Beiträge von DKF

    So riesig ist Deutschland auch nicht, dass man Schiris bei jedem Spiel aus Ü200km entfernten Orten von den teilnehmenden Mannschaften und Kontrahenten raussuchen kann. (demnach dürfte kein Berliner den HFC oder Kiel oder Magdeburg pfeiffen 8| )


    Guck dir einfach mal die Bewertungen von Gagelmann beim Kicker an, hat bei den Cottbus-Matches dieses Jahr zwei fünfen bekommen und jeweils ganz "coole" Entscheidungen getroffen. Ich würde als DFB den Mann einfach nicht auf Ostteams loslassen, genug Clubs aus den alten Bundesländern gibt es ja genug in den ersten Ligen.


    Spiel abhaken, Wolfen ins Visier nehmen... kann nur besser werden. :schal4:

    P.S.: MDR-Beitrag war mal wieder lausig. Ob die wissen, dass Halle in ihrem Sendegebiet liegt? Der Torjubel von Hendrik Backhaus bei Gebers Treffer war aber auch skuril. :huh: :D



    Foren mit Edit-Funktionen fetzen. :rolleyes:

    Ohne groß rumheulen zu wollen, aber das sah so aus als ob der DFB uns nicht in der 3. Liga haben möchte.

    :rotekarte: Das ist ein Niveau auf dass sich kein HFCer runterbegegeben sollte. :nein:


    Ich gebe zu, heute verhindert gewesen zu sein. Die beiden Elferszenen kann man durchaus so geben (Foul an Stark war zu 80% kein Elfer, Foul von Malle vielleicht zu 60-70% berechtigt). Am Ende hat man selber kein Tor gemacht und darf sich nicht beschweren. Aufstieg geht nur über Auswärtssieg in Kiel, stand zu Beginn der Rückserie fest, also hinfahren - Party feiern und schauen was möglich ist.


    Hatte nach dem Chemnitz-Spiel eigentlich mit einer Niederlage gegen Hannover II oder Wolfen gerechnet (irgendso ein Ding vor dem Kiel-Spiel). Immerhin sehe ich jetzt unsere Chancen am Mittwoch wesentlich besser. Als ich die Ansetzung von Gagelmann gelesen habe, hatte ich sofort mit ner Niederlage gegen H96 gerechnet. Der ist ein oller Ossi-Hasser, Sachsen und Cottbus wurden oft genug von dem Mann verschaukelt. Ich hoffe die Gagelmann-Suppe ist für diese Saison damit "ausgelöffelt", finds aber zu einfach es an ihm fest zu machen.

    Bei den Freundschaftskicks zwischen HFC und Lok hat man sich im Plache immer gegenseitig "bepöbelt", das ganze aber eher auf der lustig-entspannten Schiene. Bei den 3.Liga-Spielen von RWE hab ich immer noch einige Lok-Utensilien gesehen und Erfurt, Leipzig, Halle plärrt auch immer noch jemand. Vielleicht ging es auch beim Burghausen-Spiel wegen solchen Ultra-Gehampel etwas rau intern bei den EFchens zu.


    Vermute aber eher ne Spaßfraktion dahinter.

    Im Übrigen stellt es für die Einheimischen überhaupt kein Problem dar, eine namentlich gekennzeichnete Karte eines anderen auf sich umschreiben zu lassen. Elende Bastarde…


    Kann man ihn nicht spätestens hier drankriegen? Er muss die Karte doch auf seinen Namen umschreiben lassen und dann sollte sich der Kreis schließen. (oder lieg ich jetzt völlig daneben?)



    Schöner Bericht, lesenswert.

    Ich ärgere mich viel mehr, dass ich Markus Wollschläger am Samstag als Stadionsprecher verpasse. Einer der besten Moderatoren in Halle, ich hoffe er macht seine Sache gut. :schal4:

    Abstiegskampf und Meisterschaft - der Fußball hat bekanntlich viele Gesichter. Und so sollte es an diesem Wochenende ein bisschen von beidem geben. Am Samstag fiel die Wahl auf den FC Rot-Weiß Erfurt. Zu gast war der stark abstiegsbedrohte SV Wacker Burghausen - naja wenigstens gibts dann genug Tore dachte ich mir.


