DER WOLF GEHT WIEDER UM
Rapid Chemnitz -Stahl Riesa 2:5 (0:1)
1:0 Felix Henning (17.)
1:1 Paul Kiontke (42.)
1:2 Norman Gründler (45+1)
2:2 Belmin Mesan (67.)
2:3 Johann Rendler (81.)
2:4 Jerome Wolf (88.)
2:5 Philipp Schröter (90+3)
Zuschauer: 111 zahlende
Es gibt so Tage da fragt man sich ob es sich überhaupt lohnt auswärts mitzufahren. Heute war so einer und wer nicht dabei war ist selber Schuld.
Die Suche nach nem Mitfahrer gestaltete sich aussichtslos. Da kamen nur Absagen mit solchen Begründungen wie, Norwegen, Auswärtsspiel der Zweiten (is OK), krank, mir is kalt und hab keine Lust. So fuhr ich allein und auf der Hinfahrt war das Wetter noch annehmbar. In Kappel pfiff es ganz schön über die Tribüne und nach 10 Minuten begann der Regen, der bei 4 Grad bis zur Ankunft zu Hause durchhielt. Ausser mir waren vielleicht noch 40 Stahlfans, darunter 17 Zugfahrer, anwesend und sahen den 4. Sieg im 5. Spiel.
Stahl mit fast vollständiger Kapelle begann noch recht gut, jedoch stellten sich rasch die üblichen Probleme im Spiel nach vorn ein. Rapid gerade im Spielaufbau mit deutlich präziserem Spiel, aber an der Durchschlagskraft hapert es auch. So fiel der Führungstreffer auch eher zufällig. Eine Ecke wird aus dem Stahlstrafraum befördert und fällt am Mittelkreis Florian Henning vor die Füße. Er haut einfach mal drauf, der Ball fliegt in einem halben Meter Höhe schnurgerade aufs Tor zu und schlägt im vom erstarrten Alex Goldhammer aus gesehenen, rechten unteren Eck ein. Mehr gebe es eigentlich zur ersten Hälfte nicht zu erzählen, hätten nicht die Gastgeber kräftig mitgeholfen. Einem verunglückten Pass in die Tiefe auf rechts geht Philipp Schröter nach, der Verteidiger will ihn vor der Grundlinie wegblocken, blockt jedoch ins Leere und Philipp zieht mit dem Ball in den Strafraum, Pass auf Paul Kiontke, Ausgleich. Ich hatte gerade das Telefon wieder eingesteckt, 4 Ticker sind bei dem Wetter auch die Hölle, da flog der Ball von irgendwo her lang an die Strafraumgrenze, wo Norman Gründler mit einem Chemnitzer hochspringt und den Ball, ich glaub, mit dem Knie über den herausgekommenen Toni Wolf hebt.
Danach war Pause und man fragte sich was da gerade passiert war.
Ich fügte noch ein Kapitel zur Geschichte, Ich und der Rapid Imbiss, hinzu. Bekam ich im Frühjahr noch die kleinste Bratwurst vom Grill, gab's diesmal erst gar keine. So nahm ich eine Bockwurst und bekam eine bestenfalls warme mit einer halben Scheibe Mischbrot. Hammer! Gibt's in der Feralpi Arena aus Sparsamkeitsgründen nur noch Toastbrot, so ist das hier dann endgültig die Gourmethölle.
Zurück zum Spiel.
Rapid versuchte nun den Ausgleich zu erzielen und kam meist gut bis an den Strafraum, aber dann war ebend Schluss. Stahl hatte nun mehr Platz und versuchte sein Glück über aussen. Dabei sprang aber maximal ein Lattenkopfball von Philipp Schröter heraus. Rapids Ausgleich entstand dann mit gültiger Mithilfe von Alex Goldhammer. Eine Flanke von rechts wird lang Richtung langes Eck er streckt sich, bekommt den nassen Ball, mit ausgestreckten Armen im Fallen zu fassen, befördert ihn beim Ranziehen aber wieder Richtung Flankenherkunft, wo Belmin Mesan dankend annimmt.
Schirineuling Florian Ordon fiel nun zunehmend mit umstrittenen Entscheidungen auf. Einem abprallenden Ball läuft Marvin Reinkober hinterher, Rapid Torhüter trifft beim Abwehrversuch Ball und Marvin, da hätte er, nach Maßstab eines früheren Fouls, auch Strafstoß geben können. So musste Marvin Reinkober verletzt raus und Trainer Küttner ließ ein lautes Willy... Jerome über den Platz schallen. Willy kam gleich rein, während der alte Mann nach 75 Minuten den Platz betrat. Gestern hatten wir uns noch beim LK Spiel in Meissen getroffen und geflachst... 75. Einwechslung und das Siegtor erzielen. Es kam wesentlich spektakulärer. Nach 5 Minuten bekam er den Ball von links in die Mitte, guckt und spielt einen genialen Pass in die Schnittstelle der Chemnitzer Abwehr, von links kommt der durchgelaufene Johann Rendler, Paul Kiontke lässt weg, Johann spielt noch den Torwart aus und versenkt zum umjubelten Führungstreffer. Rapid reagierte mit der letzten Offensive, die aber eher ungenau war und die Stahlabwehr kaum ins Schwitzen brachte. In der 88. schlugen sie einen Ball hinten raus auf Jerome im Mittelkreis, der den Ball,umringt von 3 Verteidigern annimmt und aus dem Augenwinkel (seine eigenen Worte) sieht, dass der Torwart an der 16 steht. So haut er fast von der Mittellinie, aus der Drehung aufs Tor und der Ball senkt sich rechtzeitig ins Netz. Der Wahnsinn für ihn,nach der monatelangen Verletzungspause, den er mit einem Sprint zur Eckfahne, unter Verlust des Trikots, feiert. Damit aber noch nicht genug. Ordon zeigte 4 Minuten Nachspielzeit an und Rapid drängte immer noch nach vorn, was natürlich Konterräume öffnete. Einer ging daneben, doch der 2. saß. Ball hinten raus, Pass zu Jerome, der sich auf links durchsetzt und aus dem Halbfeld mustergültig auf Philipp Schröter flankt. Dessen Kopfball schlägt zum Endstand von 2:5 ein.
Jetzt war's endgültig ein gelungener lohnenswerter Sonntagsausflug, mit einem strahlenden Helden:
Der alte Mann!
Fazit: Mit sich bessernden spielerischen Leistungen, erkämpft sich die Mannschaft die Punkte 10- 12. Ein richtiges System ist zwar immer noch nicht zu erkennen, doch irgendwie kommen wir zu Toren und hindern den Gegner daran welche zu erzielen. Nun sind wir bei 12 Punkten, nächste Woche kommt Glauchau und da haben wir aus dem Frühjahr noch was gutzumachen! 15 Punkte wären wirklich nicht schlecht! Das wird auch erst mal mein letztes Stahl Live Spiel, da ich in 2 Wochen Bereitschaft hab und anschließend wieder in die Sonne verschwinde. Da dürfen sich dann hier wieder Andere schaffen, bevor ich zum letzten Spiel gg. Lößnitz wieder da bin.
Bilder is heute nicht..... Er ist Krank. Gute Besserung!
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Ein richtig schöner Tag ![]()
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