Beiträge von Jens

    Schönberg begann schwungvoll. Allerdings scheiterte Thomas Haese mit seinem Heberversuch ebenso am guten Stefan Moritz (5.) wie Paul Manthey mit seinem wuchtigen Kopfball (7.). Und nach 11 Minuten konnte sich auch Schönbergs Keeper René Humann erstmalig auszeichnen: gegen den auf der rechten Seite freigespielten Mathias Raths rettete er mit den Fingerspitzen zur Ecke. Wenig später gelang Humann sogar eine noch größere Glanztat. Bei einem von Rico Böttcher getretenen Foulelfmeter war er in der richtigen Ecke und bewahrte seine Mannschaft so eindrucksvoll vor einem Rückstand. Der Gastgeber hatte die Situation dann aber bald wieder besser unter Kontrolle und kam zu weiteren Torchancen. Florian Zysk köpfte genau in die Arme von Stefan Moritz (20.) und André Kalbau traf nach seinem unwiderstehlichen Solo nur den Pfosten. Als dann Florian Zysk einen langen Ball auf den durchstartenden Thomas Haese spielte, sah dieser den noch besser postierten Beytullah Bilgen auf der anderen Seite und legte uneigennützig quer. GSV-Keeper Moritz war zwar noch dran, konnte das 1:0 aber nicht mehr verhindern – knapp unter der Latte schlug das Leder ein. Kurz vor der Pause gab’s für beide Mannschaften noch je eine Torgelegenheit. Stefan Moritz holte sich einen harten Rinal-Distanzschuss im Nachfassen und René Humann klärte bei einem schönen Hildebrandt-Freistoß mit toller Parade.
    Nach dem Wiederanpfiff waren zunächst wieder die Grün-Weißen am Drücker und sie hätten die Führung durch Beytullah Bilgen gleich zweimal ausbauen können. Zunächst hatte Stefan Moritz bei einem Lupfer des freistehenden Bilgen den Braten gerochen und dann bekam Bilgen die Kugel am 5m-Raum von Tom Körner mit einer Maßflanke serviert. Doch die Direktabnahme scheiterte und die erstklassige Gelegenheit war mal wieder dahin. Und so wurde es am Ende wieder eine Zitterpartie. Auch wenn Greifswald trotz aller Bemühungen nur sehr selten richtig gefährlich wurde – der knappe Vorsprung sorgte für Spannung bis zum Schluss. Eine hervorragende Konterchance über Niwar Jasim und Thomas Aldermann wurde in der 86. Minute vergeben und deswegen war es André Kalbau, der in der Schlussminute seine Schönberger erlöste. Der Greifswalder Torhüter war bei einer Ecke mit nach vorn gekommen und als der Ball verloren ging, haute der von Krämpfen geplagte Kalbau den Ball mit letzter Kraft von der Mittellinie in Richtung GSV-Tor. Thomas Aldermann war der Einzige, der noch hinterher sprintete, doch er musste nicht mehr eingreifen – die Kugel kullerte zum 2:0 über die Torlinie. Schiedsrichter Brügmann pfiff die Partie nicht wieder an und damit gelang dem FC Schönberg 95 auch im zweiten Heimspiel der Saison ein 2:0 Erfolg.


    FC Schönberg 95: René Humann, Michael Kreft, Marko Riegel, Paul Manthey, Sahid Wahab, André Kalbau, Florian Zysk (46. Tom Körner), Thomas Manthey, Serkan Rinal, Beytullah Bilgen (62. Niwar Jasim), Thomas Haese (75. Thomas Aldermann)


    Greifswalder SV 04 II: Stefan Moritz, Michael Hocker, Daniel Tschirner, Kevin Seifert, Christian Hildebrandt, Karsten von Drehle, Mathias Raths (87. Christopher Mann), David Bull (75. Sebastian Ewert), Rico Böttcher, André Gellentin, Victor Wiroth


