Babelsberg 03 vs. Türkiyemspor 2:0

  • Huuuhhuu, scheußliches Wetter. War es auf den Rängen des KarLi schon verdammt ungemütlich, wie muss sich das erst in kurzen Hosen angefühlt haben?
    Rätsel, die sich mir nicht erschließen müssen…
    Spitzenspiel, schon wieder, erster gegen dritter, eine Mannschaft, die letztes Jahr vier Punkte gegen uns machte, meist hochemotional – es konnte also nicht langweilig werden.
    Von Türkiyemspor ist dabei die Rede, einer Kreuzberger Truppe, die vor der Saison schon von vielen als Abstiegskandidat gehandelt wurden, weil sie viele Spielabgänge zu verzeichnen hatten. Nun noch die Trainerentlassung wegen menschlicher Differenzen vor 10 Tagen, man durfte auf alles gefasst sein.
    Babelsberg lief gegenüber der Vorwoche unverändert auf, ein Pfiff und es begann.
    Verhalten, zumindest an Torchancen begann es, nicht weil die Spieler nicht wollten, aber das Wetter zeigte sich nicht landesligatauglich, machte den Ball schnell und schwer kontrollierbar. Die erste Chance auf rutschigem Geläuf dann nach 5 Minuten für Nulldrei. Yaw Donkor-Oppong setzt sich auf links durch, geht in den Strafraum, zieht ab und findet seinen Meister in Schlussmann Stillenmunkes. In der folgenden Viertelstunde brauchte man seinen Kopf, so man denn mittig stand, nicht all zu viel schwenken, beide Teams bestreikten quasi die Strafräume mit Ausnahme der Keeper. Babelsberg bemühte sich spielerische Akzente zu setzen, so richtig gelingen wollte es vorerst nicht. Eher Einzelaktionen sorgten für die ein oder andere Abwechslung. So auch beim Strafraumgewühl in der 22. Minute als Jimmy an den Ball kommt und aus der Drehung mit dem linken Fuß draufhält. Leider genau in die Arme des Keepers. Gut 2 Spielstationen später ist der Ball wieder bei ihm. Sein Abspiel landet erneut bei Jimmy, der legt ab auf Ben-Hatira und letzterer schließt ab. Kein Treffer aber Babelsberg erarbeitete sich nun Chancen. Die erste für die Berliner kurz darauf – volley zieht Zivic ab, die platzierte Bogenlampe war aber um gefährlich zu werden, zu lange in der Luft.
    Wenn jemand im Babelsberger Team für gelbe Karten gebucht ist, ist das Bastian Zenk. Zu wetten, dass er in einem Spiel keine bekommt soll mittlerweile recht hohe Quoten bringen;). Zumindest verhinderte die heutige sehr schön das Absetzen eines recht freien Berliner Spielers und somit eine mögliche Chance. Prädikat – wertvoll. Gibt’s bei Fouls ja selten…
    Allerdings brachte der folgende Freistoß durch Zivic auch Gefahr. Pupovac lauert ziemlich alleingelassen am Strafraum, bekommt den Ball und trifft diesen, Gott sei Dank, nicht hundertprozentig. Das sah in jedem Fall gefährlich aus. Nicht minder gut der Auftritt von Donkor-Oppong in entgegen gesetzter Richtung. Allein rennt er aufs Tor und zieht aber, aufgrund dreier Gegenspieler, schon von der Strafraumgrenze ab. Stillenmunkes hatte den Ball sicher. Sieger blieb er auch beim nächsten Ball. Einen Freistoß aus 22m von Mutsche, direkt ins rechte untere Eck kann der Keeper gerade so vereiteln. Klasse Schuss – klasse Parade! Auf der anderen Seite dann die bisher beste Chance des Spiels. Viel Glück hatten die Hausherren als Björn L. aus einem Zweikampf im 16er mit ?Boachie? als zweiter Sieger hervor geht und sich mit ansehen muss, wie dieser auch an Keeper Busch vorbei geht, den leeren Kasten aber aus spitzem Winkel verfehlt. Holla, die Waldfee – durchatmen!
    Die zwei nächsten Szenen drehten sich um Ben Hatira. In der ersten, nach einem Freistoss’ Mutsche’s, zum Tor hin gezogen, passten nur sehr wenige Luft-Regen-Moleküle zwischen Ball und Ben-Hatiras Kopf. Man spürte ihn förmlich schon im Netz. In Szene zwo landete das Leder sogar mustergültig, in Folge Patricks Freistoß, geköpft in den Maschen, wenn, ja wenn da nicht eine nicht ganz unbedeutsame Fahne im Wind geweht hätte. Abseits also und das zu recht. Einen ungefährliche Freistoß gab’s vor der Pause noch für die Kreuzberger und dann war Zeit für den ein oder anderen Glühwein. Erwärmend, trotz der Chancen, war diese Spielhälfte nämlich noch nicht.
    3 Minuten nach Wideranpfiff ging’s gleich in die Vollen, zumindest für den Spieler der sich zwischen Yaw’s Schuss und das Tor stellen musste. Babelsberg nun etwas druckvoller und beim nächsten Versuch testete Ben-Hatira nach Zuspiel von Jimmy erneut die Fähigkeiten Stillenmunkes, der wirklich eine gute Partie ablieferte. Die erste Chance der Gäste in Durchgang 2 leitete Schiri Rosenkranz aus Plauen ein, der mit zunehmender Spielzeit immer „unglücklichere Entscheidungen“ traf. So pfiff er in besagter Situation einen Freistoß, der gut aufs Tor verlängert wurde. Durch wen blieb ein Geheimnis, aber Keeper Busch hatte eh das letzte Wort. Mitreden wollte auch Kapitän Moritz. Nach gut 75 Minuten zieht er ein 30m-Freistoß so genau aufs Tor, dass Türkiyemkeeper Stillenmunkes sich abermals verdammt lang machen muss, um den Ball zu erreichen. Abgewehrt, jedoch Ben-Hatira erläuft den Ball, sein Schuss trifft allerdings nur das Außennetz. Nicht so in der 83. Minute. Gerade war Arsovic für Lukac ins Spiel gekommen, da bedient Yaw D.-O. herrlich seinen Sturmkollegen und der zieht von der Strafraumgrenze trocken ab. Trocken, bei dem Wetter – so ein Quatsch. Ganz schön feucht war der Ball, den Stillenmunkes erneut erreichte. Seinen Einschlag konnte er diesmal allerdings nicht verhindern. Party go’s on! Endlich das erlösende Tor. Türkiyemspor musste nun die Konterstellung verlassen, wechselte noch einmal und griff wieder an. Das eröffnete neue Räume für Nulldrei. Kein freien Raum fand jedoch Patricks 20m-Freistoß in der 88. vor. Ich sag nur Stillenmunkes…
    Einen gefühlten Wimpernschlag später dann aber die Entscheidung. Yaw D.-O. erobert den Ball, tunnelt einen Gegenspieler und lässt nun seinerseits dem Keeper keine Chance. Schön flach, leicht cross geschossen. Herrlich! Es wurde noch 2 Mal gewechselt auf Babelsberger Seite, dann war Schluss.
    Die beiden Stürmer scheinen nun endgültig in Babelsberg angekommen zu sein, sie treffen immer häufiger und werden von Spiel zu Spiel besser eingesetzt. Das ist schön, sowie auch die Tatsache das Babelsberg heute bis zum Ende der Partie auf diesen Sieg hingearbeitet hat. Ebenso wurden wieder die beiden Defensivausfälle(Neubert, Tretschok) völlig kompensiert.
    Trainer Pinarbasi meinte nach dem Spiel noch, dass mehrere seiner Spieler angeschlagen ins Spiel gegangen wären und er gerade vor dem Tor wechseln wollte.
    Was soll ich aus Babelsberger Sicht dazu sagen? "Pech gehabt" vielleicht, oder "so ist Fußball"?
    Wenn jetzt noch 20°C und Sonnenschein wär’, wäre das WE perfekt…
    Man kann halt nicht alles haben.




