Beiträge von TaliJan

    Ostberlin im Derbyfieber

    Fanansprache BFC–Union (Teil 2)
    Junge Welt - Frank Willmann


    * Am kommenden Sonntag, 14 Uhr, steigt an der Alten Försterei nach vier Jahren und fünf Monaten mal wieder ein Ostberliner Derby zwischen dem 1. FC Union und dem BFC Dynamo. Hier einige Stimmen dazu.


    Ein ewiger Klassiker mit besonderem Reiz und auch besonderer Motivation!
    Jörn Lenz, BFC-Kapitän


    Dieses Derby-Gequatsche und Hochgebausche brauche ich nicht, es macht den BFC wichtiger als er ist!
    TeeCee, Unionfan


    Es ist ein Spiel, ein Fußballspiel – kein Rollenspiel, kein Kriegsspiel. Obwohl das Säbelrasseln im Vorfeld manchmal eher an die Rasseln am Kinderwagen erinnert.
    Yiannis, Hd. Kaufmann, Pressesprecher des BFC


    Du meinst den Nachfolgeclub des FC Berlin? Die, die jetzt soviel Rummel um irgendwelche Sterne machen? Wenn das der Mielke wüßte, daß sein BFC Dynamo sich mit Vereinen aus der imperialistischen BRD gleichsetzen will. Früher haben doch seine Leute schon Rabatz gemacht, wenn man mit ’nem Hertha-Aufnäher rumlief.
    Stefan Hupe, Unionfan


    Union gegen BFC – das läuft auf die Spaltung Berlins in Nord und Süd hinaus.
    Andreas Gläser, BFC-Fan


    Ich sehe das nicht so verbissen. Für mich sind das Stadtrivalen, die muß man wegklatschen. Der BFC ist ein untergegangener Verein. Und wenn wir Unioner nicht auf unsere Clubverantwortlichen aufpassen, geschieht uns das auch.
    Uwe, Unionfan


    Jahrelang haben uns die Leute aus der Köpenicker Vorstadt die Ohren und die Foren vollgesülzt, daß der Stasiclub endlich in der Versenkung verschwinde, Union in die 1.Bundesliga aufsteigt und die Gerechtigkeit gesiegt habe – blabla. Dabei geht’s beim 1. FC Ulkig seit Jahren abwärts und bei uns endlich aufwärts!
    Torsten Heier, BFC-Fan


    Ich finde die Vergleiche zu früher wesensfremd. Da wird ein gefährlicher Mythos aufgebaut.
    Heinz Werner, ehemaliger Uniontrainer, Mitglied des Aufsichtsrats


    Was verbinde ich damit ... eigentlich ganz einfach: Die Rückkehr zu alter Stärke des BFC Dynamo und damit das Ende der kleinen Niederlagenserie!
    Danny Kukulies, gesperrte »Tormaschine« des BFC


    Ich habe zwanzig Jahre gegen den BFC gespielt, ich habe kein freundschaftliches Spiel erlebt.
    Wolfgang Matthies, Uniontorwart von 1968–88


    Link zum Artikel von Morgen!

    Zitat

    Original von Dynamo76
    ...so ein Platz ist jetzt weg, da wie abgesprochen mein 50-Liter-Kanister mit nach Polen fährt, um sich dort dann mit Diesel volllaufen zu lassen... :freude:


    Na dann ab mit dem Kanister nach Polen, denn dort gibt es ab 01.09. ne saftige Preiserhöhung beim Sprit....

    Zitat

    Original von Hennigsdorfer
    Denen reicht wahrscheinlich, dass die am So. unsere Transparente zensieren. :sauer: :boese:


    Das ist doch wohl die größte Sauerei überhaupt. Es wurden für So. mehrere große Transparente bzw. Zaunfahnen für verboten erklärt.
    Und zwar nicht welche die beleidigend sind (was ich evtl. noch nachvollziehen könnte, aber nur wenn Union das auch bei den eigenen Bannern machen würde) sondern Fahnen, die fast bei jedem BFC-Spiel hängen. Nicht nachvollziehbar das Ganze :nein:


    Tja, auf unserer Seite wurden auch viele Transparente & Zaunfahnen verboten -> Also tief Luft holen und durchatmen -> Wir leben halt nur in Deutschland...

