Von mir natürlich auch alles Gute, lieber Ex-Rotator. Aber tu mir doch bitte einen Gefallen und mach deinen Nazi-Avatar weg ![]()
Beiträge von Oese
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Sieg festgehalten
Am 10. Spieltag kam der große Konkurrent der vergangenen Saison, der Verein, der uns eine 0:5 Klatsche zum Rückrundenstart auftischte, der MSV Neuruppin ins Karli. Von der Qualität der Mannschaft ist aus bekannten Gründen nicht mehr viel übrig, nichtsdestotrotz beschlich mich ein komisches Gefühl, als ich das Stadion betrat, angeschossene Wildschweine sind schließlich auch am gefährlichsten.
Trainer Hodul musste im Vergleich zum kräfteraubenden Spiel auf Tretschok (Verletzung) und Moritz (O-Ton Hechel: „Leistungsrückstand“) verzichteten; eine Chance für die Jungs von der Bank zu zeigen, dass diese Ausfälle kompensierbar sind.
Beim MSV schnürte wieder mal Trainer Bloch die Töppen und mit 5 Minuten Verspätung pfiff Schiri Unger an.Die erste Szene gehörte den Hausherren – einem Einwurf von der rechten Seite köpft Donkor nach 180 Sekunden knapp rechts am Tor vorbei. Laars zeigte seine Defensivqualitäten im Liegen; in der Horizontalen spitzelte er zwei Neuruppiner den Ball vom Fuß (7.) Kurz darauf der MSV mit den ersten zaghaften Ansätzen Richtung Tor, der Schuss von Sander ging jedoch über den Kasten unseres Schlussmannes. In Spielminute 13 eine Großchance durch Lukac – diese bekommt den Ball auf halbrechter Position, der ehemalige 03er Jurzik hatte keinen Bock auf Gastmitbringel und vereitelte mit toller Parade die Führung der Hausherren. Nach 16 Minuten ein langer Ball auf Ben-Hatira, der legt mit Kopf in die Mitte ab, dort klärt ein MSV’er mit der Hand und der Schiri entscheidet auf Freistoß. Da der Meister des ruhenden Balles auf der Bank schmorte, wurde diese Chance aus 21 Metern nicht genutzt. Nur eine Minute später startete Stölke über links durch, Zenk kann ihn grad noch kurz vorm Strafraum vom Leder trennen – es gibt Freistoß. Aber wie kurz zuvor auf 03 Seite ist dieser auch ungefährlich, der Nachschuss von Dolchow geht vorbei. Vom, aus der letzten Saison bekannten, erfrischenden und gefährlichen Spiel des MSV war nicht viel zu sehen, die Laufwege stimmten selten, dafür standen viele Stockfehler zu Buche. Nulldrei nutzte dies jedoch nicht aus, sondern passte sich an. Anscheinend steckte vor allem die zwei Hälfte des DFB-Pokal-Spiels sehr sehr tief in den Knochen. Babelsberg mit der nächsten Chance nach 21 Minuten, Hartwig tritt zum Freistoß an: diesmal drischt er aber nicht in die Verteidiger, sondern schlenzt den Ball wunderbar um die Mauer herum, doch Jurzik kann mit seiner zweiten Glanzparade den Ball zur Ecke klären. Kurz darauf stand wieder Jurzik im Mittelpunkt: nach Einwurf und Kopfballverlängerung kann er wieder einen Schuss von Hartwig aus Nahdistanz entschärfen. Von Neuruppin kam erst nach einer Ecke, die Busch aber lässig abfangen konnte, ein Lebenszeichen (33.). Im Gegenzug überläuft Rudolph Dolchow, flankt auf Ben-Hatira, doch auch er fand in Jurzik seinen Meister. Vukadin musste einige Momente später einen Abspielfehler von Laars klären und holte sich gelb ab. Neuruppin hatte noch ne Gelegenheit nach Ecke (Kopfball von Walle vorbei) und Nulldrei in Person von Donkor versemmelte nach Ecke freistehend (44.).
Dann war Halbzeit und zu den Klängen von EMF, Motörhead und Pankow richtete man sich auf weitere 45 Minuten Klein-Klein ein.
