Alles offen im Kampf um den Titel
Strausberg (pwr) Die Hinrunde der Kreisligasaison in Märkisch-Oderland hielt viele Überraschungen parat. Eine davon am letzten Spieltag, an dem Lietzen den schwächelnden TSG-Kickern den Herbstmeistertitel vor der Nase wegschnappte. Vor dem Rückrundenstart am 20. Februar nimmt die MOZ die Teams mal genau unter die Lupe.
Germania Lietzen
Am letzten Spieltag noch überraschend Herbstmeister geworden, sieht Trainer Toralf Schmidt sein Team noch nicht auf dem Thron: "Ziel bleibt ein Platz zwischen drei und fünf. Alles andere ist willkommenes Zubrot." Für ihn war wichtig, den Abgang von Torjäger Christian Koar zu kompensieren. Dies sei der Truppe dank der Nachrücker Daniel Seefeld und Daniel Koschel aus der zweiten Mannschaft gelungen.
TSG Fredersdorf-Vogelsdorf
Zunächst von einer Welle des Erfolges getragen, ließ die Mannschaft in den letzten Spielen stark nach. Trainer Frank Terletzki dazu: "Ich war enttäuscht, dass einige Stammspieler Bereitschaft vermissen ließen, so dass wir von möglichen neun nur zwei Punkte holten. Ich hoffe, dass die Pause für diese Akteure zum Nachdenken gereicht hat und wir in der Verfolgerrolle doch noch unser Ziel Meisterschaft und Aufstieg erreichen."
Hertha Neutrebbin
"Ein Platz unter die ersten Drei hat sich die Mannschaft vorgenommen und damit ihr vor der Saison gestecktes Ziel erreicht", freute sich Trainer Bernd Schade. Neuzugang Steven Schroth fügt sich hervorragend ein. Er führt mit 19 Treffern sogar die Torjägerliste an. "Sollten wir am Ende ganz vorn stehen, wäre das sicher die Krönung des Erfolges. Dazu müssen aber noch einige Hürden genommen werden", so der Coach.
Rot-Weiß Neuenhagen
"Wir haben besser als erwartet abgeschnitten und wollen diesen Weg erfolgreich weitergehen", ist sich das Trainerduo Ulrich Fedderau und Norbert Heinze einig. "Nach dem guten Verlauf der Hinrunde streben wir jetzt einen Platz unter den ersten drei und das Pokalfinale an." Vor allem in den Heimspielen hat die junge Truppe ihr Potenzial unter Beweis gestellt. Kann sie sich auswärts steigern, könnte sie sogar ein Wort um den Titel mitreden.
SG Müncheberg
"An unseren Meisterschafts- und Aufstiegsambitionen halten wir fest. Der Abstand von nur vier Punkten zum Tabellenführer lässt alles offen", meint Coach Jörg Jahn. Die Hinrunde war geprägt vom permanenten Personalnotstand, der es nicht erlaubte, eine Stammformation zu finden. Zudem litt das Team an schwachen Ergebnissen gegen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte.
FC Buckow/Waldsieversdorf
Wie den Münchebergern erging es auch Concordia. "Trotz vieler Neuzugänge brachte jedes Spiel eine neue Aufstellung mit sich", so Co-Trainer Dennis Schulz, der das Fehlen einiger Stammspieler beklagen musste. "Wir könnten weiter oben stehen, wären wir in manchen Partien konzentrierter zu Werke gegangen." Ziel bleibt ein Platz unter den ersten sechs.
Jahn Bad Freienwalde
"Wir können mit unserem bisherigen Abschneiden zufrieden sein, hätten aber bei Ausschöpfung aller Reserven noch weiter oben stehen können", schätzt Trainer Jörg Neumann ein. Trotz vieler Abgänge liegt das Saisonziel in Reichweite: "Am Ende wollen wir einen Platz unter den ersten sechs belegen, müssen dazu unsere Chancen besser nutzen", so Neumann.
