SV Turbine Zschornewitz - Kemberg 2 :1 (2 : 0 )
Das alte Problem
Die Rot-Weißen reisten mit extremer Personalnot zu dem Pokalviertelfinale, sodass sie nur mit 12 Spielern antreten konnten. Die Gastgeber aus der Kreisliga, welche zur Zeit den dritten Platz belegen, waren klarer Außenseiter und deshalb doppelt motiviert Der Sieger der Partie spielt am Ostersamstag gegen Jessen um den Einzug ins Pokalfinale.
Nach etwa zehn Minuten konnte man noch keinen Klassenunterschied feststellen. Zschornewitz hielt dagegen, war sogar spielbestimmend. Die Favoriten waren sehr nervös und leisteten sich in der Anfangsphase einige Fehler. Deshalb ging der Außenseiter schon nach zehn Minuten in Führung. Aus etwa 25 Metern zog der Spieler ab, Torwart Heede stand zu weit draußen und so flog der Ball über ihn ins lange Eck. Nur zwei Minuten später konnte Heede erneut hinter sich greifen. Schön herausgespielt standen zwei Spieler der Turbine am Sechszehner und einer lupfte an Heede vorbei zum 2:0.(12.) In der 16. Minute waren die Hausherren kurz davor das 3:0 zu erzielen. Ein Pass in die Gasse erreichte den Stürmer, welcher nur knapp am Tor vorbeischoss. Die Rot-Weißen waren überhaupt nicht im Spiel und ließen dem Gegner zu viel Platz. Die Turbinen waren die deutlich bessere Mannschaft zu diesen Zeitpunkt und waren nur im Angriff. Von Kemberg nichts zu sehen. Nach dreißig gespielten Minuten konnte man sehen, dass sich die Gäste beruhigten und ruhiger spielten. Das Team von Steffen Holzbecher kam nur gelegentlich zu Torschüssen, welche aber das Tor weit verfehlten. In der 38. Minute wäre es fast passiert. Aus 60 Meter schlug der Abwehrspieler den Ball nach vorn. Der Ball flog über das gesamte Feld und kam genau im Rot-Weiß Sechszehner herunter. Heede war überrascht und wollte den Ball über die Querstange heben und traf dabei den Pfosten. Beinahe hätte er sich den Ball selbst ins Tor gelegt. In der 45. Minute hatte Kemberg durch Marco Weise die beste Möglichkeit. Nach einem Freistoß konnte er sich im Strafraum durchsetzen und zog ab. Doch aus dieser Ball verfehlte das Tor nur um Zentimeter.
Mit diesem Stand von 2:0 gingen beide Teams in die Kabinen. Fazit: Der SV aus Kemberg hat Glück das es "nur" 2:0 steht, denn die Turbinen hatten die klar besseren Torchancen.
Die zweite Halbzeit begann für die Gäste besser. Nach 54. Minuten trat Maik Furchner einen Freistoß aus etwa 25 Metern ins obere linke Eck. Von der Querstange sprang er ins Tor. 2:1! Wird es die Landesklassenelf doch noch schaffen und das Spiel drehen? Kemberg jetzt besser. Das Tor brachte den Kembergern wieder ein wenig Selbstvertrauen. Man merkte, dass sie den Ausgleich wollten. Allmählich wurde es zum Pokalfight. Es wurde härter. In der 65. Minute verfehlte Marco Weise nach einem Freistoß aus etwa 20 Meter das Tor nur um Zentimeter. 70. Minute erneut die Chance zum Ausgleich. Flanke Ebert und Marcus Furchner köpft aus etwa einem Meter über das Tor. Das hätte der Ausgleich sein müssen! In der 80. Minute hätten die Hausherren alles klar machen können. Hartung verliert als letzter Mann den Ball und so stand der Stürmer allein vor Heede. Heede zeigt seine Klasse und hält den Ball. Nach 83 Minuten musste Hagen Zirpel verletzungsbedingt ausgewechselt werden, sodass Roger Lajow in das Tor musste und Heede als Feldspieler agieren musste. Die Schlussphase war sehr hektisch, doch es nütze alles nicht mehr. Es ist eine Pokalsensation! Zschornewitz gewinnt gegen den Favoriten Kemberg verdient mit 2:1. Nun hat Kemberg nächste Woche spielfrei und spielt in der Woche nach Ostern gegen Coswig zu Hause um die begehrten drei Punkte. Die Pokalsaison der Rot-Weißen endet in Zschornewitz.
Erneut kann man nicht gegen einen vermeintlich schwächeren im Pokal gewinnen.
Es spielten: Heede; Gellert; Miertzschke; Zirpel (82. Lajow); Peeck; Ebert; Maik Furchner; Weise; Hartung; Marcus Furchner; Albrecht