Beiträge von Iwan

    Das Verfahen kann auch mangels Masse abgewiesen werden. Erstmal muss ein als Insolvenzverwalter bestellter RA prüfen ob noch soviel Vermögen da ist, das er selbst für das Verfahren davon bezahlt werden kann. Wenn der MSV NP ganz aufgelöst werden muss, dann würde in der Landesliga auch ein Platz frei und dann müssten ja Motor II gegen Kolkwitz Relegation spielen :D :D :D

    Wir haben damals auch gegen Riesa 1:9 das Heimspiel verloren und sind zum Rückspiel garnicht mehr hingefahren. Aber Riesa machte Insolvenz und wir bleiben in der Oberliga, so ist det nun mal ;)

    Rückzug ist ja gleich sportlicher Abstieg also würde das wieder die alten Fragen aufreissen, die ganz schöne Kreise ziehen können:


    Müssen wir jetzt doch noch gegen Jena spielen ?
    (nur mal so egal obs für irgendwas zählt) ;)


    Muss Oranienburg jetzt doch absteigen ?


    Muss fiNOw jetzt doch noch Relegation spielen ???
    :D


    Muss Häsen dann bei einer Finower Niederlage auch noch aus der Landesklasse absteigen ?


    Muss Drebkau dann bei einer Kolkwitzer Niederlage auch noch aus der Landesklasse absteigen ?


    Außerdem gibt es jeweils noch zusätzliche Absteiger in den Kreisligen, in denen Drebkau oder Häsen 'von oben' einschlagen würden und die müssten dann mit Absteigern in die Kreisklassen .... :D :D :D

    Ganz unabhängig von der Legalität des Deals. Bei einem außerordentlichen Gewinn (Stadion für wenig Geld in 2007 von der Stadt erwerben und gleich für über 1 Mio weiterverkaufen an die Stadtwerke) aus eindeutig wirtschaftlicher Tätigkeit, dürfte für den MSV eigentlich die Gemeinnützigkeit weg sein - ein Abschreiben des Gewinns gegen Verluste aus der Vergangenheit ist bei e.V. nicht möglich.
    Also in Zukunft ist man dann Umsatzsteuer- und bei den Summen wohl auch Körperschaftssteuerpflichtig, damit dann noch einen Amateur Sportverein zu betreiben ist fast unmöglich. Außerdem fallen dann die ganzen öffentlichen Förderungen, auf die jeder Verein angewiesen ist weg - 1€ Jobs, Übungsleiterzuschüsse, ...


    Man muss also für den Deal eh wieder eine private Firma zwischenschalten. Die das Geschäft macht (und versteuert) und dann den Verein aus purer Mildtätigkeit langjährig sponsort.

    Warum zieht Schönberg jetzt nicht den Rückzugantrag zurück (wie Neuruppin) - nur mal so um zu gucken was dann passiert ;) . Dann müsste der NOFV die Relegation kippen (Neuruppin wäre raus und Yesilyurt müsste kurzfristig ran). Mit so einem Schritt wäre zumindest Druck auf alle Verbände da, schnell zu Entscheidungen zu kommen und dann sind einvernehmliche Lösungen meist nicht weit.

    Die jeweiligen Gründe der Abwenheiten wurden erwähnt (Arbeit, andere Verpflichtungen, Urlaub), es wurde beschlossen künftige Treffen so einzurichten das möglichst viele FB daran teilnehmen könnten (da immer einige nicht können ist auch klar).


    Es wurde insgesamt 3 Stunden diskutiert, da die Runde klein war, kam jeder reichlich zu wort. Es wurde durchweg klar deutsch gesprochen, also keine juristischen Phrasen gedroschen oder sich hinter zuviel Höflichkeit versteckt. Einiges aus der Erinnerung heraus:


    Die dreijährigen Stadionverbote gelten nur in den obersten 3 Ligen. Die Oberligisten haben alle zugestimmt einen Passus in ihre Stadionordnungen aufzunehmen, der den Stadionverbotlern des bundesweiten Stadionverbots auch dort den Zutritt verwehrt. Da man mit dem Kauf der Eintrittskarte die Stadionordnung anerkennt, steht die juristische Krücke, das man in der Oberliga auch Stadionverbot hat, obwohl einem dies nicht mitgeteilt wurde.
    NOFV hat daneben eigenes einjähriges Stadionverbot für Vorkomnisse die im NOFV Bereich (Oberliga) festgestellt wurden.


