Irgendwie kriegen viele hier den Begriff "verdummt" in den falschen Hals. Dabei hat NOFB sich doch ganz klar ausgedrückt. Damit ist doch nicht der nackte IQ gemeint, sondern die allgemeine Lage.
Jeden Monat liest und hört man doch, das speziell in den etwas ländlicheren Gefilden die jungen Leute die Koffer packen und in die grosse Stadt ziehen. Und in den meisten Fällen liegt diese Stadt eben in Westdeutschland. Einfach weil dort eher Arbeit zu finden ist und die Arbeit dort einfach mal besser bezahlt wird. Der Lebensstandard ist ein völlig anderer. Für sowas braucht man doch keine Zahlen oder Belege, da braucht man nur mal rüberfahren und sich vor Ort umschauen.
Die, welche die Wirtschaftskraft ausmachen, sind eben die Jugendlichen. Ein Rentner kann noch so schlau und fit sein - was leistet er für den Staat? Genau, nichts (nicht abwertend gemeint). Das Geld schaffen die Jungen ran. Und wenn die jungen frisch ausgebildeten oder studierten Menschen lieber nen Job in Westdeutschland annehmen, oder auch nur erstmal hinziehen, weil die Chancen dort höher sind, dann verarmt der Ostteil (weniger Einwohner, weniger Steuern), er vergreist (weniger Jugendliche, mehr Alte) und er verdummt (weniger Leistungsniveau, da weniger Fachkräfte).
Was ist daran nicht zu verstehen? Das ist eine Situation, die sich seit 4-5 Jahren abzeichnet, jetzt langsam akut wird und in 10-15 Jahren die "grosse" Wirtschaft im Ostteil kollabieren lassen wird. Und ich sehe auch keine Möglichkeit, wie man diese Lawine noch aufhalten will. Die Fehler aus der Vergangenheit, lassen sich kaum noch rückgängig machen. Die Wirtschaft müsste sich stärker in den (ja eigentlich billigeren) Ostgebieten ansiedeln. Tut sie aber nicht. Ganz im Gegenteil, die Wirtschaft zieht es ja vielmehr ins noch viel billigere Ausland. Und solange man den Standort Deutschland nicht wieder attraktiv macht, wird sich daran nicht viel ändern.