Beiträge von rudiriot

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    Original von Kaulsdorf-Frank
    Körperliche Gewalt (oft in Verbindung mit Waffen) ist scheinbar türkische (Männer)Tradition, wenn es um Konfliktlösungen geht. Diese Konflikte gibt es täglich, wenn man z.B. an die Schulen kommt, an denen türkische Jungs lernen. Als "Beleidigung" reicht da oft schon ein falscher Blick. Die patriarchische Erziehung zielt im Prinzip auf Rache ab.
    Diese Haltung ist hier im Forum auch zu spüren. Zur Zeit glaube ich auch nicht, dass sich daran bald was ändert. Dabei merkt man gerade auch im Bereich Fußball, welche Folgen das hat. Über Jahre hinweg hat man leider in der Politik und im BFV meist darüber hinweg gesehen.
    Ich hoffe, dass das nicht gleich wieder als rassistische Äußerung gewertet wird. Das Thema ist nämlich viel zu ernst.


    Holla die Waldfee,


    ich muss dir ja irgendwo Recht geben. In Berlin benimmt sich ein Teil (!) der türkischen Mitbürger recht aggressiv und provokant. Warum dies so ist, muss ich jetzt nicht weiter erläutern, dass merkt man eben, wenn man in Berlin wohnt.
    Aber:


    "Körperliche Gewalt (oft in Verbindung mit Waffen) ist scheinbar türkische (Männer)Tradition, wenn es um Konfliktlösungen geht."
    Vielleicht bei einigen Türken, sicher jedoch nicht bei allen. Und erst Recht nicht in beispielsweise Frankfurt/Main, da wohnt mein Bruder und der meinte (was ich ihm auch glaube, da ich ihn scho mehrmals besucht habe), dass die Türken dort ein sehr nettes Völkchen sind. Deppen gibts
    überall, ob Türke, Deutscher oder Jude.


    "Diese Konflikte gibt es täglich, wenn man z.B. an die Schulen kommt, an denen türkische Jungs lernen. Als "Beleidigung" reicht da oft schon ein falscher Blick. Die patriarchische Erziehung zielt im Prinzip auf Rache ab."
    Du scheinst dich da richtig auszukennen...worauf stützt du deine Thesen??

    Zitat

    Original von NULL SIEBEN
    Warum ist Türkiyem eine Überraschungself?


    Habt doch ein Fußball Lehrer und ein guten Kader dazu.


    Nahezu jeder 4. Liga Trainer ist auch Fussballlehrer... is bei euch auch so, nur dass ihr vor 69 Zuschauern mit einem komplett gekauftem Kader eure Spiele mit einem Fussballlehrer spielt und gewinnt...Überraschungself?

    Markus Liske


    Martin Walser, Carsten Jancker und andere deutsche Intellektuelle.