    FC Rot-Weiß Erfurt - SV Wacker Burghausen 0:3 (0:0)
    Im Stadion testete ich erst einmal unfreiwillig die Security. Das ich die Wasserflasche aus dem Rucksack raus muss, war mir klar. Das ich vom Grillen aber noch mein Taschenmesser dabei hatte, wurde mir dann bei der Taschenkontrolle erst wieder bewusst. Nach dem Spiel gabs das Eigentum problemlos wieder - der Ablauf funktionierte zumindest von den Rahmenbedingungen.


    Die Rot-Weißen kontrollierten wie geplant auch die Partie und hatten die biederen Gäste im ersten Durchgang weitgehend im Griff. Besonders der Gästetorwart Manuel Riemann erwies sich als großer Blindgänger, ließ sich zwei mal außerhalb des 16ers den Ball abluchsen. Aber weder Fabian Stenzel noch Martin Hauswald brachten es fertig das runde Leder an einem Feldspieler vorbei ins Tor zu jagen. Tino Semmer erweiterte das Chancenplus um einen Pfostenschuss - tja fast alles richtig gemacht. Hauswald und Massimo Cannizzaro ballerten aus spitzen Winkel blind über das Tor. Für Wacker tauchte mal Julian Matiasovits gefährlich auf, doch Dirk Orlishausen bleibt Sieger. Stimmung in der ersten Halbzeit ganz ok. Bei RWE merkt man den Ultra-Bruch, bei den Gästen sangen ca. 20 wackere tapfer gegen die schlechte Akustik und Überzahl der Heimfans an.


    In der zweiten Halbzeit kam es dann ganz dicke für RWE. Cannizzaro trifft den Pfosten, Alessandro Belleri (SVW) drückt eine Eingabe über die Linie und Orlishausen verletzt sich bei der ganzen Aktion noch und wird nach fünf Minuten Verletzungsunterbrechung durch Michael Hinz ersetzt. Inzwischen war auch Chhunly Pagenburg für die Thüringer im Spiel, der aber das Tor knapp verfehlte. Und so geriet das Spiel aus Heimsicht dann völlig aus der Bahn. Erfurt wenig durchdacht und die erarbeiteten Chancen wurden alle kläglich versemmelt. Die Abseitsfahne ist den Angriffsbemühungen ebenfalls oft im Wege. Massimo ist mehr mit hadern als stürmern beschäftigt und lässt jegliches Durchsetzungsvermögen vermissen. Riemann im Burghausener Tor kriegt Selbstbewusstsein, die Bayern kontern gefährlich, 0:2 durch Marco Calamita (65.). Dann das unverständliche: völlige Lethargie. Die Erfurter Fans feiern sich selber oder bieten sich wahlweise untereinander Dresche an, aber lassen die eigene Mannschaft sträflichst im Stich. Diese weiß mit der knappen halben Stunde (5 Minuten Nachspielzeit) nichts anzufangen, fängt sich stattdessen einen weiteren Konter (Belleri/88.). Etwas unehrenhafteres hätte man den Rot-Weißen Farben kaum antun können. Nach dem 3.Treffer mehr Beifall als Buhrufe und Pfiffe gefolgt von der großen Flucht aus dem SWS. Nach dem Spiel stellte sich lediglich Kapitän Alex Schnetzler den Fans (Respekt dafür!).


    Tore: 0:1/0:3 Belleri (49./87.), 0:2 Calanita (65.)
    Zuschauer: 4.196
    RWE: Orlishausen (54. Hinz) - Schnetzler, Pohl, Loose, Pinske (68. Wolf) - Stenzel (46. Pagenburg), Cinaz, Rockenbach, Hauswald - Cannizzaro, Semmer
    SVW: Riemann - Lastovka, Matiasovits, Buchner, Mayer - Bonimeier (90.Mitterhuber), Soelga (86. Kresin), Galuschka (76.Cattek), Schultz - Belleri, Calanita


