Beiträge von BRB-Jörg

    @ Warlock: Okay, das clever hätte ich besser in Anführungszeichen setzen sollen. Denke aber, dass der Inhalt trotzdem verständlich ist und die Leute wissen, was ich gemeint habe.


    @ Jacksack: Das mit den Sperrfristen ist eben so im Reglement. Sicherlich ist es überlegenswert, ob man dies nicht in bestimmten Fällen umgehen können sollte, aber wenn man an dieser Regelung kratzt, entwickelt sich ein Fass ohne Boden. Ansonsten ist ja für mich das Szenario denkbar, dass es bei jedem Verein dutzende Wechsel innerhalb einer Saison gibt und Fußball noch mehr eine Sache wird, die nicht mehr auf dem Platz entschieden wird. Angenommen folgender Fall: Biran spielt bei Union schlecht und haut nem Mitspieler aufs Maul. Dadurch wird er fristlos gekündigt. Kein Problem, Cottbus II nimmt ihn gerne und er bekommt auch nen Arbeitsvertrag. Auch da verhält er sich schlecht und ist vielleicht in irgendwelche Machenschaften verwickelt. Wieder fristlose Kündigung, aber egal, Dynamo Dresden sucht bis zum Rest der Saison noch nen Stürmer. Schon hätte er innerhalb einer Saison bei vier verschiedenen Vereinen einer Liga gespielt. Klar, weit hergeholt. Aber möglich, wenn man Regelungen wie Sperrfristen außer Kraft setzt. Damit schafft man eher noch mehr Betrugsmöglichkeiten und eventuelle Schlupflöcher, als diese einzudämmen. Ne schwierige Sache, das ist klar, und ich habe auch keine Patentlösung. Generell halte ich es für gut, wenn es erlaubt wird, dass ein Spieler ohne Sperrfrist wechseln darf, wenn er vorher arbeitslos gemeldet war und bei nem anderen Verein einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsvertrag erhält. Allerdings muss man das einschränken. Zum Beispiel, dass ein solcher Wechsel Spielern nur einmal pro Saison erlaubt wird oder ähnliches.

    Also ganz ehrlich... Hab mir das Video angesehen, und kann mir kaum vorstellen, dass das auch nur ansatzweise ernst gemeint war. Heutzutage lachen wir auch über "Hetler" in den Wixxer-Filmen oder andere Parodien. Grad nen polnischstämmiger (!) Rapper (!) mit ner schwarzen (!) Freundin wird mit Sicherheit kein Nazi sein. Sorry, aber die ganze Sache ist für mich lächerlich. Zwar kein besonders geglückter Spaß, ein Fettnäpfchen im politisch korrekten Deutschland, aber mehr eben auch nicht.

    @ paule03: Ich gehe meinem Hobby, Fussball und Stahl im besonderen, pro Woche mindestens 25 Stunden nach.


    @ Respeckt: Schwarzarbeit wirste ihm nicht nachweisen können. Ich denke mal, wenn er mehr als 150 € im Monat bekommen hat, wird er den Rest bar auf die Hand bekommen haben, damit es nirgends nachweisbar ist. Und ich sag's mal so: Es kann mir ja zum Beispiel auch niemand verbieten, dass ich Dir jeden Monat 100 Euro schenke. Warum soll man es beispielweise einem Babelsberger Sponsor verbieten können, Biran jeden Monat was zu schenken? Das muss ja nicht mal was mit dem Fussball zu tun haben.


    Wie gesagt, alles mögliche Beispiele, mehr nicht.

    Naja, ich hatte es eben eher so verstanden, dass der "Vertrag zum Fussballspielen" aufgrund der Arbeitslosigkeit zustande kommen konnte. Da die Arbeitslosigkeit nicht mehr gegeben ist, wenn ein ordentlicher Vetrag unterschrieben wird, finde ich es schwierig anzuerkennen, dass der quasi Sekundärvertrag dann auf einmal noch problemlos gelten soll und im besten Fall den Primärvertrag verhindert. Zudem Union als neuer Arbeitgeber sich ja auch eigentlich mit der Nebentätigkeit des Arbeitnehmers Biran, nämlich für Babelsberg Fussball zu spielen, einverstanden erklären müsste - was sicherlich nicht eintreten würde. Ist ja auch klar, der Arbeitsvertrag steht an erster Stelle, Babelsberg als Bereitsteller der Nebentätigkeit sollte hingegen nach meiner Auffassung nicht die Haupttätigkeit bei Union verhindern können. Also noch eine Klippe.


