Beiträge von Andreas Tschorn

    Keine Ahnung, ob das schon bekannt ist:


    "The English FC Berlin", im Jahre 1892 erster und einziger Deutscher Meister nach DFuCB-Version, wurde 2003 nach über 100 Jahren neugegründet und man will an die Tradition des alten Vereins, der um die Jahrhundertwende aufgelöst wurde, anschließen.


    www.english-football-club.com


    "The club was first established in the 19th century when Englishman Tom Dutton set up the Berlin Cricket Club. The English Football Club was born shortly thereafter, and, in 1892 the club won one of the very first German Championships. Sadly, the club slipped into decline for a hundred years or so, but in 2003 the EFCB was reincarnated in order to give English-speaking children and adults a chance to train and play football in Berlin on a regular basis."

    Zitat

    Original von SoistFussball
    zumal nun mal eindeutig bewiesen ist, das dies nicht die erste Insolvenz des DSC ist.


    Das war die erste Insolvenz des DSC in 108 Jahren Vereinsgeschichte und ich als DSC-Vereinsarchivar muss es wissen! Wann bitteschön sollen noch welche gewesen sein?


    Beim DSC wurde die Insolvenz seit 2002 verschleppt. Von einem Präsidium, das sich nun rechtlich dafür zu verantworten hat. Ein Präsidium, das sämtliche Regeln der DSC-Satzung missachtet hat. Ich persönlich habe ab 2004 zweimal für den DSC-Aufsichtsrat kandidiert, aber die Wahlen zum DSC-Aufsichtsrat wurden immer wieder gekonnt abgeblasen. Der DSC-Aufsichtsrat bestimmt nämlich das DSC-Präsidium und dieses hat aus diesem Grund in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass es keinen ordnungsgemäßen DSC-Aufsichtsrat gibt. Wäre ein satzungsgemäßer DSC-Aufsichtsrat gewählt worden, wäre die erste Aktion die Entlassung des Präsidiums gewesen und danach die Selbstanzeige beim Amtsgericht. Den wissenden DSC-Mitgliedern sollte man nichts vorwerfen, sie haben immer wieder versucht, ihre kriminelle Vereinsführung loszuwerden. Manchmal dauert es eben etwas länger, bis Verbrecher ihre gerechte Strafe bekommen, siehe Rolf-Jürgen Otto bei Dynamo.

    Aber auch der DSC raubt den kleineren Vereinen ihre Erfolge nicht. Er ist von der Landesliga in die Bezirksliga abgestiegen, aber das sind zwei andere Mannschaften auch. Am liebsten würde ich jetzt den Spruch "Wo es Aufsteiger gibt, gibt es auch Absteiger!" anbringen, aber aufgrund der dämlichen Regelung des Bezirksverbandes gab es ja leider nur zwei statt vier Aufsteiger... :naja:

    Das wird definitiv kein Problem sein. Beim DSC war das schon einmal der Fall. Am 2. Dezember 1998 hat sich die Fußballabteilung des DSC 1898 e. V. als DSC Fußball 98 e. V. selbstständig gemacht, mit Wirkung zum 1. Februar 1999, also mitten in der Saison. Nun könnte es also passieren, dass sich die ehemalige Abteilung wieder ihrem früheren Verein anschließt.


    Ein Verein mit dem Namensbestandteil Dresdner SC wird die kommende Saison in der Bezirksliga ganz normal absolvieren und seine Ergebnisse können auch nicht aus der Wertung genommen werden, da dies nur bei der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens passiert und die hat der DSC schon hinter sich.

    Zitat

    Original von xilef


    das musst du mir nochmal näher erklären: Zusammenfassung: der DSC schuldet Personen und Firmen Geld und die sind dran Schuld :!: :!: :!:


    hast du dich verschrieben :?:


    Ich habe mich nicht verschrieben. Also nochmal zusammengefasst:
    SoistFussball meinte, dass die DSC-Gläubiger, also die Personen und Firmen, die noch Geld vom Schuldner DSC bekommen, den kleineren Vereinen ihre sportlichen Erfolge rauben. Diese Auffassung fand ich etwas sonderbar und konnte sie somit nicht teilen...

    Zitat

    Original von matek
    solange das verfahren läuft - spielt der dsc bezirksliga ... wenns dumm kommt überstehen die dann auch diese saison nicht vollständig ...


    Der DSC hat in der Landesliga alle Spiele bestritten und wird dies auch in der Bezirksliga tun. Falls der DSC Fußball 98 e. V. aus dem Vereinsregister gelöscht werden muss, treten die Spieler vorher dem DSC 1898 e. V. oder dem DSC Friedrichstadt e. V. bei. Wechselt mehr als die Hälfte der Spieler in einen anderen Verein, so erhält dieser das Spielrecht in der Bezirksliga übertragen.


