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Original von BRB-JörgPS: Ich möchte mal wissen, was passiert wäre, wenn dieser Boykott von der BFC-Seite gekommen wäre, weil man keinen "linken" Verein unterstützen will. Ich bin mir sicher, dass es keine 3 Seiten gedauert hätte, bis Vergleiche zu Boykottaufrufen im Dritten Reich ("Deutsche, wehrt Euch, kauft nicht bei Juden") gegeben hätte.
Und hier gibt es diesen Vergleich, zumindest um drei Ecken, nun also auf Seite 5 - auch das war zu voraussehbar. Schade, dass er ausgerechnet von dir kommt, wo du (es sei denn, es geht um Babelsberg^^) doch in aller Regel vernünftig argumentierst. Deine Logik weitergeführt stünden dann selbst Aufklärungskampagnen über Thor Steinar in der Tradition des Boykottes jüdischer Geschäfte.
Und der Einwand, solch ein Boykott würde den BFC für Rechte erst attraktiv machen, ist schon etwas absurd, da vertauschst du einfach mal Ursache und Wirkung. Kein anderer Club besitzt in dieser Szene einen derart "guten" Ruf wie der BFC. Ein Blick in diverse Naziforen reicht, um zu wissen, dass man dort niemanden mehr auf den BFC "aufmerksam machen" muss, das leugnen die vernünftigeren BFCer doch selber nicht. Schiebe also nicht den Babelsbergern den schwarzen Peter zu, wenn der BFC es nicht schafft, sich aus dieser Ecke zu entfernen. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass die Babelsberger ihren Soli-Beitrag für die Folgekosten des 28.5. leisten sollen. Nicht jedem ist das spezielle Ambiente des "etwas anderen Clubs" 10 Öre wert und zu den angenehmeren Aspekten unserer Wirtschaftsordnung zählt es, dass man frei entscheiden kann, wem man seine Kohle in den Rachen schmeißt und wem nicht. Ich erinnere mal an die (zu Recht) wütenden Reaktionen der BFCer, als Yesilyurt sich letztes Jahr erdreistete, neun Euro zu verlangen. Der in Unionerkreisen nicht gerade als linksradikal verschrieene Wassermann hat dazu ja schon alles gesagt. Also, selbst wenn man den politischen Aspekt einfach mal weg lässt, bleibt der Preis für sich schon Grund genug, draußen zu bleiben.