    FB von Jena brachte den Fall eines Hansa Fans auf, der wegen des Einführens ins Stadion eines Blitzknallers (nur bei ihm gefunden worden, nicht gezündet) 3 Jahre bekam und kurz vor Ablauf der Strafe beim Auswärtsspiel von Hansa in Jena von Rostockern denunziert wurde. Aufgrund des Verstosses soll er nun nochmal 3 Jahre Stadionverbot bekommen. Der FB aus Jena stellte bei solchem Vorgehen die erzieherische Wirkung eines praktisch sechsjährigen Stadionverbots in Frage. Der FB aus Rostock relativierte zwar, das es sich bei der Person um jemand mit rechtsgerichteten Tendenzen handelte und kein total Harmloser sei ("zwar nicht unbedingt politisch gefährlich sondern einfach nur blöd rechts") .
    Die FB von Sachsen Leipzig stellten einen interssanten Ansatz vor, Sozialstunden im Stadion (Saubermachen nach den Spielen) statt Stadionverbot bei geringeren Vorkomnissen. Allgemein wurde ein Anhörungsrecht vor Aussprache von Stadionverboten gefordert. Das sei jedoch bei den "Alten Herren" vom DFB schwer durchzubekommen, da Stadionverbot als Präventivmaßnahme gilt und nicht als Strafe.


    FB von Hansa Rostock beschrieb einige Ultras von Hansa als so radikalisiert, das sie primär die Polizei und Ordner als ihre Gegner ansähen, sich als Subkultur verständen und durch keinerlei Aktionen die vom Verein auf sie zu unternommen würden beeindrucken liessen. Hansa Rostock befürchtet wegen der schweren Vorkomnisse der letzten Zeit (Stendal, Essen, Austiegsfeier, ...) Strafen in Millionenhöhe (vor allem Sponsorenrückzüge). Selbst dieser horrende Schaden (kann Hansa bis in die Regionalliga runter zwingen) wäre solchen Gruppen völlig egal. (Zitat: "Stehen sogar am Autobahnkreuz um dort Gästefanbusse abzufangen und zu überfallen").


    FB von Jena stellte dar, das der Verein für seine Fans lt. DFB überall haftet. "Ein Fan der 1000km von Jena nach Freiburg und zurück fährt und irgendwo was macht, kann dem Verein vom DFB eine Straf einhandeln. Es interessiert den DFB nicht, das niemand vom Verein dort aufpassen kann, dort geht es nur darum das der Fußball sauber da steht").


    Zu Polizeiausschreitungen, stellten die FB von Sachsen Leipzig dar, das sie auch schon Pfefferspray in Gesicht bekommen hätten und dann zusammengetreten worden wären obwohl sie sich als Fanbeauftragte ausgewiesen hätten. Hier empfahl FB aus Jena das "Babelsberger Modell" einen Anwalt der der Fanszene gewogen sei im Block mitzunehmen und das der Polizei vorher anzukündigen, dies zeige meist gute Wirkung.


    Den Ansatz des Fan von Motor Eberswalde beim Umgang mit Fans auch mal positive Maßnahmen für einsichtige Gruppen zu entwickeln wurde zwar diskutiert, man fand aber alle Einfälle als untauglich (Zugang Länderspielkarten, Unterstützung f.Choreomaterial, ...), da gerade die problematischsten Fans sowas als uncool, komerziell usw. fänden und rundraus ablehnen würden. Auch wenn Medien z.B. gelungene Choreos besser ins Bild setzen würden und lobend erwähnen würden hätte das keinerlei Wirkung, weil Medien unisono als gegnerisch angesehen würden. Der FB von Hansa erwähnte eine zu DDR Zeiten bestehende "Benotung von Fanblöcken". Hier hätten die mit den kreativsten Gesängen und besten Einfällen, beste Noten (1-10 Skala) bekommen, während es für Radau, Pyro, schlechte Noten gab. Die daraus ergebende Tabelle sei veröffentlicht worden. Sowas würde nach Meinung FB aus Halberstadt heute nur dazu führen das einige Gruppen um den letzten Platz wetteifern würden -um sich janicht dem internen Vorwurf der Spießigkeit oder Angepasstheit auszusetzen.


