Stahl Riesa - Radebeuler BC 0:1 (0:0)
0:1 Felix Graage (85.)
Zuschauer: 317, einige kommen so schnell nicht wieder
Auch nach einmal drüber schlafen, wird die gestrige Leistung nicht besser. Nachdem man sich auswärts fast an die Niederlagen gewöhnt hat, geht zunehmend auch in der heimischen Feralpi Arena nichts mehr.
Radebeul ist nun wahrlich kein Gigant und muss eigentlich zwingend geschlagen werden.
Allerdings ließ schon die Aufstellung nichts gutes erahnen, so fehlten mit Wukasch, Wolf und Magula gerade die Spieler die sonst die Führung übernehmen und Andre Köhler musste als Innenverteidiger aushelfen.
Die Gäste waren dagegen ziemlich vollzählig und mit dem Willen zum Sieg.
Das Spiel begann ziemlich zäh und Radebeul hatte in der 11. Minute die erste Schusschance während Stahl danach bis zur 37. brauchte als Hannes Runge nach einem Spindler Pass am Ex Riesaer Toni Bunzel im Gästetor scheiterte.
Ansonsten glich das Offensivspiel den bisherigen Darbietungen in Auswärtsspielen, während Radebeul ab und zu mal gefährlich vorm Hesse Gehäuse auftauchte.
Nach der Pause das selbe Spiel, jedoch wurde es ab der 55. etwas besser und die Schusschancen auf beiden Seiten häuften sich. Jedoch sah es bei den Gästen immer spielerisch herausgespielt aus, während es bei Stahl zufälliger entstehend anmutete. In der 69. schließlich fand eine Runge Flanke von rechts ein Radebeuler Bein und von dort den Weg an den Pfosten. Danach verflachte das Spiel wieder und die Stahlmannschaft zog sich mehr und mehr den Unmut der eigenen Fans zu.
Die Gründe dafür hab ich eigentlich in letzter Zeit oft genug beschrieben, aber es wird nicht besser, eher schlechter.
Die Abwehr ist ersatzgeschwächt sobald nur einer der Innenverteidiger ausfällt, das Mittelfeld hat keinen wirklichen Spielgestalter und vorn in der Spitze steht ein hüftsteifer "Torjäger", der keinen Ball festmachen kann, geschweige denn verteilen. Noch dazu fehlt insgesamt das Verständnis für die eigenen Laufwege, so dass nicht mal einfache Bälle ankommen.
Allerdings gab's in der 83. plötzlich die Möglichkeit zum Sieg, als warum auch immer, Paul Kiontke und Tom Dornick am Fünfer völlig freistanden. Symptomatisch jedoch, konnten sie sich nicht einigen und Bunzel hielt den harmlosen Dornick Versuch. Fast im Gegenzug dann das Ende. Nach einer abgewehrten Ecke lenkte Graage einen Schuss von ausserhalb des Strafraums unhaltbar ab und das Spiel war entschieden. Bis zum Abpfiff des guten Schiedsrichters, Alexander Pirogov aus Görlitz, brachte Stahl auch nix mehr zustande und steht mit 11 Punkten voll unten drin.
Fazit: SO kann's nicht weitergehen!!! Natürlich war klar dass der Umbruch schwer wird. Man hat viele Leistungsträger verloren, was jedoch keine Ausrede sein kann, wenn man sich nicht mal mehr über 5 Meter den Ball zuspielen kann.
Ob man bei der Auswahl der jungen Neuzugänge ein glückliches Händchen hatte, mag ich noch nicht abschließend zu beurteilen, jedoch muss hier in der Winterpause dringend nachgelegt werden.
Ich mag ungern über den Trainer richten, er kann auch nur die Spieler einsetzen, die er hat, aber wenn man nicht einmal auswechselt, wenn es garnicht läuft, dann frage ich mich ob die Mannschaft nicht endlich mal neue Impulse braucht! Und sei es nur durch die Rückkehr von Co Enno Rühle auf die Bank. So jedenfalls taumelt man dem Abstieg entgegen.
Mal sehen ob ich nächste Woche überhaupt noch jemanden finde der mit nach Markranstädt mitkommt, denn der Aufsichtratsvorsitzende verweigert schon wieder und es werden wohl nur noch die treuesten der Treuen unterwegs sein. Zur Not spielt ja auch noch unsere 2. Männermannschaft und die hat im Kreispokal auch Unterstützung nötig.
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