Moritz + Co.liefen sich draußen warm, Neuruppin und Nulldrei zeigten vor allem durch ruhende Bälle nach Ecken und Freistöße nur bedingte Anzeichen auf einen Torerfolg. Der durchs viele Warmlaufen schon puterrote Moritz kam dann in der 54. Minute für den rotgefährdeten Zenk und hatte nach 120 Sekunden auf dem Platz auch die erste Gelegenheit, sein Freistoß wird, richtig, von Jurzik gehalten. Doch kurz darauf konnte er sich doch ein Pünktchen auf der Scorerliste eintragen, seine Ecke von rechts kommt (wie man auch bei Lammfleisch sagt) genau auf den Punkt (in diesem Fall Ben-Hatiras Schädel) und prallt von dort in die Maschen. Aymen (du bist mein Stern!) jubelte und beide Fanlager sangen „Oberliga, nie mehr, nie mehr“; welch rührender Moment.
Neuruppin reagierte wütend, Neumann bekam Stölpkes Stollen in die Knochen, Stölpke bekam den gelben Karton vor die Augen. Hinzer prüfte nach 64 Minuten Busch mit einem straffen Schuss aus spitzem Winkel, doch unser Torwart, wieder mal einer der Besten in unserer Elf, konnte klären. Der Gegenzug wurde dann endlich mal herrlich vorgetragen, so was will ich gegen einen angeschlagenen Gegner sehen: Donkor setzt sich technisch perfekt (warum nicht öfter so?) auf links durch, passt zu Hartwig, der legt auf Ben-Hatira ab, der gefühlvoll, aber leider nicht platziert genug übers Tor. Kurz darauf wurde auf beiden Seiten gewechselt und Rudolph prüfte mit einem Fernschuss Jurzik, der auf Gästeseite der beste Mann auf dem Feld war. Nach 70 Minuten war dann auch für Trainer Bloch Schluss, er wechselte sich für Simic aus. Auf dem Feld passierte nicht mehr viel, dafür gabs in der Nordkurve zu lachen, als Aki als Capo seine eigene Version von „Aux Armes“ dem geneigten und vorher nicht gewarntem Fan präsentierte. Durch die Hereinnahme von Moritz hatte ich trotzdem das Gefühl, dass etwas mehr Beständigkeit ins Spiel des souveränen Tabellenführers kam, nach 80 Minuten hatte er eine gute Möglichkeit, den Sack zuzumachen – über rechts marschierend flankte/schoss er in den Strafraum, wenns ne Flanke war, zog sie gefährlich nah an den Kasten von Jurzik, wenns ein Schuss war übrigens auch; jedenfalls hatte Neuruppins Einser einige Mühe, den Ball zu kontrollieren. Riesendusel für Nulldrei nach 82 Minuten: Saalbach oder Eggert (auf die Entfernung schwer zu erkennen) zieht aus dem Strafraum nach einer 180 Grad – Drehung ab, das Leder zischt knapp am Pfosten vorbei. Nulldrei machte es also noch mal spannend, gab aber selber noch mal Gas. Fünf Minuten vor Ultimo schickt Moritz Lukac mit einem langen Ball, der läuft über rechts und flankt in die Mitte, dort verpasst Arsovic, Hartwig schießt und Jurzik steht wie schon so oft in diesem Spiel einfach im Weg. Neuruppin dann mit dem letzten Angriff es Spiels. Nach einem Konter taucht ein Fontanestädter frei vor Busch auf, doch dieser hält mit einem Reflex die drei Punkte fest. Fazit: Ein, auch in dieser Höhe, verdienter Sieg =)Mit dem torlosen Unentschieden der besten Mannschaft der Liga gegen Neustrelitz und der 1:2 - Heimniederlage des Baldzweitligavereins BAK gegen den Aufsteiger aus Lichterfelde erhöht sich der Vorsprung der Babelsberger auf neun Punkte vor den direkten Aufstiegsaspiranten (es sei denn, Rostock will wider erwarten doch noch).
Fazit: Ein, auch in dieser Höhe, verdienter Sieg.SV Babelsberg 03: Busch – Neubert, Neumann, Rudolph, Donkor (82. D. Arsovic), Hartwig, Ben-Hatira, Vukadin (65. Littmann), Lukac, Zenk (54. Moritz), Laars
MSV Neuruppin: Jurzik – Saalbach, Dolchow, Hinzer, Stölke, Sander, Bloch (70. Simic), Bär, Bettels (65. Eggert), Patzler (74. Hädike), Walle
Tore: 1:0 Ben-Hatira (57.)
Gelb: Zenk, Vukadin, Littmann – Patzler, Stölke
Zuschauer: 1.369 (ca. 15 Gäste)
Schiedsrichter: Unger
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Original von Melzmen
Der Name des Trainers kam mir so bekannt vor, war der vorher mal bei einem Landesligaverein (Spieler/Trainer) aktiv?Grün Weiß Wolfen...oder meinste Armin Veh (Augsburg, Bayreuth)?