    Die Pisa-Studie ist ja echt blöd für uns ausgegangen. Ein neues Bildungssystem muss her. Schneller durch die Schule, noch schneller durchs Studium. Effektiv muss es sein, dieses Bildungssystem, voll digitalisiert, früh spezialisiert und so schnell, dass keine Zeit mehr bleibt, nebenbei noch den Gebrauch von Pumpguns zu erlernen. Überall werden neue Expertenrunden gegründet, um immer wieder das selbe zu beschließen: Die Geschwindigkeit zählt. Schließlich leben wir in Zeiten von Neoliberalismus und Globalisierung. Da gilt es mitzuhalten, damit wir nicht eines Tages abgehängt werden vom großen, freien Weltmarkt. So weit so einleuchtend.
    Komisch dabei ist nur, diese Umstrukturierung unseres Bildungssystems bereits seit Anfang der Neunziger Jahre genau so stattfindet, und dass die Pisa-Studie logischerweise Schüler untersucht hat, die seit nunmehr zwölf Jahren nach eben diesen Idealen ausgebildet werden.
    Eine dieser bildungspolitischen Laborratten bin ich letztens erst an einem Strand in Italien begegnet: Aus Rostock kam sie und war süße 23, in einem Alter also, in dem ich zu meiner Zeit gerade beschlossen hatte mit den Drogenexperimenten aufzuhören und statt dessen langsam an meinen ersten Grundstudiumsschein zu denken. Die junge Dame aber, stellte sich mir als fertig studierte Grafikerin vor. Ich erzählte ihr von meinem Tramperlebnissen in Mittelfrankreich, sie mir von New York und dem schlechten Service in der Concorde. Kurz gesagt: Es war einer dieser Momente, wo man sich fragt, ob man nicht doch etwas falsch gemacht hat in seinem Leben ...
    Glücklicherweise hatte sie einige Entwürfe dabei und war bereit sie mir zu zeigen. Stumpf hatte sie überall Schrift und Motiv mit enormen Sicherheitsabstand nebeneinander platziert. Alle Schriften entsprachen dem vorgefertigten Standard-Satz, den ich auch auf meinem Computer habe, und der Begriff Komplementärfarben war ihr augenscheinlich bis heute fremd geblieben. Wie gesagt: Examinierte Grafikerin mit Topverdienst.
    Ich erzählte ihr vom Kiffen in 2000 Jahre alten Dschungeltempeln, sie mir vom Koksen in der Chefetage. So saßen wir nebeneinander am italienischen Strand. Vor uns versank eine rote Sonne in den Wogen. Und als sie mich schließlich fragte, welches Meer das da eigentlich wäre, da konnte ich nicht mehr anders und antwortete:
    „Der Pazifik!“
    Sie lächelte erfreut:
    „Klasse, da wollte ich immer schon mal hin!“
    So verhält sich das mit der Umstrukturierung des Bildungssystems. Dann doch lieber freie Pumpgunausgabe an sämtlichen Schulen.
    Aber natürlich ist das neoliberale Bildungsideal nicht an allem Schuld. An Martin Walser zum Beispiel nicht. Der hat seinen strunzblöden Hirnmatsch ganz allein zu verantworten. Nicht einmal sein Status als intellektuelle Ikone wurde von diesem Bildungssystem erfunden, wenngleich das durchaus passen würde. Nein, lustigerweise geht der auf einen erstaunlichen Konsens zwischen TV-gepushten Intellektuellen-Darstellern à la Reich-Ranicki und esoterisch entgleisten Achtundsechzigern zurück.
    Dabei: Wer hat überhaupt jemals ein Buch von Martin Walser gelesen, bzw. kann sich noch daran erinnern was drin stand? Mir jedenfalls will - während ich dies schreibe - nicht ein einziger Titel von ihm einfallen, obwohl ich weiß, dass ich irgendwann mal was gelesen habe.
    Warum also hat er es trotzdem zur Ikone gebracht?
    Die Erklärung ist simpel und sollte jedem Fußballfan auf Anhieb einleuchten: Martin Walser ist der Carsten Jancker dieser weitgehend mittelmäßigen Mannschaft konservativer Intellektueller.
    So wie Carsten Jancker wahrscheinlich der einzige Mittelstürmer der Welt ist, der weder köpfen noch gezielt schießen kann, ist Martin Walser der einzige Top-Dichterfürst der Welt, der nicht in der Lage ist eine einzige interessante Seite niederzuschreiben. Dass man die beiden trotzdem - in ihren jeweiligen Disziplinen - zur Weltmeisterschaft antreten lässt, hat den furchtbar banalen Grund, dass es, Walser hin, Jancker her, einfach keine Konkurrenz gibt, die ihnen diese position streitig machen könnte.
    Jancker ist der einzige immer einsetzbare Mittelstürmer. Weil man sich eben nicht verletzen kann, wenn man nie ernsthaft am Spiel teilnimmt. Außerdem ist er groß, breit und haarlos wie ein deutscher Panzer. Dem Gegner macht er Angst und den kleinen Japanerinnen feuchte Höschen, wie der BILD zu entnehmen war.
    Ebenso Walser: Zuverlässig ist er jedes Jahr mit einem neuen Buch dabei, und da niemand diese Bücher jemals liest, kann man damit dem intellektuellen Gegner prächtig Angst machen. Ob seine goethegleiche Silbermähne und sein bemüht sonores Waschbärenquietschen bei Germanistikstudentinnen feuchte Höschen hinterlassen - diese Frage kann, dank des neuen Bildungssystems, zumindestens nicht mehr eindeutig verneint werden.
