Beiträge von Rimbauds_Absinth

    NFV Gelb-Weiß Görlitz 09 - BSG Chemie Leipzig 1:3 (1:0)


    Zuschauer: 543 (350 Gäste)


    Tore: 1:0 Schneider (15.), 1:1 Haufe (65.), 1:2 Karau (77.), 1:3 Markus (88.)


    Selten zwei so unterschiedliche Spielhälften gesehen! Görlitz in der ersten Halbzeit ganz stark, so Chemie hinten eingeschnürt hat noch kein anderes Team. Das 1:0 schmeichelhaft für Chemie, die nach dem 0:1 völlig von der Rolle waren, Fehler über Fehler kreierten und nichts dem starken Gastgeber entgegensetzen konnten. Nach der vielleicht schwächsten Halbzeit folgte von Chemie die wohl stärkste Hälfte der Saison. Mit guten vorangegangenen Chancen den Ausgleich durch den eingewechselten Haufe verdient. Dann die spielentscheidende Szene, als Russek - wie schon im Hinspiel - sich nicht im Griff hat und völlig zurecht mit Rot runter musste, übrigens genau in der selben Minute wie beim Hinspiel (70.), kurios! Aber der Reihe nach:


    Bei nasskalten Nieselregenwetter bleibt sowohl der Heim- als auch der Gästeblock deutlich leerer, als dass in einem Sommerspiel der Fall gewesen wäre. Dennoch ansehnlich der Gästeblock mit 350 Chemie-Fans. Chemie muss wieder einmal seine erfolgreiche Elf umstellen, der zentrale Kopf Schmidt fehlt wegen Gelb-Sperre. Da auch sein Partner im zentralen Mittelfeld, Reich, seit Wochen ausfällt, war man auf Leutzscher Seite gespannt, wie Trainer Schönitz diese Lücke füllen wird. Neu im Team Abwehrspieler Portleroy, dafür Wolf auf Rechtsaußen und der eigentliche Flügelflitzer Sauer als Regisseur. Mit dieser Umstellung sollte das Trainergespann, wie sich später herausstellen sollte, völlig daneben liegen. Jedoch beginnt Chemie gut, hat in den ersten Minuten deutliche Ballbesitz-Vorteile und das Spiel findet fast ausschließlich in der Hälfte von Gelb-Weiß statt. Eine gute Chance kann dabei aber nicht erspielt werden, dafür steht die großgewachsene Defensive von Görlitz zu sicher. Nach zehn Minuten verlagert sich das Spielgeschehen völlig. Kajcas abgefälschter Ball ist noch kein Problem für den in Hälfte 1 etwas wackligen Kotzbau. In Minute 15 dann ein Zuckerpass von Abwehrspieler Odrzywolski quer übers Spielfeld, mitten in den Lauf von Kajca, der den Ball gekonnt annimmt, flach nach innen spielt, Chemie-Kapitän Karau rutscht am Ball vorbei und Schneider braucht nur noch den Fuß hinhalten - der Ball rollert unter Kotzbau hindurch zum 1:0 für Görlitz. Zu diesem Zeitpunkt