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Danke für die Info...die Schrift auf dem Aufstellungsbogen war recht...naja, nennen wir es, gewöhnungsbedürftig.
Ich bin im Schätzen nicht so gut, in der Zeitung stand auch was von ca. 450 Zuschauern. Saßen halt doch einige im Vereinsheim und linsten auf den Breitbildschirm, statt sich den Wind um die Nase pfeifen zu lassen. -
Danke für den Tipp...werd ich wohl ne überfüllte S-Bahn nach Berlin nehmen. Ach ja...
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Mutschler - Vorbereiter vom Dienst
Früher wurden am Tag der Republik Wimpel geschwungen und Fahnen herausgehängt - am heutigen Tag der Einheit folgte ich auch einer Fahne, der des lieben Vizeherbstmeisters. Vergnügt traf man sich zu angenehmer Stunde im noch angenehmeren Etablissement „Thalia“ und begab sich zum Landespokalspiel nach Waltersdorf. Viele kennen diesen Ort nur durch die Filiale eines schwedischen Holzmöbelfabrikanten, der seine Zelte am Rande der Autobahn aufgeschlagen hat. Banausen sag ich, weiß doch der Ort durch ein herrliches Fussballplätzchen und ein tags zuvor neu eröffnetes Vereinsheim zu bestechen. Welcher Gegner kann da zum Jungfernspiel besser passen als der souveräne Tabellenführer der Oberliga Nord?
Staunend betrat ich mit einer der größten Eintrittskarten der Fussballgeschichte das Gelände, ein richtig schnuckliges Häuschen haben sich die Randberliner dort hingestellt. Der Höhepunkt ist die installierte Kamera auf dem Dach, die das Spiel live auf einen Flachbildschirm in den Gastraum überträgt. Ein Pilsner (lecker im Glitter-Platikbecher) für 1.50 geschnappt, kurz mit dem freundlichen RSV-Zeugwart eine Hausbesichtigung gemacht („Wir hatten ja Turbine Potsdam zum Eröffnungsspiel eingeladen, die haben abgesagt…na und dann hatten wir ja Glück mit diesem Pokallos“), den Aufstellungsbogen kopiert und dann gings raus an die Stange, die die Zuschauer vor den Protagonisten trennte. Dort traf ich den allseits beliebten und ob seines munkeresken Fussballsachverstandes nicht nur bei Stehplatz ermäßigt und RP03 hoch angesehenen Vizeherbstmeister wieder, der auch gleich wieder mit gefährlichem Halbwissen über den Ex-Nulldreier, Ex-Cottbusser, Ex-TeBeler, Ex-Ludwigsfelder, Ex-… Mike Jesse in Reihen der Waltersdorfer nicht hinter dem Berg hielt.
Zum Spiel: 03 begann sofort druckvoll und hatte nach einem Einwurf von Mutsche, den Moritz auf Donkor verlängerte gleich die erste Gelegenheit, der Sekundenzeiger hatte noch keine komplette Drehung absolviert. Der Oberligist auch in der Folge im Vorwärtsgang; Vukadin schickt herrlich Donkor über links, der passt in den Rücken der Abwehr, Arsovic ballert drüber (6.). Chancen weiterhin im Minutentakt, Mutsche flankt von links auf Moritz’ Stirn, das Leder klatscht oben auf das Tornetz. Bei so viel Marsch nach vorn (03 übrigens zeitweise laut VHM mit einem klassischen 1-5-4 System) gab es hinten Lücken. Jensigk ist allein durch, Roggentin kann parieren (10.). Gleich darauf wieder die Gäste mit einer Doppelchance, Moritz’ Schuss wird abgeblockt, den Abpraller setzt Arsovic neben den Kasten von Bonkowski. Littmann war der nächste Kandidat, der sich in die Torschussstatistik eintrug: aus 25 Meter zog er aus halblinker Position trocken ab, der Ball touchierte den Ball am Pfosten, leider aber an der Außenseite (14.). Waltersdorf’s Stürmer Jensingk tat es ihm gleich, sein Kopfball ging an die Latte, großes Tohuwabohu im Babelsberger Strafraum. Wieder war es Jensigk, der nach 19 Minuten eine Flanke von rechts mit dem Kopf nur knapp neben das Tor drückte. Das wars dann erstmal mit Waltersdorf in Hälfte eins.