    Auch in der Denkleistung gleichen sich die beiden. Hin und wieder stößt ihnen ein Gedanke auf in der großen, inneren Leere, der dann erstmal ein halbes Jahr reichen muss. Aus Jancker rülpst es:
    „Warum muss ich eigentlich bei Bayern immer auf der Ersatzbank sitzen?“
    Dann röhrt es aus Walser:
    „Warum muss ich eigentlich als deutscher Intellektueller immer so viel über Auschwitz nachdenken?“ Und während sich bei Jancker noch „Warum muss ich in der Nationalmannschaft nun auch auf der Bank sitzen?“ zum Gedanken formt, ist Walser schon heraus mit seinem „Warum hat mich eigentlich der Ranicki nicht lieb, diese verschlagene Judensau, die!“
    So oder so ähnlich ist es also bestellt um die deutsche intelligenz. Und damit man mir nicht vorwerfen kann, ich hätte ja doch einiges an geistiger Basisarbeit übersprungen bei meinem weiten Bogen von der 23jährigen Blitzstudentin, die nicht weiß, dass Italien am Mittelmeer liegt, zur intellektuellen Panzerfront Jancker/Walser, gibt`s nun noch eine kleine Anekdote:
    Vor zwei Monaten besuchte ich nämlich eine literaturhistorische Tagung in Frankfurt. Thema der Tagung war ein Herr namens Alfons Paquet. Sie werden ihn vielleicht nicht kennen. Ich kannte ihn auch nicht.
    Alfons Paquet war ein mittelmäßiger Frankfurter Feuilletonjournalist in der Weimarer Republik. Er veröffentlichte damals auch ein paar Romane, von denen - glaube ich - außer dem Erstling „Kamerad Fleming“ kein einziger eine zweite Auflage erlebte. So unspektakulär und unpolitisch waren die Dinger, dass sie nicht mal von den Nazis verbrannt wurden. Im Krieg verfasste er dann Texte für Radiosendungen, in denen es um den schönen Taunus ging und Bootsfahrten über den romantischen Rhein.
    Vier frischgebackene Magister und eine Professorin hatten es geschafft sich die ordentlich vergüteten Referatsthemen der Tagung zu ergattern. Mit mäßigem Enthusiasmus lasen sie sich ihre Beiträge gegenseitig vor, und weil es eine öffentliche Tagung war, nahmen auch noch zehn oder zwölf Rentner daran teil. Nachher gab‘s Apfelwein. Der Tagungsleiter - ein guter Freund von mir - grub sich manisch wie ein Trüffelschwein durch Paquets Leben und konstruierte einen angeblich vorausschenden Aspekt der Paquetschen Hinterlassenschaft nach dem anderen: Bedeutung des Flugverkehrs, Frankfurt als europäischer Bankenstandort und ähnliches. Für die weitaus näher liegenden Ereignisse „Auschwitz“ und „2. Weltkrieg“ allerdings hatte Paquets Weitblick wohl nicht gereicht. Aber der Enkel des DIchters lächelte so geschmeichelt aus der ersten Reihe, dass niemand kritische Fragen stellen mochte.
    Nach drei Stunden war ich so angeödet, dass ich mir lieber in einer Dönerkneipe das WM-Spiel Portugal gegen Südkorea ansah.
    Später beim Apfelwein waren sich die Referenten weitgehend einig, dass es sich - „wenn man`s genau nimmt“ - bei Paquet um einen nicht ganz zu Unrecht vergessenen Autor handelt.
    „Aber warum denn das Ganze?“ fragte ich entgeistert, und eine Woge ausgelassener Heiterkeit brach über mir zusammen. Hatten doch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt immerhin 20.000 Euro für die Tagung zur Verfügung gestellt, weil der Paquet ja so ein Lokalpatriot gewesen war ....
    Soviel zum Treiben deutscher Intellektueller zwischen Blitzstudium und Walserdiskussion. Und was nun den Wert der Bildung als solcher angeht, so muss man sich nur anschauen, wer im letzten Wahlkampf am Lautesten danach gekräht hat. Denn nach dem selben Denkmuster geurteilt, mit dem die publizistische Öffentlichkeit uns immer wieder entrichtert, dass man unmöglich weiter Kommunist sein kann, nachdem sich ein georgischer Psychopath und ein nuschelnder saarländischer Dachdecker für dieses Gesellschaftssystem stark gemacht haben, nach dem selben Denkmuster kann man das ganze große Bildungsideal getrost ad acta legen, seit ausgerechnet dieser dicke kleine Antisemit Jürgen W. Möllemann deswegen ein solches Gewese gemacht hat.
    Wozu auch Bildung? Mann muss nicht den Schimmelreiter gelesen haben, um einen Golf GTI fahren zu können. Die korrekte Abfolge der römischen Kaiser bringt einen nicht weiter auf dem Pokemon-Gameboy. Und wenn sämtliche Zeitungskommentare zum drohenden Irak-Krieg und dessen vorgeblicher Begründung - von Bild bis FAZ - einzig von der diffusen Angst bestimmt sind, ein nicht einmal demokratisch legitimierter amerikanischer Präsident könne uns am Ende nicht mehr lieb haben - ja, wozu haben wir dann den betreffenden Schreibern auf ihren Journalistenschulen beigebracht, wie man Quellen auswertet und was der Unterschied zwischen Beweisen und Indizien ist?
    Reine Geldverschwendung.
    Also vergesst das mit den Büchern! Schenkt euren Kindern lieber gleich Pumpguns! Die werden sie nämlich noch brauchen.


