Poeti: Du kannst mir sicherlich glauben, dass ich in den seltensten Fällen einfach emotional irgendwelche subjektiven Dinge über die Leistung der Schiedsrichter schreibe.
Aber wenn ich jetzt mal ganz nüchtern die Saison betrachte, dann muss ich ehrlich sagen, dass ich diese Masse an Fehlentscheidungen und (was viel schlimmer ist) Fehleinschätzungen von Spielsituationen einfach nicht gewohnt bin. In der Hinrunde habe ich mir schon regelmäßig an den Kopf gefasst, aber natürlich ist es so, dass wenn man dennoch siegreich ist, fällt so etwas nicht so ins Gewicht.
In der Rückrunde stehe ich weiterhin dazu, dass Herr Steigert uns verpfiffen hat - wobei wir nicht zwangsläufig mit einem anderen Schiri gegen RW Hellersdorf gewonnen hätten. Danach folgten noch einige wirklich schlechte Leistungen, wobei ich mir immer denke, dass die Tatigkeit des Schiedsrichters, gerade in den unteren Ligen, in denen es an Assistenten und auch an
Respekt von den Spielern fehlt, wirklich schwer ist. Leider merkt man doch vielen Schiedsrichtern in diesem
Bereich an, dass der Verband froh ist, dass es überhaupt noch Leute gibt, die ihre Sonntage ein Fußballspiel leiten wollen. Von daher ist es auch erklärbar, dass man keine höheren Anforderungen an die pfeifende Zunft stellt, außer dass sie sich die Schnürsenkel alleine binden und vielleicht auch noch ne Münze in die Luft werfen können. Wenn ich dann aber, wie der Kollege von gestern, mich aufführe, als hätte ich gerade eine Einladung von der FIFA erhalten, um das WM-Endspiel zu leiten, mich vor dem Spiel 200x vorstelle und oberlehrerhaft jeden kleinen Fehler ankreide... Ich rede mich in Rage. Sagen wir es einfach so: Dieser Schiedsrichter hat das Spiel gestern nicht unauffällig geleitet, sondern war aufgrund mangelnder sozialkompetenz einzig und alleine darauf bedacht, das Spiel zu entscheiden. Diese Aussage hätte ich Aufgrund der zweifelhaften Feldverwise für Heinersdorf auch getroffen, wenn wir gewonnen hätten.
Und wenn ich als Schiedsrichter merke, dass ich soviel Fehler gemacht habe, dann Stelle ich mich als normaler Mensch nicht auch noch zwei Stunden nach dem Spielende mit freiem
Oberkörper auf das Gelände, um mich an den Diskussionen und Blicken zu ergötzen.
Wenn ich als Spieler einen schlechten Tag habe, dann darf ich meinem Gegner ja auch nicht ohne Konsequenzen die Beine wegziehen. Oder einfach mal shlecht spielen. Dann hat das Konsequenzen und ich werde ausgewechselt. Schiedsrichter sind aber alles Halbgötter in schwarz, die ihren Frust und ihre Stümperhaftigkeit jeden Spnntag aufs Neue unter Beweis stellen dürfen. Man selbst steht dann immer als schlechter Verlierer etc da.
Aber ich bleibe dabei: Wir spielen in einer Liga, in der es sportlich um nicht viel geht und wahrscheinlich auch viele Spieler weit davon entfernt sind, ein perfekter Fußballer zu sein. Aber das Niveau der Schiedsrichter ist in dieser Saison für mich erschreckend schwach, wobei die Regel zu gelten scheint: Je weniger Ahnung ich von meinem Job habe, desto arroganter und selbstgefälliger trete ich auf und versuche das Spiel mitzubestimmen.
Das ist meine Meinung und zu der stehe ich auch. Ich denke, ich darf diese hier offen vertreten, ohne dass man mir gleich Unfairness vorwirft. Denn auch gestern war ch dem Schiedsrichter gegenüber zurückhaltend und habe versucht nachdem Spielende für Ruhe zu sorgen und mich anständig vom Gegner verabschiedet. Von daher hoffe ich, dass das nicht verwechselt wird und es wäre schön, wenn es auch mal erlaubt ist, auf einen anhaltenden Misstand im Allgemeinen und individuelles Versagen im Speziellen hinzuweisen.