Ungar Löw auf dem Sprung
Am Mittwoch erwischte der kicker Zsolt Löw per Telefon noch in Budapest. Doch der Ungar war schon auf dem Sprung. "Am Donnerstag komme ich nach Cottbus, um mein Haus auszuräumen", erzählte der 26-Jährige.
"Danach geht es weiter." Wohin? "Nach Norden." Also nach Rostock. "Ja, ich hatte gute Gespräche mit dem Verein, auch mit Trainer Jörg Berger, der mir auch schon seine taktische Vorstellungen erläuterte." Der Nationalspieler, der auch Angebote vom 1. FC Köln und Bielefeld hatte, entschied sich also endgültig für Hansa. Der eminent laufstarke, dynamische Mittelfeldspieler ist auf mehreren Positionen einsetzbar. Seine Lieblingsposition ist zwar die linke offensive Außenbahn, doch er steht auch links in der Vierer-Abwehrkette oder im zentralen Mittelfeld seinen Mann. Löw ist durch seine Vielseitigkeit mehr als eine Alternative zum defensiven Ronald Maul und zum offensiven Thomas Rasmussen, der ohnehin noch immer Abwanderungsgedanken hegt. Er kam 2002 von Ujpest Budapest nach Cottbus und bestritt für Energie 31 Bundesliga- und 48 Zweitligaspiele. Was ihm mit Cottbus nicht glückte, will er nun mit Hansa schaffen: "Den sofortigen Wiederaufstieg."