„Ich muss mir wohl neue Beine kaufen…“ ärgerte sich Schönbergs Stürmer Christian Klingenberg nach dem Spiel selbst am meisten über seine 3 vergebenen Torchancen aus der ersten Halbzeit. Bereits in der 4. Spielminute bekam er den Ball von Alexander Fogel maßgerecht serviert, traf zum Entsetzen aller aus Nahdistanz aber nur den Pfosten. Auch in der 14. und in der 37. Minute wollte es einfach nicht mit einem Tor klappen. Diesmal bereiteten Alexander Frank bzw. Sven Wittfot den möglichen Torerfolg für Klingenberg vor, doch wieder verfehlte die Kugel ihr Ziel. Glücklicherweise stand es zu diesem Zeitpunkt trotzdem schon 1:0 für Schönberg. Paul Manthey, der nach seiner langen Verletzung endlich beschwerdefrei ist und erstmalig seit langer Zeit von Anfang an dabei war, holte sich den Ball nach einem verlorenen Zweikampf am 16er sofort zurück, spielte zu Alexander Fogel und dieser bedankte sich mit der Führung für seine Mannschaft. Die Grün-Weißen blieben weiter am Drücker und ließen in der ersten Hälfte nur eine Chance für Ronny Lemcke zu. Dessen Direktabnahme wurde jedoch sichere Beute von Schönbergs Keeper Norman Köhlmann. Die eigenen guten Möglichkeiten durch Alexander Frank (13., Pfostentreffer und 35., Flachschuss), Thomas Manthey (14., im Anschluss an eine Kalbau-Ecke), Christian Radom (24., Kopfball nach einer Kalbau-Ecke und 44., volley nach einer Kalbau-Ecke) blieben allesamt ungenutzt und so ging man nur mit einem mageren Vorsprung in die Pause.
„Unser Tempofussball raubt den Spielern die Kraft, deswegen habe ich meinen Jungs in der Pause gesagt, sie sollen einen kühlen Kopf bewahren und so schnell wie möglich das zweite Tor nachlegen“, gab Trainer Adigo darum die Marschroute für den 2. Durchgang vor. Auf dieses musste Adigo nicht lange warten, denn in der 52. Minute traf sein Kapitän Sven Wittfot zum 2:0. Eine lange Flanke von Mamadou Sabaly schien schon ins Aus zu trudeln, doch Alexander Fogel holte sich den Ball kurz vor der Grundlinie. Dann legte er das Leder zurück zu Sven Wittfot und dieser schob gegen die Laufrichtung von Torhüter Sebastian Lehsten ein. Das 3:0 durch einen von Paul Manthey verwandelten Foulelfmeter war dann neben der endgültigen Entscheidung auch der Endstand der Partie. „Ich hatte gesehen, dass Sebastian Lehsten ein guter Torhüter ist und gute Torhüter springen beim Elfmeter meist in eine Ecke. Deswegen habe ich mich eben für die Mitte entschieden“, erläuterte der Torschütze seine Beweggründe dafür, dass er das Leder zentral in die Maschen schlenzte. Schönberg war in der zweiten Halbzeit zwar nicht mehr ganz so druckvoll wie im ersten Durchgang, hatte das Spiel aber trotzdem unter Kontrolle. „Wir hatten keine Chance heute“, brachte es Gästetrainer Wilfried Wulff deshalb nach der Partie kurz und knapp auf den Punkt. Auf den Rängen war man jedenfalls zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. „Außer über die Chancenverwertung gab’s da nicht zu meckern“, freute sich der in der Woche neugewählte Präsident Uwe Blaumann. Auch Trainer Adigo bedachte Mannschaft und Fans mit Komplimenten: „Ich möchte mich ausdrücklich bei unseren Fans bedanken, die uns heute toll unterstützt haben. Der Funke ist auf die Mannschaft übergesprungen.“
FC Schönberg 95: Norman Köhlmann, Christian Radom, Alexander Frank, Paul Manthey, André Kalbau, Mamadou Sabaly (84. Marcus Klaczinski), Martin Ryll, Thomas Manthey, Sven Wittfot, Alexander Fogel, Christian Klingenberg (82. Dmytro Grybkow)
FSV Malchin von 1919: Sebastian Lehsten, Daniel Heweld, Andreas Plagens, Maik Werner, Sven Pollex (77. Marcus Budniak), André Barß, Ronny Lemcke, Gogo Godfrey, Toni Hewelt, Felix Rümker, Tom Rzeszutek (79. Christoph Burmeister)
Tore: 1:0 Alexander Fogel (6.), 2:0 Sven Wittfot (52.), 3:0 Paul Manthey (67., FE)
Gelbe Karten: Christian Klingenberg – Maik Werner, Andreas Plagens
Zuschauer: 116
Schiedsrichter: Lars Junker (Wismar)
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Paul Manthey trifft per Foulelfmeter zum entscheidenden 3:0.