    Ich denke mal das fast alle Anwesenden hier auch irgendwie angemeldet sind, vielleicht kann mal einer noch was fortsetzen.

    Zur Fanbeauftragtentagung Region Ost in der VIP Lounge des Berliner Olympiastadions trafen sich Sicherheitsbeauftragte und Fanbeauftragte.
    Im ersten Teil stand der Sicherheitsbeauftragte des NOFV Rede und Antwort.
    Themen waren
    Anwendung von Bundesweiten Stadionverboten und Stadionverboten im NOFV Bereich.
    Vereinheitlichung von Regeln an den Stadioneingängen (zu grosse Fahnen und Transparente, Choreomaterial), sowie Anmeldung solcher Gegenstände bei Sicherheitsbeauftragten
    Verhalten von Stadionsicherheit und Ordnern bei rassistischen Rufen und deren Ahndung
    Einführung von Fanbeauftragten oder zumindest festen Ansprechpartnern bei allen NOFV Vereinen (und Veröffentlichung zumindest der Telefonnummern in Fans und Vereinen zugänglichen Medien)


    Zum Sprecher der Fanbeauftragten Region Ost wurde Mellio Donato (Hertha BSC) gewählt - Grund war vor allem da er als festangestellter Fanbeauftragter am besten Zeit hat z.B. Termine beim DFB wahrzunehmen und von seinem Verein für seine Arbeit am besten materiall unterstützt wird. Dazu ist der Standort Berlin sehr verkehrsgünstig für die meisten Fanbeauftragten gelegen. Stellvertreter wurden die Fanbeauftragten von Hansa Rostock und FC Carl Zeiss Jena. Man wird auch am DFB Fantag in Leipzig teilnehmen und dort Fanmeinungen vertreten.


    In der Diskussion ging es im wesentlichen ebenfalls um die Themen "Probleme mit Fans", wobei es von Ultragruppierungen welche kaum noch von Fanarbeit zu erreichen sind, da sie durch Stadionverbote und Sanktionen schon so zur eigenen Subkultur geworden sind. Sowie um "Ausschreitungen" seitens der Polizei gegen Fans und Möglichkeiten dagegen individuell oder als Gruppe dagegen vorzugehen. Sowie Kritik am DFB, der einerseits die "schöne WM" ständig vorzeigt, sehr kommerzorientiert ist und extrem repressive Sichtweise bei Verstössen zeigt.


    Es waren Vertreter von
    Hertha BSC
    Hansa Rostock
    1.FC Magdeburg
    FC Sachsen Leipzig
    FC Carl Zeiss Jena
    Germania Halberstadt
    FV Motor Eberswalde
    Lichterfelder FC
    Dresdner SC
    ZFC Meuselwitz
    anwesend (Abwesenheit von Dynamo Dresden, Cottbus, Erfurt, Halle, Aue, Union Berlin, BFC Dynamo wurde beklagt, da alle NOFV Vereine ab Oberliga eingeladen waren).


    Die nächste Tagung soll möglicherweise in Jena sein, wahrscheinlich im September.