Da dieser Spielbericht auch irgendwann mal ein Ende haben soll, werde ich nicht auf jede Torchance eingehen….sie kamen wirklich im Minutentakt, vor allem über die linke Seite. Wir schreiben die 30. Minute: Ecke von rechts auf Donkor, der gibt rein zu Arsovic, frei vorm Tor, im letzten Moment spritzt ein rot-weißes Bein dazwischen, nächste Ecke, Moritz schlägt sie von links rein, Donkor springt hoch, mit ihm auch diverse Waltersdorfer und der Ball zappelt im Netz. Nach Absprache mit oben bereits gehuldigtem Vizeherbstmeister und dem heute nach seiner BAK-Schlägerei nur unter Sicherheitsauflagen anwesenden Geschäftsführer einigte Mann sich, ein Eigentor auf dem Tonband zu verzeichnen. Babelsberg weiter mit sehr guten Möglichkeiten durch Lücke (32.), Arsovic (33.), Moritz (36.), [39. Minute: H.W. Meier beißt in seine Wurst…1.50 Euro, überdurchschnittlich groß, durchaus empfehlenswert] Vukadin (41.), Moritz (45.), nur das nächste Tor ließ auf sich warten.Dies sollte in der zweiten Hälfte folgen. Moritz sprach während des Weges auf den Platz von „Scheibenschießen ohne Scheiben“, aber ließ ein „…wird schon noch“ in seinen Augen erkennen. Dem war auch so; in Minute 52. bekommt Lücke den Ball, lässt einen Abwehrspieler aussteigen, legt auf Jimmy ab, der zieht zentral ab und drin war er. Jesse trat in der 54. zu einem Freistoß an, Roggentin kann sicher klären.
Ich begab mich dann Richtung Grill, um die von H.W. Meier empfohlene Wurst zu testen und verpasst an der Warteschlange das Tor von Wedemann, die Wurst war allerdings wirklich gut. Die Chancen häuften sich weiterhin, u.a. Moritz mit einem Kopfball an den Pfosten (69.) und Grubert mit Kopfball in die Arme von Bonkowski (72.). Die Heimelf nun zunehmend schwächer, eventuell war der ein oder andere Spieler vielleicht doch etwas länger am Vortag bei der Eröffnungsfeier geblieben. Babelsberg nutzte dies aus und kam folgerichtig zu weiteren Toren. Wedemann musste kurz drauf vom Platz und behandelt werden, der eingewechselte Gorgstädter hatte in böse getroffen und sah zu recht die gelbe Karte. Zu zehnt das 4:0, Mutsche setzt sich auf links durch, haargenauer Pass zu Donkor, der nur den Fuß hinhalten muss. Ähnliche Situation kurz darauf: wieder Mutsche über links, Torwart kommt raus, unser Außenläufer mit butterweicher Flanke auf Grubert und der köpft lässig ein. Und wieder war es Mutschler, der das nächste Tor vorbereitete: wieder Flanke, diesmal halbhoch und Grubert drischt volley rein. In der 86. Minute dann ein Traumpass von Hartwig auf die linke Seite zu Mutschler, der läuft, als stünde er erst 5 Minuten auf dem Platz die Außenbahn runter, flankt in den Strafraum, dort steht Moritz frei und köpft übers Tor …ärgerlich. In der nächsten Szene bekam der Kapitän dann aber auch noch sein Tor: ein Pass aus dem Nichts kommt zu Moritz, der lässt Bonkowski aussteigen und schiebt aus 15 Meter ein. Kurz darauf pfiff der Schiri die Partie ab und man verließ den sympathischen Verein aus der Landesliga.Ein alles in allem schöner Ausflug, von mir aus könnte jeder Tag ein 3. Oktober sein. Den Waltersdorfern viel Erfolg in der Landesliga Süd und uns gleiches beim nächsten Pokalspiel im Oktober, diesmal gegen die rot-weißen aus dem Schwabenlande.
RSV Waltersdorf 09: Bonkowski – Thom, Zeise, Naumann, Jesse, Scholz, Uher (68. Frahm), Schulze, Poerschke, Jensigk, Sperler
SV Babelsberg 03: Roggentin – Littmann, Neubert (63. Zielke), Neumann, Lücke, Donkor, Moritz, Hartwig, Vukadin (55. Wedemann), Mutschler, D. Arsovic (52. Grubert)
Tore: 0:1 Eigentor (30.), 0:2 Hartwig (52.), 0:3 Wedemann (64.), 0:4 Donkor (75.), 0:5 Grubert (80.), 0:6 Grubert (83.), 0:7 Moritz (88.)
gelb: Gorgstädter - Roggentin
Zuschauer: ca. 300
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Zitat
MAZ vom 25.09.2006
Schließlich verlor ein Talentespäher des BAK die Nerven, weil er den Innenraum des Stadions verlassen musste. Er schlug Babelsbergs Geschäftsführer Ralf Hechel mit der Faust ins Gesicht. Hechel erstattete Strafanzeige.Vielleicht könnte sich jemand vom BAK mal dazu äußern. Burak, übernehmen sie....
