... hier noch der ausführliche SZ-Artikel vom Spiel des SSV bei Stahl. Vielleicht kann Stahlrio noch seine Meinung zum Spiel kund tun!
Verteiltes Halbzeit, geteilte Punkte
Auch im vierten Spiel in Folge auf des Gegners Platze blieb der SSV Neustadt/Hohwald ungeschlagen, wofür die Nünchert-Elf vor allem in der ersten Halbzeit den Grundstein legte - obwohl der beruflich verhinderte Uwe Scharf SSV-Trainer Hansi Nünchert zur Umstellung der Startaufstellung zwang.
"Natürlich fehlte uns Uwe, er hat ja gerade einen Lauf. Allerdings bot der sehr kleine Kunstrasenplatz auch nicht die Räume, die er für sein Spiel braucht", relativierte Nünchert die Auswirkungen des Fehlens des zehn-fachen Saisontorschützens, wofür ihm das Geschehen auf dem Platz auch Recht gab. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase dominierte der Gast die erste halbe Stunde des Spielgeschehens und ging auch nicht überraschend in Führung.
Vladimir Jindrich hatte sich auf rechter Außenposition freigestohlen und besaß damit die notwendige Zeit und den Raum für eine präzise Flanke. Diese erreichte Daniel Pötschke haargenau, so daß er Stahl-Torhüter Dirk Püschmann per Kopf aus Nahdistanz überwinden konnte (20.). Jedoch erster Sieger blieb Püschmann gegen Sven Schiffel, als er mit einem großartigen Reflex den eventuellen Knock-out seiner Farben vor der Pause verhinderte (39.). Nach dieser meldete die Stahl-Elf, die im ersten Durchgang nur einmal durch Sebastian Null - er traf die Lattenoberkante (31.) - Torgefährliches produziert hatte, ihre Ambitionen auf Heimpunkte an.
Entschlossener und zwingender gestalteten sich nunmehr die Aktionen des Gastgebers, wofür SSV-Coach Hansi Nünchert folgende Erklärungen fand: "Wir gerieten unter Druck, weil Thomas Mattusch an seine gute Leistung der ersten Halbzeit nicht mehr anknüpfen konnte und Daniel Pötschke sich zu weit nach vorn fallen lassen hat, somit fehlten uns die Anspielpunkte zu einem geordneten Spielaufbau. Des weiteren bereitete uns der Freitaler Marco Kolbe immer mehr Kopfzerbrechen, weil wir nicht mehr in der Lage waren, seine Aktionen zu unterbinden."
Und dem Stahl-Spielmacher lag kurz nach der Pause zweimal der Ausgleich vor den Füßen (51., 52.), beziehungsweise stand die Lattenoberkante und ein großartig reagierender Dominik Oppitz dem im Weg. Machtlos war der SSV-Keeper aber bei dem Schuß von Torsten Wallusek, der abgefälscht sich den Weg unhaltbar in die SSV-Maschen bahnte (56.) und somit schon zeitig den Schlußpunkt unter eine "zwangsweise" - auf Grund der Platzproportionen - temposcharfe Partie setzte.
SSV: Oppitz - Steps - Pietsch, Schiffel - Meißner, Klecker, Winter, Elsner - Mattusch, Pötschke - Jindrich