EM 2021 unter ganz ungewöhnlichen Vorzeichen

Dieses Mal ist alles ein wenig anders

Diese EM steht dabei unter besonderen Vorzeichen. Erstmals musste nämlich das eigentlich für den 12. Juni bis 12. Juli 2020 geplante Turnier um ein Jahr verschoben werden, wobei natürlich trotzdem EM 2021 Wetten möglich sind und die Quoten schon jetzt einen interessanten Überblick über die möglichen Turnier-Favoriten geben. Weiterhin ist noch nicht ganz klar, ob zu jedem Spiel die volle Zuschauerkapazität zugelassen sein wird. Und dann verteilen sich die Spielorte auch noch auf dem gesamten Kontinent. Letztere Besonderheit ist dem Sachverhalt geschuldet, dass sich der damalige UEFA-Präsident Michel Platini zum 60-jährige Bestehen des Turniers eine Austragung in ganz Europa gewünscht hatte. Statt also in ein oder zwei Ländern zu spielen, findet die Europameisterschaft dieses Mal in Amsterdam, Baku, Budapest, Bukarest, Glasgow, Kopenhagen, München, London, Rom, Sevilla sowie St. Petersburg statt.

Abschied von Joachim Löw

Für DFB-Trainer Joachim Löw wird es das siebente und letzte Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft werden. Nach dem Sommer wird der 61-jährige Fußballlehrer sein Amt definitiv niederlegen und sich neuen Aufgaben widmen. Grund dafür ist, dass in den letzten Jahren keine Entwicklung innerhalb der Mannschaft zu sehen war. Die Qualifikation zu Europameisterschaft gelang zwar noch problemlos, jedoch verliefen die Qualifikationsspiele zur WM in Katar sowie die Duelle in der UEFA Nations League zuletzt recht holprig. Da wären zum Beispiel die 0:6-Schlappe in Spanien oder die 1:2-Heimschlappe gegen Nordmazedonien zu nennen.


Die deutsche Mannschaft bestreitet ihre Vorrunden-Spiele in München.


Der Vorteil für Löw dabei ist, dass er nun nicht mehr an einer Mannschaft für die Zukunft basteln muss, sondern sich voll und ganz auf das anstehende Turnier konzentrieren kann. Dementsprechend kann wohl davon ausgegangen werden, dass einige Personalentscheidungen zurückgenommen werden und somit einige bekannte Gesichter in den Kreis der Nationalmannschaft zurückkehren werden. Somit könnte der deutsche Kader für die EM2021 wie folgt aussehen:

Tor

Manuel Neuer (1986, FC Bayern München)

Marc-André ter Stegen (1992, FC Barcelona)

Bernd Leno (1992, FC Arsenal)

Abwehr

Matthias Ginter (1994, Borussia Mönchengladbach)

Niklas Süle (1995, FC Bayern München)

Antonio Rüdiger (1993, FC Chelsea)

Mats Hummels (1988, Borussia Dortmund)

Robin Gosens (1994, Atalanta Bergamo)

Lukas Klostermann (1996, Rasenballsport Leipzig)

Emre Can (1994, Borussia Dortmund)

Marcel Halstenberg (1991, Rasenballsport Leipzig)

Philipp Max (1993, PSV Eindhoven)

Mittelfeld

Toni Kroos (1990, Real Madrid)

Joshua Kimmich (1995, FC Bayern München)

Leon Goretzka (1995, FC Bayern München)

Ilkay Gündogan (1990, Manchester City)

Jamal Musiala (2003, FC Bayern München)

Florian Neuhaus (1997, Borussia Mönchengladbach)

Thomas Müller (1989, FC Bayern München)

Kai Havertz (1999, FC Chelsea)

Florian Wirtz (2003, Bayer Leverkusen)

Amin Younes (1993, Eintracht Frankfurt)

Mahmoud Dahoud (1996, Borussia Dortmund)

Angriff

Serge Gnabry (1995, FC Bayern München)

Leroy Sané (1996, FC Bayern München)

Timo Werner (1996, FC Chelsea)


Vor allem die Rückkehr von Thomas Müller in den Kreis der Nationalmannschaft dürfte kaum umgänglich sein. „Für mich gehört Thomas Müller zur Nationalmannschaft und dann auch auf den Platz. Ihn nur mitzunehmen wäre mir zu wenig. Wenn er dabei ist, muss er spielen. Ich würde ihn mitnehmen, aber ich bin nicht Jogi Löw“, erklärte hierzu Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.


Wie der Kader am Ende genau aussehen wird, soll in der kommenden Woche am 19. Mai bekanntgegeben werden. Aufgrund der aktuellen Lage hat die UEFA dabei festgelegt, dass dieses Mal durch jeden Verband 26 statt der bisherigen 23 Akteure nominieren werden dürfen.

Zum Auftakt gegen Frankreich

Auf die deutsche Elf wartet eine schwere Gruppe. Zum Auftakt wird es am 15. Juni (21 Uhr) gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich gehen. Danach steht am 19. Juni (18 Uhr) das Duell gegen den aktuellen Europameister Portugal an und zum Abschluss wartet Ungarn (23. Juni, 21 Uhr). Ein Vorteil für die Spieler von Löw dürfte sein, dass alle drei Partien in München vor heimischen Publikum zur Austragung kommen.


Sollte die Gruppenphase überstanden werden und auch das Achtel- sowie das Viertelfinale nicht zum vorzeitigen Aus führen, würde die Reise nach London führen. In der britischen Hauptstand werden nämlich die beiden Halbfinalpartien (6. Und 7. Juli) wie auch das Endspiel stattfinden. Und vielleicht kann ja Löw seine Karriere mit dem Gewinn der Europameisterschafts-Titels krönen, wenn denn am 11. Juli das Finale im Wembley-Stadion gewonnen werden kann.

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