FSA-Pokal: 12.11.2005 FC Grün-Weiß Piesteritz – VfB Germania Halberstadt 2:1 n. V.

  • 12.11.2005 FC Grün-Weiß Piesteritz – VfB Germania Halberstadt 2:1 n. V. (0:0, 1:1)


    VfB Germania Halberstadt:
    Löffke – Alex Kopp, Thiele, Gottwald, Heckeroth – Vandreike – Gerlach, Stefke – Schlitte, Banser, Reitzig (ab 62. Binsker)


    FC Grün-Weiß Piesteritz:
    LindemannWellington – Buchholz, Heede, PuhlmannNeuberg, H. Wiesegart, Flavio (ab 70. Gerstmann), Richter (ab 46. Klier) – Hüller (ab 87. O. Hinkelmann), Naujoks


    Schiedsrichter: Ehret (Schönebeck)


    Tore:


    0:1, Stefke (50.),
    Gerlach ist mit Ball auf und davon, 30-Meter-Alleingang, wird im Strafraum gestört, spielt auf Stefke ab, der den Ball unter die Latte ins Tor knallt!


    1:1, Neuberg (67.),
    Abwehr-Kopfball von Kopp direkt zu Wiesegart, der ungehindert auf Neuberg passen kann, Gottwald stört nicht energisch und Neuberg zieht mit Rechts ab und trifft aus neun Metern ins lange Eck, auch wenn Löffke noch dran war!


    2:1, Gerstmann (106.),
    Piesteritz zaubert, wir erstarren in Ehrfurcht und schauen zu, letztendlich trifft Gerstmann aus Nahdistanz!



    Torchancen: 12:8 (1:3, 7:7),
    Torschüsse: 19:18 (3:7, 12:15),
    Ecken: 6:11 (1:9, 6:10).


    Gelbe Karten:Thiele (113.), Meckern – Hüller (15.), Flavio (20.), jeweils Foulspiel


    Zuschauer: 470, davon ca. 80 aus Halberstadt!
    Äußere Bedingungen: angenehmes Fußballwetter, 12 Grad, sonnig, aber kühler Wind, gut bespielbarer Rasen!



    Zum Spiel
    Am Samstag war es mal wieder soweit, diesmal sollte im Piesteritzer Volkspark, beim Verbandsligisten FC Grün-Weiß der erstmalige Einzug ins Landespokal-Halbfinale gelingen. Trainer Thomas Pfannkuch rotierte erneut im Angriff, Friedrich Reitzig in die Startelf, Felix Binsker vorerst auf die Bank, ansonsten das Team vom erfolgreichen Dresden-Nord-Spiel. Für den gesperrten Sebastian Kischel hütete allerdings Daniel Löffke das Tor. Beim Gastgeber lief die Topelf auf, außerdem wurden sie durch die Anwesenheit von Startrainer Felix Magath beflügelt.


    Wir setzten den Fünftligisten von Beginn an unter Druck und hatten schon nach acht Minuten die erste dicke Chance, als Ladislav Stefke nach herrlichem Vandreike-Pass alleine vor Piesteritz-Keeper Jan Lindemann auftauchte, aber den Ball leichtfertig vertändelte. Kurz darauf segelte ein gefährlicher Freistoß, von abermals Ingo Vandreike, durch den gegnerischen Strafraum, aber Fait Banser kam nicht heran (9.). Piesteritz fiel vorerst durch eine harte „Gangart“ auf. So wurden Christian Hüller (15.) und Flavio (20.) bereits frühzeitig verwarnt. Die Attacke von Flavio an Randy Gottwald war sogar „dunkelgelb“! Nach einer Stefke-Ecke landete der Ball dann am Pfosten, Banser hatte den Torwart behindert, aber ein Pfiff blieb aus (22.). Bis dahin waren wir klar spielbestimmend, auch wenn die großen Torraumszenen ausblieben.


    Piesteritz löste sich aber mehr und mehr aus der „Umklammerung“, wurde immer mutiger und konnte dann auch die erste Offensivaktion verzeichnen, Marc Richter hatte eine Flanke von Stefan Neuberg nur knapp verpasst (27.). Zwei Minuten später fabrizierte Gottwald einen Fehlpass, Nils Naujoks sprintete dazwischen, zog ab, aber der Torschuss bereitete Löffke überhaupt keine Probleme (29.). Dann die beste Möglichkeit der Volksparkjungs um Trainer Detlef Stache. Alex Kopp hatte den Ball verloren, Naujoks bekam ihn und knallte das Spielobjekt unmittelbar an den Pfosten (36.). Da wäre Löffke wohl nicht mehr herangekommen! Kurz vor der Pause hatte dann Banser noch zwei sehr gute Torchancen. Zuerst setzte er einen Freistoß von Enrico Gerlach per Seitfallzieher knapp neben das Gehäuse (40.), danach schoss er den Ball, nach schnellem Konter, aus 17 Metern Torentfernung ebenfalls um Zentimeter am Tor vorbei (41.).