    Ich ging danach wieder gen HBF und beobachte etwas verwirrt, etwas erheitert die Hatz zwischen EF-Ultras und Polizei, die im Stadtparke Fange spielten. Ebenso liefen mir die 20 Wacker-Ultras über den Weg - ein durchaus seltener Anblick. Hätte allerdings bei der Sprache nicht auf deutsche Mitbürger getippt, zumindest wurde mir mal in der Schule eine andere Muttersprache gelehrt. ;)


    Mitteldeutscher BC - LTi Lich 99:64 (44:35)
    Die passende Abendunterhaltung war schnell gefunden. In Weißenfels traten die Wölfe an und konnten sich mit einem Sieg gegen die LTi Lich die Meisterschaft in der 2.Basketball-Bundesliga sichern. Die Lizenz für Liga 1 ist da, allerdings wird der Verein sich bis Mai entscheiden, ob man das Spielrecht in der BBL wahrnimmt.


    Das Spiel ist schnell erzählt. Der MBC sehr nervös zu Beginn, gibt auch das erste Viertel ab (17:21). Vor allem die Freiwürfe ließen noch sehr zu wünschen übrig, lediglich Sascha Leutloff trieb die Weißenfelser immer wieder nach vorn. Anschließend entwickelte sich die Partie aber nach den Vorstellungen des Mitteldeutschen BC. Zur Halbzeit hatten sich die Wölfe auf 44:35 abgesetzt und die Weichen auf Meisterschaft gestellt. Nun legte das Heimteam - das mit 11 Akteuren gegen lediglich 8 Gäste-Spieler (im Kader) antrat - den Grundstein für den Erfolg. Der Vorletzte hatte nicht mehr viel entgegen zu setzen, technische Fouls machten jegliche Chancen zu nichte. Beim Stand von 73:49 ging es in das letzte Viertel, das praktisch nur noch zum Abfeiern der Mannschaft und Fans da war. Der MBC zeigte nun von Dreier über spektakuläre Dunks und sehenswerte Spielzüge die schönen Seiten des Basketballsports auf. Zum Schluss hatten die Fans nur noch einen Wunsch: "Wir wolln die Hundert sehn!" Doch gleich drei Wölfe (Gilbert (?), Grübler und Leutloff) scheiterten innerhalb von Sekunden am Korberfolg. Leutloff versenkte lediglich einen von zwei Freiwürfen - die Partie endete 99:64. Am Ende bekam Meistertrainer Björn Harmsen noch die Meistertorte von Johnnie Gilbert ins Gesicht geworfen und die Mannschaft servierte den Rest an die euphorischen Fans. Es folgten die üblichen Feierlichkeiten von Sektdusche bis UFTA.
    Einziger Wermutstropfen sind eben die Finanzen. Das Budget muss um 500.000€ gesteigert werden, ansonsten will der Verein das Risiko nicht eingehen. Aber generell würde es so aussehen, wenn man aufzusteigt. Das müsste man in Halle glatt noch mal ausprobieren.


    MBC: Chavis ( 18 ), Gilbert (14), Krüger (3), Moore (14), Diestelhorst (3), Schmidt (3), Leutloff (14 Pkt., 9 Reb.), Ides ( 8 ), Grübler (3), Bernard (15), Cardenas (4).
    Lich: Watts (9), Scholz (5), Klassen (3), Perl (2), B. Lischka (13), Bunkley (11), Tarver (14), Michalowicz (7)
    Zuschauer: 3000


    Sonntag sollte es diesbezüglich weitergehen. Kiel patzte gegen Hansa II (1:1). Und wie Sven Köhler es so treffend formuliert hat: "Wir haben die zweitbesten Chancen aufzusteigen." Also sollte es Sonntag nach Chemnitz gehen. Wie schon beim Erfolgserlebnis Plauen (1:0-Auswärtssieg) vertraute man auf die gemeinsame Fahrt von Jena nach Chemnitz mit dem Exilhallunken. Das ganze erwies sich auf leeren Straßen auch nicht als Problem und wer sollte es schon wagen unseren HFC zu schlagen?