    Der DSC kann übrigens auch nichts für die dummen und wettbewerbsverzerrenden Regelungen bestimmter Verbände. Der DSC konnte und wollte die Saison in der Landesliga ordentlich beenden (was er auch gemacht hat). Das man die Spiele dennoch aus der Wertung genommen hat, ist nicht die Schuld des DSC, denn der wäre lieber mit 15 als mit null Punkten abgestiegen...


    Diese Relegationsspiele sind eine absolute Frechheit. Es ist ein (ungeschriebenes) Gesetz beim DFB, dass jeder Meister, egal in welcher Liga, das Recht hat, in die nächsthöhere Klasse aufzusteigen. Alle Verbände halten sich daran, außer der Dresdner Bezirksverband. Und das Ganze nur, weil aus der Landesliga mickrige drei Vereine in die Bezirksliga runterkommen. In anderen Verbänden kann es doppelt so viele Absteiger von oben geben, dann gibt es eben mehr Absteiger oder eine Liga-Aufstockung...

    Zitat

    Original von SoistFussball
    Dafür bedanke ich mich mal ganz persönlich bei den Gläubigern des DSC, die es doch immer wieder schaffen, den kleineren Vereinen ihre sportlichen Erfolge zu rauben.


    Die Personen und Firmen, denen der DSC noch Geld schuldet, sind daran schuld... Alles klar... :stupid:

    Zitat

    Original von claus bombudane
    @ Andreas Tschorn


    Erzähl hier doch keine Märchen. Gerade jetzt ist das Geld ausgegangen, was? Hättet ihr die Insolvenz auch angemeldet, wenn ihr auf Platz 3 gestanden hättet? Ich glaube kaum. Das ist eine ganz linke Nummer die ihr hier abzieht. Mal sehen wo euch das hinbringt.


    Du willst es nicht kapieren... Wir hätten auch auf dem 1. Platz stehen können und die Insolvenz wäre trotzdem am 18. November 2005 angemeldet worden. Sonst hätte es "netterweise" die Stadt Dresden einen Tag später für uns erledigt...


    Wir machen das natürlich alles, um den BFV mit runterzuziehen... *lol*... Ich kann Deinen Frust ja verstehen! Wir DSCer entschuldigen uns bei allen Leidtragenden, auch wenn wir nichts dafür können!


    Das Du aber gleich mit Hass und Gewaltandrohung reagierst, sagt alles über Dich...

    Den Ärger versteh ich auch, aber das rechtfertigt nicht, uns jetzt zu wünschen, für immer in der 2. Stadtklasse zu vergammeln...


    Wie gesagt, es ist nicht unsere Schuld, dass die Ergebnisse aus der Wertung genommen werden! Diese Unsportlichkeit hat der DFB zu verantworten! Und auch den Zeitpunkt einer Insolvenzeröffnung bestimmt nun mal nicht der betreffende Verein, sondern der vom Amtsgericht bestellte Insolvenzverwalter!

    Zitat

    Original von claus bombudane
    Die Insolvenz wird seit einem halben Jahr verschleppt. Warum man nicht noch vier Wochen warten konnte soll mir mal einer erklären.
    Ich hoffer dieser Verein wird für immer in der Stadtklasse vergammeln!


    Der DSC kann und will die Saison zu Ende spielen. Die Ergebnisse werden deswegen aus der Wertung genommen, weil es die DFB-Rentner eben so wollen, angeblich, um keine Wettbewerbsverzerrung aufkommen zu lassen. Obwohl gerade das für mich Wettbewerbsverzerrung ist... Aber was kann bitte der DSC dafür? Uns wäre es lieber, wir steigen mit 12 Punkten als mit 0 Punkten ab!


    Das gerade Du Dich so aufregst... Für Bischofswerda sind die Messen eh schon gelesen...


    Im letzten halben Jahr wurde also die Insolvenz verschleppt... Alles klar, Du ganz Schlauer... Beim DSC wurde die Insolvenz zwischen 2002 und 2005 verschleppt! Schuld dafür ist ein korruptes und planloses Präsidium, welches sich mittlerweile nicht mehr ins Stadion traut...


    Der DSC hat bereits am 18. November 2005 Insolvenz angemeldet! Wann sie dann tatsächlich eröffnet wird, liegt nicht in DSC-Händen! Der Insolvenzverwalter Jan Gärtner hat am 25. April 2006 das Insolvenzverfahren eröffnet. Der Verein erfuhr erst zwei Tage später davon.


    Und nun gammel mal schön, Du ...!