    So schlimm find ichs da eigentlich nicht, ging daher von meiner Seite auch nur an den Eberswalder, nich gegen den Lila Kanal...

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    Original von Motor Babelsberg
    erstmal glückwunsch an türkiyemspor für den sieg, der so auch verdient war. Knolle
    warum sollte man sich beschweren ?? türkiyem hat auch 2 platzverweise bekommen und die waren alle berechtig. wir haben nur wegen der eigenen dummheit verloren.


    und das pokalspiel warten wir noch ab, lieber rudiriot. ich bin mir sicher, dass ihr gaaaanz locker gegen rostock mindestens 3-0 gewinnt.


    Och Süßer,


    jedesmal wenn ich was über TeBe schreibe musst du deinen Scheiß an mich gesondert dazugeben, sei es hier oder der Lila Kanal...hab ich irgendwo geschrieben, dass wir Hansa wegknallen? Und klar geh ich gern in euren Block, aber nicht wegen humorlosen Stück Broten wie dir, sondern Leuten, mit denen ich mich verstehe. Der Rest ist mir doch egal - ob bei Union, 03, TeBe, Neuruppin oder sonstwo...

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    Original von hsvmola



    Sehr schön Rudi, ich sehe schon, du hast 03 würdig vertreten. Besser hätte ich es auch nicht hinbekommen. :ja: :rofl:


    Nächstes Mal kommste mit und dann rennt er doppelt schnell. ;)

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    Original von Bozkurt
    TeBe wird sich schnell wieder fangen. Es ist ja wohl ganz klar, das TeBe mit zu den Favoriten gehört. BAK und Babelsberg sind ja auch nicht gerade souverän.


    Mit einem Sieg gegen den KSC können sie sich wieder Selbstvertrauen holen. TeBe hat aufjedenfall das Potenzial KSC aus dem Pokalwettbewerb rauszukicken.


    Nach dem Spiel gestern wirds ein 0:5 Debakel gegen den KSC vor 500 Zuschauern....;)
    Und bei 4 Siegen aus 4 Spielen und 9:0 Toren kann man schon von einer Grundsouveränität sprechen oder? Sicher, waren nicht die dicksten Brocken, aber erstmal nachahmen...

    Der Anhang von RheumaKay hieß Stephan und kam aus 14482 Babelsberg. :)
    Und Allesfahrer: ich kriege dich noch, du hattest ja Schiss. ;)


    @ Andre: Danke fürs mitnehmen, gibt in jedem Falle ne Gratis-Rikschafahrt, bei mir via PN einzulösen. 8)

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    Original von Der_Schweinepriester
    rudiriot
    nachdem sich ein gast über den wiederlichen cola geschmack beschwert hat, ist der imbissfrau aufgefallen das sie ja nur coke light hatte :naja:


    Na geil, was soll ich denn da nächstes Mal noch trinken? Ich glaub, ich werd die guten alten Trinkpäckchen reanimieren und reinschmuggeln. ;)