Am Heiderand erlebten 62 zahlende Zuschauer eine gutklassige Landesklasse-Begegnung. Askania beherrschte vor der Pause klar die Szenerie und ließ den VfL nicht zur Entfaltung kommen. A. Orlamünde setzte in der 6. Minute ein erstes Achtungszeichen, sein Schuß aus 11 Metern ging knapp am Bitterfelder Tor vorbei. In der 16 Minute war es wiederum A. Orlamünde, der mit einem 16m-Schuß aus völlig freier Mittelstürmer-Position abzog, aber im VfL-Keeper St. Fritzsche seinen Meister fand. Einen 30m-Freistoß von M. Stutzer klärte die Bitterfelder Abwehr in der 30. Minute zur Ecke und auch D. Benesch verfehlte nach einem Eckball von M. Stutzer per Kopf das Ziel nur knapp (34.). Die Pausenführung erzielte J. Israel. Sein Schuß vom rechten Strafraumeck schlug in der 37. Minute im langen Eck unter der Latte ein.
Nach dem Seitenwechsel kamen auch von der Bitterelder Seite erste Lebenszeichen, doch ein Kopfball aus Nahdistanz nach einer Eingabe von links verfehlte knapp das Askanen-Gehäuse (52.). Im direkten Gegenzug bekam nach einem abgewehrten Angriff des Gastgebers M. Stutzer 30m vor dem Tor den Ball auf den „Schlappen“, doch sein straffer Schuß prallte vom Innenpfosten ins Feld zurück (53.). Danach stellten die Askanen ihr Offensiv-Spiel ein und überließen den Bitterfeldern zunehmend die Spielgestaltung, die daraus zunächst kein Kapital schlagen konnten. Die vorletzte, der zahlreichen klaren Chancen für Nietleben, versiebte in der 67. Minute A. Orlamünde nach einem mustergültigen Zuspiel von A. Lauenroth, als er zu lange zögerte und freistehend vor dem Bitterfelder Gehäuse in letzter Sekunde noch von einem VfL-Verteidiger am Torschuß gehindert wurde. Nur drei Minuten später verfehlte ein Freistoß von J. Bär knapp den Nietlebener Kasten (70.). Im folgenden Bitterfelder Dauerdruck hatte D. Riesner in der 84. Minute nach einem Konter noch die Chance zur Vorentscheidung, doch sein Schuß ging knapp am langen Eck vorbei. Die Gäste kämpften weiter um den Ausgleich und wurden verdientermaßen belohnt. Eine scharfe Eingabe von rechts erwischte M. Plomitzer in der 88. Minute am langen Eck mit dem Kopf und traf zum 1:1-Endstand und machte seinem Trainer Roland Jankowski ein zusätzliches Geburtstagsgeschenk...
Fazit : Nietleben konnte den Ausfall einiger Stammspieler sehr gut kompensieren, versäumte es aber klarste Chancen in Tore umzumünzen. Die Bitterfelder wurden für ihren kämpferischen Einsatz in der 2. Halbzeit mit dem Ausgleichstreffer kurz vor Ultimo belohnt und zeigten den Askanen auf, daß trotz der derzeitigen Tabellenposition, der eingefahrenen Punkte und der wunderschönen Lage unserer Sportstätte, die Bäume nicht in den Himmel wachsen...
NSV : Seiferth; Benesch, Zech, T. Riesner, R. Elste, Israel, Malis, Stutzer, Lauenroth (85. Höpfner), D. Riesner, Orlamünde
VfL : Fritzsche; Perl, Pfordte (79. Al-Suliman), Wernicke, Wittig, Bär, Plomitzer, Rasym, Berghoff, Klingner, Gaska (90. Scheil)
Tore : 1:0 Israel (37.), 1:1 Plomitzer (88.)
SR : Ralf Kobylka
SRA : Patrick Pohle, Kenny Kobylka ( alle SV Germania Schafstädt)