Wer gedacht hatte, mit dem FC Grunewald käme ein Team an die Rennbahnstraße, daß im Kampf gegen den Abstieg kratzen und beißen würde, um jeden Meter des Platzes fighten und keinen Ball verloren geben würde, der sah sich gewaltig getäuscht. Mit der gestrigen Vorstellung haben sich die Grün-Weißen nachdrücklich um einen Platz unter den letzten Dreien der Staffel beworben.
Von daher ist es diesmal gar nicht so einfach, eine klare Einschätzung der eigenen Mannschaftsleistung zu treffen. Fakt ist, daß man eine Pflichtaufgabe ungefährdet erfüllt hat und nebenbei auch noch etwas für das Torverhältnis getan hat. Weiterhin bleibt festzuhalten, daß wir immer dann positiv in Erscheinung traten, wenn wir geradlinig, mit viel Tempo und wenigen Ballkontakten unsere Angriffe vortrugen. Vor Allem in der ersten Hälfte wirkte Grunewald in diesen Situationen oft hoffnungslos überfordert, psychisch wie physisch.
Aus blau-gelber Sicht muß aber halt auch gesagt werden, daß die Phasen, in denen man zu nachlässig, zu unvariabel und ohne die nötige Ruhe und Souverenität aggierte, einfach noch zu groß waren (vorrangig in Halbzeit 2). An einem schnelleren Erkennen bestimmter Spielsituationen (Stichwort Spielverlagerung), sowie bewußteren und zielgerichteteren Tempowechseln müssen wir weiter hart arbeiten. In diesen Bereichen verfügen wir noch über eine Menge Reserven. Das Wettkämpfe, wie der von gestern Abend, geradezu prädestiniert sind, um diese Dinge für uns selbst voranzubringen, sollten wir in Zukunft noch mehr verinnerlichen.
Aber gut, es ist halt manchmal auch nicht so einfach die Spannung aufrechtzuerhalten, wenn der Gegner einen selbst so wenig gefährden und fordern kann. Und da ja morgen schon die nächste Partie ansteht, sollten wir uns dann auch auf die Berliner Amateure konzentrieren und Grunewald abhaken.
Das morgige Spiel bietet uns von Neuem die Gelegenheit unser gewachsenes Potential unter Beweis zu stellen und an unseren Schwächen zu arbeiten. Auf ein gutes Spiel aus blau-gelber Sicht und ein hoffentlich positives Ergebnis.
P.S.: Noch eine Anmerkung am Rande. Unsere 7 Tore aus dem Grunewald-Spiel wurden von 7 verschiedenen Spielern erzielt. So konnte also fast jeder noch etwas für sein persönliches Selbstvertrauen tun. Prima. ![]()
Mit sportlichen Grüßen von der blau-gelben Rennbahn. ![]()