    2. Halbzeit: Nach kurzer und heftiger Ansprache von Pfannkuch standen seine Schützlinge schon nach zehn Minuten wieder auf dem Feld. Es ging bei uns auch wieder gut los. Wir spielten vorerst weiter druckvoll nach vorne und kamen nach Foul an Kopp zu einem Freistoß. In der Folge foulte Keeper Lindemann Reitzig klar im Strafraum, aber der fällige Elfmeterpfiff blieb aus (49.). Eine krasse Fehlentscheidung, zumal es Freistoß für Piesteritz gab! Eine Minute später trotzdem die, bis dahin durchaus verdiente, aber glückliche 0:1-Führung durch Stefke (50.). Wir hatten im Mittelfeld den Ball erkämpft, Piesteritz war aufgerückt und Gerlach startete einen Alleingang, wurde dann im Strafraum eingeholt und gestört, so dass unser Kapitän auf Stefke passen musste, der den Ball unter die Latte ins Tor knallte. Der Jubel blieb allerdings verhalten und richtig wach und aggressiv waren wir danach auch nicht wirklich. Ganz im Gegenteil, jetzt drehte der Gastgeber auf. So klärte Nils Thiele folgend im letzten Moment vor Naujoks zur Ecke, die wie immer von Piesteritz-Spielführer Heiko Wiesegart getreten wurde. Der folgende Kopfball von Abwehrchef Wellington verfehlte unser Tor nur knapp (52.).


    Danach ein schönes Doppelpassspiel von Vandreike und Kevin Schlitte, Vandreike zog in den Strafraum ein, flankte gefährlich, aber Lindemann griff beherzt ein (55.). Kurz darauf ein guter Torschuss von Hüller, nachdem unsere Defensive mal wieder geschlafen hatte (56.). Piesteritz drängte uns immer weiter in die eigene Hälfte, unsere Passivität blieb unerklärlich! Einzig die Grün-Weißen bestimmten jetzt das Spielgeschehen. So ging ein Kopfball von erneut Wellington, nach Freistoß von Tobias Heede, abermals nur knapp vorbei (60.). Wir bettelten regelrecht um den Ausgleich, der dann auch vom Fünftligisten erzielt wurde (67.). Wir hatten katastrophal verteidigt und Neuberg konnte ungehindert (!) das mittlerweile verdiente 1:1 markieren! Bis zur Verlängerung hatten wir zwar noch die eine oder andere gute Offensivszene, u. a. eine Torchance durch Gerlach (80.), aber wir konnten uns bei Keeper Löffke bedanken, dass wir überhaupt in die Extraspielzeit gekommen waren. „Löffel“ hatte nämlich in der 89. Minute einen sehr guten Wiesegart-Freistoß in überragender Manier gehalten, sonst wäre hier schon endgültig Schluss gewesen.


    Verlängerung: Kaum war der erneute Anpfiff erfolgt, lag der Ball in unserem Tor, aber zum Glück Abseits (93.)! Dann glänzte Stefke mal mit einer Einzelaktion, aber Lindemann konnte klären (96.). Dies blieb unsere einzige (!) Torchance der Verlängerung! Kurz darauf schlief mal wieder unsere gesamte Abwehr und der eingewechselte Kevin Gerstmann schoss den Ball um Zentimeter am Löffke-Gehäuse vorbei (103.). Kaum war die zweite Halbzeit der Verlängerung angepfiffen, stand es verdienter Maßen 2:1 für Piesteritz (106.)! Wir hatten zugeschaut wie der Gastgeber zauberte und Gerstmann hatte getroffen. Nun waren wir geschockt, versuchten zwar noch mal alles, Thiele jetzt als Mittelstürmer, aber es half nichts. Ganz im Gegenteil, Löffke verhinderte, nachdem wir immer wieder weit aufgerückt waren (was blieb uns anderes übrig), mit mehreren Glanzparaden eine noch höhere Niederlage. Nach drei Minuten Nachspielzeit (lange Verletzungsunterbrechung) stand es fest: Verdienter 2:1-Sieg für Piesteritz und wir waren mal wieder vorzeitig im Pokal gescheitert!



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    Fazit:
    Nach einer erschreckend schwachen Partie sind wir völlig zu Recht und mal wieder frühzeitig im Landespokal ausgeschieden. Waren wir die ersten 25 Minuten noch weitestgehend spielbestimmend, bauten wir im weiteren Verlauf der Begegnung immer weiter ab und konnten uns am Ende beim guten Torwart Daniel Löffke bedanken, dass diese Niederlage nicht noch höher ausgefallen war.
    Trotz der durchaus verdienten, aber auch glücklichen Führung, versäumten wir es, den Gastgeber weiter unter Druck zu setzen und ein zweites Tor nachzulegen. Ein 0:2 wäre wohl die Entscheidung gewesen, aber durch unsere Passivität wurde Piesteritz immer mutiger und zeigte uns an diesem Tag etwaige Grenzen auf. Vor allem in der Verlängerung wurden wir teilweise mit lehrbuchreifem Konterspiel vorgeführt.


    Die einzige positive Erkenntnis war die gute Leistung von Ersatzkeeper Löffke. Unerfreulich war aber auch, dass sich nur vier Spieler (Gerlach, Banser, Schlitte und Thiele) bei den zahlreich vertretenden und lautstarken Germaniafans bedankt hatten. Alle anderen Akteure suchten schnell, aufgrund der maßlosen Enttäuschung, das Weite.


    Unsere Mannschaft muss jetzt zeigen, dass ein Team zusammen gewachsen ist, auch wenn das erste Saisonziel (Pokalfinale) klar verfehlt wurde.


    Am kommenden Samstag, Anstoß 13.30 Uhr, empfangen wir im heimischen Friedensstadion die Regionalliga-Reserve von Rot-Weiß Erfurt. Alles andere als ein Sieg ist nach dieser blamablen Vorstellung in Piesteritz nicht hinnehmbar!



    Stimmen:


    Trainer Pfannkuch (Germania):
    "Bei uns haben viele geglaubt, das Ding spielen wir mal so runter."



    » Bilder vom Spiel nun online!


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