Die Spielpause in der Liga nutzte der FC Grün-Weiß Wolfen zu einer freundschaftlichen Begegnung mit dem Spitzenteam der Oberliga Nord SV Babelsberg. Am Ende gab es einen deutlichen und klaren 5:1 Erfolg der Gäste.
Der Klassenunterschied war von Beginn an sichtbar. Das vom Ex-Wolfener Rastislav Hodul trainierte Team aus Postdam, bei denen in der zweiten Hälfte auch der Ur-Wolfener Rene Tretschok mitwirkte, bestimmte klar die Szenerie und ließ Ball und Gegner laufen. Die Grün-Weißen, die auf einige Akteure verzichten mussten, waren nahezu pausenlos in der Abwehr gebunden. Offensivaktionen gab es nur wenige.
Den Führungstreffer der Gäste markierte Froese, der aus Nahdistanz ungestört einköpfen konnte (9.). Postwendend und etwas überraschend folgte der Wolfener Ausgleich. Mit einem 25m Volley-Schuss überwand Michael Henzel Keeper Becker, der ansonsten wenig zu tun bekam (15.). Am Spiel änderte das nichts. Die Babelsberger waren drückend überlegen, sündigten aber beim Toreschießen. Meist gingen die Bälle knapp am Wolfener Gehäuse vorbei. Mit einer Glanztat verhinderte zudem Rene Block die Gästeführung, als er nach einem Pfostenknaller, den Nachschuss abwehrte (40.).
Nach dem Wechsel gelang den Gästen der schnelle Führungstreffer. Vollständig freigespielt hatte Moritz keine Mühe ins Tor einzuschieben (47.). Wolfen kam nur noch gelegentlich vor das Gästetor. Die beste Chance hatte nach einem Alleingang noch Daniel Trettner, dessen Schuss dann aber zu schwach war. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Gäste zu immer mehr Chancen. Szenenapplaus gab es mehrfach für den eingewechselten Robert Hahn im Grün-Weiß- Gehäuse, der mehrfach prächtig hielt. Fünf Minuten vor Ultimo waren die Kräfte der Grün-Weißen jedoch am Ende. Das nutzte der coole Oberligist noch zu drei Treffern. Zweimal war Fricke (85./87.) und einmal Moritz (89.) erfolgreich. Pech hatte der Wolfener Youngster Jan Ziegler, der sich bei einem Zweikampf ohne gegnerisches Verschulden die Hand brach und ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Wolfens Coach Olaf Schaller:
„Wichtig war, dass wir im Rhythmus bleiben, um die anstehenden Punktspiele erfolgreich zu bestehen. Insofern war der Test wichtig, auch wenn wir klar unsere Grenzen aufgezeigt bekommen haben.“
Babelsbergs Coach Rastislav Hodul:
„Ich bin gern wieder nach Wolfen gekommen, denn ich habe hier eine schöne Zeit verbracht. Das Ergebnis ist heute zweitrangig. Für uns zählt ebenfalls klar die Meisterschaft.“
Rene Tretschok:
„Es ist immer wieder schön nach Hause zu kommen. Erfeulich war, dass das Spiel absolut fair verlief, denn beide Teams haben jetzt schwere Wochen vor sich. Ich wünsche den Grün-Weißen viel Glück!“
Wolfen spielte mit:
Block (ab 46. Hahn), Jeckel, Trettner, Kirst, Mieth (ab 68. Dreyer), Rößner, Hintersdorf, Berghoff, Jordan, Henzel, Ziegler (Pfeiffer)