    Die Frage ist halt auch, was ist der Primär- und was der Sekundärvertrag? Gilt "primär" für den zuerst bestehenden Vertrag oder für den, der mehr Geld einbringt bzw. sozialversicherungspflichtig ist? Nochmal: Er hatte bei Babelsberg einen gültigen Vertrag. Zwar auf geringfügiger Basis, aber er wird trotzdem nicht automatisch nichtig, nur weil der Spieler woanders unterschrieben hat. In diesem Fall gelten beide Verträge. Union wird sicherlich nicht mit der "Nebentätigkeit" einverstanden sein, deshalb ist es für Union eine Leichtigkeit, ihren Vertrag für nichtig erklären zu lassen, da von Seiten des Spielers ja die Vertragsgrundlage nicht erfüllt wird. Dennoch: Babelsberg hätte auch einen Anspruch auf Erfüllung des Vertrags gehabt. Ganz davon abgesehen, dass dieser von den Gerichten vermutlich zum Kippen gebracht worden wäre. Aber Nulldrei war auf dem Papier im Recht und hätte deshalb auch Anspruch auf eine Ablöse gehabt. Denn Biran konnte bzw. wollte den Vertrag, den er mit Babelsberg hat, ja nicht mehr erfüllen. Dies hat sich ja wohl erledigt, weil Biran auf ausstehende Prämien verzichtet hat.


    Den Rest Deines Beitrags kann ich zu großen Teilen unterschreiben. Moralisch seh ich es genauso wie Du - wenn ein arbeitsloser Spieler irgendwo nen Job bekommt, soll man ihn ziehen lassen, denn Arbeit geht immer vor. Allerdings gibt es für solche Zwecke auch Wechselfristen, die nicht fallen sollten. Denn ansonsten ist, wie weiter oben geschrieben, Wettbewerbsverzerrung Tür und Tor geöffnet. Auch Amateurvereine, die ihren Spielern nur wenig oder gar kein Geld zahlen, sollten ihre Spielserien planen können. Sprich: Dass wichtige Spieler nicht mitten in der Saison einfach gehen. Und ja, sie sollten auch das Mittel haben, einen Transfererlös verlangen zu dürfen. Nicht nur als Aufwandsentschädigung für die Ausbildung von Spielern, sondern eben auch als Ablösesumme, um den personellen Verlust wieder ausgleichen zu können. Dahingehend ist das vom DFB praktizierte System schon gut. Nur gibt es, wie vorliegender Fall beweist, eben auch Lücken, die geschlossen werden müssen. Ein meiner Meinung nach denkbarer Ansatz wäre eine festgeschriebene Ablösesumme für Amateurspieler, die woanders einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeit-Arbeitsvertrag mit einem Mindestverdienst von Summe X unterschreiben. Natürlich unter Berücksichtigung der Wechselfristen. Allerdings in diesem Fall auch zur Not ohne Zustimmung des abgebenden Vereins, der nach dem Eingang der Ablösesumme nicht mehr das Recht haben darf, den Spieler zu sperren. Die festgeschriebene Ablösesumme könnte man ja nach den Jahren der Mitgliedschaft beim abgebenden Verein staffeln.


    Davon abgesehen: Union hat in diesem Fall nichts falsch gemacht, dass wollt ich auch mal sagen.

    @ el kurzo: Ohne Hassgesänge und Pöbelei? Verstehst Du das etwas, was die singen?


    Ansonsten: Vor Ort isses mit Sicherheit sehr geil, aber wochenlang vor der Glotze? Dann muss ich wohl mal nen Tag Pause machen, am besten morgen... :-D


    @ chemie rot-weiß: Alle Spiele kommen live auf Eurosport. Je Nachspielplan. Gestern 16, 18 und 20 Uhr.



