Sommerpause ade – endlich!
Nach einer etwas unbefriedigenden vergangenen Saison rollte der Ball wieder. Neue Hoffnung, neues Glück!
Und das gegen Lübeck. Die Lübecker Fans haben in den letzten Monaten viel durch machen müssen, steht ihr Verein doch mitten im Insolvenzverfahren. Dementsprechend jung kam deren Mannschaft daher, mit einer guten Vorbereitung im Rücken. Vom Papier her war Babelsberg Favorit. Aber, was heißt das schon zu Saisonbeginn?
Schließlich galt es auch in unserer Mannschaft 11 neue Spieler zu integrieren, von denen heute 6 gleich zu Beginn auf dem Platz standen. Das System wurde umgestellt und wie auch schon gegen Mainz, sah man ein 4-2-3-1, was sich aber genauso als 4-2-1-3 interpretieren lässt. Zwei von sicher mehreren neuen Varianten.
Hatte man gegen Mainz noch nichts zu verlieren, lastete vor diesem Spiel klar eine gewisse Erwartungshaltung der Babelsberger Fans auf den Spielern. Zum Spiel.
Babelsberg kam raus und begann gleich druckvoll klar zu machen, wer hier die Schlüssel für das Stadion in der Hand hält. Man hatte den Gegner von Beginn an im Griff ohne direkte Gefahr auf deren Tor auszustrahlen. Die erste nennenswerte Chance hatte Lange nach ca. 10 min mit dem Kopf, als er eine Flanke Ergidi’s am Gehäuse vorbei setzte. 3 Minuten später schossen die Lübecker in Person von Jakob Sachs das erste Mal aus gut 20m auf das, von Marian Unger bewachte, Tor, letztlich gut 1m vorbei.
Nach einer Viertelstunde tauschten Jimmy und Daniel Frahn die Seiten, was leider nicht die ganz großen Verbesserungen mit sich brachte. Die Lübecker schienen das System gut gegen Mainz studiert zu haben. Jedenfalls nahmen sie unseren beiden Außenbahnen immer wieder gut den Wind aus den Segeln. Darunter litt der Spielaufbau merklich, eine Bindung der beiden 6er zu Ergirdi kam nicht zustande und so fand das Mittelfeld quasi phasenweise nicht statt. Nicht unbedingt schön, aber durch den Neuaufbau der Mannschaft alles andere als ungewöhnlich.
In der 26. Minute dann der schönste Moment des Spiels – Frahn probiert mit dem Ball in den Strafraum zu gehen, verliert den Ball und irgendwie gerät dieser in die Schussbahn des heranrauschenden „Jule“. Prochnow zieht direkt ab und der Ball geht an einer unsichtbaren Schnur, erst gebremst durch das Tornetz, direkt in den Dreiangel. Yeah, Auftakt nach Maß!
Eine Minute nach Wiederanpfiff eine Chance für die Norddeutschen. Gebers trifft eine Hereingabe Koep’s im Fallen nicht richtig und so geht der Ball knapp vorbei. Lübeck erhöhte jetzt das Tempo zeitweise, aber gefährlich wurden sie nicht mehr wirklich in Hälfte eins. Lange wurde noch einmal im Lübecker Strafraum von den Füßen geholt, die Schieris sahen jedoch keine Regelwidrigkeit. Dann nahm das Tempo wieder ab und die Spieler verabschiedeten sich in die Halbzeitpause.
Lübeck musste nun mehr machen fürs Spiel und nach einer Minute hatte sie gleich eine gute Gelegenheit. Marheineke schießt im Fallen nach einer Ecke, jedoch Ungers Fingerspitzen bewahren uns vor dem Ausgleich. In der 51. Minute wieder die Blau-Weißen. Jimmy und Frahni rennen auf der linken Seite 2 Abwehrspielern entgegen, Jimmy wird gestoppt, Frahn geht weiter, spielt im Strafraum Niemeyer aus und zieht mit links ab. Leider nur noch mit letzter Kraft und so kann Keeper Semghoun gerade so zur Ecke klären.
Im Gegenzug nach der Ecke schießt Thomas ohne Erfolg aus 20m auf Marian Ungers Kasten und in der 60. Minute verpasste Langes Kopfball nur um Haaresbreite den gegnerischen Kasten, nach Hereingabe des heute sehr stark spielenden Danso-Weidlich. Es ging jetzt hin und her. Aus gut 25 Metern probierte sich Lipke, dessen Ball kurz vor Marian Unger aufsetzte – letzterer klärt zur Ecke. Erneut klären musste er in der 84. Minute als der eingewechselte Riddler aus 20 m nach einer Ecke direkt abzog. Hammerschuss und Hammerparade.
Lübeck drängte, kam aber zu keiner weiteren erwähnenswerten Chance. Hingegen hatte Babelsberg noch zwei vielversprechende Konter, die aber der Qualität meines Diktiergeräts zum Opfer fielen.
Was bleibt zu sagen:
Als Erstes wurden ganz klar 3 immens wichtige Punkte eingefahren und ich hoffe, die Mannschaft arbeitet so weiter,denn dann werden wir auch in zwei, drei Spielen die erhoffte Qualität zu Gesicht bekommen.
Es bleibt also weiterhin viel zu tun und ich möchte noch einmal sinngemäß an die Worte unseres Kapitäns a. D., Patrick Moritz, erinnern; „die Mannschaft brauch Zeit, sich einzuspielen…“
Nulldrei: Unger – Danso-Weidlich, Laars, Surma, Kolm(76. J. Oumari) - Civa, Prochnow – Hartwig(54 H. Oumari), Ergirdi, Frahn(82. Moritz) - Lange
VfB Lübeck: Semghoun – Koep, Wehrendt, Neumann, Thomas(64. Kolodzick), Gebers, Sachs, Lipke(82. Nodop), Henning(71. Riddler), Niemeyer, Marheineke
Tore: 1:0 Julian Prochnow
Gelbe Karten: Civa, Ergirdi, Lange - Niemeyer, Kolodzick, Neumann
Gelb-Rot: Kolodzick
Zuschauer: 1478 (ca. 120)
Schiedsrichter: Rene Hammer