Trainer vor Derby mit viel Zweckoptimismus
Verbandsligist 1. FC Romonta Amsdorf gilt gegen Schlusslicht Eisleben als Favorit
EISLEBEN/MZ. "Gegen uns haben die Eisleber bestimmt wieder ihr bestes Aufgebot zur Verfügung", orakelte Amsdorfs Trainer Thomas Müller schon vor einigen Tagen. "Bei uns geht im Moment schief, was schief gehen kann", hält sein
Eisleber Kollege Henryk Lihsa dagegen. Wenn schief geht, was schief gehen kann, sprechen Experten von Murphys Gesetz. Doch vor dem Derby der Verbandsliga Fußball zwischen dem 1. FC Romonta und dem MSV am Samstag verlassen sich beide Trainer lieber auf die Fakten sowie ihren Sachverstand.
Fakt ist. Lihsa hat Vlado Semanco und Igor Syrotuk nicht zur Verfügung. Syrotuk muss arbeiten, während Semanco verletzt ausfällt. Dieser hat zwar seine Sperre abgesessen, sich aber im Training so schwer verletzt, dass er wohl länger ausfallen wird. Fraglich ist der Einsatz von Michal Durila, Miroslav Risian sowie Robert Bendzko.
Beim Amsdorfer Gastgeber hat sich Patrick Zimmermann krank gemeldet. Auch Michael Jahn wird noch nicht wieder auflaufen können und der Einsatz von Kapitän Patrick Albrecht ist fraglich. Dafür kehren Andreas Jüttner und Torhüter Robert Höllriegel zurück. "Aber eigentlich ist es egal, wer spielt. Die elf, die auflaufen, werden sich zeigen", so Trainer Müller. "Wir wollen und wir müssen das Spiel machen. Aber Eisleben wird natürlich alles versuchen, nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen", glaubt er. Zwar sei es am Samstag nicht Eislebens letzte Chance, aber die Chance, Amsdorf weiter mit nach unten zu ziehen.
In der vorigen Saison war der MSV dank seiner starken Besetzung zweimal der Favorit, zweimal ging das Derby unentschieden aus. In Eisleben hatte Amsdorf lange geführt. Am Ende hieß es 1:1. Beim Rückspiel sah der MSV schon wie der sichere Sieger aus, ehe Amsdorf im Schlussspurt noch zu einem 2:2 kam. Mit einem Remis könnte am Samstag wohl nur Lihsa leben. "Das wäre schon nicht schlecht und würde auch zur Steigerung des Selbstvertrauens beitragen", so der Eisleber Trainer. Ohnehin könne seine Mannschaft, wie zuletzt, sicher nur kämpferisch dagegen halten, auch wenn sich so
die knappen Niederlagen in Sangerhausen und zu Hause gegen Piesteritz nicht verhindern ließen.
"Für uns zählt nur ein Sieg", fordert indes Amsdorfs Trainer Müller vor der Partie gegen das Schlusslicht. "Alles andere bringt uns nicht weiter." Dass seine Mannschaft diesmal in der Favoritenrolle ist, ficht er nicht an. Ob sich das auch im Ergebnis niederschlägt?
Anpfiff in Amsdorf ist am Samstag um 14 Uhr. Die Partie wird von Mike Weiß aus Sülzetal geleitet.
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