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Die Null wackelte, fiel aber nicht!
von Oese
Im Vorfeld des Spiels sprach der neue Trainer unserer Gäste, der ehemalige Bundesligaprofi Thomas Gerstner, davon, drei Punkte aus dem KarLi entführen zu wollen. Große Worte für jemanden, der selber sagt: „Ich hatte gar nicht vor, ein Traineramt zu übernehmen. Somit habe ich mich auch nicht besonders mit der NOFV Oberliga Nord beschäftigt“. Dass sich diese kühnen Worte nicht als Schall und Rauch erwiesen, sah man vor allem in der ersten Hälfte des Spiels:
Nulldrei begann ohne den Co-Trainer, der bei der Einschulung seines Sohnes war (alles Gute, kleiner Mann….jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Halte Dich an Lenin: „Lernen, lernen und nochmals lernen.") - für ihn spielte Bastian Zenk von Beginn an. Im grün-weißen Leibchen erkannte man schon aus weiter Ferne die dicksten Waden der Oberliga, unser Lieblingsjapaner stand bei Schönberg in der Startelf. Diese legte auch los wie die Feuerwehr und kam immer wieder bedrohlich vor den Kasten von Busch, der ja in den vorangegangenen Spielen dank der gut gestaffelten Blau-Weißen Viererkette noch keinen Schuss parieren musste. Ein Abwehrfehler von Neubert nutzte der wieselflinke Ören, der allein auf Busch zuläuft, dieser kann aber mit einer Glanzparade den Schuss aus dem linken unteren Winkel fischen. Nur 120 Sekunden später fast die gleiche Situation. Nach einem Foul am Mittelkreis wird der Freistoß schnell ausgeführt, die komplette Babelsberger Abwehr kann noch Ören hinterher schauen, der aber freistehend vor Busch verzieht. Sauknappes Ding. Erst nach knapp einer Viertelstunde kamen die Hausherren zum ersten Mal gefährlich vor Hinzes Gebälk, den Nahschuss von Donkor-Oppong kann er zur Ecke abblocken. Wie schon oft in der vergangenen Saison resultierte aus der 03-Ecke ein gefährlicher Konter über rechts, Moritz klärt in der Situation als Manndecker vor Okuyama zur Ecke. Schönberg zu dieser Phase in Punkto Lauf- und Kampfbereitschaft den Hausherren mehr als ebenbürtig, immer waren sie am Mann, gingen stark in die Zweikämpfe und agierten gefährlich über die schnellen Ören und Okuyama. Nach 17 Minuten die erste gelungen Flanke von Hartwig auf Oppong Donkor, doch der Assistent ließ seine Fahne wedeln. Die Babelsberger Angriffe zu diesem Zeitpunkt harmlos. Mutschler gewinnt in der 20. einen Zweikampf an der Mittellinie, schickt Ben Hatira, der tankt sich über links durch, der Pass auf seinen Sturmkollegen wird abgefangen. Nenene, das war noch nix. Völzke testete kurz darauf Busch mit einem direkten Freistoß aus 25 Metern. Ein wenig Farbe in die Tristesse brachte der völlig orientierungslos wirkende Schiedsrichter Lars Albert, der Oppong Donkor nach einem Nicht-Foul die gelbe Karte zeigte. Auch in der Folgezeit bestach der Unparteiische mit seltsamen Pfiffen und Entscheidungen. Hartwig versuchte es nach 25 Minuten mit einem seiner gefürchteten Fernschüsse, doch am heutigen Spieltag hatte er wohl die falschen Schlappen an, denn schlapp kamen sie bei oder eher neben Hinz im Kasten der Schönberger an. Schiri Albert bewies Fingerspitzengefühl und zeigte Mutschler wegen Meckerns die gelbe Karte, fast gleichzeitig nimmt ein Schönberger im Mittelkreis die Hand zum Ball, gibt es selber zu, doch der Referee wollte sich lieber auf seine Augen statt auf das Geständnis verlassen und ließ weiterspielen. Weiterspielen tat auch der FC Schönberg: Björn rutscht während eines Zweikampfes mit Ören weg (31.), der ballert sofort drauf los, Busch nun endgültig im Gehäuse des SVB angekommen und bis dahin der beste Mann der Nulldreier. Auf der anderen Seite weiterhin Unzählbares: Zenk's Kopfball nach Hartwig-Freistoß ist leichte Beute für den ebenfalls starken Schlussmann der Gäste. Kurz drauf aber ein Kopfball von Oppong Donkor nach Einwurf Zenk an den linken Außenpfosten. Auch Moritz hatte kurz vor der Pause noch eine Möglichkeit. Sein Freistoß aus 23 Metern geht herrlich um die Mauer in den linken oberen Winkel, aber dort segelte bereits Hinz heran und vereitelte diese Großchance. Die letzte Chance der ersten Hälfte für Schönberg hatte Manthey, seine Flanke senkt sich gefährlich Richtung Netz, Busch ist im letzten Moment zur Stelle und kann parieren (43.). Auf Gegenseite war es Hartwig, der nach einer wunderschönen Flanke von Rudolph (mit rechts geschossen) frei zum Kopfball kommt, diesen aber unbedrängt links neben das Tor köpft.
Unverändert kamen beide Teams aus den Katakomben des Stadions, Nulldrei nun mit mehr Elan als zu Beginn der ersten Hälfte. Moritz passt auf Oppong Donkor, der kann den Ball nicht richtig unter Kontrolle bekommen, schießt aus Nahdistanz, einem Schönberger kullert dieser noch über den Fuß, bis er in den Handschuhen von Hinz landet (49.). Fünf Minuten später ein Zweikampf links außen: Neubert und Neumann schaffen es nicht, einem Schönberger den Ball abzuluchsen, der schießt, Busch kann grad noch im Nachfassen sichern, dann Konter über die rechte Seite mit Ben Hatira, der legt auf Mutschler ab, der Rotschopf schießt, Latte. Kurz darauf wieder der kämpferisch mal wieder sehr starke Mutschler mit einem zu salopp getretenen Heber, den Hinz aus der Luft fischen kann. Babelsberg nun spielbestimmend, ohne aber zu gefährlich zu wirken. Nach 68 Minuten hatte Neubert die Faxen dicke und zog aus 30 Metern ab, aber wie schon so oft an diesem Nachmittag hatte Hinz die Hände im richtigen Moment oben. Fünf Minuten später war die lebendige chinesische Mauer im Gehäuse der Gäste endlich überwunden: Freistoß – Zenk will zum Kopfball, kann den Ball aber nicht drücken, stattdessen klatscht er auf den Hinterkopf seines Gegenspielers, von dort fällt er Ben Hatira vor die Füße und der netzt aus ca. 2 Metern ein (Anmerkung des Schreibers: von der Entstehung des Tores kursierten unterschiedlichste Auffassungen, ich hab die von Henner übernommen, weil der 1. bessere Augen hat und 2. ich ihm sowieso alles glaube). Nun Babelsberg den Gästen deutlich überlegen, ein Aufbäumen auf Schönberger Seite war nach dem Tor nicht sonderlich zu erkennen, wahrscheinlich mussten die Spieler ihrem wahnsinnig hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen. Kurz vor Abpfiff noch ein Zweikampf…Neubert versucht einen Ball zu klären, von hinten rauscht ein Grün-Weißer ran, trifft Neubert an der Wade, der fällt um wie ein gefällter Baum – Freistoß für die Gäste, alles klar, Herr Albert. Malchow sah auch noch gelb, nachdem er Lukacs Solo über den halben Platz nur mit einem Foul beenden konnte. Beendet wurde das Spiel dann mit dem 2:0 durch Moritz: Ben Hatira treibt den Ball zeitgewinnend (man kann auch sagen „gemächlich“) vor den Gästekasten, Hinz fängt seine Flanke, Schönberg spielt den Ball fast lustlos nach vorn, dieser wird abgefangen, über links geht’s dann auch eher ruhig nach vorn, nach etlichen Doppelpässen kommt der Ball zu Moritz, dieser kann noch Nico Hinz ausspielen und zum 2:0 Endstand einnetzen.
Rastislav Hodul sprach den Gästen, die sich „sehr gut präsentiert hatten“, ein Kompliment aus. Auch Thomas Gerstner war zufrieden mit seiner Truppe und machte keine Vorwürfe; nebenbei hob er hervor, dass das Umstellen von 3-5-2 auf 4-4-2 bei seiner Truppe recht gut funktioniert hat.SV Babelsberg 03: Busch, Neubert, Neumann (88. Littmann), Rudolph, Moritz, Oppong Donkor (81. D. Arsovic), Hartwig (72. Lukac), Ben-Hatira, Mutschler, Zenk, Laars
FC Schönberg 95: Hinz - Manthey, Okuyama, Rabenhorst, Ermel (77. Urgast), Völzke, Malchow, Wittfot, Rinal (84. Müller), Famiyeh (66. Haese), Ören
Tore: 1:0 Ben-Hatira (73.), 2:0 Moritz (90. + 2)
gelbe Karten: Oppong Donkor, Mutschler – Ermel, Okuyama, Manthey, Malchow
Zuschauer: 1.348
Schiedsrichter: Albert (Tannenbergsthal)
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Habe gestern nen Happ von Henners Wurst genommen (der gibt sonst nie was ab) - furchtbar. Eine undefinierbare gummiartige Bratwurst, ganz ganz schlimm. Hoffe auf Besserung.
Bier war lecker. -
Das bisher beste Spiel der Saison

von Oese
Im Duell der Motor-Mannschaften zeigte sich, wer ein paar PS mehr unter der Haube hatte. Um genau zu sein, waren es wohl 5. Bei Nieselregen startete man um 12:30h in Babelsberg mit der Hoffnung, dass über dem Westendstadion die Wolkendecke aufreißen würde. Aber wenn Engel reisen, dann weint der Himmel. So war es dann auch den gesamten Nachmittag, nichtsdestotrotz sah der Babelsberg-Fan ein beeindruckendes Spiel seiner Truppe.
Babelsberg in roten Jerseys begann äußerst couragiert, Eberswalde konnte nur in den ersten Minuten in dem äußerst fairen Spiel halbwegs dagegenhalten. Ein Stellungsfehler der Würstenstädter Hintermannschaft führte dazu, dass Aßmann Tretschok nur durch ein Foul bremsen konnte, unser Spezialist für ruhende Bälle ließ sich diese Gelegenheit nicht nehmen und traf aus 18 Metern mit einem platzierten (links oben), nicht sonderlich hart getretenen Schuss. Pospieszny wirkte etwas verdutzt.
Nulldrei nun spielbestimmend und der Heimmannschaft in allen Dingen überlegen. Über die Außen mit dem starken Mutschler wurde immer wieder Druck aufgebaut. Vor allem die linke Bahn gefiel. Nach 17 Minuten eine schöne Kombination über Rudolph und Mutschler, dieser flankt in den Strafraum, Rücker kann grade noch retten. In der 19. Minute hatte die Mannschaft von Trainer Lübbehusen die letzte erwähnenswerte Chance des Spiels, Germer schoss jedoch 4 Meter über den Kasten des heut ungeprüften Carsten Busch. Und weiter ging es über links in Richtung Gehäuse von Pospieszny; Moritz legt aus dem Lauf herrlich per Hacke auf Mutschler auf, der Routiniär kann abwehren. Fast brasilianisch ging es weiter: Moritz schickt Ben-Hatira, der lässt rechts alles stehen, was ein grünes Leibchen trägt, passt auf Mutschler, der fackelt nicht lange und zieht trocken ab - wieder ist Pospieszny zur Stelle und verhindert den Führungsausbau. Mit dem nächsten Spielzug war es aber soweit, Mutschler wirft auf Donkor ein, der zurück zu Mutschler, herrliche Flanke auf den zweiten Pfosten, dort fliegt Ben-Hatira ein und köpft den Ball rechts oben unter die Latte. Eberswalde total bedröppelt, Babelsberg und die Wolken spielten wie aus einem Guss. Wir schreiben die 37. Minute: Rudolph fängt einen Pass von Eberswalde ab, passt zu Tretschok, der flankt von links auf Yaw, sein Flugkopfball geht rechts ans Außennetz. Hier war noch mehr drin. Und richtig, nur 60 Sekunden und ca. 150 Regentropfen auf meiner Schulter später holt sich Yaw 30 Meter vor dem Tor in zentraler Position den Ball, legt links auf Mutschler ab, der lässt den Keeper aussteigen, Rauch und Stelse springen noch in das verwaiste Gebälk, aber Mutsche lässt ihnen keine Chance und netzt voll in die Mitte ein. Doch dies war noch nicht alles für die ersten 45 Minuten. Eberswalde mit ungenauem Passspiel in der eigenen Hälfte, Yaw spritzt dazwischen, setzt sich gegen zwei Gegner durch und macht mit seinem Treffer aus spitzem Winkel alles klar für die Gäste.