    Aber man kann ja auch sagen das es ungerecht ist wenn ein Verein mit nur 19 Punkten und einer Grottentordifferenz ohne die Ausscheidungsspiele überhaupt gespielt zu haben am Ende drin bleibt. Verschärfend kommt dazu das es im nächsten Jahr keine Absteiger in die Verbandsliga gibt man also damit sogar zwei Jahre Oberliga gebongt hätte :D



    (Ich will meinen Leuten nur mal die schöne Stadt Jena zeigen wo ich einige Jahre gewohnt habe und mit ihnen da richtig einen drauf machen ;) )

    Mal ganz unjuristisch-spekulativ und persönlich:


    Wenn ich immer die Fernsehbilder von Fans sehe deren Verein abgestiegen ist, die dann da sitzen und heulen, dann frage ich mich wann ich denn nur endlich die Taschentücher rausholen soll. Bei unserem sportlich katastrophalen Saisonverlauf hätte es schon lange soweit sein müssen. Erst kam Schönberg (aber auch noch lange mit Wiederrufsgerüchten) und legte die Latte tiefer, dann vergeigt Motor am letzten Spieltag und schon wieder kommt einer an und sagt da geht noch was. Jetzt spielen andere die Relegation und trotzdem kanns noch anders kommen. Mir ist nicht zum heulen, ich muss schmunzeln.
    Aber wenn man nach 13 Jahren ununterbrochener Ligazugehörigkeit dann mal absteigt dann kann es wohl nicht einfach nur der gewöhnliche und normale Abstieg sein, dann muss es wohl auch unbedingt der juristisch langezogene und breitgeredete Abstieg mit dem Restgefühl des Betrogenen sein ... nö
    ... ich schau einfach mal, egal wies ausgeht [Blockierte Grafik: http://www.mpirch.de/motor/wappen/yu3.gif]

    Genau deshalb gibt es einen "Vorstandsbeschluss" und dieser kann immer "dem Sportgericht zur Überprüfung vorgelegt werden" ... da gibts dann mehrere Instanzen und die brauchen Zeit. der 1.Juli (in äußersten Ausnahmefällen der 15.Juli) ist die Deadline. Da bis dahin dem DFB die Zusammensetzung der Ligen gemeldet werden muss (das ist dann nicht mehr zu ändern, was da gemeldet wird, wird auch gespielt).


    ach so: Will einer noch ganz schnell ein Testspiel gegen Motor Eberswalde machen ? ;)
    Dann wird wenigstens nicht umsonst trainiert.

    Wir halten die Mannschaft auf jeden Fall unter Dampf (es wirrd weiter trainiert, man steht zumindest bis zum Anpfiff des ersten Regationsspiels bereit, danach gehts eh nur noch über den letztgenannten Fall).

    Die Argumentation von Wusterhausen beruht auf der Umstrittenen "Fristverlängerung" die der NOFV (aus Eberswalder Sicht nicht satzungskonform) den Neuruppinern eingeräumt hat.


    Da Neuruppin mit dem Verzicht erst nach dem letzten Spieltag heraus gekommen ist, gelten sie als Teilnehmer der Relegationsspiele und werden dann nach Saisonende (also dem Abpfiff des zweiten Relegationspiels) auf den letzten Tabellenplatz gesetzt. Motor Eberswalde steht so zwar vor Neuruppin in der Tabelle (man sind die stark ;) ), ist aber sportlicher Absteiger, da sie sich für diese Qualispiele nicht qualifiziert haben. Denn bei Ansetzung dieser Spiele standen sie ja noch hinter Neuruppin.


    Eberswalde sieht das natürlich ganz anders ;) . Bereits als Neuruppin die Frist zur Anmeldung versäumte waren sie auf den Abstiegsplatz zu setzen. Damit wäre Eberswalde 14. der Abschlusstabelle (bei Abpfiff 30.Spieltag) und müsste gegen Jena spielen.


    Mögliche Konsequenzen:
    Fall: Eberswalde rührt sich nicht
    Neuruppin spielt Kirmesskick gegen Jena II und steigt zusammen mit Eberswalde ab (und drückt damit Hütte oder Oburg aus der Verbandsliga raus und verhindert auch ein Ausscheidungsspiel der Landesliga 13.)


