Stelle den Bericht einfach mal online.
Quelle:http://www.sz-online.de
DSC-Kicker auf den Spuren des FC Bayern
Am 18. November 2005 stellte der Dresdner SC Fußball 98 einen Insolvenzantrag. Eine Abweisung mangels Masse soll inzwischen vom Tisch sein. Derweil kämpfen der als Insolvenzverwalter eingesetzte Rechtsanwalt Jan Gärtner, das Präsidium und ein neu gebildetes Kompetenzteam darum, den Verein einigermaßen in der Spur zu halten. Wird die Insolvenz eröffnet, steht die erste Männer-Mannschaft, derzeit Tabellenletzter der Fußball-Sachsenliga, als Absteiger in die Bezirksliga fest.
Vor knapp drei Jahren spielte der DSC noch in der Regionalliga. Durchaus bemerkenswert ist die Zusammensetzung des Kompetenzteams, an deren Spitze mit Marcus Zillich – Geschäftsführer des Dresdner Sportcenters XXL – ein aktueller Spieler steht. „Ich habe dem Verein viel zu verdanken“, begründet der Teamchef, dem Trainer Andreas Pach, Kai Lohmann (Finanzen) und Manager Torsten Mönch (Marketing) zur Seite stehen. „Unterstützt werden wir vom aktuellen Präsidium, allen voran Schatzmeister Rudolf Hadwiger. Ich hoffe, er bleibt dem Verein erhalten“, sagt Mönch. Der Steinmetz hat im Fußball viel erlebt, war in den diversen Positionen beim FV 06 in Laubegast tätig. Nach der Trennung, bei der auf beiden Seiten einiges „Porzellan“ zerschlagen wurde, nahm sich Mönch eine Fußball-Auszeit. Nun ist er mit neuen Ideen beim DSC eingestiegen.
In der „Bodyart-Wellnesslounge“ von Daniela Schmitz (Könneritzstraße) ließ er in dieser Woche die Spieler unter Anleitung eines Personaltrainers auf einer so genannten Powerplate schwitzen. „In nur zehn Minuten erreicht man etwa den gleichen Effekt wie mit einem langen anstrengenden konventionellen Training“, sagt Mönch zum neuesten Fitnesstrend. Die Powerplate ist eine dreidimensional vibrierende Platte und deckt grundsätzlich die drei Bereiche Krafttraining, Stretching und Massage ab. „Es werden fast alle Muskelfasern erreicht.“ Skepsis bleibt, doch Mönch fährt starkes Geschütz auf: „Beim FC Bayern stehen zwei Powerplates. Auch bei der Nationalmannschaft sollen sie eingesetzt werden. Und was für unsere Nationalelf gut ist, kann uns ja wohl nicht schaden“, glaubt der neue DSC-Manager. Und der finanzielle Aspekt? „Wir sind froh, dass ein Sponsor uns diese neuartige Trainingsmethode ermöglicht.“
Von Jürgen Schwarz