Regionalliga Nord, 33. Spieltag: SC Verl 1920 - SV Babelsberg 03 1:3 (1:2)

  • "Hey, Hey Nulldrei is here! All forgot the glory, All forgot the glory"


    Auswärts fahren lohnt sich eben auch, wenn es um nichts mehr geht. Tatort Verl: Gut 50 Anhänger des geliebten SVB machten sich zu frühster Stunde auf in die kleine, verschlafene Gemeinde Verl. Kurz nach 7 Uhr ging es ab dem Lutherplatz mit dem Bus los, reichlich früh also, sodass unser übersichtlicher Mob erstmal noch bei dem Wirt des Vertrauens ein Bierchen genießen durfte. Der gute Mann samt Gattin war sich anfangs nicht unserer Gastfreundschaft gewiss, allerdings konnten wir ihn davon überzeugen und am Ende gabs sogar Schnitzel für eine Teilnehmerin. Also gings in lockerer Atmosphäre in das Stadion an der Poststraße. Das alles hatte so eine ruhige, entspannte Oberligastimmung. Bier im Stadion, völlig entspannte Beamte in übersichtlicher und angemessener Quantität sowie ein Top-Catering. Danke nochmals für die Wurstpappen und das Freibier, ein Lob an Versorger!


    Sportlich brachte Trainer Demuth wieder eine neue Formation auf den Platz, die drei eingewechselten Lukac, Jonelat und Rudolph standen neben Jimmy Hartwig wieder in der Startelf. Nach der unglücklichen Niederlage gegen die Dynamos aus Dresden hoffte man auf einen entspannten Auswärtssieg bei bestem Wetter. Jedoch sollte anfangs nicht alles reibungslos verlaufen. gehen wir in die vierte Minute. Aus knappen 22m kann ein Verler den Ball auf den halblinks freistehenden Mainka durchstecken, der bedankt sich mit einem Schuss unten rechts in die Maschen des machtlosen Carsten Busch. 1:0, Mist. Solche Spielbeginne sind meistens unschön und drücken die Stimmung. Da hatte wohl aber keiner der Nulldreier Lust drauf, weder Fans noch Spieler. So bleibt als Reaktion von den Rängen lautstarke Singerei und auf dem Platz ein Team, welches keineswegs aufsteckte und munter mitspielte. Das sollte auch belohnt werden, denn bereits fünf Minuten später war es Daniel Frahn, welcher auf links bedient wurde. In bester Stürmermanier konnte unsere Nummer 16 den Ball geschickt am heraneilenden Keeper vorbeizirkeln und der Ball blieb wunderschön rechts im Netz der Verler hängen, Ausgleich! Und darauf ruhte sich unser Team keineswegs aus, weitere Torgefahr wurde in den Folgeminuten noch nicht belohnt. Aber da Tore schön sind gehen wir weiter in die 22. Spielminute. Nulldrei konnte den Druck weiter erhöhen und erkämpfte sich einen Eckball. Nach maßgeschneiderter Flanke unseres Käptn´s war es ein lässiger Typ, der den Ball am zweiten Pfosten einnicken durfte. Da unsere Nummer 33 ziemlich allein gelassen wurde bedankte er sich vorbildlich mit dem Führungstreffer, welcher auf den Rängen die zweite Jubelwelle bedeutete. Ein Stadionsprechermitglied ließ es sich nicht nehmen, die Tore nochmals deutlich an alle Anwesenden zu richten.


    Anschließend wurde es deutlich ereignisloser. Nulldrei bewies große Moral und kämpfte aufopferungsvoll, Verl hingegen recht einfalls- und harmlos. So bleibt bis zum Halbzeitpfiff zu konstatieren, dass zwar auch die Verler ihre Möglichkeiten suchten, jedoch absolut harmlos blieben. Aber was solls, wenn auf dem Platze nichts ging, so jedoch auf den Rängen, denn der Babelsberger Support war durchgängig, laut und kreativ. Die Verler Fans schauten sich das Oberliganiveau ruhig und supporttechnisch stimmungslos an, die Nulldreier erprobten trotz weniger Auswärtsfahrer sogar Wechselgesänge zwischen Gästeblock und Tribüne. Das Bild sollte sich nicht sonderlich ändern, auch nicht im zweiten Durchgang.Verl wechselte zur Halbzeit das erste Mal, jedoch blieb beim Gesamtbild alles beim Alten: Keine Gefahr, keine echten Torchancen. Beim Schreiben der Notizen wurde ich stark entlastet, was jedoch auch dazu führt, das es kaum berichtenswertes aus dem zweiten Durchgang gibt. Hier mal ein Verler aufbäumen mit Ende am Strafraum, da mal ein vielversprechender Fehlpass mitten ins Nirvana. Das Glück blieb dann auch den Verlern bei ihrer einzigen echten Torchance fern. Nach Eckball konnte ein Spieler des SCV den Ball akrobatisch mit der Hacke abnehmen, der Torerfolg blieb Zentimeter verwehrt. So plätscherte das Spiel weiter Richtung Abpfiff, jedoch gabs dann in der 90. Minute dann doch nochmal Torgefahr und Torerfolg. Die Verler warfen alles nach vorne und so konnte unsere Equipe mustergültig zum Auskontern ansetzen. Nach Doppelpass von Moritz und Frahn war es wiederum unsere Nummer 16, welcher den Ball sicher im Tor unterbringen kann und somit alles klar machte. Der unauffällige Schiri pfiff kurz danach den Kick ab.


    Fazit: Ein toller Auswärtstrip, wo es für beide Teams eigentlich um nichts mehr ging. Unsere Mannen jedoch deutlich engagierter und konsequenter im Abschluss und von daher ging dieser Auswärtssieg auch so vollkommen in Ordnung. Es war gewiss kein fussballerischer Leckerbissen, aber Einstellung des Teams und der Support haben absolut gestimmt und auch so kann man nur schöne Grüße an die netten Verler Gastgeber senden. Moralisch war dieser Sieg denke ich sehr wertvoll, wollen wir doch bereits am Mittwoch ein paar Magedeburger in die vierte Liga mitnehmen. Auf ein schönes Flutlichtspiel und 03-Punkte.


    SC Verl:
    Kallntas, Cinar, Rogowski, Saur, Koberstein (59. Ullacan), Hagedorn, Mainka, Dayangan (78. Bamba), Pagano (46. Remmert), , Krause, N´Diaye


    SV Babelsberg 03:
    Busch, Rudolph, Lukac, Jonelat, Laars, Prochnow, Hartwig, Stiefel (59. Vukadin), Moritz, Civa (88. Mauersberger), Frahn


    Tore: 1:0 Mainka (4.)
    1:1 Frahn (9.)
    1:2 Laars (22.)
    1:3 Frahn (90.)


    Gelbe Karten: Remmert – Hartwig, Prochnow, Lukac


    Zuschauer: ca. 330 (50-60 Gäste)


    Schiedsrichter: Bauer
    Besucher: 330


    rudiriot
    Quelle: www.babelsberg03.de