TSV Friedland 1814 – FC Schönberg 95 2:4 (1:1)

  • Schönberg war von Anfang an flinker auf den Beinen und hatte auch technisch fast alle Vorteile auf seiner Seite. Dies nützte den Maurine-Kickern zunächst aber nicht viel, denn die Friedländer waren in der Anfangsphase vor allem wegen ihrer guten Spielübersicht das bestimmende Team. Der TSV machte in aller Ruhe sein Ding, fand in fast jeder Situation einen eigenen freien Mann und brachte die Gäste damit in ernsthafte Schwierigkeiten. Gabor Ruhr musste in den ersten 10 Minuten 2 richtig gute Chancen gegen Henrik Rodewald abwehren und seine Mannschaft so vor einem Rückstand bewahren. Und auch wenn auf der Gegenseite zwischenzeitlich auch Marcin Lenczewski einen starken Dobberitz-Schuss erst im Nachfassen unter Kontrolle brachte, lag das 1:0, das Alexander Bielesch in der 15. Minute mit einem harten und platzierten Schuss von der linken Seite erzielte, in der Luft. Die Grün-Weißen, durch das Gegentor sichtlich angestachelt, antworteten mit wütenden Attacken. Doch weil es wie so oft an Präzision im Abspiel mangelte und Friedland dazu aufopferungsvoll verteidigte, konnte der FC Schönberg 95 zunächst keine echte Torgefahr erzeugen. Erst in der 30. Minute wurde die Luft im Friedländer Strafraum bei einer Haese-Ecke deutlich dicker. Aber alle Akteure – egal ob Angreifer oder Verteidiger - verloren im Gewühl gleichsam die Orientierung und weil TSV-Torwart Lenczewski anschließend als Erster den Ball lokalisieren konnte, blieb es vorerst beim 1:0 für Friedland. Doch als Schönberg wenig später die Kugel über mehrere Stationen nach rechts außen zu Christian Klingenberg brachte, behielt dieser den Kopf oben und traf passgenau zum Ausgleich ins lange Eck. Kurz vor der Pause hätte sich Schönberg sicher nicht über einen Foulelfmeter beschweren dürfen, hatte aber selbst auch noch eine durchaus brauchbare Freistoßchance für Florian Zysk.
    Nach der Pause rafften sich die Gastgeber noch einmal kurzzeitig auf, verloren dann aber zunehmend die Kontrolle über die Partie. Zu schnell und zu druckvoll kamen die Schönberger immer wieder über die Flügel und das Spiel begann jetzt endgültig zu kippen. Thomas Haese hatte aus der Drehung kein Glück (62.) und legte einen Freistoß knapp am Tor vorbei (64.). Aber als Marko Riegel 40 Meter vor dem Tor einen weiteren Freistoß in den Lauf von Sahid Wahab schob und dieser seinen Gegenspieler herrlich aussteigen ließ, stand es nach Wahabs tollem Schlenzer plötzlich 1:2 für den FC Schönberg 95. Und die Gäste legten sofort nach: Jonni Jahnke ließ bei seinem irrwitzigen Solo auf der linken Seite nicht nur die halbe TSV-Abwehr reichlich alt aussehen, sondern er traf auch noch überlegt zum vorentscheidenden 1:3. Der Anschlusstreffer, den Thomas Stiller kurz vor Ultimo mit einem zugegeben phantastischem und für Gabor Ruhr unhaltbaren Schuss erzielte, änderte rein gar nichts an der Überlegenheit der Maurine-Kicker, denn Schönberg brachte die Partie einfach souverän zu Ende. Ein langer und hoher Freistoß von Routinier Marko Riegel, der sich über locker 45 Meter ins Tor senkte, brachte den 2:4 Endstand und den endgültigen Beweis, das Schönberg auswärts auch mit dem Standardbusfahrer und ohne Vereinschef gewinnen kann. ;-)


    Statistik


    FC Schönberg 95: Gabor Ruhr, Marko Riegel, Sahid Wahab, Christian Klingenberg, Florian Zysk (73. Sascha Stange), Eric Dobberitz, Thomas Manthey, Jonni Jahnke, Serkan Rinal, Nils Lindemann, Thomas Haese (81. Kevin Pour)


    TSV Friedland 1814: Marcin Lenczewski, Christian Pfalzgraf, Paul Roquette, Enrico Latzkow, Thomas Stiller, Alexander Bielesch, Sebastian Nasky, Edgar Kurzke, Tomasz Wydmuszek, Felix Voigt (46. Wojciech Jerzy Zaczek), Henrik Rodewald


    Tore: 1:0 Alexander Bielesch (15.), 1:1 Christian Klingenberg (26.), 1:2 Sahid Wahab (67.), 1:3 Jonni Jahnke (79.), 2:3 Thomas Stiller (87.), 2:4 Marko Riegel (90.)


    Gelbe Karten: Nils Lindemann (23., Foulspiel) - Tomasz Wydmuszek (63., Foulspiel), Paul Roquette (71., Foulspiel)


    Zuschauer: 100


    Schiedsrichter: Mariusz Beczko


    Schiedsrichterassistenten: Matthias Falk, Damian Drózka


    Fotos