Als Alternative zum Aufstiegsduell in Jena und zum Randalegipfel in Brandenburg organisierte unser Reiseleiter bwp ein Tour, passend zum Schiller-Jahr, nach Weimar. Am Samstagmorgen bestiegen der Allesfahrer, der Tütenwegtreter 04, der Webbi, meine Person und besagter Reiseleiter den Zug gen Thüringen. Wie nicht anders zu erwarten, verlief die Fahrt recht ereignislos und der Aufenthalt in Halle wurde genutzt, die Limovorräte aufzufüllen. :drink:
In Weimar machten wir uns per Pedes auf zum Lindenberg.
Das Stadion ist eine schöne Symbiose zwischen Alt und Neu. Die Haupttribüne ist ein Neubau, der notwendig wurde, da die alte Holztribüne wegen eines Sturmschadens abgerissen werden musste. Der Rest des Stadions versprüht den spröden Charme des Ostens wie man ihn kennt und liebt, oder auch nicht. In der Stadionkneipe wurde erst mal das Freibier abgeholt und eine Wurst verdrückt. Dafür, dass wir in Thüringen waren, war die aber sehr enttäuschend.
Das Spiel bot auf dem Papier einiges an Spannung, brauchte doch Weimar einen Sieg, um den Klassenerhalt zu sichern.
Das Spiel war jedoch gepflegte Langeweile. Unvermögen allenthalben. Einschläfernd. Aus meiner Sicht war Schlotheim noch die bessere von zwei schlechten Mannschaften.
Mitte der 2. Halbzeit stolperte Weimar doch noch irgendwie den Ball ins Tor. Wenigstens kein 0:0. Puh, Glück gehabt.
Schlusspfiff. Freude bei Weimar. Tristess bei Schlotheim. Zuschauer glücklich. Mir war schlecht. :krank:
Auf dem Rückweg haben wir einen kurzen Umweg durch die Innenstadt gemacht. Vor dem Thälmann-Denkmal innegehalten und uns in einer kleinen Kneipe niedergelassen.
Auf dem Rückweg haben wir in Halle noch den Motorfan aufgegabelt und die Fahrt hätte so schon ruhig verlaufen können, hätte nicht unser Herne-West Jungultra einem Armen Opfer der Gesellschaft das teure Bier aus der Hand getreten. Schäm dich.