    SV Babelsberg 03: Busch; Rudolph, Laars, Neumann, Lukac(D. Arsovic), Hartwig, Moritz, Zenk(90. Vukadin), Mutschler, Ben-Hatira, Donkor-Oppong(91. Grubert)


    Türkiyemspor Berlin: Stillenmunkes; Pupovac, Can, Zivic, Keskin, Ötztürk, Firat(67. Sonar), Boachie, Gül, Jacobsen (in der 85. wurde „unbemerkt“ erneut gewechselt)




    Tore: 1:0 Ben-Hatira(83.), 2:0 Donkor-Oppong(



    Gelbe Karten: Zenk, Lukac, Moritz - Zivic, Dogan, Can, Gül, ???



    Schiedsrichter: Rosenkranz(Plauen)


    Zuschauer: 1103 (ca. 3)

  • Zitat

    Original von Bozkurt
    Babelsberg ist z.Zt sehr souverän, aber ist es nicht noch etwas zu früh für Glückwünsche?



    Hast schon recht, aber ein bischen provozieren gehört schon dazu! :biggrin:
    Aber die anderen selbst ernannten Mitfavoriten, bis auf die Hansa Amas,
    sind zu unbeständig und haben mit sich selbst zutun!

  • Na klar gehört ein bßchen provizieren dazu, sonst würde das hier doch kein Spass machen


    Frage mich nur wo die leute sind, die Anfang der Saion so eine riesen klappe hatten und dachten das nur die Kohle reicht um aufzusteigen.


    Naja die werden sich spätestens anfang nächster Saison wieder melden.