    Tore: 1:0 Beytullah Bilgen (35.), 2:0 André Kalbau (90.)


    besondere Vorkommnisse: René Humann hält einen von Rico Böttcher getretenen Foulelfmeter (14.)


    gelbe Karten: Marko Riegel, Niwar Jasim - André Gellentin, Rico Böttcher, Michael Hocker, Karsten von Drehle, Daniel Tschirner


    Zuschauer: 109


    Schiedsrichter: Peter Brügmann (Schwerin), assistiert von Dietmar Voß und Marco Semrau


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    André Kalbau erlöste die Schönberger in der Schlussminute mit dem 0:2.


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    Die erste Halbzeit spielte sich vor allem im Mittelfeld ab. Beide Abwehrreihen dominierten die Partie und so wurden Strafraumszenen bei den hochsommerlichen Temperaturen zur absoluten Mangelware. Nach 28 Minuten brachte Florian Zysk den agilen André Kalbau vergeblich in Schussposition, weil dieser den Ball nicht richtig traf und in der 35. Minute bekam Andy Purlinski eine Doppelchance: freistehend zog er gleich zweimal aus spitzem Winkel ab, doch Christian Habeck im Tor der Gäste warf sich in beiden Fällen in die Schussbahn und verhinderte so die sichere Führung des SV Waren 09. In dieser durchweg hart umkämpften Partie war es deswegen wenig verwunderlich, dass für das erste Tor ein Freistoß herhalten musste. Florian Zysk war direkt an der Strafraumgrenze von den Beinen geholt worden. Serkan Rinal legte die Kugel mit der Schuhsohle nach hinten und André Kalbau wuchtete es mit einem harten und platzierten Schuss flach in die Maschen. Kurz vor der Pause hätte Schönberg dann sogar auf 0:2 erhöhen können, doch Thomas Aldermann traf bei einem sehr schön ausgespielten Konter nur den langen Pfosten. Trotz allem: es war schön, in Waren mal nicht mit einem Rückstand in die Pause gehen zu müssen.
    Leider wurde das Spiel auch nach dem Wiederanpfiff nicht attraktiver. Der Gastgeber investierte nun zwar mehr in die Partie, blieb aber in den meisten Situationen weiterhin in der gut gestaffelten Abwehr der Schönberger hängen. Auch wenn Waren nun optisch eindeutig im Vorteil war – gefährlicher blieben die Schönberger, denn es boten sich immer wieder Räume für Tempogegenstöße. Einer davon brachte in der 71. Spielminute das vorentscheidende 0:2. Routinier Serkan Rinal setzte sich an der Strafraumgrenze in beeindruckender Manier gegen 2 Abwehrspieler durch und hatte dann auch noch die Übersicht, den Ball unhaltbar an Benjamin Wegener vorbeizuschieben. Ein wenig Überheblichkeit und Nachlässigkeit der Grün-Weißen machte die Begegnung am Ende doch noch einmal spannend. Nachdem der sträflich freistehende Ronny Schlüter aus Nahdistanz die Brust von Christian Habeck getroffen hatte, staubte Andy Purlinski zum Anschlusstreffer ab. Die Schlussoffensive der Platzherren brachte jedoch bis auf eine gute Möglichkeit für Benjamin Kwast nichts ein und Schönberg hätte mit den größeren Kraftreserven in den letzten Minuten seine Führung durch Beytullah Bilgen sogar noch zweimal ausbauen können.


    FC Schönberg 95: Christian Habeck, Paul Manthey, Sahid Wahab, André Kalbau (86. Ozuna Deyby), Florian Zysk, Mehmet Inan Akyol, Thomas Manthey, Tom Körner, Serkan Rinal, Makuzay Maluvunu (29. Thomas Aldermann, 69. Marko Riegel), Beytullah Bilgen


    SV Waren 09: Benjamin Wegener, Markus Wittenburg, Michael Kaul, Nico Schwerin, Toralf Schult, Paul Kuternoga (73. Benjamin Kwerst), Ronny Schlüter (58. Hannes Treichel), Ronny Buchholz, Stefan Haase (58. Jan Aepinus), Björn Henning, Andy Purlinski


    Tore: 0:1 André Kalbau (39.), 0:2 Serkan Rinal (71.), 1:2 Andy Purlinski (82.)