    Junge Welt:
    Aus den Unterklassen
    Ostberlin im Derbyfieber. B*C–Union (Teil 1)
    Frank Willmann


    Es ist angerichtet: Am kommenden Sonntag, 14 Uhr, steigt an der Alten Försterei nach vier Jahren und fünf Monaten mal wieder ein Ostberliner Derby zwischen dem 1. FC Union und dem B*C Dynamo. Zuletzt spielten beide Teams am 24. März 2001 im Berlin-Pokal gegeneinander. Union gewann 3:0. Die Sause stieg im Jahnsportpark, den Union-Fans zärtlich »Jahntierpark« nennen.
    Union begann in jenen Tagen einen Durchschmarsch in die zweite Liga. Über das DFB-Pokalfinale kamen die Köpenicker sogar in den UEFA-Cup. Aber der Glanz ist schnell verblaßt. Union knobelt heute in der vierten Liga, der B*C Dynamo desgleichen.
    2001 meinte man bei Union, das Kapitel B*C sei für alle Zeit erledigt. Union stieg auf, der B*C stromerte in die Insolvenz. Doch Totgesagte leben eben länger. Der B*C kam Dank der Entschlossenheit seiner Fans, die den Club entschuldeten und wieder auf die Beine brachten, zurück aus dem Nirwana. Nun geht’s also erneut von vorne los.
    Beide Mannschaften standen sich bisher 48mal gegenüber. Statistisch gemustert hat der B*C Dynamo den Zinken vorn. 22 Siege für den B*C, 16 Siege für Union, zehn Unentschieden.
    Zu DDR-Zeiten standen die Spiele der Lokalrivalen unter einem besonderem Stern. Union hatte seinerzeit das Image eines Underdogs, galt als »ziviler« Verein. Der staatstragende B*C, das allseits verhaßte Bayern München der Zone, wurde vom Ministerium des Inneren (Zoll, Polizei, Staatssicherheit) gemanagt.
    Der dunkle Vadder der Macht, Erich Mielke, war erklärter B*C-Anhänger. Dem konnte Union nur die Unterstützung der Berliner SED-Bezirksleitung und einiger Kombinate wie TRO und KWO entgegensetzen. Erdenbewohner, die mit dem Sozialismus DDRscher Prägung wenig am Hut hatten, zogen in den 70ern scharenweise zu Union. Beim B*C entwickelte sich erst in den 80ern eine Fankultur diesseits der Bonzenrangen und Sicherheitsnasen.
    Seit Anfang der 70er fanden die Derbys ausschließlich im Stadion der Weltjugend in Berlin-Mitte statt. Begründet wurde das mit dem hohen Zuschaueraufkommen, was anfangs auch stimmte. So kamen am 4. September 1976 tatsächlich 45 000 Zuschauer (Foto), die große Mehrheit Union-Fans. Der 1:0-Sieg der Köpenicker wurde entsprechend bejubelt.
    Mit den Jahren nahm das Zuschauerinteresse ab. Langeweile kehrte ein, weil der B*C nach Belieben herrschte. Kantersiege wie 7:1, 6:0 etc. waren keine Seltenheit.
    Beide Fanlager pflegen seit den 70ern eine intensive Feindschaft – bis aufs Blut. Anfänglich entschieden die zahlenmäßig überlegenen Unioner die meisten Schlägereien für sich. Anfang der 80er wendete sich das Blatt. Der B*C-Anhang trat äußerst geschlossen auf, plante die Auseinandersetzungen mit großer strategischer Sorgfalt. Häufig jagten 500 B*C-Fans Tausende panische Unioner durch die Chausseestraße.
    In den 90ern ereignete sich relativ wenig. Beide Fangruppen waren im Zuge des gesellschaftlichen Wandels stark dezimiert worden. Erst als der B*C sich 1999 auf seine Traditionen besann, den zwischenzeitlich abgelegten Namen wieder annahm, gab es neuerlichen Ärger.
    Nach dem Pokalspiel 2003 erlebte der Prenzlauer Berg unschöne Jagdszenen. Einige hundert B*C-Fans und auswärtige Krawallbuben prügelten ums Stadion auf alles ein, was irgendwie nach Union-Fan aussah. Die Polizei schien überrumpelt, verlor die Kontrolle.
    Heute entwickelt sich vereinzelt ein gütiges Miteinander. So wetten Unioner und BFCer auf www.derbywette.de.vu/ friedlich gegeneinander. Union, im Gegensatz zum B*C auch Aufstiegsaspirant, ist am Sonntag klar Favorit. Alles andere als ein Sieg wäre für die Köpenicker eine Enttäuschung. Doch Derbys stehen unter einem besonderen Stern.

