Kröpeliner SV II - LSV Zernin 2:2 (0:1)
Tore: 0:1 Brügge (45.), 0:2 Ueckermann (57.), 1:2 Johannisson (FE 90.+1), 2:2 Mi. Hermann (90.+3)
Das letzte Spiel im Jahre 2007 endete mit einem glücklichen aber hoch verdienten Unentschieden.
Gegen den Tabellennachbarn aus Zernin musste dringend gepunktet werden. Dies versuchte der KSV auch ohne die komplette Offensivabteilung (Rönnfeldt, Schulz, Gehrmann) umzusetzen und spielte schnell nach vorn. Das einzige Manko: Wenn sich mal einer mühsam durch die dichte Verteidigung wurschtelte war der Abschluss mangelhaft. Entweder verfehlte man das Tor (2x Wähnke, Michel, St. Käker) oder der Ball versprang im letzten Moment. So hatte Thomas Michel die beste Möglichkeit auf ein Tor in Hälfte eins. Nach schönem Pass lief er allein auf den Gästekeeper zu aber 5 Meter vor dem Tor wurde der Rasen im Entenpark seinem Ruf gerecht. Der Gast machte bisher nur mit einer großen Kopfballchance auf sich aufmerksam.
Kurz vor dem Halbzeitpfiff ging der LSV dann in Führung. Ein Schuss aus 18 Metern schlug links oben im vom Lutz Retzlaff gehüteten Tor ein. Vorausgegangen war ein schwerer Abspielfehler in der Kröpeliner Defensive und schon behielten 3 Zerniner gegen 2 Kröpeliner die Oberhand.
Zur Halbzeit musste Libero Sebastian Kords verletzt ausgewechselt werden. Unordung und kaum nennenswerte Szenen waren die Folge der notwendigen Umstellungen. Die Kröpeliner waren verunsichert und Fehler beherrschten den Spielverlauf. Das 0:2 in der 57. Minute war die Folge. Der Abwehrspieler konnte die aufsetzende Flanke noch abwehren, machte dann 3 Meter vor dem Tor Platz für den Keeper, der sich aber auf den Verteidiger verließ. Der Zerniner Ueckermann nutzte das Missverständnis und köpfte zum 0:2 ein. Es schien die Entscheidung zu sein aber die KSV Jungs gaben nicht auf und wollten nach diesen 2 geschenkten Toren mit Wut im Bauch endlich ein eigenes Tor. Jan Wähnke hatte die beste Möglichkeit dazu. Freistehend schoss er aus 8 Metern übers Tor. Weiterhin verhinderte Gästetorwart Kröplin den Gegentreffer als er fast auf der Torlinie nur knapp vor Hermann den Ball wegspitzelte. Zernin zor sich in der Schlussphase weit zurück, sodass der KSV Platz zum kombinieren hatte. Das klappte auf einmal hervorragend und immer wieder kamen Flanken vor des Gegners Tor. Zudem erhielt man einige Freistöße auf den Außenbahnen. Nach einem dieser prallte der Ball einem Zerniner Spieler an die Hand, sodass dieser den Ball klar zwischen Bein und Hand einklemmte. Dahinter postiert hätte Michael Hermann nur noch einschieben brauchen. Die logische Folge war ein Strafstoß, den der zur Rückrunde abwandernde Lars-Ole Johannisson sicher verwandelte. Bevor der Strafstoß ausgeführt werden konnte, ließen die Zerniner Spieler Ihren Unmut freien Lauf. Torwart Kröplin sah innerhalb von gerademal 5 Sekunden 2 mal die Gelbe Karte. Die Rote gab´s denn gleich hinterher.
Nun bäumten sich die Mühlenstädter noch einmal auf und wollten noch eine einzige Chance. Diese bekamen sie, als Martin Kreiter wiedermals gefoult wurde. Martin Geistlinger brachte eine Freistoßflanke in den Strafraum, in den die Hermann Brüder reinliefen. Ungestört köpfte Michael Hermann ins linke Eck. Nun brachen bei den Gästen alle Dämme. Beschimpfungen und Beleidigungen auf und neben dem Platz. Sie schafften sich somit ihre eigene "Heimspielathmosphäre"
Aufgrund der zwei späten Treffer ist das Unentschieden aus Kröpeliner Sicht natürlich glücklich. Aber aufgrund eines Übergewichtes an Torchancen, vor allem im ersten Spielabschnitt ist die Punkteteilung mehr als gerecht.
Nun dürfen sich die Kicker, Trainer und Organisatoren ein wenig ausruhen bis man einige Mannschaften am 05.01.2008 zum Mitternachtsturnier in der warmen Halle in Kröpelin wiedertrifft.
Aufstellung KSV:
Retzlaff - Kords (46. Schliep), Johannisson, Geistlinger - Ma. Hermann, Kreiter, Wähnke, Geufke - Mi. Hermann - Michel (Creuznacher 75.), St. Käker (Brüsehaver 85.)
Aufstellung Zernin:
Kröplin, Kägebein, Körner, M. Schmidt, Wiese, Breda (65. Geue), Ueckermann, Kersten, Fahning (85. Wittstock), Brügge (75. Sack), A. Schmidt
Schiedsrichter: J. Scheffler (wie zuletzt sinnlose gelbe Karten, wegen angeblichen Reklamationen gegen Zerniner Spieler, aber ohne große Spielentscheidende Fehler, zeigte sich verbessert)
eigene Meinung zu dem Zerniner Bericht:
Wie beschrieben, war es ein klares Handspiel. Ich habe mich aber dennoch gewundert, dass der Unparteiische das gesehen hat, denn der Zerniner Spieler hatte noch seinen Körper zwischen dem Ball und dem Schieri.
Selbst wenn es nur der Elfer gewesen wär....Zernin hätte mit dem 1:2 die 3 Punkte im Sack gehabt. Aber sie haben sich dermaßen beschwert folglich den Platzverweis kassiert und sich die folgenden 2 Minuten selbst so schwer gemacht.
Die komplette Zerniner Abwehr ist auf Höhe der Strafraumgrenze bei dem Freistoß stehen geblieben. Micha und ich sind in diesen gelaufen, kein Wunder das wir da mutterseelenallein standen und sie alle verzweifelt Abseits gebrüllt haben.
Der Schiedsrichter infomierte die Spieler während der Zerniner Auswechslung (der Spieler schlich übers halbe Feld) in der 85. Minute, dass bereits 3 Minuten nachgespielt werden zuzüglich aller weiteren Verzögerungen. Für die Diskussionen vor dem Elfmeter und vor dem folgenden Anstoß hätte es weitere Minuten geben müssen, die der Unparteiische entgegen seiner Ankündigung nicht nachspielen ließ. Also sind die Gäste noch recht gut bedient gewesen.