    Fall: Eberswalde geht vors Sportgericht und verliert gegen Wusterhausen
    das geliche wie Fall 1, aber für Eberswalde teuer


    Fall: Eberswalde geht vors Sportgericht und gewinnt Eilentscheidung gegen Wusterhausen
    Relegation wird Eberswalde-Jena II neu angesetzt, Entscheidung auf dem Platz. Es sei denn Jena klagt das ganze dann noch schnell nieder.


    Fall: Eberswalde gewinnt zwar aber Relegation schon gespielt
    Eberswalde ist dann so zu stellen das der Schaden (Abstieg) für sie, wegen der ihnen vorenthaltenen Relegations-Chance nicht eintritt
    Also Oberligaerhalt, Aufstockung Nordstaffel.


    Heute abend ist Präsidiumssitzung bei Motor , danach vielleicht etwas konkretes zu unserem Vorgehen.

    Einer Person, Firma oder auch Verein die Insolvenzreife nachzusagen ist kreuzgefährlich und man sollte sowas nie tun, wenn man nicht konkret bewiesen die wirkliche wirtschaftliche Lage kennt. Es gibt im BGB den Tatbestand der "Kreditgefährdung". Geht die entsprechnde Einrichtung dann wirklich insolvent weil sich beispielsweise ein Sponsor auf das aufgebrachte Gerücht hin zurückzieht, dann kann man auf Haftung für den Schaden verklgt werden.


    Also würde über das Vermögen des Vereins Mxx aus N. bis zum 14.Juli 2007 - 23.59 Uhr beim Amtgericht ein Insolvenzverfahren eröffnet werden, dann wären sie Absteiger in die Verbandsliga (wie so auch schon), jede Minute später würden sie ihre 2.Mannschaft aus der Landesliga verdrängen.

    Die Oberliga Mannschaft von Motor Eberswalde steht weiter im Training (sogar Sonnabend eine Einheit) ... am besten Neuruppin das Hinspiel, wir das Rückspiel oder gemischte Mannschaft gegen Jena II auf Sportplatz in Heiligendamm hinterm Hotel :D

    In der Nordstaffel hast Du nur den großen Gegensatz zwischen Berlin und den zwei Flächenländern. Die Oberligisten aus den 3 Ländern spielen gegeneinander und der jeweilige Unterbau hat völlig unterschiedliche Bedingungen. Nachwuchsarbeit ist wegen der fehlenden Fahrkosten in Berlin sehr billig, außerdem ist die demografische Entwicklung (wegen der unterschiedlichen Migrantenverteilung und deren höherer Vermehrungsrate) gegenläufig. Den Berliner Oberligisten nutzt ihre größere sportliche Potenz allerdings auf Dauer garnichts, weil sie durch die einseitige Ausrichtung der Berliner Medienlandschaft auf den Profisport (es ist nun mal Hauptstadtpresse/-rundfunk/-fernsehen mit bundesweitem Anspruch) keine Chance haben beachtet zu werden.
    In der Südstaffel existieren solche krassen Strukturunterschiede nicht, noch dazu existiert dort eine Medienlandschaft, die das ganze Gebiet mangels überragendem Profisport und einem wirklich dominierenden sportlichen Zentrum (das überall Indentifikation erzeugt) gleichmäßiger beackert werden muss. Das kommt der Spielklasse Oberliga derzeit entgegen. Die Verbandsligen fristen in allen 6 NOFV Ländern ein gleichmäßiges Schattendasein, in das sich auch die meisten Verbandsligisten eingerichtet haben, wobei jahrelang fehlender sportlicher Druck (durch fehlenden Anspruch und strukturelle Vorteile z.B. als größere Stadt in der Region gegenüber kleineren Orten) und räumliche Nähe zu gut bekannten Gegnern auch einen gewissen Wohlfühleffekt hervorgebracht hat, den einige Vereine auf Dauer nicht missen wollen.

    Es gibt 6000€ Fernsehgelder in der Oberliga, man muss aber dann auch die 4000€ NOFV Verbandsabgaben gegenrechnen. 2000€ fangen nie die höheren Schiedsrichterkosten in der Oberliga auf.