    Chemnitzer FC - Hallescher FC 1:3 (0:1)
    In Chemnitz angekommen wurde noch ein Fischbrötchen getestet, das deutlich ekliger aussah als es schmeckte. Anschließend folgte ein Plausch mit NOFBler jb1, wann wir den wiederholen wurde ja schon ausgemacht. :happy:
    Die Aufstellung des CFC trieb mir nicht gerade den Angstschweiß auf die Stirn. Spieler, die dem HFC zuletzt immer zu schaffen machten fehlten in der Startelf weitgehend - Benjamin Boltze entpuppte sich heute nicht als Halle-Schreck. Yakubu Adamu (Zwickau), Mike Baumann (Formschwach) und Marcel Schlosser (ex-verletzt/beide Ersatzbank) wirkten zunächst nicht mit.


    Auf der Tribüne einige bekannte Gesichter. Andreas Thom (Holstein Kiel) schaute wohl schon mal nach dem rechten, Ruud Kaiser, Jan Seifert (beide Dynamo Dresden) und Heiko Weber (Erzgeb. Aue) dürften wohl ein Auge auf den ein oder anderen Lachheb geworfen haben.


    Doch zu Beginn standen andere im Mittelpunkt: 9.Minute, Ecke Thorsten Görke - abgewehrt - nochmal Flanke Görke - Pavel David taucht ab - köpft - TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Besser gehts nicht.
    Besonders viele Highlights gab es im ersten Durchgang nicht mehr. Steven Sonneberg und Steffen Kellig (beide CFC) scheinen das Kopfballspiel nicht erfunden zu haben. Görke, der mal wieder viele Freistöße "rausholte", hämmerte einen solchen neben das Tor, Steve Finke prüfte Klömich aus 20 Metern. Der HFC hat weitgehend alles im Griff. Adli Lachheb hinterlässt meistens einen jammernden und überforderten Kelle. Stimmung ist sehr ordentlich, beide Seiten treiben ihre Mannschaften lautstark voran - bis jetzt stimmt alles.


    Im zweiten Durchgang kam auch noch der befürchtete Schlosser, der gleich die erste Aktion hatte, aber Darko Horvat noch nichts anhaben konnte. Kellig vergibt noch per Kopf und Schlosser verfehlt gleich den ganzen Ball. Obwohl der HFC den Gegner erst 10-20 Meter hinter der Mittellinie empfängt, hat der keine Lust auf Tore. Doch die Himmelblauen erweisen sich als respektlos. Kapitän Tobias Becker hält seinen abgefälschten Schuss wohl schon für gerissen, doch das linke Ding kann Horvat nicht überwinden. Kellig erweist sich als noch unverschämter und schiebt den Ball an dem Elfmetertöter und Kopfballungeheuer in Personalunion vorbei. Christian Kamalla will die Majestätsbeleidigung mit einem Rettungsversuch ausbessern, scheitert aber: 1:1 (63.).


    Eine weitere Frechheit dieser Art ließen die Rot-Weiß-Gestreiften nicht über sich ergehen. Rene Stark flankt von rechts, Pavel David nimmt den Ball in Plauen-Manier volley und bereitete damit wie schon im Vogtland das Tor vor. Sebastian Klömich rettet zwar gegen den Tschechen, doch der eingewechselte Thomas "der Storch" Neubert stochert seinen HFC zwei Punkte näher an die Kieler Störche heran: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOR!! 1:2 (71.)! Der zum überm Platz stolpern neigende Neubi war nicht wieder zu erkennen. Kurz nach seinem vierten Saisontor bereitet er Davids zweiten Streich vor, bei einem Konter schiebt er die Kugel in den Lauf des Tschechens. Der lässt Klömich links liegen und erlebt mit Ball am Fuß seinen persönlichen Triumphzug. David marschiert wie einst Usian Bolt in Peking über die ominöse Linie, auch wenn er sich dafür mehr Zeit als der Jamaikaner lässt, 1:3 (80.).
    Thomas Neubert ist nun völlig beflügelt, schnappt sich im Mittelfeld das Leder, lässt Hendrik Liebers stehen, der heute die Dynamik eines Mikado-Spielers an den Tag legte, wird aber an der 16-Meter-Marke geblockt. Chemnitz' letzte Offensiv-Aktion landete weit über dem Tor als Kevin Hampf (wohl mit Krampf) vergibt. Der vierte HFC-Treffer blieb aus, eine David-Hereingabe verpassen Neubert und der ebenfalls eingewechselte Kunze im Zentrum, es sollte beim ungewohnten 3:1-Erfolg bleiben: der zweithöchste Saisonsieg. Den höchsten gab es ebenfalls in Sachsen beim 4:0 in Leipzig. Mit 8 erzielten Treffern im Freistaat hat der HFC nun 25% seiner Tore bei seinen östlichen Nachbarn erzielt. Allerdings erzielte Chemnitz auch 18% aller HFC-Gegentore, dreister war nur noch Türkiyemspor (27%).