ein nicht wirklich anbahnender Treffer, aber Görlitz sollte sich in der kommenden halben Stunde die Führung redlich verdienen. Übrigens ist es der erste Gegentreffer für Chemie gegen eines der Top-9-Teams der Liga. Chemie wackelt nach dem Rückstand gehörig und Görlitz will das ausnutzen, vor allem Regisseur Sentivan lässt den Ball auf rutschigem Boden schön laufen, genau so ein Regisseur fehlt bei Chemie nun völlig. Sentivan ist es auch, der eine Chance für Marx einleitet, der Goalgetter kann aber den Ball nicht platzieren, so dass Kotzbau keine Probleme hat. In der 24. Minute ein weiterer haarsträubender Fehler von Karau, der unbedrängt den Ball einen Görlitzer in die Beine schiebt. Görlitz spielt dabei schnell nach vorn, Kajca flankt, Kotzbau kommt nicht an den Ball und Marx köpft auf das leere Tore, der Ball wird aber von Trogrlic kurz vor der Linie geklärt. Riesenglück für Chemie in dieser Situation. Görlitz drückt weiter, wieder verliert Karau einen Zweikampf in der eigenen Hälfte, wieder kommt Marx zum Abschluss, Kotzbau hält. In der 34. Minute erneut Glück für Chemie, genauer für den zum Teil überforderten Wolf, der in seinen Gegenspieler Russek rutscht und sich nicht hätte beschweren dürfen, wenn der Schiri Foul gegeben und den Spieler mit Gelb-rot vom Platz gestellt hätte. Zumindest Freistoß hätte es da geben müssen. Ansonsten das Schirigespann sehr kleinlich, pfeift jedoch auf beiden Seiten viele Freistöße, die man nicht zwingend pfeifen muss. Auch in den Folgeminuten Görlitz am Drücker gegen immer unsicher agierende Leutzscher. Einer der vielen Freistöße für Görlitz aus dem Halbfeld landet bei Odrzywolski, der dabei von einem Stellungfehler von Keeper Kotzbau profitiert, den Ball aber nicht aufs Tor bekommt - die nächste gute Chance für den NFV. Eine Minute später verzieht Russek freistehend aus 20 Meter, wieder Glück für Chemie. Der Gästeblock sichtlich unzufrieden mit der Vorstellung der eigenen Mannschaft, "Chemie erwache" schallt vereinzelt aus dem Block, wobei die meisten Chemie-Fans einfach nur noch den Halbzeitpfiff ersehnen, möglichst ohne weiteren Gegentreffer. Immerhin kann Markus durch einen Freistoß aus 30 Meter den für dieses Spiel neu ins Tor kommenden Wochnik prüfen. In den letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit passiert nichts mehr - allgemeines Aufatmen bei allen Leutzschern, sicherlich einschließlich der Spieler und des Trainergespanns.