    Wenn man Deinen Beitrag so liest, dann glaubt man nicht, dass Du alles durchgelesen hast. Nicht die Praxis an sich ist das Problem, sondern


    1) dass der Spieler vorher einen Arbeitsvertrag hatte, und durch den Vertrag bei Babelsberg aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung herausgenommen wurde, auf Kosten des Steuerzahlers.


    2) dass die Vereine, bei denen Du das kennst, mit Sicherheit nicht in einer Profiliga spielen.


    3) dass Biran durch Prämien noch mehr verdient hat, als er es rechtlich darf (durch den Verzicht auf das, was ihm gar nicht zusteht, hat er jetzt die Freigabe bekommen).


    4) dass Babelsberg ihn sperren lassen wollte, obwohl er einen sozialversicherungspflichtigen Job angeboten bekam, zu dessen Annahme er verpflichtet ist.


    Der Rest steht auf den letzten sieben Seiten!


    ;)

    @ Jacksack: Richtig, der DFB unterwirft sich den Normen. Auch das Arbeitsrecht gehört dazu. Das Arbeitsrecht beinhaltet aber auch Verträge auf geringfügiger Basis. Und geht es nach Deiner Argumentation, werden diese, sobald jemand eine Vollzeitstelle angeboten bekommt, außer Kraft gesetzt. Das geht aber nicht, auch "kleinere" Verträge haben Laufzeiten oder Kündigungsfristen, die an das Vertragsrecht gebunden sind. Unter diesem Gesichtspunkt bewerte ich auch Arrangements bei Fußballvereinen. Fußballer erklären mit einem Beitritt zu ihrem Verein und dem Beantragen des Spielerpasses, dass sie für diesen Verein spielen wollen. Sie erkennen damit auch die Wechsel- und Sperrfristen an.


    Und wie gesagt: So blöd wie es auch klingt, kein abgebender Verein kann einem Spieler untersagen, einen Arbeitsvertrag bei einem anderen Club zu unterschreiben. Der Vertrag wird gültig. Der abgebende Verein hat jedoch das Recht, den Spieler sperren zu lassen, außerhalb der Wechselfristen geschieht das ohnehin. Und dabei sollte es auch bleiben, weil ansonsten jedweder Form von Wettbewerbsverzerrung Tür und Tor geöffnet ist.

    Habe bisher alle drei Spiele geschaut, und bin positiv überrascht. Das Niveau ist bisher deutlich höher als vor zwei oder vier Jahren. Einzig die Art der Stimmung auf den Rängen gefällt mir nicht - nix Einheitliches, nur wildes Herumtröten. Naja, andere Länder haben halt andere Sitten. Richtig stark war heute Marokko (5:1 gegen Namibia), wobei der Gegner auch viele Fehler machte. Hoffe, das Niveau hält sich. Kamerum drückt ich traditionell die Daumen. Und ich würde mich auch freuen, wenn Sambia nach dem Flugzeugabsturz der Nationalmannschaft vor 15 Jahren wieder ein Stück näher an die kontinentale Spitze rückt. Dahin, wo sie damals waren...

    @ Jacksack: Fußballvereine unterwerfen sich mit der Teilnahme am Spielbetrieb der Gerichtsbarkeit des DFB. Und dabei sollte es auch bleiben, es sei denn es geht um den Mißbrauch von Sozialleistungen wie evtl. in diesem Fall.


    Ansonsten hat Mola vollkommen Recht, zumindest wenn die Amateurspieler arbeitslos sind. Stelle Dir mal Folgendes vor: Ein Verein steht vor den entscheidenden Wochen der Saison und kämpft um den Aufstieg. Angenommen, zwei Spieler der Mannschaft sind arbeitslos (was heute ja nichts Besonderes, sondern der Durchschnitt ist). Der größte Rivale hätte dann die Möglichkeit, den Spielern Arbeitsverträge anzubieten. Und die müssten, weil vom Gericht dazu verdonnert, zum anderen Verein wechseln.


    Ganz ehrlich, das kann es doch nicht sein, oder?