    Achja.... Ihr seid soooo böööseee


    "Enormes Gewalt- Potential, rund 1000 Polizisten im Einsatz"
    Oberliga-ALARM!


    Von OLIVER STÜBER
    Berlin - Union Berlin gegen BFC Dynamo - dieses Spiel sprengt alle Oberliga-Dimensionen! Über 15 000 Fans werden erwartet, so viele wie noch bei einem Match in dieser Spielklasse.



    Auch die Sicherheitsvorkehrungen werden massiv sein. Professor Michael Knape, Leiter der Polizeidirektion 6: "Wir werden mit rund 1000 Beamten die Sicherheit garantieren. Das Gewaltpotential ist leider enorm, besonders bei einigen Fans des BFC Dynamo." Erst vor zwei Wochen kam es zu Ausschreitungen beim Spiel Dynamo - Yesilyurt. "Beamte wurden gezielt von Dynamo-Fans angriffen und das mit einer Härte, wie wir es bei einem Oberligaspiel selten erlebt haben", sagt Knape.


    Schon seit Juli würden zudem Dynamo-Anhänger im Internet zu Randalen gegen die Polizei beim Union-Spiel aufrufen. BFC-Präsident Mario Weinkauf: "Ich appelliere an unsere Fans, den Verein würdig zu vertreten. Verhaltet euch friedlich in und um das Stadion herum, es geht hier um den BFC. Alle Straftäter erhalten künftig Stadionverbot."


    ->Link zum Artikel der BZ<-

    Zitat

    Original von Dynamo76
    ...so Du blöder Unioner bedanke Dich wenigstens für die Steilvorlage und dann ab ins Bett =)


    Merci.... habe auf diese Steilvorlage schon wochenlang gewartet :freude: :rofl: :freude: und nen ****** hat sich ja nun auch gefunden... =)


    iTaLiEn vIa pN... :ja:

    Zitat

    Original von Stiedi
    Ich finde es weniger schlimm, dass das Spiel nun unter solchen Bedingungen stattfinden soll, sondern mehr, dass es in Stadien mittlerweile schon zu solchen verbalen "Ausschreitungen" kommt. Ich finde das schlimm, dass solche antisemitistischen Sprüche von tausenden "Fans" geschrien werden, das Fußballspieler den Schiri schon anbetteln, das Spiel abzubrechen - UNFASSBAR :nein:


    In Polen werden die Männer in Schwarz aber nicht erhört...

    Zitat

    Original von Dynamo76
    ..... und vor allem was ist mit den ganzen Köpenickern, jetzt schon Angst in die Stadt zu kommen..?????? =) )


    Der Termin ist unter aller Sau..., denn 4 Tage vor "Kriegsausbruch" trifft man sich höchstens zu "Friedensverhandlungen" :stupid: :verweis: :stupid: aber nicht in diesem Fall... :freude: :wall:

    Derby pur..... :lach:


    1.000 Gruene Maennchen, welche ab 10 Uhr die Strassen in Koepenick abriegeln und nach Ueberraschungseiern suchen werden...


    So, ick tauche jetzt wieder in meine Hoehle in der Slowakei ab...... Ihr macht dat hier schon alles... :freude: :rofl: :freude: