Pirna-Copitz - Motor Fritz Heckert Karl-Marx-Stadt alias VfB Fortuna Chemnitz 1 : 1 (0:0)
Tore: 0:1 (72.) aus 16, 18 oder 20 Metern (war in der anderen Hälfte), 1:1 Bina (83.) per Kopf nach Vorarbeit von Berko Berthold.
Zuschauer: wie immer, etwa 200.
So, der VfL hat wieder mal dazu gelernt: Wenn Du am Donnerstag ein Spiel hast, sollst Du das nächste auf den Sonntag verlegen! Oder aber: Wenn Du in der 3. Minute einen Elfmeter kriegst, muss der auch rein. Speziell gegen eine Truppe, die weder Fußball spielen kann noch will. Doch genau hier liegt das Problem: Der VfL hat normalerweise genügend fußballerische Mittel, um gegen so eine Anti-Fußball-Truppe zu gewinnen (es muss ja nicht so locker sein wie Bautzen gegen offenbar überforderte Nordlichter, die durch die Gesamtsituation im Verein im Kopf blockiert sind), doch allein dafür, dass man besser Fußball spielen kann, gibt es keine drei Punkte! Das Chancenverhältnis lag am Ende etwa bei 7:1 oder 8:1, doch auch das nützt nichts. Schon nach drei Minuten die entscheidende Szene: Bina wird im Strafraum gelegt, Maucksch schießt ins von ihm aus gesehen linke Eck, aber nicht scharf genug und der im ganzen Spiel überragende Feist hält den Ball. Mit einem 1:0 im Rücken hätten wir locker gewonnen. Bina danach angeschlagen, aber immer noch agilster Spieler. Trotz optischer Überlegenheit nur wenige, aber dafür klare Chancen. Einmal scheitert Petrukhin nach Bina-Vorarbeit, einen Bina-Kopfball nach Schubert-Flanke pariert Feist. Durch einen Glücksschuss steht es plötzlich 0:1, danach kamen die Chemnitzer sogar etwas öfter in die gegnerische Hälfte. Der VfL holte jetzt die Brechstange raus, es reichte nur zum Ausgleich, obwohl es noch in der Nachspielzeit zwei Riesenchancen gab.
Der Schiri schützte die spielende Mannschaft nicht immer, aber für den doppelten Punktverlust ist der VfL allein verantwortlich. Zu allem Überfluss musste Rico Hartstock verletzt raus, hoffentlich nichts Ernstes.
Achso: Glückwünsche nach Bautzen zum Staffelsieg, ausgenommen natürlich der Stadionsprecher und die beiden Typen, die mir am 1. Spieltag meinen Schal entwenden wollten.