Beiträge von Lokfan1974

    In den letzten Tagen gab es einige Gerüchte um den Kader für die Saison 2006/07 des 1. FC Lok in der Bezirksliga Leipzig. Wir bringen etwas Licht ins dunkle! Wie Trainer Rainer Lisiewicz mitteilte, ist man sich nach Eric Eiselt auch mit Stürmer Christopher Blümel und Offensivmann Marcel Hensgen von Landesligist Kickers Markkleeberg einig. Dazu kommen Stephan Knoof (Mittelfeld) und Jan Evers (Torwart) von Oberliga-Absteiger SV 1919 Grimma nach Probstheida. Von Wacker Nordhausen die Zwillinge Sven und Matthias Helmund (beide 20). Einigkeit konnte auch mit Robert Sommer (SV Nordwest) und Pierre Trinko (Wacker Alemannia Berlin/19) erzielt werden. Trinko spielte seit zwei Jahren in Berlin durchweg in der Landesliga bei der 1. Männer-Mannschaft und soll eine typische „Nummer 6“ sein. Aus der A-Jugend rücken Anton Köllner, Felix Diener, Rico Engler, Mathias Polefka und Andreas Böhland auf. Mit Lars Köster konnte dagegen keine Einigkeit erzielt werden. Verlassen werden Lok zudem Mathias Klopf, Patrick Lesser und auch Thomas Spiotta (geht zu Stötteritz). Spiotta schafft es durch sein Restaurant in Zukunft wohl nicht mehr regelmäßig zum Training und deshalb entschieden sich der Abwehrmann und die Lok-Verantwortlichen für die Auflösung des Vertrages. Stürmer André Irrgang hat sich zudem in Probstheida abgemeldet, da er in Borna einen Job angeboten bekommen hat. Trainer Lisiewicz: „Schade - dafür muss man Verständnis haben!“ Libero Frank Wimberger wird seine Karriere beenden und Torwart Enrico Gehrke steht wegen seiner Arbeit nur noch als „Stanby-Profi“ zur Verfügung (wird in der II. Mannschaft weiter spielen). Dazu werden Georg Siebert (zurück zu Rotation 1950), Dirk Vogt (der Aufwand aus Bielefeld nach Leipzig zu kommen ist einfach zu groß), Ronny Lange und Sven Böhm (sind beide vielleicht noch ein Thema für die II. Mannschaft?!) wohl nicht mehr zum Kader der I. Mannschaft gehören. Übrigens: Stürmer Thomas Wetzig steht (im Gegensatz zum Bericht in der BILD Zeitung) nicht zur Debatte und wird auch weiterhin für die Loksche auf Torejagd gehen

    Seit wann hat der Rest von Leipzig einen Vorstand??


    Soweit wie ich weiß, sitzen die alle in der so genannten "Sachsenstube" zusammen und das sagt eigentlich alles :lach: :lach:

    Winterfahrplan des 1. FC LOK LEIPZIG


    Testspiele :


    14. Januar bei Grün-Weiß Wolfen (14.00 Uhr);


    22. Januar zu Hause gegen die TSG Neustrelitz (14.00 Uhr);


    28. Januar in Lauchhammer (14.00 Uhr);


    04. Februar beim SV Liebertwolkwitz (14.00 Uhr).


    Hallenturniere :


    29. Dezember (ab 18.00 Uhr) Silvester-Cup in Riesa (WM-Halle);


    07. Januar Airwaves-Cup (ab 15.00 Uhr) in Riesa (Erdgas-Arena);


    07. Januar (ab 15.30 Uhr) Bezirkspokal-Vorrunde in Naunhof Staffel B;


    15. Januar (ab 13.30 Uhr) Hallenturnier bei Germania Chemnitz.

    Lok im Halbfinale gegen Döbeln!