    Die zweite Halbzeit bringt gleich mal zwei Korrekturen bei Chemie mit sich. Sauer und Wolf machen Platz, Engelbrecht und Haufe kommen rein. Und diesmal sollten die Trainer auch richtig liegen. Denn zum einen gehört wieder die Anfangsphase Chemie, zum anderen sind es immer wieder Engelbrecht und Haufe, die ihre Mannen nach vorn treiben. Fast alles geht nun über deren rechte Seite. Nach nur wenigen Sekunden in Halbzeit 2 kann Engelbrecht zum ersten Mal aus aussichtsreicher Position abschließen, trifft den Ball aber nicht richtig, vorbei. 5 Minuten später ist es wieder Engelbrecht, der zum Abschluss kommt, aber vorbei köpft. Görlitz kommt kaum noch nach vorn. In der 54. Minute die bis dahin beste Chance für Chemie, Haufe flankt von rechts, Jentzsch köpft mustergültig gegen den Lauf von Wochnik, haarscharf vorbei, da wäre der Keeper machtlos gewesen. Nur zwei weitere Minuten später probiert es Müller mit einem Distanzschuss aus 20 Metern, auch knapp vorbei, diesmal wäre Wochnik aber wohl zur Stelle gewesen. Chemie wie verwandelt! Der starke Haufe in der 58. Minute mit der nächsten Maßflanke von rechts, wieder kommt Jentzsch aus Nahdistanz zum Kopfball, diesmal knapp drüber. Dann auf einmal doch wieder Görlitz, in der 61. Minute schlägt Wochnik ab, der Ball geht zentral durch das heute oft etwas verwaiste Leutzscher Mittelfeld und auf einmal steht Marczak frei vor Kotzbau, der aber in dieser Szene stark seine Qualitäten im eins zu eins ausspielt. Auf der Gegenseite gibt es Freistoß aus 20 Metern für Chemie. Haufe läuft an und trifft genau in den Winkel - ein Traumtor. (PS. Hier von einer "krassen Fehlentscheidung" was die Freistoßentscheidung betrifft, zu sprechen, halte ich für stark übertrieben, man lese dazu mal den Ticker der Görlitzer zwei Minuten vorher, da war es noch eine "fragliche" Entscheidung ... also zusammengefasst: bei der kleinlichen Linie des Schiris war das für mich genauso ein Freistoß wie die anderen auch). Dann die Szene, die wohl spielentscheidend ist. Russek wird gefoult und hat sich wie im Hinspiel nicht unter Kontrolle, streckt Karau mit einer klaren Kopfnuss nieder, während Heyse angerannt kommt und sich Russek zu Brust nimmt, der auf einmal per Schauspieleinlage urplötzlich hinfällt und sich den Kopf hält - eine dämliche und peinliche Aktion des Görlitzers, der zurecht mit glatt Rot runter muss, während Heyse für sein "Zu-brust-nehmen" mit Gelb ebenso das richtige Kärtchen gezeigt bekommt. Übrigens in dieser Szene auch keine Proteste auf Görlitzer Seite. Danach muss sich das Spiel für ein paar Minuten etwas beruhigen, ehe Chemie anfängt seine numerische Überlegenheit auch auszuspielen. Dennoch muss eine Standard herhalten. Nach einer Ecke köpft Engelbrecht aufs Tor, Wochnik kann noch parieren, ist aber beim Nach-Kopfball von Karau chancenlos (77.). Grenzenlose Freude im Gästeblock, wo man viele ungläubige Gesichter sieht, da noch immer die schwache erste Hälfte in den Köpfen steckt und das Wissen, dass das Spiel schon für Görlitz hätte entschieden sein können. In den folgenden Minuten drückt Görlitz noch mal nach vorn, trotz Unterzahl, Chemie in diesen Minuten zu passiv und zu vielen kleinen unnötigen Gegner-Berührungen, die auch jetzt weiterhin allesamt abgepfiffen werden. So kommt Görlitz noch einmal zu einer Kopfballchance, aber Kotzbau pariert und ist wieder ganz der Alte. Im Gegenzug macht der heute eher unglückliche Markus alles klar - einen hohen Ball nimmt er im Strafraum gekonnt an, lässt dabei seinen Gegenspieler ins Leere laufen, und schiebt anschließend eiskalt ins linke Eck ein (88.). Die Entscheidung. Und mehr sollte auch nicht mehr passieren.