    Die attraktivste Lösung wäre doch eine Berlin-Brandenburg-Liga wie im Handball (übrigens sehr zuschauerträchtig seit Einführung). Auch wenn die Region dann wahrscheinlich in den Krokodilstränen aus Brandenburg ("Wie sollen wir denn mit den vielen schnellen türkischen Spielern nur mithalten") und Berlin ("Jetzt muss ich 3 von 5 E-Junioren Mannschaften abmelden um den Bus nach Kuckuck zu bezahlen") ersaufen würde.

    Das ist ja auch für mich die eigentliche Bedeutung von dem so häufig strapazierten Begriff Tradition. Wenn Du länger als andere Vereine Oberliga gespielt hast, dann kannst Du nicht verkünden das du jetzt auf Dauer mit der Verbandsliga zufrieden bist. Du musst einfach die Oberliga wieder anstreben, sobald Du dazu wieder die Chance hast. Wenn man sich dabei finanziell das Genick bricht, dann ist das eine Frage der falschen Geschwindigkeit mit der man da ran geht, aber die Richtung muss man halten. Es ist natürlich vor Sponsoren auch ein großer Unterschied ob du Oberligist oder Verbandsligist bist. Außerdem bieten sich bei einem Oberligisten immer Spieler an, für die z.B. die Verbandsliga und tiefer nicht in Frage kommt (ist in Berlin etwas anders, liegt aber ausschließlich an der Stadtstaat Situation), ob man die sich leisten kann ist ein anderes Blatt, aber Verbandsligisten müssen sich schon wesentlich mehr drehen auf der Strecke, weil Verbandsliga eben überall ist, es aber nur wenige Oberligisten gibt.
    Ein Spieler der mal Oberliga gespielt hat, trägt die Zahl der gemachten Oberligaspiele jahrelang (bis Karriereende) wie eine Fahne vor sich her wenn er auf Vereinssuche ist und sich wichtiger (und teurer) machen will, selbst wenns bei Dorfvereinen ist. Gemachte Verbandsligaspiele sind dem gegenüber einfach nur die leichtere Währung, also wer 20 mal Oberliga gespielt hat, nennt sich ewig ehemaliger Oberligaspieler, ob er auch vielleicht 200 Verbandsligaspiele hat ist dann nur Nebensatz.
    Auch kommt der Name "Verbandsliga" nicht besonders rüber (klingt immer so nach Hauptverbandsplatz), auch ein Grund warum in anderen Verbänden diese Klasse anders genannt wurde ("Thüringenliga", "Landesliga" (Sachsen), ...).

    Solange es überhaupt auf und Abstieg gibt, kann man sich eine Wunschliga zusammenschreiben wie man will, sie bleibt ja nicht zusammen.
    Vor zwei Jahren hätte jeder noch Neuruppin oder Schönberg in so einen Wunschzettel reingeschrieben und ihnen dauerhaft sonst was zugetraut, wenn ich die Liste da sehe, weis ich jetzt schon das man da mindestens 3 Mannschaften in zwei Jahren nicht mehr nennen wird. Gleichzeitig unternehmen immer wieder Teams, die jahrelang mausgrau irgendwo drei bis vier Etagen tiefer gesessen haben den "großen Sprung".
    Manchmal hinterlassen sie dadurch einige bauliche Verbesserungen an der Sportstätte (BRBSüd, Schönberg, Neuruppin), manchmal hinterlassen sie eine Niveausteigerung im Nachwuchsbereich (Neuruppin, ) oder sie hinterlassen gar nichts (Bornim, Parchim, Warnemünde, Croatia ...).


    Ich denke das in einigen Jahren vielleicht Strausberg, Kuckuck, Waltersdorf oder ein heute noch garnicht geahnter Club auf so eine Liste huscht und dann einige Jahre später dann wieder weg ist und man garnicht mehr richtig glauben kann das denen mal soviel zugetraut wurde.


    Solange man nicht auf den Trichter kommt geschlossene Ligen nach amerikanischem Vorbild aufzuziehen (Einstiegsargument für sowas ist ja dann immer "es will ja doch keiner aufsteigen"), lass ich mir das alles gefallen.