    [Blockierte Grafik: http://www.dresdenfussball.de/…its/u/ugicamillo/foto.jpg]


    Der Markkleeberger Zentralsportpark, in dem der sächsische Landesligist Kickers Markkleeberg seine Heimspiele austrägt, wird im Mai 2006 in "Camillo-Ugi-Sportpark" umbenannt. Der legendäre frühere Kapitän der Nationalelf lebte ein halbes Jahrhundert lang in der nordwestsächsischen Kleinstadt. Camillo Ugi wurde am 21. Dezember 1884 in Leipzig geboren. Er sah aus wie ein Italiener, hieß wie ein Italiener, war aber dennoch ein Deutscher. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts entzückte kaum ein Spieler in Deutschland die Zuschauer mehr als Camillo Ugi. Auch heute erzählt man sich noch von seinem berühmten Handstand, den er während einer Partie auf dem Querbalken eines Tores ausführte. Seine Eltern waren einst aus Baden nach Leipzig übergesiedelt. Ugis italienischer Vater und seine deutsche Mutter wollten ihren Sprössling Kamill nennen, ein misstrauischer Standesbeamter machte aber Camillo daraus. Der hagere Mann mit dem Schnurrbart war mit seinen technischen Fähigkeiten seiner Zeit weit voraus. Camillo Ugi begann 1898 als Turner und später als Fußballer beim ATV Leipzig 1845 und wechselte 1902 zum Leipziger BC, wo er sich grandios entwickelte. 1905 legte er den Grundstein für seinen Ruf als Weltenbummler, als es ihn für vier Monate nach Brasilien zum SC Germania São Paulo zog. Dieses Abenteuer begann mit einer Dampfschiffpassage nach São Paulo. Der Hamburger Kaufmann Hans Nobiling hatte ihm eine attraktive Anstellung in seinem Kontor in der brasilianischen Hafenstadt angeboten, mit dem Hintergedanken, dass sich der damals schon legendäre deutsche Spieler nach Feierabend seines Vereins annehmen werde. Ein kluger Plan, der auch funktionierte, denn Camillo Ugi kam, sah und siegte mit dem SC Germania São Paulo fünf Mal in sieben Spielen. Dann packte ihn aber das Heimweh und er bestieg den nächsten Dampfer nach Europa. Zurück in Leipzig schloss er sich dem VfB an, mit dem er 1906 Deutscher Meister wurde. Danach spielte er im Rahmen seines Militärdienstes in der Saison 1906/1907 beim Dresdner SC, wo er Ostsachsenmeister und Mitteldeutscher Meisterschaftsdritter wurde. Im Mai 1907 kehrte er zum VfB Leipzig zurück, aber 1908 verschlug es ihn beruflich nach Frankreich, wo er für Olympique Marseille auflief. Das Heimweh trieb ihn schon 1909 wieder zurück nach Deutschland. Er schloss sich dem FSV Frankfurt 1899 an. Aber schon in der Saison 1910/1911 war er wieder für den VfB Leipzig am Ball und wurde Deutscher Vizemeister. Wieder einmal aus beruflichen Gründen war er danach von Oktober 1911 bis zum Kriegsausbruch 1914 bei den Vereinigten Breslauer Sportfreunden aktiv. Gegen Kriegsende lief er für den Dresdner FC Fußballring (heute Sportfreunde 01 Dresden-Nord) auf, um danach für den FC Sportfreunde 1900 Leipzig (1918 bis 1919) und wieder für den VfB Leipzig (1919 bis 1921) zu spielen. 1921 wechselte Camillo Ugi dann endgültig zum FC Sportfreunde 1900 Leipzig, wo er 1927 nach einem Motorradunfall im Alter von 42 Jahren (!) seine Karriere beendete. Von 1909 bis 1912 absolvierte er 15 Spiele (ein Tor) für die Deutsche Nationalmannschaft, davon neun als Spielführer. Höhepunkte waren für ihn sicherlich die beiden Partien bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm. 16:0 hieß es gegen Russland, 1:3 gegen Ungarn. Zwischen 1902 und 1914 spielte er 75 mal repräsentativ für Mitteldeutschland und Leipzig. Noch im hohen Alter blieb Camillo Ugi sportlich sehr aktiv. In den 60er Jahren schwamm der schon 80-Jährige noch fast täglich seine Runden im Leipziger Stadtbad. Die Legende Camillo Ugi lebte von 1921 bis zu seinem Tod am 18. Mai 1970 im Alter von 85 Jahren in Markkleeberg. Sein Vermächtnis und die Erinnerung an seine einzigartige Laufbahn werden nie verblassen. Sepp Herberger sagte einst, dass Camillo Ugi das große Idol seiner eigenen Jugend gewesen sei. Man wird den ersten Legionär des deutschen Fußballs nicht vergessen.


    Quelle: www.andreas-tschorn.de