    Fazit:

    Chemie geht als Spitzenreiter in die Winterpause. Wie in Riesa hatten sie auch heute das nötige Glück, um ein enges Spiel letztendlich erfolgreich zu gestalten. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit aber auch kein unverdienter Sieg. Görlitz präsentierte sich eine Halbzeit lang bärenstark, da habe ich nichts mehr auf unsere Mannschaft gegeben. Doch da haben mich unsere Jungs eines Besseren belehrt, das war ein grandioses Jahr für uns :schal2:


    Spieler des Spiels:


    Tobias Haufe & Louis Engelbrecht - die beiden zur zweiten Halbzeit eingewechselten Leutzscher spielten groß auf, starteten Angriff über Angriff auf ihrer Seite und drehten mit einem Traumtor (Haufe) und einer Vorlage (Engelbrecht) das Spiel.

    Also, auf einen guten letzten Spieltag in diesem Jahr! Das Wetter hat durchgehalten, es wird also nur ein Spiel (Schiebock-Chemie) in der Tabelle fehlen, gabs auch selten.


    Für uns gehts morgen nach Görlitz, dass ist das weiteste Auswärtsspiel, vielleicht werden es trotzdem 500 Chemie-Fans. Beim letzten Heimspiel von Görlitz waren 193 Zuschauer, diesmal rechne ich mit 762-856. Mit dem Zug aus Leutzsch anreisen ist nicht ganz ohne, ist man 4 Stunden (plus 30 min zum Stadion Junge Welt) unterwegs, ich machs trotzdem. Also auf ein gutes, faires Spiel (auch auf den Rängen) in Görlitz. Ein Pünktchen für beide wäre doch ganz fair? ;) :schal2:


    Ansonsten mal schauen was so in den anderen Spielen passiert. Kann Riesa mal wieder gewinnen? Nach der guten Leistung gegen Chemie sollte das gegen Heidenau möglich sein. Mal sehen, ob Schiebock gegen Kamenz weiter nachlegen kann. Ich tippe ja auf ein Unentschieden und einen kleinen Dämpfer für die zuletzt Erfolgsverwöhnten. Ranninger, wenn er spielt, wird kurz vor Schluss für Kamenz gegen seinen Ex-Club zuschlagen.


    Soviel dazu, vielleicht gibt es zum Abschluss des Jahres ja noch ein paar Spielberichte von euch!? :schal2:

    Also "robust" ist für mich ein Kompliment. Als Trainer wäre ich ziemlich angefressen, wenn meine Truppe nicht "robust" auftreten würde. Und Chemie wäre ganz sicher nicht so weit von den Abstiegsrängen entfernt, wenn sie nicht fast jedes Spiel sehr robust bestritten hätten. Immerhin hat Chemie in den Spielen gegen die Top 9 der Liga keinen einzigen Gegentreffer in der Hinrunde geschluckt. Kampf und Robustheit erwarte ich als Fan einfach.

    Also ein 0:4 in Schiebock ist nicht so unrealistisch ... gibt es denn ein heimstärkeres Team in der Liga? Und das nicht erst seit dieser Saison. Übrigens wäre dann ja Schiebock Herbstmeister, haha, und dabei wurde da schon wieder so sehr rumgenörgelt, dass man denken könnte, die spielen gegen den Abstieg. Hoffentlich hat der 1:0 Sieg und der Frei-Glühwein gestern alle versöhnt. Letztendlich sind ja doch die Teams oben, die alle erwartet haben. Eilenburg, Grimma, Schiebock ... die drei Staffelfavoriten vor der Saison können noch vom Aufstieg träumen. Dazu die beiden Leipziger Clubs und vielleicht ab kommenden Sonntag dann auch Görlitz, die bisher recht unbeachtet Pünktchen für Pünktchen einsacken.

    Also unsere Ultras werden wohl alt, die sind ja extrem ruhig geblieben, als der "Mobb" zum Gästeblock gelaufen kam. Find ich gut, so was braucht man im Stadion nicht zu haben. Wie auch immer, für 6 Tage mal Spitzenreiter. Schade dass noch ein Spiel kommt, denn beim besten Willen kann ich nicht glauben, dass wir in Görlitz Platz 1 verteidigen können. Grimma wird zuhause gegen Post aufschließen, auch Schiebock wäre mit einem Dreier bei HOT auf einmal ganz still und heimlich wieder ganz nah an der Spitze. Und Inter dürfte sich gegen Freiberg nicht die nächste Blöße geben.


    Also auf nach Görlitz (da kann ich :schal2: ) und nen Pünktchen würde ich sofort unterschreiben.


    Herbstmeister, das ist ein Ding :schal2:

    Nun gehts dreimal auswärts ran, wenn der Winter mitmacht. Vor allem beim Nachholer in Schiebock sehe ich erst einen Termin im April. Ansonsten A Riesa, A Görlitz, A Bischofswerda die nächsten Partien, ehe es Ende Februar im Heimspiel gegen Grimma und dann im A in Eilenburg weitergeht. Was für ein Programm! Umso wichtiger der Dreier gegen Inter. Wenn wir in Riesa oder Görlitz was mitnehmen könnten, wäre das schon stark. Vor allem in Görlitz sehe ich die Chancen unserer Truppe, nach der dann längsten Anreise der Saison und bei den Witterungsbedingungen, mit viel Skepsis, da kann ich trotz der guten Hinrunde nicht wirklich an einen Punktgewinn glauben.