    Gelbe Karte: André Kalbau


    Zuschauer: 150


    Schiedsrichter: Ingolf Söllig (Rostock), assistiert von Stefan Beyer und Mathias Bastian


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    Serkan Rinal legte das 0:1 für André Kalbau auf und machte mit einer ganz starken Einzelleistung das vorentscheidende 0:2.


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    Pünktlich zum Warmmachen begann es wie aus Eimern zu schütten und die zeitweise sintflutartigen Regenfälle machten es den Aktiven schwer. Und so dauerte es eine gute Viertelstunde, bis sich die Gastgeber auf die widrigen äußeren Bedingungen eingestellt hatten. Dann jedoch gerieten die Drögeheider zunehmend ins Schwimmen, was nicht nur an den ungeheuren Wassermengen auf dem Platz lag. Ein feiner Kalbau-Heber über die Abwehr, der Florian Zysk fast in Schussposition brachte (21.), ein Klasse-Schuß von Paul Manthey aus spitzem Winkel (19.) und ein abgefälschter Distanzschuss von Thomas Manthey (22.) deuteten die Ambitionen der Grün-Weißen an. Das folgerichtige erste Tor gelang dann Schönbergs Neuzugang Beytullah Bilgen. Florian Zysk zog vor dem Strafraum ab und Christopher Priem im Tor konnte den rutschigen Ball nur prallen lassen. Bilgen setzte nach und traf flach ins lange Eck. Auch bei einem 30m-Kracher von André Kalbau bekam Priem arge Probleme. Kurz vor der Pause hätte Schönberg auf 2:0 erhöhen müssen, doch Paul Manthey vergab einen an Sahid Wahab verwirkten Foulelfmeter. Christopher Priem war in der richtigen Ecke und wehrte den halbhohen Ball ab.
    Doch 2 Minuten nach dem Wiederanpfiff wurde Sahid Wahab erneut von den Beinen geholt. Diesmal trat Florian Zysk an und er verwandelte sicher. In der 70. Minute hätte Schönberg bei einem Konter die Vorentscheidung erzwingen können, doch der Schuss des freistehenden Beytullah Bilgen verfehlte das Tor. Damit blieb es spannend, denn die Adigo-Elf ließ sich in der Schlussviertelstunde unnötigerweise weit in die eigene Hälfte drängen. Christian Habeck, der bis dahin einen weitestgehend geruhsamen Nachmittag zwischen seinen Torpfosten verbracht hatte, bekam so mehr Arbeit als ihm lieb sein konnte. Seine beste Tat rettete Schönberg in der 88. Minute das „zu Null“, als er einen gefährlichen Schuss aus dem Winkel kratzte. Am Ende brachte der Titelverteidiger die 3 Punkte aber verdientermaßen über die Zeit.


    FC Schönberg 95: Christian Habeck, Marcus Klaczinski (79. Deyby
    Ozuna), Paul Manthey, Sahid Wahab, André Kalbau (86. Mehmet Inan Akyol), Florian Zysk, Thomas Manthey, Tom Körner, Serkan Rinal, Makuzay Maluvunu (60. Thomas Aldermann), Beytullah Bilgen


    FC Vorwärts Drögeheide: Christopher Priem, Christian Clementz, Radoslaw Ciolek, Tomasz Rachwalski, Adriano Gonsalves, Jeffrey Latza, Marcelo-Luiz Bublitz, Robert Wölk (62. Przemyslaw Ciolek), Norman Lenz (81. Alexander Hamm), René Thiel, Adriano Siewerdt


