Die Reise nach Klein Wanzleben hatte sich Germania sicherlich erfolgreicher vorgestellt, konnte letztlich jedoch aufgrund der letzten 30min. noch einen Punkt mitnehmen und sogar fast noch gewinnen, doch scheiterten Gasch und Bode zum einen an der Abschlussschwäsche sowie einer Glanzparade des Wanzlebener Torwarts. Aber der Reihe nach.
Germania begann mit Selbstvertrauen aus dem letzten Spiel und nur einer personellen Veränderung zur Vorwoche, da Schröter berufsbedingt ausfiel. Er wurde durch den jungen Küster ersetzt, dafür rückte Schulze auf die rechte Seite. In den Anfangsminuten versuchte Germania gleich das Spiel ansich zu reißen, was jedoch aufgrund der kampfbetonten Gangart der Heimmannschaft nicht so recht gelingen wollte. Die Jungen, technisch versierten Germania-Kicker versuchten auf dem weichen und sehr nassen Rasen (Dauerregnen in der ganzen 1.HZ) mit Hacke-Spitze zum Erfolg zu kommen, was natürlich nicht gelang. Wanzleben fand zunehmend immer besser ins Spiel, da sie Germania durch Zweikampfhärte immer mehr und mehr aus dem Spiel nahmen. Einzig zwei wirklich gute Chancen durch Kohrmann-Schuss und Bode-Kopfball sind in der ersten HZ zu erwähnen, die jedoch vom Keeper pariert werden konnten. So kam es dann auch zum bis dahin verdienten Führungstreffer der Wanzlebener, die eine Unstimmigkeit, nach einem Freistoß höhe der Mittellinie, zwischen Zabel und Keeper Unger per Kopf vollenden konnten. Germania ließ sich immer wieder den Schneit abkaufen und fand keine Mittel in die Zweikämpfe zu kommen, wodurch auch das Spiel nicht kontrolliert werden konnte. In der Pause wurde es dann laut in der Olvenstedter Kabine und Trainer Herrmann wechselte Gasch für Puchowka ein. Doch auch dieser Wechsel wollte sich nicht gleich bezahlt machen, denn Germania benötigte wiederum 15min. um dann endlich das Spiel zu kontrollieren. Goldwert war hier sicherlich die Einwechslung von Rosenberger für Dinter, der im Mittelfeld mit Zweikampfhärte ein Zeichen setzte und so seine Mitspieler mit sich riss. Von da an war von Klein Wanzleben nichts mehr zu sehen, einzig eine scharfe, abgerutschte Flanke, die Keeper Unger noch per Glanztat an die Latte lenken konnte. Germania kam nun zu einigen guten Chancen. Ein Diagonalball von Schulze erreichte Gasch am 11er, dem der Ball jedoch leicht vom Fuß sprang, jedoch konnte der gerade kreuzende Bode den Ball direkt mitnehmen und aus der Drehung in die lange Ecke vollenden. Germania mühte sich weiter und schnürte die Empor-Kicker immer mehr in ihrer Hälfte ein, jedoch konnte man aus den wenigen Chancen kein Kapital schlagen. Nach einer Wanzlebener Ecke konnte Germania diese abfangen und blitzschnell kontern. Gasch schickte Kohrmann über links und lief dann aus der eigenen Hälfte im Sprint mit nach vorn. Kohrmann bediente dann wiederrum Gasch mit einem feinen Pass, doch statt den Ball direkt aus vollem Lauf zu nehmen, nahm dieser den Ball an und die nachrückenden Verteidiger konnte sich so in den Ball werfen und vereitelten die 100%ige Torchance. Kurz vor dem Ende bekam Germania dann nochmals Freistoss durch Foul an Gasch. Bode trat an und setzte den Ball gekonnt an der schlecht stehenden Mauer flach vorbei und alle hatten schon den Torschrei auf den Lippen, doch der Empor-Keeper konnte mit einer Mega-Parade den Ball gerade noch von der Linie wegkratzen. Weitere Chancen gab es dann nicht mehr auf beiden Seiten und man teilte sich am Ende die Punkte am Ende wohl auch verdient, da beide Mannschaften jeweils eine HZ lang dominierten. Mit ein bisschen mehr Glück (Bode-Freistoss) bzw. Können (Gasch-Chance) wäre vllt auch ein 3er drin gewesen. Ausschlaggebend an diesem Tage war jedoch sicherlich die schlechte erste HZ und man muss endlich mal versuchen bei den Auswärtsspielen zu erst über den Kampf ins Spiel zu kommen. Daran muss auf jedenfall gearbeitet werden bzw. fehlt es der jungen Truppe auch noch an der nötigen Erfahrung. Aber auch das kriegen wir noch hin.
Samstag gehts dann im Derby gegen den kriselnden BSV 79, den man jedoch nicht unterschätzen wird, da diesem sicherlich nur das nötige Glück bzw. Erfolgserlebnis fehlt, um sich vom Tabellenkeller zu entfernen.
in diesem Sinne
gruß gaschi 