Sorry-es MUSS leider sein!
Überall Scheiss-Deutsche!
Mit diesen Worten haben an einer Kreuzberger Bushaltestelle türkisch- und libanesischstämmige Jugendlicher Wartende angepöbelt und dann einen Busfahrer angegriffen.
Am Donnerstag um 19.25 Uhr hielt der Bus der Linie M 29 an der Haltestelle Koch-/Ecke Charlottenstraße. Als der Busfahrer die vordere Eingangstür öffnete, bemerkte er drei 16-Jährige und einen 15-Jährigen, die Wartende anpöbelten. Nach Darstellung der Polizei griffen die Jungen ohne Vorwarnung den Fahrer an und verletzten ihn im Gesicht. Der Fahrer löste die Bus-Alarmanlage aus, die Täter flüchteten. Ein Polizist außer Dienst verfolgte sie und alarmierte übers Handy Kollegen. In der Ritterstraße wurden die vier Jugendlichen gestellt. Dabei pöbelten sie den Polizeiobermeister außer Dienst mit "Scheiß-Deutscher" an, obwohl sie inzwischen wussten, dass der Beamte türkischstämmig ist.
Die Randalierer wurden festgenommen. Den 15-jährigen Haupttäter Mohammed H. führt die Polizei als Intensivtäter. Deshalb wurde er erkennungsdienstlich behandelt. Das heißt, er wurde fotografiert und musste seine Fingerabdrücke abgeben. Dann durfte er nach Hause. Nach der Feststellung ihrer Personalien entlassen wurden auch Sedat B., Burhan S. und Ancelko M.
Laut Beobachtung von Polizisten nehmen deutschfeindliche Äußerungen bei Übergriffen durch türkische oder arabische Jugendliche zu. Immer öfter würden Opfer als "Scheiß-Deutsche" oder "Schweinefresser" tituliert. Die Polizei hatte sogar geprüft, ob sie wegen des Tatbestandes der Volksverhetzung zu ermitteln hat. Das wurde verworfen. Zum einen, weil viele Täter trotz "Migrationshintergrundes" selbst Deutsche seien und so ihre eigene Gruppe beschimpften. Auch die vier Randalierer vom Donnerstag haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Andererseits regele der Paragraf 130 des Strafgesetzbuches, dass Volksverhetzung vorliegt, wenn zum Hass gegen "Teile der Bevölkerung aufgestachelt" werde. Deutsche seien aber kein "Teil"