    Tore: 0:1/1:3 David (9./80.), 1:1 Kellig (63.), 1:2 Neubert (71.)
    Zuschauer: 3.590
    CFC: Klömich - Reinhardt, Wilke, Liebers, Sieber (46. Schlosser) - Sonnenberg (61. Hampf), A. Müller, Emmerich, Becker - Boltze (82. Löwe), Kellig
    HFC: Horvat - Schubert, Lachheb, Kamalla, Benes - Re. Stark, Finke, Görke (73. Kittler), Kanitz (68. Neubert) - David - Müller (86. Kunze)


    Wie schon beim 1:0-Erfolg vor einem Jahr in der Gellertstraße, mit dem die unheimliche Serie eigentlich anfing, hinterließ man wieder reichlich gefrustete Chemnitzer, die vereinzelt die Entlassung von Heimtrainer und Gästepräsi forderten. Garanten für den Sieg waren ein gut aufgelegter Pavel David, ein heimlicher Kapitän Rene Stark und ein Hüne aus Tunesien, der wohl von einigen Einkaufslisten nicht mehr wegzudenken ist. Neubert machte wohl sein mit Abstand bestes Saisonspiel für den HFC. Chemnitz machte immerhin nicht den Fehler und versuchte mit hohen Bällen zum Erfolg zu kommen, sondern versuchte es mit flachen Hereingaben. Geholfen hats nichts - man kann nur alles gute Wünschen für den bevorstehenden Abstiegskampf (auf das es keiner wird).


    Mit drei Punkten und drei Toren im Gepäck ging es vergnügt in die Heimat. Die nächste Auswärtsreise (Pokal in Wolfen riecht nach Heimspiel) führt übrigens nach Kiel. :bia:

    Sehr interessante, aber auch sehr schwierige Anfrage. Ich gebe zu, dass ich da kaum Aussagen zu machen kann.


    Zu Wacker ("Vorgänger" wenn mans so nennen will von Turbine Halle) und den HFC von 1896 (als "Vorgänger" vom VfL Halle/Empor) hattest du dich ja schon kundig gemacht. Vielleicht mal bei Turbine nachfragen, die leben viel von der Historie.


    Also vom HFV hab ich zum ersten mal gehört, einen "BVB 93 Halle" gab es (deren erfolgreiche Frauenabteilung wurde vom HFC übernommen), anscheinend gibts den Club aber nicht mehr.


    Hab auch bei den vorhanden Vereinschroniken hallescher Vereine nichts von vor dem 2.WK gelesen.
    Formal sind der BSV Halle Ammendorf 1910, Nietlebener SV 09 Askania und VfB 07 Lettin aber älter. Vielleicht könntest du bei denen auch mal nachfragen. Spontan fielen mir als Ansprechpartner auch der Fußballkanal und Stadtfachverband Fußball für Halle ein.
    Es gab auch mal ein hallesches Fußballalmanach im Netz (unter www.fussball-halle.de). Leider ist die Seite vom Netz, ich werde aber beim Autor mal nachhaken.


    Das waren zwar alles keine konkreten Antworten auf deine Fragen, aber vielleicht konnte ich ja ein paar neue Ansprechpartner vermitteln. Ich werd mich auch mal umhören.

    Montagnachmittag, herrlichster Sonnenschein und zum Ausklingen des langen Osterwochenendes noch ein (wenn auch kleines) Derby. Im Ilm-Kreis-Derby empfing Germania Ilmenau die SG Rudisleben/Arnstadt. Ich kam natürlich die obligatorischen fünf Minuten zu spät, hatte aber nichts verpasst.