    Tore: 1:0 Beytullah Bilgen (31.), 2:0 Florian Zysk (47., FE)


    gelbe Karten: Thomas Manthey - Adriano Gonsalves, Jeffrey Latza, Robert Komnick


    Zuschauer: 113


    Schiedsrichter: Enrico Barsch (Wismar), assistiert von Andreas Becker und Alexander Rau


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    Neuzugang Beytullah Bilgen traf aus spitzem Winkel und sorgte damit für das erste Schönberger Tor der Verbandsligasaison.


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    Ohne Link auf was auch immer - wir waren letzte Woche im Berliner Olympia-Stadion bei U2. Mir ist immer noch schlecht, wenn ich daran denke, wie mich der Abend finanziell ausgeblutet hat.
    Aber Überraschung Nr. 1: Vorband Snow Patrol (für mich vom Namen her komplett unbekannt) kriegt absoluten Spitzensound und spielt seltsamerweise nur für mich bekannte Stücke - geiler Anfang für einen Abend mit meinerseits hohen Erwartungen.
    Nach der Umbaupause die Enttäuschung schlechthin: U2 klingt bescheiden. Die atemberaubende Bühne bleibt zunächst ein Langweiler.
    Aber Überraschung Nr. 2: nach ca. einer halben Stunde klingt U2 total geil, es wird dunkel und die Geschichte wird wirklich spektakulär. Bin immer noch völlig fasziniert von dem, was ich dann in Berlin erlebt habe...

    >>auch weil Armstrong es wohl dieses Jahr nicht mehr drauf hat.


    Der kommt eben auch in die Jahre, in denen man es selbst mit wirklich ganz doll hartem Training, Bananenmüsli und ein bis zwei Vitaminpillen nicht mehr nach ganz vorn schafft.

    >>Wusste nicht das Du auf soetwas Wert legst.


    Ja ganz doll großen sogar. :D



    >>Ausserdem war ich da,was zählt nun mehr?


    Die Frage ist ganz einfach zu beantworten: Wenn es heißt entweder Du oder der Bürgermeister, dann lieber Du. ;)

    Und mache mit ein paar Sätzen zum Turnier weiter:


    Den enormen Stellenwert, den das Turnier inzwischen erreicht hat, erkennt man allein daran, dass der Bürgermeister (!) das Turnier mit eröffnet hat. Das haben die nicht mal in Berlin damals hingekriegt! :D
    Vom sportlichen Teil habe ich nicht wirklich viel mitbekommen. Das lag vor allem daran, dass einfach zu viel Leute zum Quatschen da waren und sich immer wieder interessante Themen fanden. Aber die Organisatoren werden die ausführliche Statistik sicher nachreichen.
    Ansonsten kann man die perfekte Organisation einfach nur loben. Die Jungs haben sich wirklich mächtig ins Zeug gelegt. Verpflegung top und mit den beiden großen Zelten mit Panoramablick waren auch die Regenschauer kein Problem. Die Seele des Fußballs steckt in den kleinen Vereinen - das wurde in Pepelow wieder mal deutlich. Rührige Leute, die gemeinsam was auf die Beine stellen. Und die schrecken sogar vorm kalten Ostsee-Wasser nicht zurück.
    Zum Schluß gab's dann vom bereits aus Neubukow bekannten Trecker-Anhänger was auf die Ohren. Für mich hatte das Turnier durchaus Neubukow-Format (das will ich ausdrücklich als dickes Lob verstanden wissen) und die Gegend am Haff ist landschaftlich sehr schön. Besten Dank an alle, die das möglich gemacht haben!

    Auf 2 Plätzen wird feinster Fußballsport geboten. Technische und taktische Rafinessen vom Allerfeinsten! Die Flutlichtflitzer haben gerade ihr erstes Spiel verloren.