußball) dort in der Region wieder aus. Was ist dabei?

    Ein sächsischer Vater möchte seinem 8-jährigen Sohn die Tiere im Wald
    zeigen. Sie steigen auf einen Hochsitz. Der Junge schaut
    nach Norden und sieht zwei Füchse, der Vater beobachtet
    den Süden und erblickt eine nackte Frau. Der Sohn ganz
    aufgeregt zu seinem Vater:
    "Baba, Figgse, Figgse!!!".
    Daraufhin der Vater:
    "Nür, wenn de dor Muddi nüscht soochst!"