    Zum ersten mal bei einem Besuch im Hammergrund (Gera-Süd wurde versäumt) erlebte ich Gästefans hautnah. Mit ner Trommel und zum größten Teil kopierten Gesängen gabs immerhin etwas Derbyfeeling. Da die Jungs aus Arnstadt aber noch viel Zeit haben ihren Support vielleicht etwas variantenreicher zu gestalten, ist Besserung wohl vorprogrammiert. Immerhin musste man sich um die Sicherheit keine Sorgen machen, denn Feuerwerkskörper hätte wohl kein Ladenbesitzer an irgendeinen der mitgereisten, lautstarken Anhänger verkauft. ;)
    Das Plakat "Arnstadt ist die Fußballmacht - Ilmenau wird platt gemacht!" stand stellvertretend für die junge Garde aus dem Nachbarort. Immerhin dürfte es bei 300 Zuschauern einen neuen Saisonrekord im Hammergrund gegeben haben.


    Arnstadt - als Tabellenvierter eigentlich klarer Favorit - bekam in Halbzeit eins kein Bein auf den Boden und machte Bayerns erster Halbzeit im Camp Nou mehr als nur Konkurrenz. Ilmenau viel zu zaghaft gegen beschämend schlechte Kreishauptstädter, zwei gute Möglichkeiten wurden vergeben. Allerdings musste Germania-Kapitän Tobias Huck auch schon nach 12 Minuten verletzt raus, Ersatzmann Marc Fernando markierte technisch ausbaufähig das 1:0 - hauptsache drin (36.).


    Das "Arnscht" die Unleistung aus dem ersten Durchgang nicht wiederholen würde, war zeitig klar. Danneberg und Leischner vergaben für Rudisleben. Doch die Krönung der ersten Halbzeit folgte erst in der 51.Minute: Eckball für Ilmenau. Der Ball findet keinen direkt Abnehmer, Bonsack kann den Ball mit dem Rücken zum Tor meterweit prallen lassen und dennoch ungehindert versenken. Ein Abwehrfehler für den man auf jedem Bolzplatz gelyncht wird und wohl auch in der C-Jugend nicht unter 20 Liegestützen bestraft wird. So blieb den Gästefans kein anderer Grund zur Freude als die 1:0-Führung von Ilmenaus Abstiegskonkurrent Weimar.
    Fünf Minuten später Ecke für Arnstadt, Wedekind köpft zum Anschluss ein: 2:1, die Spannung blieb erhalten. Das Spiel war nun etwas offener, Vorteile bei Germania Ilmenau. Nico Eberhardt erhöhte wiederum für die Heimelf mit der schönsten Aktion des Tages. Im Mittelfeld schnappt er den Gästen das Leder weg und rennt auf das Tor zu, 25 Meter aus halbrechter Position vor dem Kasten schießt er den Ball unhaltbar ins lange Eck, Respekt! Ilmenau sogar mit Möglichkeiten auf 4:1 zu erhöhen, doch es kam wieder anders. Nach einem langen Ball in den Ilmenauer 16er pfiff der Unparteiische einen Strafstoß. Keiner wusste wieso, ein Foul konnte niemand ausmachen. Egal, Danneberg versenkte zum 3:2-Anschluss in der 84.Minute.


    Eigentlich geht dann wieder das große Zittern los. Doch Ilmenau bewies, wieso sie heute als Derbysieger das Feld verlassen sollten. Die restliche Spielzeit stürmten nur noch die Germanen und drängten auf den vierten Treffer und überboten sich im Auslassen bester Chancen. Rinn, Zachert, Huck und erneut Eberhardt hätten sich eigentlich in die Torschützenliste eintragen müssen. Arnstadt kam nur direkt nach dem Elfer noch einmal vors Tor, schoss aber drüber.


    Ilmenau dürfte mit Leistungen wie dieser keine Angst vor dem Abstiegsgespenst mehr haben. Allerdings sind sie trotz 11.Platz immer noch abstiegsgefährdet. Das war wohl auch der einzige Hoffnungsschimmer von den Arnstädter Jungs, die mit ein paar Einheimischen sich noch gegenseitig die Mittelfinger betrachteten. Für mich ging es mit guter Laune, einem kurzweiligen Fußballspiel, einigen Mückenstichen und reichlich Sonne im Gepäck nach Hause.