    Heute Abend fand die Auslosung zum Bezirkspokal-Halbfinale statt. Demnach trifft der 1. FC Lok Leipzig (Bezirksklasse) über Ostern auf den Döbelner SC aus der Bezirksliga. Wenn die Loksche ins Finale einziehen sollte, findet das Finale im Bruno-Plache-Stadion statt. Sonst in Döbeln!

    ohne Worte


    © Leipziger Volkszeitung vom Montag, 24. Oktober 2005


    Wolfgang Frank: Bespuckt von Sachsen-Fans


    Leipzig. Wolfgang Frank ist zurück in Leipzig. Und er spricht. Über seine unvollendete Mission, den Abgang als Sachsen-Coach, Nachfolger Hansi Leitzke. Auch über Gift und Galle spuckende Fans, anstehende Abfindungsverhandlungen.
    "Ich bin keiner, der seinen Vertrag aussitzt", so Frank, dessen Kontrakt sich im Fall des Aufstieges um ein Jahr verlängert. "Wir werden eine Lösung finden." Der Ruf des 54-Jährigen hat trotz des jäh endenden jüngsten Engagements offenbar nicht gelitten, am Wochenende flatterte die erste Offerte ins Haus. Weitere werden kommen, das Trainerkarussell nimmt in diesen Tagen turnusgemäß Fahrt auf. Frank sagte dieses Mal ab. Mangels Perspektive.


    Das war in L.E. anders. "Leipzig hatte und hat Perspektive. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt, habe viel gelernt." Über den Osten, den wilden. Erwartungshaltungen, unhaltbare. Kompromisse, faule. Fußballspieler, faule. Frank wollte ein Stück weit Planungssicherheit, wollte Granaten wie Ronny Nikol und Charles Akonnor. Vier, fünf dieser Güte sollten kommen. Sie kamen nicht. Der riesige Anspruch in Umfeld, Präsidium und Fan-Kreisen blieb. "Ich hätte mit mehr Nachdruck darauf hinweisen müssen, dass wir mit dieser Mannschaft eben nicht locker Meister werden können. Auch andere Vereine haben ihre Probleme. Magdeburg ist nicht unschlagbar, Halle kämpft. Man braucht in diesem Geschäft Geduld." Wer im hiesigen Fußballnotstandsgebiet an Geduld appelliert, erntet eines: Gelächter.



    Im Vorstand hatten sie nach dem 0:1 in Plauen den Daumen gesenkt, Frank-Fürsprecher Rolf Heller musste sich dem Votum der Kollegen beugen. Wenn Schwesinger das 1:0 gemacht hätte, würden wir heute nicht über den Trainer diskutieren, soll Präsident Heller bei der Krisensitzung gesagt haben. Vielleicht hat Heller ja auch diesen in Leutzscher Fankreisen kursierenden Witz zum Besten gegeben. Oberster Richter zu Saddam Hussein: "Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht für Sie. Die Schlechte: Sie werden erschossen. Die Gute: Schwesinger schießt."


    Böser, tiefschwarzer Humor. Passend zur Lage, die sich nach dem Leipziger 2:0 gegen Pößneck und der zeitgleichen Magdeburger Pleite in Erfurt geringfügig aufgehellt hat. Frank: "Wenn wir das Nachholspiel gewinnen, sind's nur noch sechs Punkte. Wir haben noch alles in der Hand." Man beachte das wir. Gestern hat sich Frank mit seinem Nachfolger und ehemaligen Assistenten Hansi Leitzke getroffen. Man mag und schätzt sich. "Auf Hansi kann man sich wirklich verlassen", sagt der eine. "Ich habe viel von Wolfgang gelernt", der andere. Leitzke war hautnah dabei, als sein Chef bedroht und angespuckt wurde. In Grimma, nach dem 1:3. Von eigenen Fans, die so stolz sind auf ihr großes, reines Chemie-Herz. Frank hat nie darüber gesprochen. Von wie auch immer gearteten "Abrechnungen bin ich weit entfernt".



    Jetzt wünscht er "dem Hansi alles Gute". Insbesondere für die brutal wichtigen drei Partien bei den Cottbusser Amateuren sowie den Heimpartien gegen Magdeburg und dem HFC. Leitzke hat viele Probleme. Zwei davon: Ex-Stammkraft Mats Wejsfelt hat mentale Schwierigkeiten, heißt es. Und Ex-Kapitän Frank Gerster wird für den Geschmack der Bosse etwas oft in Leipzigs Kneipenszene gesichtet. Auf diesen verschlungenen Abwegen lässt sich eine Wadeneinblutung tatsächlich nur mühsam kurieren ...


    Guido Schäfer