Blau-Weiß Turbine Lebus
Der Aufsteiger hat sich achtbar geschlagen. "Wir haben unsere Zielsetzung von 20 Punkten sogar überboten und wollen in der Rückrunde noch ein paar drauflegen", so Coach Sigurd Hilliges. Dabei hofft er auf die Rückkehr von Oliver Braschwitz, der den Angriff verstärken soll. Die Abwehr gehört mit 21 Gegentoren mit zu den Besten der Staffel.
SV Gartenstadt
Die Mannschaft kann mehr als sie in der Hinrunde gezeigt hat. Mit zwei Siegen und fünf Punkten mehr als noch in der letztjährigen Hinserie hat sie sich jedoch eine gute Ausgangslage für die Rückrunde geschaffen. Kann sich die SVG in der zweiten Hälfte stabilisieren, könnte sie das Spieljahr sogar mit einem Platz in der oberen Tabellenhälfte beschließen.
Petershagen-Eggersdorf II
Die Doppeldörfler steigerten sich gegenüber dem gleichen Zeitraum der vorhergehenden Spielzeit, wo sie Tabellenletzter waren. Von Stabilität ist die Mannschaft aber weit entfernt - vor allem bei den Auswärtsspielen. Allein bei sechs Spielen kassierte sie 25 Gegentreffer, schoss dabei nur zwei Tore.
FSV Altranft
Der zweite Aufsteiger zahlte zunächst viel Lehrgeld, verlor drei Partien in Folge, ehe erste Erfolge das Selbstvertrauen stärkten. Noch ist die Mannschaft, durch viele verletzungsbedingte Ausfälle immer wieder zu Umstellungen gezwungen, nicht da, wo sie hin will. Das formulierte Ziel Klassenerhalt dürfte sie jedoch erreichen.
Victoria Seelow II
Das Ziel, am Ende der Saison einen Platz unter den ersten sechs zu belegen, scheint in weite Ferne gerückt. Können die Leistungen des Angriffs mit denen im letzten Jahr durchaus mithalten, sind die der Abwehr ungleich schlechter. Victoria kassierte zehn Tore mehr als in der Hinrunde 2008/09.
Hennickendorfer SV
Nach einer verkorksten Saison mit Trainerwechsel ringt der HSV statt um die Meisterschaft um den Klassenerhalt. "Es gilt, an die Erfolge der letzten Spieltage anzuknüpfen und wieder ein intaktes Mannschaftsgefüge nach dem Weggang von Mario Warzecha zum MSV Rüdersdorf herzustellen." Trainer Detlev Ritsche denkt dabei von Spiel zu Spiel und hofft auf einen Sprung aus der Abstiegszone.
Grün-Weiß Letschin
Der Euphorie nach dem guten Auftakt der beiden ersten Spieltage folgte Ernüchterung für Coach Dierk Schmidtke und seine Truppe. "Weil wir oft mit einer Reihe Senioren angetreten sind und wegen der schlechten Trainingseinstellung einiger Spieler der Stammformation, war einfach nicht mehr drin", nimmt Abteilungsleiter André Kleinow den Coach in Schutz.
Die Tuchebander
Den vorletzten Tabellenplatz kennt die Truppe von Stefan Clausnitzer aus der letztjährigen Hinserie. Die einzige Mannschaft der Staffel, die so gut wie nicht trainiert, hofft vor allem, mit Erfolgen gegen die unmittelbaren Mitabstiegskandidaten die Klasse erneut halten zu können. Dazu bedarf es in der Rückrunde allerdings mehr als zweier Siege und einem Unentschieden.
Blau-Weiß Wriezen II
Trotz des letzten Platzes ist Coach Hartmut Buike optimistisch für die Rückrunde, denn er kann auf einen größeren Kader zurückgreifen. "Ich baue vor allem auf die Rückkehrer Dirk Ziethen und Matthias Müller sowie den Altreetzer Neuzugang Henry Fitz und die A-Junioren, die jetzt 18 Jahre alt werden."
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