    SV Germania Ilmenau - SG Arnstadt Rudisleben 3:2 (1:0)
    Tore: 1:0 Fernando (36.), 2:0 Bonsack (51.), 2:1 Wedekind (56.), 3:1 Eberhardt (77.), 3:2 Danneberg (84. Foulstrafstoß)
    Zuschauer: 300
    Ilmenau: Kott, Kemter, Bonsack, Dobrocki, Skibbe (77. Alexy), T. Huck (13. Fernando, 79. Zachert), Eberhardt, C. Huck, Greßler, Rinn, Jüngling
    Arnscht: Apel, Wedekind, Staude (57. Voigt), Seel, Danneberg, Lippert, Schneider, Moritz (46. Klein), Leischner, Lange (46. Springer), Lux

    MZ-Artikel


    Wird Zeit das Wolfen und/oder HBS ins Finale einziehen, kann diese elende Diskussion über die Köpfe der Oberligisten hinweg nicht mehr lesen/hören.


    Ehle-Stromer: Na sicher. Sensationelle Leistung der Nr.3 und Nr.4 des Landes ins Pokalhalbfinale (also Top 4) einzuziehen. :rolleyes: Ist natürlich ne Riesensache für die Vereine und zwei Clubs aus der nächsthöheren Klasse rauszukegeln ist reine Utopie...

    13.4. 14:00 Uhr: Germania Ilmenau - SV Arnstadt/Rudisleben (Landesliga Thüringen/Nachholspiel)
    18.4. 14:00 Uhr: FC Rot-Weiß Erfurt - Wacker Burghausen (3.Liga)
    19.4. 13:30 Uhr: Chemnitzer FC - Hallescher FC (Regionalliga Nord)


    so oder so ähnlich.

    Alter Schwede... immer? Das war jetzt mal ZWEI Jahre in Folge so. Ich glaube der FCM und HFC standen äußerst selten beide im HF und das meistens weil einer einfach zu blöd war (zugegeben, meist der HFC).


    Die Chance, dass der HFC und FCM im Halbfinale aufeinandertreffen ist 1 zu 4. Die Chance, dass sie zwei Jahre hintereinander nicht im HF aufeinandertreffen ist 1 zu 2. Das ist keine Sensation, noch große Schiebung. Und soweit ist das Oberliganiveau nicht von der RL entfernt, das haben FCM und HFC deutlich bewiesen. Da kommt man auch mit Rumpelfußball sehr weit. Und beide Vereine haben im Pokal jetzt nicht gerade eine Gala der anderen Folgen lassen, so dass man in HBS und Wolfen in Panik ausbrechen müsste.

    Ziemlich mäßiges VL-Spiel, keine große Spielkunst und ein Spitzenreiter, der seine Position erneut nicht unter Beweis gestellt hat.


    Grüße nach Aken und ein Dank an otti für den kurzen Plausch. :halloatall:


    Spielbericht

    Damit ja MD gegen HFC im Finale steht.


    Hab ich was verpasst?? Halbertstadt und Wolfen treten nicht im Halbfinale an? :rolleyes:


    Zitat

    da werden in den nächsten jahren die "kleinen" wohl nie eine chance haben


    So ein Blödsinn, die kleinen haben jedes Jahr aufs Neue die Chance sich im Pokal zu beweisen.



    Ich persönlich kann mit der Auslosung natürlich leben, von der Papierform der leichteste Gegner und die kürzeste Anreise. Aber auch Pokalspiele beginnen bei 0:0 und wegen nem Zweitligasturm oder ner guten RL-Saison ist das Finale noch nicht erreicht.



    Übrigens beeindruckend, dass es tatsächlich mal die aktuell 4 stärksten Mannschaften des Landes ins HF geschafft haben, dürfte ein Novum sein.

    Jup, schöner Spielbericht, kurzweilig und lesenswert.


    Hätten von mir aus auch 2-3 Variablen weniger sein können ("der Jenaer", "der Leipziger"). Die Nr.13 z.B. trägt Stephan Knoof (keine 10 Sekunden zum nachgucken gebraucht). Ist aber wirklich nur ne sehr subjektive Randnotiz.