    So nun am Sonntag das Traditionsduell Stahl Riesa gegen Chemie Leipzig. Hab da mal drei Fragen an die Riesaer:


    1. Wird der Gästeblock ähnlich beengend sein wie beim Spiel von Chemie in Heidenau? (ein kleiner Block wie letzte Saison für die SGSL sollte nicht reichen oder?)


    2. Hat die Nudelarena im Gastgeberbereich ein paar Möglichkeiten, damit sich Kinder etwas austoben können? (Fußball spielen o.ä.)


    3. Für die Fans, die per Bahn kommen (S-Bahn fährt von Leipzig-Leutzsch nach Riesa durch): Will die Polizei die gut 3 km vom Bahnhof bis zur Nudelarena mit dem Leutzscher Anhang zu Fuß ablegen? Wisst ihr was darüber?

    Ui, das hatte Chemie auch schon mal erlebt. Damit Kamenz wohl endgültig im Abstiegskampf! Schon ohne den Abzug auf dem drittletzten Platz, nachdem gestern die Kellerkinder ordentlich gepunktet haben. Ich drücke aber Kamenz alle Daumen, schließlich war Coach Rietschel jahrelang einer meiner absoluten Lieblingsspieler bei Chemie.

    Statement von Trainer Backhaus (Inter) nach dem Spiel:


    "Glückwunsch an Chemie, waren uns in allen Belangen haushoch überlegen heute (...) Chemie hat das Leben uns zur Hölle gemacht hier. Waren in den Zweikämpfen doppelt so stark wie wir, hatten eine klare Spielidee (...) nach 10 Minuten habe ich zum Co-Trainer gesagt, wie wir herauskommen wollen, das weiß ich nicht. Das war wirklich hochverdient."
    (aus Video LVZ Sportbuzzer)



    PS. Wie gern wäre ich morgen auch zu Post gefahren, zumal ich Riesa in dieser Saison noch nicht gesehen habe, aber leider muss ich dann später zur Nachtschicht und brauch davor noch ne Mütze Schlaf.

    Ist schon erstaunlich, dass Chemie in 12 Spielen zusammen weniger Gegentreffer bekommen hat als in den einem Spiel zuhause gegen Glauchau :D


    In den anderen Spielen heute ja nicht soviel Zuschauerinteresse. In Kamenz 40 Zuschauer, in Freiberg 51., in Heidenau 91 (davon sicherlich 20 aus Schiebock), im Verfolgerduell in Eilenburg 110. Toll dagegen die Derby-Kulisse bei HOT, die vor 345 Zuschauern das Spiel gegen Glauchau kurz vor Ende noch drehen konnten.

    So wieder zuhause. Da man schon überall Spielberichte zum Spitzenspiel lesen kann und auch hier schon etwas dazu geschrieben wurde (100 % Übereinstimmung 123fussballfrei), kann ich auf meinen persönlichen Spielbericht mal verzichten.


    Es war eine ganz starke Vorstellung von Chemie, die mit alten Tugenden, ganz besonders das Laufen und Kämpfen um jeden Ball, den Spitzenreiter von der ersten Minute an den Schneit abgekauft haben. Inter in 90 Minuten mit nur einer einzigen Torchance durch ihren ansonsten völlig abgemeldeten Stürmer Losarah. Chemie stand hinten so bärenstark wie in bisher allen Spitzenspielen. Und vorne sorgten Jentzsch und Müller immer wieder für kleine Nadelstiche, auch wenn dabei selten 100 % Chancen herausgespielt wurden, so war es letztendlich ein absolut verdienter Sieg von Chemie, die anders als gegen Glauchau, Heidenau oder Post heute ihre Chancen konsequent genutzt haben. Ganz großes Kompliment an die Mannschaft, denen wohl niemand mehr so schnell charakterliche Schwächen vorwerfen kann.


