FC GW Wolfen - SC Borea Dresden 2 : 3 (0 : 2)
Wer nach dem Sieg in Magdeburg dachte, dass nun die Bäume in den Himmel wachsen, sah sich schnell wieder auf den Boden der Tatsachen versetzt. Borea, mit dem Rückenwind von zwei Siegen in Folge, legte gleich ordentlich los und nagelte Wolfen in der eigenen Hälfte fest. In der ersten Viertelstunde hätten die Gäste eigentlich schon in Führung gehen müssen. Dresden spielte einen sehr feinen und gepflegten Ball. Erst nach und nach konnte sich Wolfen ein wenig Luft verschaffen und kam zu eigenen Möglichkeiten. Toni Sponer hatte eine Riesenchance zum 1 : 0 auf dem Fuß.
Als der größte Druck der Dresdner überstanden schien und Wolfen besser mitspielte, fiel das 0 :1. Ein langer Diagonalpass auf die rechte Seite, wo ein Boreaspieler völlig allein und unbedrängt flanken konnte und in der Mitte kommt dann auch tatsächlich ein Dresdner aus Nahdistanz zum Kopfball. Der Ball landet zunächst unter der Querlatte und dann direkt vor den Füßen eines Dresdners. 0 : 1 durch Georgi (lt. MDR, da die Gästetorschützen in wolfen nicht mehr durchgesagt wurden). Borea blieb nach der Führung tonangebend und dominierend. Noch vor der Pause konnte Dresden auf 2 : 0 erhöhen. Voran ging ein Ballverlust der Wolfener in der gegenrischen Hälfte. Das sah stark nach Foul aus aber der Schiri ließ laufen. Die Hereingabe der Dresdner verpasst Gohla und so kommt Borea frei zum Schuß. Tulis kann zwar noch parieren aber ein Dresdner ist einfach gedanklich schneller, setzt nach und haut ins Tor (Torschütze: Koch ).
Das 2 : 0 ging zur Pause voll in Ordnung und aufgrund der guten Leistung der Dresdner schien das Spiel entschieden.
Wolfen kam engagierter aus der Pause. Der eingewechselte Kucera kommt zu einer großen Kopfballchance und scheitert am Boreakeeper. In dieser Phase der Anschlusstreffer und es wäre vielleicht etwas gegangen. Stattdessen schießt Borea nach einem Eckball in der 59. das 3 : 0 durch ein Traumtor. Das war die Entscheidung und nun musste man fürchten, dass es eine richtige Klatsche gibt. Doch positiv muss man anmerken, dass sich Wolfen nicht hängen ließ. Dresden ließ merklich nach und Wolfen kam zu einer ganzen Reihe guter Chancen. An der Chancenverwertung haperte es aber wieder einmal. Kucera bekommt den Ball einfach nicht ins Tor. Auch beim 1 : 3 Anschlusstreffer durch Sponer sah Kucera zuvor etwas unglücklich aus. Er trifft den Ball nicht und Toni macht dann das Ding rein. Es war noch fast eine halbe Stunde zu spielen. Wolfen bemühte sich redlich aber vor dem Tor war einfach nichts zu machen. Erst kurz vor Schluss bekommt Wolfen einen Elfmeter zugesprochen, den Andi Mieth gewohnt sicher verwandelte. In der Nachspielzeit wäre tatsächlich noch der Ausgleich möglich gewesen. Nico Scherz vergab die Riesenchance.
Dresden war ein starker Gegner aber gerade die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass mit einer konzentrierten Leistung über 90 Minuten durchaus etwas zu machen gewesen wäre.