In der Pause stellte ich mich in den großzügig zur Verfügung gestellten Dixies unter und probierte später noch von Henner etwas, das als Bratwurst deklariert war, aber ehrlich mal liebe Eberswalder, dass war gar nix.
Die zweite Hälfte, weiterhin im Dauerregen, begann wie die erste. Nulldrei drückend überlegen. Die Abwehrkette ließ keine Gefahr aufkommen, vor allem Neubert gewann nahezu jeden Zweikampf und lief die Bälle ab. Gleich in der 46. eine weitere Möglichkeit nach einer Ecke für Ben-Hatira, aber Eberswaldes Torhüter verhindert das 0:5. Nulldrei trotz der sicheren Führung weiterhin am Drücker, Hartwig legt mit einem Zungeschnalztrick auf Tretschok ab, der bedient Mutschler, dessen Schuss landet oben auf dem Tornetz. Nach 58. Minuten hätte es 0:5 stehen müssen, Moritz nimmt eine Flanke von links wunderschön an, lobbt am Torwart vorbei jedoch nur an den Pfosten. Das zu erwartende fünfte Tor fiel aber doch noch: ein Einwurf von Tretschok kommt zurück zu ihm, er lupft zu Moritz, dieser wird beim Kopfball gefoult – Vorteil – erkämpft sich den Ball zurück, schickt
Donkor-Oppong auf die linke Seite, der lässt dort 2 Verteidiger aussteigen, liefert sich mit Pospieszny ein Laufduell, gewinnt es und schiebt locker ins leere Tor. Mutschler rutschte dem Torschützen auf dem Bauch entgegen, endlich wieder Freude beim Fussball, zum Glück ist die Rückrunde noch weit weg.
Damit waren jedenfalls die Messen gesungen und Babelsberg schaltete jetzt berechtigterweise und auch verdient einen Gang zurück. Die Sturmreihe wurde komplett getauscht und auch Tretschok überließ Zenk den Platz im Mittelfeld. Mit ein wenig Glück bzw. Übersicht hätte durchaus noch das ein oder andere Tor fallen müssen. So war es wieder Mutschler (Hammerspiel, wirklich!) in der 74. Minute, der über links wieselflink ballverliebt hinter dem selbigem herjagt, butterweich auf Grubert flankt, doch der war von der Präzision dieser Flanke wahrscheinlich dermaßen überrascht, dass er das Leder knapp neben das Tor setzte.
Es soll nicht überheblich klingen, aber Eberswalde spielte auch aufgrund von Verletzungssorgen nicht oberligawürdig und hatte in Hälfte Zwo keine einzige Torchance. Babelsberg dagegen kämpfte auch mit einem 5:0 im Sack noch um die Bälle, bestes Beispiel war in der 82. Neumann: alle denken, der lange Pass geht ins aus, der Junge rennt um sein Leben und holt noch ne Ecke raus. So mag ich Fussball, Jungs das war wirklich groß. Zu den Klängen von „We are the Champions“ aus den Stadionlautsprechern (meiner Meinung nach etwas frustrierend für die eigenen Spieler) verließ man das Stadion Richtung Heimat.Motor Eberswalde: Pospieszny – Kalohn, Stelse, Rücker, Aßmann (75. Sasse), Germer, Ploen (75.Hintz), Rauch, Hellmich, Güney (46.Persecke), Schlegel
SV Babelsberg 03: Busch, Neumann, Laars, Nubert, Rudolph, Moritz, Tretschok (72. Zenk), Mutschler, Hartwig, Ben Hatira (71. D. Arsovic), Donkor-Oppong (64. Grubert)Tore: 0:1 Moritz (12.), 0:2 Ben Hatira (24.), 0:3 Mutschler (38.), 0:4 Donkor-Oppong (42.), 0:5 Donkor-Oppong
Karten: Fehlanzeige
Zuschauer: 452 (ca. 200 03er)
Bilder folgen noch auf rp03
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von Oma Dorf: Kartoffelsuppe mit Würstchen
von Oma Potsdam: Rinderroulade mit Rotkohl und Klößen -
Zitat
Original von BRB-Jörg
Ted Striker: Sehen wird man mich dort auch auf jeden Fall!
Oh Freude...dann stoßen wir an...[SIZE=6]weeest schon.[/SIZE] :wink:.
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