    Die Stimmung insbesondere bei den Toren phänomenal. So macht Fußball Spaß, selbst wenn es schon arschkalt ist.


    Mit dem heutigen Sieg und insbesondere der Leistung der Mannschaft ist das Thema Abstieg für mich Geschichte. Ein Platz in der oberen Tabellenhälfte, vielleicht sogar unter den ersten 5, sollte nun das Saisonziel sein.

    So noch schön das Video zum Spiel geguckt (beim Tor von Post war Lauterbach selbst total überrascht dass der Ball drin ist, den Volleyschuss trifft der auch nur ein von zwanzigmal so genau; ansonsten kein Vorwurf an unsere Mannschaft, selbst der gesperrte Heyse zeigte auf der Bank höchsten Einsatz, anstatt zuhause geblieben zu sein).


    Nun steht der 13. Spieltag an. Noch sollte es keine Ausfälle geben. Also nutzt die Zeit und fahrt zum Fußball. Ich kann leider beide Tage nicht, dafür dann aber höchstwahrscheinlich in gut einer Woche gegen Inter. Wer von euch geht zu welchen Spiel?


    PS. Schade, dass ich nicht frei habe, am Samstag Riesa gegen Eilenburg und am Sonntag Görlitz gegen Grimma gucken wäre spannend geworden. Da bin ich auf eure Berichte gespannt.

    Was ich so gehört habe, war das eine engagierte Leistung von Chemie. Jeder der selbst mal gekickt hat weiß, dass es Nachholespiele auswärts unter der Woche, bei Dauernieseln und Kälte, gegen einen Gegner der nichts zu verlieren hat, nicht die einfachsten Spiele sind. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass die Spielverlegung vom 4. nach den 12. Spieltag nicht die günstigste Entscheidung für uns war. Trotzdem scheint es mir aufgrund des Alu-Pechs und der sehr defensiven Taktik von Post ein ermauerter und damit auch glücklicher Punkt gewesen sein.


    Aber ist ja normal, dass ich vielleicht auch etwas mehr parteiisch bin. Wobei, aus Erfahrung heraus der neutrale Zuschauer irgendwie auch parteiisch ist, indem er dem Underdog eher einen verdienten Punktgewinn zuspricht, weil der so aufopferungsvoll gekämpft hat. Ging mir bisher bei Post-Spielen auch so. Genauso bei unserem Spiel gegen Glauchau, die nicht besser waren, aber einfach eine gute Leistung geboten haben, die letztendlich nicht völlig unverdientermaßen belohnt wurde (und ganz ohne Glück geht es in solchen Spielen für die Außenseiter sowieso nicht).

    Der Trainer sollte sich aber mal ein paar seiner Jungs zur Brust nehmen ... nach 11 Spielen (von denen sie noch nicht mal alle mitgemacht haben) mit Gelbsperre auszufallen ist schon etwas zuviel des Guten, zumal zwei der beständigsten Spieler bei uns ... einerseits der Abwehrchef (vielleicht auch deswegen zuweilen etwas chaotisch in der Defensive?), andererseits unser zuletzt bester Offensivspieler, der wie kein anderer bei uns auch mal eine tief stehende Abwehr aushebeln kann: Vincent Markus.


    Aufatmen in Kamenz!


    Oldie Pannach mit einem Doppelschlag zum wichtigen Erfolgserlebnis. 2:0 gegen HOT. Da heißt es erst mal durchatmen. Aber beide Teams müssen weiter ordentlich Punkte sammeln, um sich nach hinten etwas mehr Luft zu verschaffen.

    GW an Post, die sich diesmal den Punkt nicht mehr mopsen ließen. Man muss schon sagen, dass der Aufsteiger nur gegen Schiebock chancenlos war. Ansonsten gab es reihenweise Niederlagen und Einbrüche erst in den letzten 10 Spielminuten (Grimma, Freiberg jeweils drei Gegentreffer). Dazu knappe Niederlagen. Aber auch Eilenburg kam nicht über ein Unentschieden hinaus. Auch wenn Post heute mal wieder bestätigt hat, dass sie durchaus das Zeug haben, um gegen jeden Gegner in der Staffel zu punkten, sollte es aber durch die vielen verpassten Punkte echt eng werden.


