TSV verabschiedet sich aus Pokal
Trotz einer frühen 2:0-Führung beim Landesklasse-Vertreter SV Hafen Rostock war für die Landesliga-Fußballer in der dritten Runde des Landespokals Endstation. Die Warnowstädter mussten sich nach 120 Minuten mit 2:3 geschlagen geben. In der regulären Spielzeit trafen beide Teams je zweimal. Für den TSV Bützow hätte es in der Anfangsphase bei Hafen Rostock nicht besser laufen können. Bereits nach drei Minuten führten die Gäste mit 1:0. Frank Gielow, der bei den Warnowstädtern sein Debüt in der Landesliga-Elf feierte, schlug einen Freistoß gefährlich vor das Tor der Gastgeber. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei und landete im Netz. Die Bützower, bei denen einige Stammspieler nicht zum Einsatz kamen, hatten gegen abwartende Hausherren zunächst keine Probleme. Zwar lief bei den Gästen nicht viel zusammen, dennoch legten sie das 2:0 nach. Hannes Meyer im Dress des TSV schirmte einen Einwurf mit vollem Körpereinsatz ab, und legte das Leder auf Andreas Runge zurück. Dieser nahm aus 20 Metern Maß und drosch das Spielgerät ins Tor. Doch dann war von den Bützowern in der Offensive nur noch wenig zu sehen. Sie zogen sich zu weit zurück und überließen den Hafen-Kickern das Geschehen. Gute Möglichkeiten waren zwar Mangelware, dennoch mussten die Gäste immer auf der Hut sein. Bis zum Seitenwechsel hielten sie ihr Gehäuse sauber.
Im zweiten Durchgang kamen die Rostocker mit viel Schwung aus der Kabine und wollten den Anschlusstreffer erzwingen. Der Gast beschränkte sich aufs Kontern, verbuchte damit aber keinen Erfolg. Er ließ zwei Riesenmöglichkeiten durch Robert Grabowski aus. Stattdessen kassierte der TSV nach einer Stunde das 1:2. Nach einem unnötigen Foul an der Seitenlinie brachte die Heimelf den Ball vor das Tor von Ricardo Pittack-Ott. Dieser konnte das Leder nicht festhalten, sodass ein Akteur der Gastgeber im Nachsetzen traf. Die Hausherren witterten nun ihre Chance und waren nur vier Minuten später erneut erfolgreich. Danach neutralisierten sich beide Teams. Das Geschehen spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab, sodass es zu keinen nennenswerten Einschussmöglichkeiten kam.
Somit ging es in die Verlängerung. In dieser mussten beide Mannschaften dem tiefen Geläuf Tribut zollen. Der Kräfteverschleiß war enorm. Deshalb fehlte in vielen Aktionen die nötige Präzision. In der zweiten Hälfte der Verlängerung hatte dann Grabowski die große Möglichkeit, sein Team erneut in Führung zu bringen. Er scheiterte jedoch im Duell Eins gegen Eins am gegnerischen Torhüter.
So kam es, wie es kommen musste. Fünf Minuten vor Ultimo erzielten die Gastgeber das 3:2. Der Treffer fiel aus abseitsverdächtiger Position. Nichtsdestotrotz müssen sich die Bützower an die eigene Nase fassen, das Spiel nicht schon vorzeitig entschieden zu haben. Zu allem Überfluss zog sich Angreifer Jakob Kühn in einem Kopfballduell in der Verlängerung eine Platzwunde am Hinterkopf zu und musste später im Krankenhaus genäht werden.
Für den TSV Bützow spielten: Pittack-Ott, Boldt, Winter, Bradatsch, Runge, Grabowski, Grundmann, Algner, Gielow, Kühn (110. Mahncke), Meyer (88. Kuska).