    Chemie nun 13 Punkte vor Platz 14. Da kann man entspannt in die schweren Wochen gehen. Erstmal spielfrei. Dann gegen Inter sicher Außenseiter. Ebenso nicht Favorit in Riesa und in Görlitz. Schwere Brocken, aber möglicherweise wird man in die Winterpause mit einem Polster von 8-10 Punkten gehen. Das sollte Ruhe bringen, zumal nach Görlitz die Staffelfavoriten Grimma und Eilenburg die nächsten Gegner sein werden. Hätten wir jetzt nicht diesen Punktestand, wäre es mit Sicherheit sehr ungemütlich im Frühjahr geworden.


    PS. Noch mal einen Blick auf die Tabelle geworfen ... in den nächsten 6 Spielen (ok Schiebock fällt erstmal aus) treffen wir auf die 6 besten Teams der Liga (außer uns). Nagut der Winter wird das Ganze eh noch mal durcheinanderbringen, aber schon eine erstaunliche Konstellation.

    Na da werde ich in Zukunft ja wieder mit einem reinen Gewissen zu Chemie gehen können. :D


    Kurz vor Schluss 1:1 ... das typische Spiel zwischen Kellerkind und "Spitzenteam".


    Bei Chemie verteidigt keiner mehr, wenn sich das mal nicht rächt. Bei dem Wetter, bei der ersatzgeschwächten Mannschaft ist auch mal ein Punktgewinn nicht verkehrt. Die Dresdner scheinen ihr übliches aggressives, nicht immer faires Spiel aufzuziehen. Scheint diesmal zu reichen.

    naklar :bia:


    Ich glaube ich habe es schon mal geschrieben, aber so wohl wie zurzeit habe ich mich noch nie im Chemie-Block gefühlt. Die meisten sind doch ganz umgängliche Menschen, sehr bunt, alt und jung, viele Mädels, auch Kinder. Da sind echt nur noch selten Typen, wo man der Meinung ist einschreiten zu müssen. Dass man bei 500 Leuten nun nicht 500 Gandhis dabei hat, ist nun mal klar. Aber es könnte echt schlimmer sein! Ich bin mir auch sicher, dass dies die meisten gastgebenden Vereine und deren Fans nur bestätigen können.

    @Bergstädtischer: Deine wiederholten Posts darüber, dass sich Chemie-Fans daneben benehmen, sind einfach irreführend. Denn außer du bzw. Freiberg im Pokalspiel sollte in dieser Saison kein anderer Club bzw. kein anderer Fan irgendeine Beschwerde wegen den Chemie-Fans auf Lager haben. Und was das Pokalspiel betrifft, ist deine Meinung auch nicht exklusiv. In 11 Ligaspielen in dieser Saison ist alles ruhig und friedlich geblieben. Bei durchschnittlich 500 Gästefans auswärts und knapp 1000 Heimfans zuhause (meist gänzlich ohne Polizei!) ist das alles andere als selbstverständlich. Ich wage sogar zu behaupten, dass wir bis auf den Spielen im Dresdner Raum (Dynamo!) nirgends einen extra eingezäunten Gästeblock bräuchten und es dennoch alles friedlich bleiben würde.


    PS. "Unangenehm" oder "böse" sein muss nicht zwangsläufig mit Gewalt ablaufen, es war eher eine Anspielung auf frühere DDR-Zeiten, wo wir sicherlich auch nicht der beliebteste Club auf Regierungsebene waren. Man kann auch gewaltfrei Widerstand leisten und alles sollte man sich einfach auch nicht gefallen lassen, schon gar nicht wenn man in Leipzig beheimatet ist.